OK danke Kosmos, ich hatte irgendwie das seltsame Bild in Errinerung, das die deutschen Bomber alle Sturzflugfaehig sein sollten.
Nochmal zu delcyros.
Das der DB 602/ LO F6 fast das doppelte Leistungsgewicht der Jumo Diesel hat sollte zu denken geben.
Auch das kein anderes Traegerflugzeug und die wenigsten Landgestuetzen Jaeger Ende der dreissiger bis sogar in die vierziger, siehe FW 200, eine Chance haben die schnelle (selbst mit 5% Geschwindigkeitsverlust) He 119 abzufangen wurde schon erwaehnt. Warum also Sichtfeld nach hinten?
Mit Jumo Dieseln (den 12 Zylindern die ich gern haette ala Jumo 206 spaeter dann 208) waeren 2400 PS moeglich. Was ich auch nochmal ueberdacht habe, ist es wuerde doch moeglich sein das Prinzip der Macchi 71 zu adaptieren, bei der sogar schon die Jumo 204 von 1934 als zwei regulaere Motoren jeweils auf eine Luftschraube wirken. Waere so der ersten Bf 110 mit ihren mikrigen 2 x 680 PS weit ueberlagen. Im "seltsame Motoren" wurde dieses Prinzip gut erklaert, habe ich aber erst gestern Abend um 18:00 Uhr in der VW Bibo eingesehen.
Damit waere dann auch wirklich eine erwuenschte Einzelabschaltung moeglich. Wuerde dann auch mit Zweiblattpropellern gehen siehe Macchi, oder?
Das die Kuehlung umgebaut werden sollte darueber liesse sich auch streiten, da der Jabo ja angeblich eh nicht Sturzfliegen kann. Mit 250 kg und Lofte hatte die FW 200 gute Erfolge im Reihenwurf. Quelle dazu auch wieder der gut belegte Neitzel. Aber hab schon beschrieben, das die Kuehlung in meinen Augen nicht die unloesbare Herrausforderung sei.
Das Problem mit der Kanzel sehe ich genau andersherum gerade diese Vollglaskanzel mit Fernwelle macht es sehr enfach dort andere Einrichtungen unterzubringen. Hatte ich aber auch schon beschrieben. Das im Fernflug auch Pilotenwechsel stattfinden koennen bzw. beim Kampfausfall kommt noch ausserdem hinzu. Geht bei Bf 110 nur wie im stiele Hotshots eins denk ich

Das die He 119 hoeher ist, ist klar ein nicht zu unterschlagendes Argument, aber es wuerde sich aus der Kristallkugel von heute aus betrachte sogar als Segen herrausstellen, da so diese Traeger hoehere Hangar dann auch fuer spaeter entwickelte groessere Flugzeuge ohne Totalumbau einsatzfaehig bleiben. Jedoch von der Anzahl wuerde ich da eher wiedersprechen, da die Bf 110 gut 1,2 m breiter ist nach Abschaetzung im geklapten Zustand. Dadurch die Laenge zum Teil wieder ausgeglichen wird.
Die taktischen Moeglichkeiten durch die Reichweite, der einfachere logistische Aufwand, die groessere Redundanz sowohl im Cokpit wie im Antrieb und die hohe Endgeschwindigkeit, sprechen eher fuer die He 119 und gegen die Bf 110.
Das auch die Bf 110 keine interne Bombenladung gewaehrt und wie sich das auf die Geschwindigkeit auswirkt hast du schon beschrieben aehnliches kann auch fuer die He 119 angenommen werden. Ist allerdings kein Wiederspruch.
Es bleibt natuerlich Spekulation ob Bf 110 je genommen worden waere oder das Potential der Tankschen He 119 erkannt worden waere. Eins moechte ich hier allerdings, um wieder auf das Thema zurueckzukommen, anfuehren, dank des Monopols an funktionierenden Dieselflugmotoren das Jumo und damit Deutschland besitz, und ihrer guten Schiffsdieselanlagen wird doch wohl naheliegen zumindest diesen Faktor der Logistik auch im What If von den Protagonisten anzunehmen. Dann waere auch mal zu pruefen, ob die Bf 110 nicht mit Jumodieseln auszuruesten sei. In der A-0 Serie wuerde somit zum orginal A-0 die Leistung mit dem Jumo 205 A/B/C von 1934 schon fast erreicht mit dem Jumo 205 D dann dogar ueberschritten. Die ersten Serieneinsatzmaschinen Bf 110 C-1 mit DB 601-A kamen dann erst Mitte 1939 an die "Front" solange ist die Bf 110 mit gerademal 2 x 680 PS unterwegs.
Don´t Panic
Edit:
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Auch Junkers hatte Anfang der dreißiger noch wenig Betriebserfahrungen mit Flugdieseln (die allesamt zu groß und leistungsschwach sind, um in Betracht gezogen werden zu können).
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Dies ist leider Ganz und Garnicht stimmig. Quelle " Junkers Flugtriebwerke. Benzinmotoren, Flugdiesel, Strahltriebwerke" von Reinhard Müller, darin steht, das die Firma Junkers im WK I ein Dieseltriebwerk fuer
Flugzeuge (nicht fuer Luftschiffe) entwickelt hatte, das zum Zeitpunkt allen zur Verfuegung stehenden Vergasermotoren an Leistung weit ueberlegen war. Soweit noch in Errinerung 1000 PS und es ist nicht der M18 damit gemeint. Die Daten dazu liefere ich dir, wenn ich wieder im Technikmuseeum im Archiv bin.