Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter Ort: Grecia
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« am: 04 März 2010, 21:33:41 » |
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Flagge dippen: Die Begrüßung von Schiffen untereinander- eine aussterbende Tradition
Als ich anfing zur See zu fahren gab es noch eine schöne Tradition nähmlich das "Flagge dippen" Ich weiß nicht ob ich die Regeln noch korrekt hinbekomme aber vielleicht kann mir einer aus der Marine helfen
Begegneten sich 2 Handelsschiffe so grüßte das "outbound" (auslaufende) das "home bound" (einlaufende) Schiff indem es seine Landesflagge zur Hälfte herunterzog. Dann zog das einlaufende Schiff seine Flagge ebenfalls halb runter. Nachdem das auslaufende Schiff seine wieder hochgezogen hatte, zog auch das Einlaufende seine Flagge wieder hoch.
Traf ein Handelsschiff ein Kriegschiff so zog das Handelsschiff seine Flagge halb herunter. Das Kriegschiff zog nun seine zu einem Drittel herunter. Jetzt mußte das Handelsschiff warten bis das Kriegschiff seine wieder hochzog bis es seine eigene wieder voll vorheißen konnte.
Noch Anfang der 80er Jahre habe ich das mit anderen Schiffe versucht. Von den anderen Handelschiffe kam Null Reaktion aber als wir einen vorbeifahrenden amerikanischen Raketenkreuzer grüßten sahen wir auf der Brücke des Kreuzers einen ziemlichen Wirbel und ein Mann raste nach achtern um den Gruß zu erwiedern.
Über UKW kam auf Kanal 16 "Nice to meet a sailor"
viele Grüße
Hans
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,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!! ,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!
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Elo
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« Antwort #1 am: 04 März 2010, 22:14:03 » |
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In der Handelsschiffahrt konnte ich das bis jetzt nicht beobachten aber bei uns wird das zu manchen Anlässen gemacht und unter Kriegsschiffen gibt es auf jedenfall immer eine Seite von beiden Schiffen/Booten.
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R.I.P. Ubootklasse U206a
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harold
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« Antwort #2 am: 04 März 2010, 23:42:37 » |
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Aber... ist dies nicht so wie dem einfachen "Menschen Grüßen"? Beobachtung, heut im Wartezimmer meines Urologen: da kamen rein, Zeit für Zeit, so ein, zwei, drei Typen, schatteten an der Wand entlang, klemmten sich in Sessel. Nix passierte. Kein Gruß, kein Maunz, kein Nicken. Null. Kommt rein, ne ältere Dame (so etwa 75), schaut dezent und charmant, nickt, und will sich setzen. Pelzmützchen auf, sorgsamer Umgang mit ihrer großen Handtasche. - und!! : die (ich sag jetzt mal pejorativ: zu 70% balkanstämmigen) Typen murmeln Grüße, und einer von denen rückt ihr den Sessel zurecht, ein andrer stellt ihre umgefallene Handtasche wieder auf. Sie nickt und lächelt, kein Wort fällt, und irgendwie ist das alles stimmig.- Heute so erlebt, und assioziativ verknüpft...  Harold (naja, is ja nu' doch schwer off-topic)(oder?)
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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande." Leonhard Euler
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Hastei
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« Antwort #3 am: 05 März 2010, 07:37:59 » |
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hallo kap.Hans
Es ist ,wie Ihr wisst ,schon lange,lange her,aber das Grüßen von Handelsschiff/Kriegschiff habe ich auch mitgemacht. Ganz unangenehm ist eine Begegnung auf dem Nord-Ostseekanal mir noch in Erinnerung. Ein DDR-Handelsschiff passiert uns und dippt, wie Du schon beschrieben hast, die Flagge. Ich ,damals als Ausguckposten achtern , oder Posten Seeflagge genannt ,wollte, wie es der Brauch war, auch den Gruß erwiedern. Da wurde ich äußerst heftig angefahren, dass das mit DDR-Schiffen nicht erlaubt sei., den Flaggengruß auszutauschen. Die DDR gibte es einfach nicht für uns. (Sinngemäß) Na ja, das ist eben Politik. Ein Jahr später ,die politische Lage hatte sich geändert, war das Flaggen-Grüßen auch für DDR-Schiffe kein Thema mehr.
Es grüßt der Hastei
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Trimmer
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« Antwort #4 am: 05 März 2010, 08:44:50 » |
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Harald war aber auch umgekehrt so. Soldaten der NVA war es verboten Grußerweisung gegenüber höher gestellten Dienstgraden der "imperialistischen " Armee zu machen. Ich fand es albern aber wie Harold schon schrieb die Formen des normalen Anstandes - Guten Tag wenn ich in einen Laden Komme - werden immer geringer.
Trimmer - Achim
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen ( von Karl Hagenbeck)
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Hastei
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« Antwort #5 am: 05 März 2010, 13:43:06 » |
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Ja, Achim,
sowohl für mich ,als auch für fast alle anderen Besatzungsmitglieder,ohne Rangunteschied, sahen es auch als normale Höflichkeit an, die international ausgeübte Begrüßng auf See auch den DDR-Schiffen gegenüber anzuwenden Was mich in der damaligen Situation so blöd hat aussehen lassen , war meine Unwissenheit. Ich war neu an Bord und man hätte ja mal eine kleine Belehrung auch über diese Sachen machen könnten und mich nicht einfach da achtern hinstellen lassen.
es grüßt der heute darüber schmunzelde Hastei
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Trimmer
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« Antwort #6 am: 05 März 2010, 14:27:07 » |
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Harald ich verstehe Dich vollkommen aber unsere "Führung "sowohl in Ost wie West sah das ebend ganz anders.Machte ebend den Unterschied zwischen "da Oben " und "hier Unten " aus. Siehe auch die hier geschriebenen Berichte bei Begegnung VM - Bundesmarine. Ich glaube die einfachen Mannschaften hätten zusammen ein Bier getrunken und dann wäre jeder wieder seinen Weg gefahren. Leider gab es dann ein paar ganz Scharfe die da Zeter und Mordio geschrien hätten.Ich sende Dir mal noch eine private Sache.
Gruß - Achim - Trimmer
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Urs Hessling
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« Antwort #7 am: 05 März 2010, 20:57:59 » |
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hi, Captain Hans - wenn schon, warum nicht Captain John (Silver)  Flagge dippen: Die Begrüßung von Schiffen untereinander- eine aussterbende Tradition
Über UKW kam auf Kanal 16 "Nice to meet a sailor"
da hat er recht Den Unterschied mit "ein drittel" (Kriegsschiff) und "halb" (Handelsschiff) gibt´s nach Vorschrift "Dienst an Bord" nicht lieber Elo, ...und unter Kriegsschiffen gibt es auf jedenfall immer eine Seite von beiden Schiffen/Booten.
nix "Seite" - das gibt´s nur im Hafen bei an Bord kommenden oder das Schiff verlassenden Offizieren und anderen zu ehrenden Personen Ein Kriegsschiff erweist einem anderen die Ehrenerweisung "Front" (!) dann, wenn das geehrte Schiff - die Standarte eines Staatsoberhaupts (Bundespräsident o. Vergleichbares, z.B. die Queen) führt, oder - den Stander eines Flaggoffiziers (Admirals) führt - einen Kommandanten im Rang eines Stabsoffiziers (Korvettenkapitän und höher) hat, der im Rang über dem Kommandanten des ehrenerweisenden Schiffes steht oder, bei gleichem Rang, vor diesem befördert wurde  (deswegen hat jedes Schiff eine "Flottenliste", in der man diese Daten nachlesen kann). Bei "Front" stehen an Oberdeck stehende Soldaten still (mit Wendung zum geehrten Schiff), Offiziere "grüßen"  also längst nicht "immer" und meistens auch nicht bei "Booten" !! last not least: alle Einheiten der Marine erweisen "Front" dem Marineehrenmal Laboe beim Einlaufen nach und Auslaufen aus Kiel. Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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Glasisch
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Name: Micha Jarczyk Ort: Bytom (Beuthen O/S)
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« Antwort #8 am: 05 März 2010, 21:01:57 » |
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last not least: alle Einheiten der Marine erweisen "Front" dem Marineehrenmal Laboe beim Einlaufen nach und Auslaufen aus Kiel.
Gruß, Urs
Hallo Urs, als ich das gelesen habe, da fiel mir ein Stein vom Herzen, denn das bedeutet, daß die Marine doch nicht von jeglicher Tradition "ausgelaugt" wurde, bzw. sich "auslaugen" ließ!  Gruß Micha
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“ in der Dänemarkstrasse am 24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
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Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter Ort: Grecia
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« Antwort #9 am: 05 März 2010, 22:11:12 » |
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hi Urs hi, Captain Hans - wenn schon, warum nicht Captain John (Silver)  doch nicht Long John Silver besser wäre Captain Blackbeard (oder heute besser Greybeard) Falls ich noch mal auf die Welt komme möchte ich schon Pirat werden aber bitte im 17 - 18 Jahrhundert. Heute wäre mir das zu gefährlich, da müßte ich mich ja mit der knallharten Bundesmarine anlegen  liebe Grüße Blackbeard
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Urs Hessling
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« Antwort #10 am: 05 März 2010, 22:34:09 » |
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hi , Greybeard (is` das nich` ´ne Welle ?) Falls ich noch mal auf die Welt komme möchte ich schon Pirat werden aber bitte im 17 - 18 Jahrhundert.
aber Blackbeard ? dann empfehle ich doch (Sir) Henry Morgan, der sich mit Beute und Adelstitel auf seinem Landsitz zur Ruhe setzt ...  gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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Kaffee
Oberbootsmann
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« Antwort #11 am: 21 März 2010, 19:08:36 » |
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in meiner dienstzeit (1980 bis 1982) bei der bundesmarine wurde mir in staberhuk/fehmarn erzählt, das der "surf" (ein mit antennen bewaldeter ddr- fischkutter dessen position und aktivitäten wir beobachteten und meldeten) zu weihnachten grüsse über sprechfunk an die radarstation der bundesmarine gab (die kannten ja unsere frequenzen) mit freundlichen grüssen (  ) thomas
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Trimmer
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« Antwort #12 am: 22 März 2010, 09:16:18 » |
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Hallo Thomas - ich kenne nun zwar das Boot "Surf " nicht aber sollte dieses Boot zur Volksmarine oder zur Staatssicherheit gehört haben kann ich mir so etwas kaum vorstellen. Warum ? Der Funkverkehr musste in "Dienstkladden" eingetragen werden, d.h. alles was gesendet wurde wurde auch schriftlich festgehalten.Sollte also so ein Spruch gesendet wurden sein hätte es mächtig Ärger gegeben - feindliche Verbindungsaufnahme oder so ähnlich - Diese Frequenzen wurden sowohl vom Spezialfunkdienst des MfS als auch der NVA überwacht.
Gruß - Trimmer - Achim
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Elo
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« Antwort #13 am: 22 März 2010, 16:34:33 » |
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@ Urs Hessling Stimmt ich Dussel hab die Worte verdreht ich meinte die Front und nicht die Seite. Mein Fehler tut mir leid. 
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Oberbootsmann
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« Antwort #14 am: 23 März 2010, 01:47:42 » |
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moin trimmer-achim da hat man mir dann wohl einen bären aufgebunden. der "surf" wurde von uns so genannt - vermutlich von surface. Es waren verschiedene boote die abwechselnd diese position bezogen.
gruss thomas
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