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Autor Thema: Schlechte Nachrichten über die USS OLYMPIA  (Gelesen 1899 mal)
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Mandelus
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« Antwort #15 am: 07 Oktober 2010, 10:13:17 »

Hallo Ulrich,

wie ich bereits sagte, irgendwie nimmt das Ganze -sorry das ich es so offen sage- aber auch ein wenig überhand mit den Museumsschiffen. Ich weiß jetzt gar nicht ohne nachzugucken wieviele es eigentlich gibt in den USA, auch sind ja ein paar an Bundesstaaten und rein private Institutionen "verschenkt" worden meines Wissens, aber die Grundfrage lautet meiner Meinung, was man erhalten soll und kann, bzw. was nicht.

Ich maße mir mal nicht an diese Frage zu beantworten, aber der Hinweis, dass "alles" nicht geht ist angebracht. Allerdings finde ich, dass man die Schiffe, welche nun mal schon seit langem Museumsschiff sind, auch vernünftig erhalten sollte ... nur bei neuen "Museumsschiffen" will ich mich mal raushalten. Ebenso, mal ganz ehrlich und doch ein wenig aus der Deckung wagend: Müssen eigentlich alle 4 Schiffe der Iowa Klasse eigentlich erhalten werden? Die missouri steht außerhalb jeder Diskussion meiner Meinung, eben weil auf ihr die japanische Kapitulation unterschrieben wurde, aber beim Rest setze ich einfachmal ein leicht provokantes Fragezeichen hin ....

Wenn ich aber lese, dass die Olympia eigentlich alle 20 Jahre entsprechend überholt werden sollte, dieses aber nun 65 (?) her ist beim letzten mal, sorry, dann packt mich da auch eine gewisse Wut auf die Verantwortlichen. Letztlich haben die jetzt schon 3 Interwalle übersprungen und dass dann so ein Haufen Stahl + Salzwasser bei so einer langen Zeit zu so einem Zustand gerät, das ist klar. Was haben die denn mit dem Geld in den letzten 65 Jahren gemacht, bzw. haben sie den allgemeinen Trend des Verschiebens und anderweitiger Verwendung von Mitteln mitgemacht?
Sorry, bei aller Liebe und 30 Millionen sind wie du sagst eigentlich im Marinehaushalt ein Witz, die Verantwortlichen bei der Olympia gehören mit Verlaub Kiel geholt meiner Meinung ... am besten Kiel holen lassen auf einem Flugzeugträger, damit es sich auch lohnt für ihre Unverantwortlichkeit!  sad
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t-geronimo
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« Antwort #16 am: 07 Oktober 2010, 11:13:01 »

Ich denke auch, daß es langfristig vermutlich sinnvoller ist, von jeder Klasse und von jeder Art ein Schiff zu erhalten und nicht vier Iowas, drei Essex usw.
Lieber eine Iowa, eine Essex, eine Texas. Wenns etwas mehr sein soll, von mir aus eine pro Küste.
Dafür dann richtig und nicht auf eine Art, daß alle fünf Jahre wieder der finanzielle Kollaps droht.

Sollte mehr möglich sein: Toll!!
Aber in einer Zeit, in der auch der 2. WK immer mehr im Hintergrund des öffentlichen Bewußtseins verschwindet, sehe ich auf lange Sicht echte Probleme.
Und für andere Zeiten gilt das erst recht.  undecided
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Schöne Grüße
Thorsten
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Mandelus
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« Antwort #17 am: 07 Oktober 2010, 13:08:39 »

Ich denke auch, daß es langfristig vermutlich sinnvoller ist, von jeder Klasse und von jeder Art ein Schiff zu erhalten und nicht vier Iowas, drei Essex usw.
Lieber eine Iowa, eine Essex, eine Texas. Wenns etwas mehr sein soll, von mir aus eine pro Küste.
Dafür dann richtig und nicht auf eine Art, daß alle fünf Jahre wieder der finanzielle Kollaps droht.

Sollte mehr möglich sein: Toll!!
Aber in einer Zeit, in der auch der 2. WK immer mehr im Hintergrund des öffentlichen Bewußtseins verschwindet, sehe ich auf lange Sicht echte Probleme.
Und für andere Zeiten gilt das erst recht.  undecided

Sehe ich ähnlich ....
Bei historisch bedeutenden Schiffen wie die Missouri istja eine Diskussion an sich überflüssig, auch von mir aus dieses und jenes andere wichtige Schlachtschiff, wichtiger Kreuzer oder auch Träger, bzw. so Urgetüme wie die Olympia ebenfalls. Aber wenn ich mal den Finger in die Wunde der Iowa Klasse stecken darf: Die waren bis auf eine noch sehr lange nach dem 2. WK im Dienst, ok, aber tut es da nicht die USS Missouri in Doppelfunktion wegen der japanischen Kapitulation und der Schiffsklasse usw. in Sachen "US Navy Geschichte / Geschichte der USA"?

Schön, wenn da der Staat Iowa, der Staat New Jersey oder der Staat Wisconsin unbedingt das Schiff welches ihren Namen tragen will erhalten will usw., dann sollen die sich auch darum kümmern, oder, sorry und so leid es mir tut, ab zum Verschrotten wenn die US Navy kein Interesse hat.
Ähnlich sehe ich das, ebenfalls sorry für die klaren Worte, mit der USS Enterprise. Wieviele ausgediente Träger sollen eigentlich erhalten bleiben und wieviele Museumsträger gibt es eigentlich mittlerweile?
Ich weiß, wir Schiffsfreaks (ich zähle mich mal als Neuling ansatzweise dazu) würden am liebsten fast jeden Marinekutter erhalten haben wollen, aber das kostet nun mal Geld und wenn das nicht da ist oder Wille zum ausgeben nicht da ist, aus welchem Grund auch immer letztlich, tja ....!
Keine Ahnung was im Jahr die Erhaltung so eines Schiffes kostet als Museum, auch mal keine wilde Zahl mangels Wissens was die regelmäßigen Überholungen angeht, aber ich denke mal, die Kosten für die 3 anderen Iowa Schiffe würden die für die Texas, die Olympia und auch die für die North Carolina decken meiner Meinung und ich denke mal rein persönlich jetzt, dass die 3 wertvoller sind, auch weil ja die Missouri definitiv erhalten wird.  smiley
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« Antwort #18 am: 07 Oktober 2010, 15:46:26 »

Hallo allerseits! Ich denke, dass es nicht am Geld liegt, sondern an der richtigen Vermarktung fehlt, sprich nicht die richtigen Ansprechpartner.
Sehe ich mir den Luxus auf Erden genauer an, so komme ich zu dem Schluss, dass die richtigen Interessenten nicht gefunden oder nicht angesprochen werden, alles nur GESCHICK, aber überaus wichtig.
Ich bin auch der Meinung, dass die immer öfter zitierte Haushaltskassen oder öffentliche Kassen nicht geeignet sind, sondern reine private Stiftungen viel mehr bringen würden.
Mein Gedanke in dieser Richtung, Schifffahrtsmuseen zentral einzurichten und auf jedem Kontinent.
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« Antwort #19 am: 07 Oktober 2010, 16:27:55 »


Mein Gedanke in dieser Richtung, Schifffahrtsmuseen zentral einzurichten und auf jedem Kontinent.


Schöne Idee Michael,

für Europa würde ich dann Bremerhaven vorschlagen...... Kaptn lach

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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #20 am: 07 Oktober 2010, 17:27:54 »

Das geht hier in USA leider nicht so leicht weil die Entfernungen zu enorm sind.  Einige Schiffe sind ja unter staatlichen (National Park Service) Schutz z.B. die MISSOURI und CONSTITUTION, aber die meisten sind Land- oder Stadt- oder Privat-Eigentum und sie werden nicht alle besonders gut erhalten.  Die vernachlässigte OLYMPIA sollte vom National Park Service übernommen werden, dann ging ihr Leben auf der Oberfläche wie geschmiert weiter.   Mit Privatspenden und Eintrittskarten geht sowas nicht. 

Mein Vorschlag ist, daß die USN Navy die OLYMPIA wieder in Dienst stellt, restauriert und bei der US Naval Academy oder im Washington Navy Yard unter Denkmalschutz dockt. Senator McCain, ein ehemaliger Midshipman und USN Offizier, hat nicht geantwortet.  Matrose sauer
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« Antwort #21 am: 20 November 2010, 14:44:24 »

Eine gute Nachricht:  Obwohl nur für kurze Zeit, hat die OLYMPIA eine Lebensverlängerung erhalten.  Ich nehme an, daß die USN und die National Park Service das Schiff endlich übernehmen werden. Angeblich wurden einige Reparturen unternommen. Man kann wieder an Bord gehen.   

http://www.oldsaltblog.co...tBlog+%28Old+Salt+Blog%29
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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #22 am: 20 November 2010, 22:23:24 »

Alles wird Gut....... Klasse

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« Antwort #23 am: 21 November 2010, 17:10:16 »

@Rudy, #21: USN oder National Park Service. Alles andere wäre eine Schande. USS OLYMPIA ist genauso ein Schlachtfeld wie Gettysburgh oder Saratoga. Die Seeschlacht von Manila Bay war ein kompletter Sieg, der Sieger, Admiral Dewey, verlor einen Präsidentschaftswahlkampf knapp. Sehr viel Geschichte verpackt in ganz wenig Metall. Am Besten, die Navy kriegt das Ding. Wenn die dann mal wieder einen Vertrag für ein paar Zerstörer oder so vergeben, dann können die unterderhand rausverhandeln, dass das alte Schiff zusätzlich kostenlos grundrepariert wird. Nur so kann es gehen, denn auch in den USA sind die Leute es leid, viel Steuergeld für Krieg oder Kriegsmaterial ausgegeben zu bekommen, wo doch die meisten um ihre Jobs und Karrieren bangen
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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #24 am: 21 November 2010, 20:46:19 »

Die USS PORT ROYAL Reparaturen nach einem Lenkfehler kosten allein $40 Mio+++ plus die Reparaturen vom verdammten Riff, sodass der Nächste da auch stecken bleiben kann.  Die Hysterie über die Ekonomie merke ich in den USA, aber in Wahrheit ist wirklich nicht viel zu befürchten.  Dieses Schiff muss erhalten bleiben, sogar wenn es auf ein gaukelndes Hilton umgebaut würde. 

NB:  "USS" ist nicht mehr die richtige Bezeichnung der OLYMPIA nach dem sie in Ruhestand ging. Also Cruiser OLYMPIA oder Museum Ship OLYMPIA ist USN-korrekt.  Aber die USS CONSTITUTION ist "in commission".  MISSOURI und WISCONSIN ... TEXAS usw. sind wahrscheinlich nicht??? 
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Ulrich Rudofsky
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