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Autor Thema: Torpedo 70 cm (27.6") J9  (Gelesen 1566 mal)
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Q
Kapitän zur See
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Ort: "Im völlig aus der Mode gekommenen westlichen Spiralarm der Galaxis."

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« am: 24 August 2009, 01:21:23 »

Suche informationen zum, 70 cm (27.6") J9 Torpedo aus den Ersten Weltkrieg? Auf Navweaps steht Klick Mich leider nur die Bezeichnung, mit Bezeichnungsdaten.

Vielen Dank schon im Vorraus.

Don´t Panic
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Quand tu veux construire un bateau, ne commence pas par rassembler du bois,
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St.Ex
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Kapitän zur See
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« Antwort #1 am: 14 Dezember 2010, 16:25:52 »

Nochmal nach oben schubs.

Vielleicht gibt es ja jetzt eine bessere Quellenlage.

Don't Panic
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Thoddy
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« Antwort #2 am: 14 Dezember 2010, 16:55:32 »

Wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich läßt
möglichwerweise gibts im Militärgeschichtlichen Museum Dresden was
ich kann mich sehr sehr undeutlich daran erinnern daß ich mir nach dem Anschauen des Skagerakmodells(vor 30 Jahren) eine der frei ausliegenden Broschüren mitgenommen habe auf der waren 1-2 Seiten zu deutschen Torpedos der Kaiserzeit und deren Entwicklung dargestellt. Möglicherweise haben die was in ihrer Bibliothek?
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Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
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Kapitän zur See
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« Antwort #3 am: 14 Dezember 2010, 17:09:28 »

Super Danke.

Das passt ja wie die Sprichwoertliche Faust aufs Auge, da ich Anfang Jaenner eh in der Perle der Elbe verweile.

Don't Panic
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Maat
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« Antwort #4 am: 15 Dezember 2010, 08:46:48 »

Sorry Q,
da hast Du leider Pech. Das Museum hat im November wegen des Umbaus
geschlossen. Es wird noch ca. 1 Jahr dauern bis es wieder öffnet.

Ein betrübter Dresdner
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Spee
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Garstiger Piratenpascha



« Antwort #5 am: 15 Dezember 2010, 08:58:09 »

Wie lange bauen die da noch um? Sollte das Museum nicht schon fertig sein?
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Servus

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« Antwort #6 am: 27 Dezember 2010, 20:05:51 »

Hallo Q,

wenn Du Dich mit Deiner Suche nicht ausschließlich auf den Torpedo selbst beschränkst, hat das Bundesarchiv in Freiburg dazu Zeichnungen des/der Torpedoausstoßrohre/s bzw. der Projekte. Wenn es schon Zeichnungen davon gibt, dürften die Baubeschreibungen nicht weit sein; und die haben meistens auch eigene Zeichnungen (vielleicht auch von dem 70 cm Torpedo Huh)
Mehr noch: es wurden sogar Studien (mit Zeichnungen) über Torpedoausstoßrohre getrieben, die Torpedo ähnlich einem Gewehrmagazin ausstoßen sollten; d.h. 3 - 4 Torpedos nebeneinander und dann ähnlich einem Fächer sollten sie nacheinander ausgestoßen werden.
Mir ist nicht bekannt, dass überhaupt so etwas in ein Schiff der Kaiserlichen Marine eingebaut wurde; es war ja wohl auch nur ein Projekt (von vielen)....
Vielleicht solltest Du mal die Suchmaschine ARGUS des Bundesarchivs Freiburg bemühen.
Viel Erfolg wünscht

Großer Kreuzer  Matrose gruesst
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Q
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« Antwort #7 am: 27 Dezember 2010, 20:50:11 »

Vielen Dank fuer die Info zur Hansestadt.

Don´t Panic
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genkideskan
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« Antwort #8 am: 19 April 2011, 16:28:47 »


Also ich denke das der I 9 über das Projektstadium nicht hinaus gekommen ist.
Der H 8 wurde gebaut und auf wenigen Schlachtkreuzern auch gefahren.
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bodrog
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« Antwort #9 am: 30 Juni 2011, 14:09:59 »

Ist zwar schon etwas älter,

aber ich habe gestern bei Forstmeier "Deutsche Grosskampfschiffe 1915 - 1918." eine Bemerkung von Konteradmiral Hebbinghaus bezüglich Torpedoarmierung zukünftiger Schiffe gelesen, dass der J9-Torpedo 18.000 m mit 20 sm laufen sollte (es ging dabei um die Treffwahrscheinlichkeit und das eine künftige Torpedoarmierung bei solchen Entfernungen so gut wie keine Aussichten auf Erfolg haben würde)

MfG

Ulli
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delcyros
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« Antwort #10 am: 03 Dezember 2011, 17:50:40 »

Die Reichweite erscheint für den J9 als etwas gering. Selbst der H8 lief mit 28kts ca. 14,000m.
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bodrog
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« Antwort #11 am: 04 Dezember 2011, 11:30:27 »

Hallo delcyros,

die Angabe bezüglich Geschwindigkeit und Reichweite stehen so darin. Aber du musst bedenken, das der J9 nur für Grosskampfschiffe vorgesehen war, d.h. vielleicht spielte da die Geschwindigkeit eine etwas untergeordnetere Rolle (schau dir mal die Leistungsdaten vom normalen G6 für die Helgoland-Klasse an). Hebbinghaus bemerkt ja auch sehr deutlich, dass die Treffaussichten nahe Null wären (kann jetzt nicht aus dem Kopf sagen, wie lang das gegnerische Schiff stur seinen Kurs beibehalten müsste, wenn es getroffen werden will).

MfG

Ulli
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delcyros
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« Antwort #12 am: 04 Dezember 2011, 20:08:24 »

Ich glaube dennoch, dass es sic hierbei um einen Fehler handelt. Der H8 war bekanntlich ebenfalls nur auf Großkampfschiffen im Einsatz.
Torpedos konnten unterschiedliche Einstellungen abarbeiten. Dabei wirkt begrenzend -in letzter Instanz- die für den Antrieb im Torpedorumpf untergebrachte Energie. Der H8 hatte 60cm Durchmesser und 8m Länge, der J9 dagegen 70cm Durchmesser und 9m Länge.
Für den Antrieb zur Verfügung steht also -zumindest theoretisch- beim J9 mehr Raum als beim H8.

Gehen wir nun zur Geschwindigkeit, dann stellen wir idealerweiser fest, dass der H8 6000m bei 36 kts und 14000m bei 28kts laufen konnte.
D.h. die Reichweite hat sich mehr als verdoppelt für 8kt weniger Geschwindigkeit.
Der H8 würde, hätte er auch eine effektive Einstellung für nur 20kts, damit über 30000m laufen. Hätte also fast die doppelte Reichweite des J9.
Daher bin ich davon überzeugt, dass die Angabe im Forstmeier einen Fehler aufweist.
Bei 28kts würde der größere J9 weniger als 8000m laufen (statt 14000m beim H8), klingt nicht sehr überzeugend für mich.
eher 18000m und 30 kts, aber das bleibt Spekulation.

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Harry64
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« Antwort #13 am: 05 Dezember 2011, 13:10:10 »

Hier auf den Seiten 67-70 wird etwas auf die Entwicklung von Torpedos für Großkampfschiffe eingegangen, auch mit Verweisen zu den entsprechenden Akten im BA/MA.

http://deposit.ddb.de/cgi...mp;filename=980897815.pdf

Falls das der Eine oder Andere noch nicht kennt bzw. das im Umfang vergrößerte Buch nicht zur Hand hat, welches ich durchaus sehr empfehlen kann.

Vielleicht ist ja jemand auch im Besitz der erwähnten Akten und kann sie bei Bedarf weiterreichen...

Harry
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delcyros
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« Antwort #14 am: 05 Dezember 2011, 17:31:49 »

Sehr interessante Darstellung.

Aus ihr geht hervor, dass der H8 ursprünglich
12000m bei 30kt oder
16500m bei 25,5kts lief (nach Modifikationen zur Erhöhung der Reichweite bei gleichzeitiger Reduktion der Geschwindigkeit).

Dies ordnet sich gut ein in die bekannten Daten, wonach der H8
8000m bei 36 kts
12000m bei 30kts
14000m bei 28kts
16500m bei 25,5 kts
läuft.

Von der Folgeentwicklung des J9 wird eine Reichweite von 22000m bei 30kts gefordert. Dies erscheint mit Blick auf die bereits erreichten Daten des H8 als realistische Angabe.
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