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Autor Thema: 20.03.1945 - Kamminer Bodden (Insel Gristow)  (Gelesen 2983 mal)
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Poland


« am: 31 Dezember 2009, 15:49:46 »

Hallo,
könnte jemand behilflich sein, folgendes Rätsel zu lösen. In einem poln. Forum wurde folgende Frage gestellt. Leider wurde hier die Quelle nicht genannt, also es gibt auch keinen Anhaltspunkt.

o godz. 13.00 20 marca 1945r. 6 bateria haubic 2 dywizjonu 2 pułku artylerii lekkiej (LWP). Zatopiła niemiecki okręt i trzy barki znajdujące się na Zalewie Kamieńskim w pobliżu wyspy Chrząszczewo. Może ktoś z kolegów zna nazwę tego okrętu? Pozdrawiam.

Nachstehend die deutsche Übersetzung:
Um 13.00 Uhr des 20. März 1945 hätte die 6. Haubitzenbatterie, der 2. Division, des 2. Artillerie - Regiments der polnischen Volksarmee ein deutsches Boot und drei Fähren versenkt (Kamminer Bodden in der Nähe der Insel Gristow).
Die einzige Quelle, die da etwas Auskunft gibt, ist H. Schöns Buch  - Ostsee`45 - Menschen - Schiffe - Schicksale, Motorbuch Verlag 1995, 5. Auflage, Seite 684, wo es steht: Küstenmotorschiff „Renate“ (218 BRT), versenkt am 21.03.1945 / Stettiner Haff / 52 Personen †.

Schönen Dank für die Mühe
Gruß
Micha
« Letzte Änderung: 31 Dezember 2009, 23:17:07 von Tri » Gespeichert

„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
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« Antwort #1 am: 31 Dezember 2009, 17:21:25 »

Laut Die Deutsche Handelsflotte 39-45 gab es nur eine Renate die in Frage kommen könnte, ein Motorsegler  Baujahr 1938, 211 BRT der am 15.03.45 durch Feindeinwirkung verloren ging. Das hilft Dir jetzt nicht wirklich weiter aber ist ein Anfang. Matrose zwinkert

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #2 am: 31 Dezember 2009, 17:47:35 »

Hallo Manfred,
besten Dank für Deine Antwort, die mich, wie Du sagst kein Stück weiter bringt, aber ich glaubte nicht daran, daß überhaupt jemand reagieren wird?
Schönen Gruß
Micha
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
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« Antwort #3 am: 31 Dezember 2009, 18:02:44 »

Wenn ich einmal ein Fährte aufnehme gebe ich so schnell nicht auf.... Matrose zwinkert
Im Gröner Band 8/2 Seite 448, 21.03.45 Stettin gesunken durch sowjetische Artillerie, 2 Tote,
gehoben und repariert, 1949 polnisch  neuer Name Narew, 1961 abgebrochen.

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #4 am: 31 Dezember 2009, 18:06:57 »

Hallo Manfred,
diesen Gröner habe ich leider nicht. Wie hieß das Boot, das potem als poln. "Narew" fuhr?
Gruß
Micha
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
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« Antwort #5 am: 31 Dezember 2009, 18:23:48 »

Hallo Manfred,
den Gröner habe ich zwar nicht, aber ich versuchte es von der anderen Seite. Vor Jahren kaufte ich ein Buch von Jan Piwowoński - Flota spod Biało-Czerwonej (Die Flotte unter Weiß-Rot), Nasza Księgarnia, Warszawa, 1989. Ich kann mich noch gut daran erinnern, daß ich damals, wie die Katze um den heißen Brei, benommen habe, aber später habe ich es nie bereut, so viel Geld für die damalige Zeit ausgegeben zu haben und heute hat es mich auch nicht im Stich gelassen. Nun eine kleine Zeichnung, die Zahlen verstehe ich nicht, bis auf die Ausmasse, also als "Renate" vom Stapel, 1949 umbenannt "Fortuna", 1961 abgebrochen.
Schönen Gruß
Micha

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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
Albatros
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« Antwort #6 am: 31 Dezember 2009, 18:32:39 »

Hallo Manfred,
 Wie hieß das Boot, das potem als poln. "Narew" fuhr?
Gruß
Micha

das war die besagte Renate, Baujahr 18.10.38, 24.07.40 bei seelöwe als H 2836 MK, 20.06.41 EVO, 5,42 Tender21 L.Fl. 1943 13 L-Fl., 25.7.43 Reval durch Munitionsexplosion schwer beschädigt rep. bei Dornquast in Stralsund

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #7 am: 31 Dezember 2009, 18:38:45 »

Hallo Manfred,
das ging ja rapide, besten Dank  Matrose gruesst Top
Da muß ich mich gleich verbessern, kein Boot, sondern ein kleines Küstenmotorschiff!
Noch einmal, herzlichen Dank für die Hilfe, ich gebe, was gerade vorliegt, halt mal weiter. Mindestens hätten wir den Täter, eine polnische Batterie, auch wenn es mit dem Datum so richtig nicht klappen will.
Gruß
Micha 
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Albatros
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« Antwort #8 am: 31 Dezember 2009, 19:40:15 »

Hallo Micha,

ich glaube ich sollte Dich korrigieren, nicht polnische Batterie im Gröner steht sowjetische Artillerie.
Komm gut rein...

Gruß, Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #9 am: 31 Dezember 2009, 19:48:53 »

Hallo Manfred,
korrigieren kannst Du mich immer und wer die Schüsse im Endeffekt abgefeuert hat, ist nicht so wichtig, denn das Schiff sank.
Einen schönen Gruß an die Waterkante!
Gruß
Micha
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« Antwort #10 am: 01 Januar 2010, 23:31:30 »

Ist der Camminer Bodden überhaupt tief genug, für ein Küstenmotorschiff? Der Bodden selber war Einsatzgebiet der 5. Artillerieträgerflottille, dessen KTB endet aber leider am 15.03.1945.

Grüße
René
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« Antwort #11 am: 02 Januar 2010, 07:31:07 »

Ist der Camminer Bodden überhaupt tief genug, für ein Küstenmotorschiff? Der Bodden selber war Einsatzgebiet der 5. Artillerieträgerflottille, dessen KTB endet aber leider am 15.03.1945.

Grüße
René
Hallo Zerstörerfahrer,
eine gute Frage. Ich habe mich etwas im Internet umgeschaut, aber nichts Näheres gefunden.
Gruß
Micha
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« Antwort #12 am: 02 Januar 2010, 11:38:19 »

Die Dievenow wird mit Mühe auf 3 Meter Wassertiefe gehalten und die Einfahrt in die Dievenow - Mündung ist recht kompliziert, so dass größere Schiffe Cammin nur schwerlich oder gar nicht anlaufen können. Insbesondere seit dem Hafenbau in Swinemünde im 18.Jahrhundert hat der Camminer Hafen an Bedeutung verloren.

Also vielleicht 3 m Wassertiefe das könnte für so einen kleinen Kümo wie die Renate die 2,5 m Tiefgang gehabt haben soll gerade so reichen.

http://erwin-rosenthal.de...g/Cammin-09-Kogge-800.jpg


Gruß, Matrose gruesst

Manfred
« Letzte Änderung: 02 Januar 2010, 11:52:41 von Albatros » Gespeichert
Darius
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« Antwort #13 am: 02 Januar 2010, 11:48:58 »

Hallo zusammen,

im Netz habe ich leider nichts g´scheites gefunden, aber ein kleiner Hinweis auf die Einsätze der 5. AT-Fl.:
http://forum.balsi.de/index.php?topic=4844.5;wap2

Beim Kugler sind noch Hinweise auf die 4./Landungspionierbtl. 771, Landungspionierbrückenkompanie 768, Landungspionierregimentsstab 770, welche im Haff und um Wolin eingesetzt wurden.

Ich glaube aber nicht, dass es unbedingt Landungsfahrzeuge sein mussten. In der marinistischen Übersetzung kann "barka" ja für Kahn, Leichter, Prahm bzw. Landungs~ verwendet werden.

Gibt es denn überhaupt gute Literatur für die Seekriegsfans für die Kämpfe um die Inseln Oder-Mündung? Kugler + KTBs hats ja paar. Gibt es aber etwas von der "Gegenseite".

 Matrose gruesst

Darius

P.S.:
@Micha:
Rückfahrt war 8 Stunden, gute Fahrt usw. Vielen dank für alles.
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crolick
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« Antwort #14 am: 02 Januar 2010, 12:43:42 »

Ist der Camminer Bodden überhaupt tief genug, für ein Küstenmotorschiff?
Hello Rene,

here is the map of the Kamminer Bodden from 1941 - http://www.mapywig.org/m/...ptow_a.d._Rega-Wollin.jpg
CAUTION the file is very big (20 MB!)
As one can see the depth is between 2 and 4 meters.

Andrzej
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