Hallo Leute,
wie von Harold bereits
hier angekündigt, darf ich Euch kurz einen kleinen Entwurf vorstellen, wie ich mir ein verlängertes Panzerschiff (angedachte Kiellegung desselben ca. 1934) vorstelle (bitte die angehängten Dateien beachten):
Das erste Excel-File „Admiral Graf Spee“ enthält eine "Nachkalkulation" der Admiral Graf Spee und diente als Grundlage für die weiteren Berechnungen.
Das zweite Excel-File „Panzerschiff X - 28cm III“ enthält die eigentliche Verlängerungs-Berechnung, d. h. der Schiffskörper wird in der CWL um ca. 16m verlängert ohne sonst noch irgendetwas zu verändern, gleichzeitig habe ich den Einsatztiefgang von 7,34m auf 7,10m verringert, weil sich ansonsten die Verdrängung zu weit von den kolportierten 500to (lt. Breyer & Co) entfernen würde; Breyer gibt außerdem noch eine Verbreiterung und eine Verbesserung des Splitterschutzes an .........
Das dritte Excel-File „Panzerschiff X - 24cm III“ (eine Studie aus Eigeninteresse, die ich im Forum auch schon mal gelesen habe) beinhaltet dieselbe Verlängerung wie oben + eine Neuarmierung (mit 24cm III) + eine erhöhte Motorisierung (4 x 9Zyl. + 4 x 12Zyl. = ca. 66.000 PSe).
Nur kurz dazu: 24cm III waren für die PB bereits angedacht, also nichts Neues. Die 4 neuen (Peter-)Motoren (aus dem Fleuzer-Thread) ersetzen 4 alte Motoren (pro Welle 2 Stück) und könnten hier als Prototypen getestet werden.
Im Prinzip erfolgt hier eine Aufwertung des Faktors "Geschwindigkeit" durch die Verlängerung und die verbesserte Motorisierung, um dem Leitsatz "Schneller als ...." wieder gerecht zu werden (nach dem Bau der Dunkerque).
Die Armierung habe ich aus Gründen der - offiziellen - Tonnageeinhaltung (VV gilt nach wie vor) reduziert, die Verlängerung kostet ja schließlich auch Gewicht, wobei die Kaliberreduzierung jedoch nur eine scheinbare Schwächung bedeutet, da das kleinere Kaliber für den angedachten Kreuzerkrieg (siehe hier zB. das La-Plata-Gefecht) sicherlich vorteilhafter ist, als das 28cm-Geschütz (va. höhere Kadenz !), welches mM nach für den Handelskrieg zu viel ist, und für eine "richtige" Seeschlacht zu wenig.
Die neuen Motoren würde ich jedoch (aus taktischen Gründen) verschweigen ……. man will ja schließlich niemanden beunruhigen

Sooo, das war's nun mal zu den Berechnungen.
Was mir im Zuge der Materialdurchsicht der DE-Klasse (Breyer, Koop/Schmolke, ...) aufgefallen ist, möchte ich auch noch kurz erläutern (2 Punkte, die es zu lösen gilt):
An erster Stelle steht der massive Tonnagezuwachs von DE zu GS; es handelt sich hierbei um 1.817to.
Davon konnte ich folgende Gewichte berechnen (eher schätzen ....):
- 375to modifizierte Maschinenanlage (belegt durch Quellen)
- 190to Verstärkung Panzerdeck
- 60to Verstärkung Barbetten
- 95to Verstärkung/Ausdehnung Wallgangsschott
- 90to Verstärkung Panzerquerschotte
- 300to Verbreiterung Schiffskörper
Fehlen noch
ca. 700to die ich nicht zuordnen kann ......
Der zweite Punkt betrifft die Geschwindigkeit der GS; wenn man für die Meilenfahrt die Konstruktionsverdrängung (14.042ts) und die (lt. Breyer; K/S; G/D) Geschwindigkeit von 28,5kn bei 53.650PSe zu Grunde legt, kommt man auf eine Admiralitätskonstante von 260 -> eher unglaubwürdig in 1930ern
(Glaubwürdigere Werte erhält man bei 26kn (C = 199) und bei 27kn (C = 222)).
......... entweder wurde die Probefahrt mit einer sehr geringen Verdrängung vorgenommen oder die angegebene Geschwindigkeit/PS-Zahl ist schwerster Beschi** !
Vergleiche hierzu auch folgenden Thread:
AdmiralitätsformelDeshalb kann ich auch für die spekulativen verlängerten Panzerschiffe keine exakten Angaben über eine Geschwindigkeitssteigerung machen, da ich es leider nicht von den realen PB ableiten kann.
Aus dem Bauch heraus würde sich bei dem Entwurf 28-III eine Steigerung von ca. 1,5kn und bei dem Entwurf 24-III eine Steigerung von ca. 2 bis 2,5kn erreichen lassen.
Schöne Grüße
David
Edit: Rechenfehler korrigiert