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Autor Thema: Ubootkörper  (Gelesen 1877 mal)
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Peter K.
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« Antwort #15 am: 13 Juli 2006, 23:03:18 »

@ WER

Also, ganz kurz ...

Der Torpedoausstoß erfolgte mittels eines Kolbens, der durch Druckluft nach vorne bewegt wurde. Somit trennte dieser Kolben den Torpedo und das Hüllwasser von der Ausstoßluft und verhinderte damit, daß die Ausstoßluft das Torpedorohr nach vorne entweichen konnte - damit wurde der Torpedo schwallos abgefeuert! Nach dem Entlüften des Torpedorohres wurde der Kolben durch den Druck des einströmenden Wassers wieder zurückgeschoben.
Bei den Booten vom Typ XXI erfolgte der Torpedoausstoß dann direkt mit Druckluft. Sie wurde mengenmäßig so dosiert, daß sie nach Entspannung gegenüber dem äußeren Wasserdruck etwas weniger Druck besitzt, wenn der  Torpedo die Rohrmündung verläßt. Durch die ganz leicht (ich glaube 2 °) nach unten geneigten Torpedorohre unterstützt, drückte dann das von außen einströmende Wasser die Luft zum Rohrende zurück, womit der Torpedo wieder schwallos abgefeuert war.
Die Luft gelangte dann über das Entlüftungsventil in die Ausgleichsanlage, die das einströmende Wasser zum Gewichtsausgleich in die zugehörige Torpedountertriebszelle weiterleitete. Natürlich entsprach der Inhalt der Torpedountertriebszelle dem Mehrgewicht des Torpedos gegenüber dem von ihm verdrängten Wasser. Bei Beendigung des Gewichtsausgleichs schloß sich dann das Entlüftungsventil automatisch - das Boot ist gewichtsgleich!

Übrigens sind Torpedountertriebszellen nicht mit Torpedozellen zu verwechseln, die das Wasser zum Be- und Entwässern der Torpedorohre beinhalten!

« Letzte Änderung: 13 Juli 2006, 23:06:52 von Peter K. » Gespeichert

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Peter K.
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« Antwort #16 am: 13 Juli 2006, 23:10:57 »

@ WÖLFCHEN

Je tiefer ein Uboot tauchen kann, desto eher kann es "thermal layers" ausnutzen .... d.s. Grenzschichten im Wasser, die eine gegnerische Ortung erschweren!

Gegenmittel: towed array - ein Schleppsonar, das unter einer solchen Grenzschicht versteckte Uboote aufspüren kann ...
« Letzte Änderung: 13 Juli 2006, 23:17:18 von Peter K. » Gespeichert

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Woelfchen
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« Antwort #17 am: 22 Juli 2006, 21:37:10 »

Das eine höhere tauchtiefe besser ist, ist ja verständlich.
Aber 6500m halte ich doch für extrem.
Die Maßnahmen die für eine solche Tauchtiefe ergriffen werden müssen sind ja gewaltig. Ich glaube nicht dass sich so etwas lohnt.
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Peter K.
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« Antwort #18 am: 23 Juli 2006, 12:11:14 »

@ WOELFCHEN

Von welchem Uboot(typ) sprichst, äh.... schreibst du?  wink
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Peter K.

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Woelfchen
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« Antwort #19 am: 23 Juli 2006, 13:14:31 »

@Peter: Im ersten Beitrag wollte jemand auf 6500m runter  wink
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Peter K.
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« Antwort #20 am: 23 Juli 2006, 14:42:58 »

Nu, die maximalen Tauchtiefen von (militärischen) Ubooten sind immer noch gut gehütete Geheimnisse, aber derartige Tiefen sind von ihnen nicht zu erreichen!
Alles unter, sagen wir mal 1.000 m Tauchtiefe, gehört in die Domäne wissenschaftlicher Tiefsee-Tauchboote, auch Bathyscaphen genannt:

BATHYSPHERE: erreichte bei den Bermudas 1930 435 m Tiefe, 1932 661 m und 1934 unglaubliche 923 m Tiefe
TRIESTE I: erreichte 1954 4.000 m Tiefe (Wasserdruck 420 bar) und 1960 im Marianengraben 10.740/10.916 m Tiefe (Wasserdruck 1.170 bar)
TRIESTE II:
ARCHIMEDE: erreichte fast 10.000 m Tiefe
ALVIN: Rumpf aus 50 mm dickem Titan, erreicht bis zu 4.500 m Tiefe
AVALON: erreicht 1.500 m Tiefe
u.a.

siehe auch:
http://www.bathyscaphtrieste.com/
http://www.navsource.org/archives/08/08557.htm
http://en.wikipedia.org/w...ki/Bathyscaphe_Trieste_II
http://en.wikipedia.org/wiki/DSV_Alvin
http://en.wikipedia.org/wiki/Bathyscaphe_Trieste
http://en.wikipedia.org/w...ubmergence_Rescue_Vehicle
http://en.wikipedia.org/w.../Deep_Submergence_Vehicle


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Peter K.

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Tri
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« Antwort #21 am: 23 Juli 2006, 16:15:31 »

Hallo,

irgendwo im Netz gibt es eine hervorragende Seite über Piccard und seine Tieftauchforschung, leider finde ich die jetzt auf die schnelle nicht wieder (man sollte immer alles in die Lesezeichen setzen). Wenn ich mich recht erinnere gab es beim Abstieg in den Marianengraben anfangs leichten Wassereinbruch,  was Picard und Walsh nicht sonderlich beeindruckte da sie fest damit rechneten dass bei stärkeren Wasserdruck diese winzigen Lecks wieder abgedichtet werden, was auch geschah. Was aber wirklich zeigt das diese zwei Männer Nerven aus Stahl gehabt haben müssen ist das eines oder das eine (?) Fenster aus Quarzglas einen Sprung bekam. Obwohl dieses Fenster, oder besser Guckloch, glaube ich eine Doppelverglassung aus sehr dickem Quarzglas hatte wäre mir spätestens hier der "Arsch auf Grundeis gegangen", Picard und Walsh setzten die Tauchfahrt fort und erreichten den Grund des Marianengrabens und kehrten unversehrt aus fast 11km Tiefe zurück.  Klasse

Mal rein interessenhalber, ich habe zwar keine genauen Daten aber mal als Rechenbeispiel das Guckloch wäre 12 cm im Durchmesser und würde völlig zerstört bei einer Tauchtiefe von 8000 m, der Innenraum des kugelförmigen Druckkörpers ist 2,4 m groß (- 2 Personen), in welcher Zeit wäre der Innenraum mit Wasser gefüllt?
Wäre ein kurzes Begreifen der Lage möglich, eine Abwehrbewegung, ein Lidschlag oder wäre der Zeitraum selbst für eine unbewußte Muskelreaktion viel zu klein?   

Vielleicht hat ja einer eine Antwort darauf.

//Edit Wahrscheinlich würde der eindringende Wasserstrahl den Druckkörper zerstören, aber mich würde die Antwort trotzdem Interessieren.  smiley


Grüße
Tri
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Woelfchen
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« Antwort #22 am: 23 Juli 2006, 18:57:19 »

@ Tri
Ich kann ja nur spekulieren, aber wenn man von einem "Hochdruckreiniger" mit 800 Bar und 12cm Düse getroffen wird ist man wohl nur noch Matsch.
Und volllaufen wird das Teil auch in Sekundenbruchteilen.

Edit: Rechtschreibfähler
« Letzte Änderung: 24 Juli 2006, 12:22:36 von Woelfchen » Gespeichert
t-geronimo
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« Antwort #23 am: 23 Juli 2006, 19:51:58 »

Wenn ich da unten wäre und eine solche Panne passiert, wäre ich jedenfalls froh, nix mehr zu merken.

Und vorrechnen kann ich es zwar nicht, aber ich glaube mal, mein Wunsch würde mir auch erfüllt werden!!  tongue
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Schöne Grüße
Thorsten
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« Antwort #24 am: 24 Juli 2006, 10:04:21 »

@Peter K.:

Der beitrag ist sehr interessant, damit sind meine Fragen geklärt.

gruß

Christian
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