Naja, das sehe ich ein bischen anders....
Natürlich hatten die Fischer damals nicht diese Möglichkeiten, da fehlte es an Erfahrung und Bewaffnung. Mann lernt halt mit der Zeit, ist wohl in jedem Gewerbe so

Unter den ersten gekaperten Schiffen waren eine Reihe Fischereifahrzeuge, siehe diesen älteren
Spiegel-Artikel. Man könnte es durchaus so sehen, dass das damals unter anderem gewisse Notwehr-Aktionen gegen die Überfischung waren... Heute sicher nicht mehr.
Die Schuld kann man nun hin und her schieben .... sicher könnte Europa auch eine Mitschuld haben aber meines Wissens nach waren es eher die asiatischen Fischer, welche sich da breit gemacht haben. Und warum? Weil es in Somalia keinen funktionierenden Staat gibt. Es gibt keine Küstenwache, keine Marine, keine Polizeigewalt. Und genau diese Ursachen sorgten auch dafür, dass sich jeder bewaffnen konnte und neue Geschäftsfelder suchte. Sicher waren unter den ersten Piraten eine Menge Fischer, welche durch die modernen, ausländischen Fischereifahrzeuge um ihre Lebensgrundlage gebracht wurden. Als Pirat sollte man schon gewisse Seemännische Kenntnisse haben, wenn man in dem Gewerbe anfängt ... Und wer hatte die damals in Somalia? Fischer!
Aber die eigentliche Ursache ist die fehlende Polizeigewalt in der Region. Piraterie gedeiht nun mal am besten in Regionen, in denen der Staat schwach ist. Wie jedes andere Verbrechen auch(illegale Raubfischerei und Giftmüllverklappung sind ebenfalls Verbrechen.)
Fazit: Raubfischerei, Giftmüllverklappung und Piraterie sind Wirkungen, nicht Ursachen. Auch wenn sie miteinander zu tun haben.