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Autor Thema: Entwurfslogik-Symposion : Form/Berechnung II  (Gelesen 2188 mal)
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harold
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« Antwort #15 am: 22 Februar 2006, 10:22:54 »

Neene, Wolfgang, ist bestens!
Du nimmst mir ja fast das Wort ausm Mund - der Hund liegt ja im Detail "gegebene Rumpfform und Maße" begraben!!
Kann man also immer nur éin Schiff/Rumpf bezüglich verschiedener Angaben hernehmen.-
Anders als du (als Praktiker in der Branche) nütze ich (als Amateur und Spekulateur) diese Formel immer noch zur überschlägigen Kalkulation von Maschinenleistungen und Geschwindigkeiten - zB wenn wieder mal recht unwahrscheinliche Probefahrtsergebnisse oder Dauerleistungen irgendwo aufscheinen... dafür, mein ich, tut´s noch gute Dienste.

"Heutige Rechenmethoden... liefern wesentlich verläßlichere Ergebnisse."
So dazu nicht ein komplettes Programm nötig ist : mit welchen überschlägigen Kalkulationsformeln arbeitest du?

Dann kann ich wieder mal was dazulernen! Smiley
Ciao,
Harold
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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
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« Antwort #16 am: 22 Februar 2006, 12:54:00 »

Dann werd ich dieses Entrebillet mal nutzen:

Also ich würd mal sagen, es ist besser, wenn der Admiralitätskoeffizient größer ist. Da es besser ist weniger Wps aufzuwenden um eine Geschwindigkeit zu erreichen.

Gruß

Christian
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« Antwort #17 am: 22 Februar 2006, 14:09:46 »

Servus Harold,
Also, ich verwende (oder besser gesagt: lasse verwenden) ein Rechenprogramm, das eine ganze Anzahl von Eingabedaten erfordert, als da sind:
Abmessungen des Rumpfes,Information ob Verdränger (Rundspanter) oder Halbverdränger oder Gleiter (Knickspanter), Verdrängung, Koeffizienten wie Völligkeit etc, Anzahl der Propeller oder Waterjets, Kenndaten des Propellers oder Waterjet, Seegang, Anzahl der Ruder, Stabiflossen u. ä.
Die im Programm hinterlegten Widerstandskurven und die entsprechenden Algorythmen basieren auf den Probefahrtsergebnissen unserer Schiffe sowie von Tanktestversuchen.
Die damit erzielten Ergebnisse genügen für den ersten Anhalt für die Leistungsermittlung im Frühstadium eines Entwurfes. Im weiteren Verlauf einer solchen Bearbeitung werden dann natürlich immer feinere Rechenverfahren verwendet, die sich u. a. auf Dynamic Fluid Erkenntnissen abstützen. Und schließlich und endlich kommen dann auch die guten alten Tankversuche zu Tragen, die dann das rechnerische Ergebnis noch mal untermauern.

Für den interessierten Laien und sonstige Interessenten gibt es im Handel eine ganze Reihe ähnlicher Programme  wie AutoHydro, AutoShip, Maxsurf etc. Diese Programme lassen auch Linienerstellung zu und errechnen dann sofort dafür die Hydrostatik und die Hydrodynamik aus.

Gruß
Wolfgang
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« Antwort #18 am: 01 März 2006, 12:43:54 »

Zitat von: harold
[³W(V³) x v²] / wps  =  c  (bei gleicher Form und gleichen Maßen)



Was bedeutet dieses ³ ganz am Anfang der Gleichung? Es ist ja nichts da, was man hoch 3 rechnen kann.

Gruß

Christian
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harold
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« Antwort #19 am: 01 März 2006, 14:54:48 »

(Dritte Wurzel aus Volumen zum QUADRAT) mal Geschwindigkeit zum Quadrat; kompletter Term durch Leistung.

...das zweite "³" ist/war Tippfehler (siehe die nachfolgenden Rechengänge...)

"hoch minus drei" lässt sich leider nicht eingeben ....
Ciao,
Harold
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« Antwort #20 am: 01 März 2006, 15:45:44 »

So müsste es auch richtig sein:

[V^(2/3)*v^2]/P=c
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Schöne Grüsse Christian
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« Antwort #21 am: 02 März 2006, 13:35:17 »

Danke für die schnelle Hilfe!

Gruß

Christian
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Peter K.
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« Antwort #22 am: 02 März 2006, 20:08:25 »

Nur eine schnelle Ergänzung aus

Wilhelm Hadeler, Kriegsschiffbau, Teil A
Wehr und Wissen Verlags-GesmbH 1968
keine ISBN, Seite 81 ff.

c = [V^(2/3) x v^3] / P, wobei

c = Admiralitätskonstante
V = Volumen
v = Dauerhöchstgeschwindigkeit in kn
P = Leistung in WPS, PSe oder PSi, je nach Vergleichsschiff

Hadeler bemerkt aber auch, daß der Exponent der Geschwindigkeit eigentlich von der Froudschen Zahl abhängig ist, die als dimensionslose Zahl Beziehungen zwischen Geschwinidgkeit und Länge herstellt:

F = v / [Wurzel aus (g x L)], wobei

F = Froudsche Zahl
v = Geschwindigkeit in m/s
g = Erdbeschleunigung in m/s²
L = Schiffslänge in der Konstruktionswasserlinie in m

Hadeler empfiehlt daher, die von Witte in "Die Entwurfsrechnung für Kriegsschiffe" (Schiff und Hafen 1958, Seite 369) empfohlenen Werte zu verwenden:

F = 0,2 - 0,3 -> Potenz von v = 3
F = 0,34 - 0,46 -> Potenz von v = 4,5
F = > 0,48 -> Potenz von v = 2,5

Grüße aus Österreich
Peter K.
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Peter K.

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