Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Klein-U-Boot Typ Seehund  (Gelesen 1659 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Küstenjäger
Obergefreiter
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Beiträge: 10


« am: 20 März 2010, 22:19:14 »

Hallo,

ich suche Informationen über die Klein-U-Boote vom Typ Seehund: Daten, Nummern, Einsätze, Erfolge, Heimatbasen, Besatzungen etc.. Kann jemand weiterhelfen?  Matrose verlegen

Danke & Gruß
Tommi
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Teddy Suhren
Kapitän zur See
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Beiträge: 2225

Alter: 44

Name: Jörg Kießwetter

Ort: Hungen / Hessen

Hessen


« Antwort #1 am: 20 März 2010, 23:40:37 »

Hai

Teuer aber DAS Buch zum Thema:
Null
Reine Daten: Gröner Bd. 3
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Gruß
Jörg

I’ve been through two wars and I know. I’ve seen cities and homes in ashes. I’ve seen thousands of men lying on the ground, their dead faces looking up at the skies.
I tell you, war is Hell!
(W.T.Sherman)
Kuestenjaeger
Korvettenkapitän
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Beiträge: 1087

Alter: 41

Hessen


« Antwort #2 am: 20 März 2010, 23:49:34 »

Cool,noch ein Kuestenjaeger/Küstenjäger!  Matrose zwinkert
Hatte mich eben schon gewundert,wann ich das geschrieben hatte.  Matrose gruesst
 
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Chrischnix
Boardinventar
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Beiträge: 3129

Schleswig-Holstein


« Antwort #3 am: 21 März 2010, 00:27:21 »

Oohhh

Ich suche Informationen über alle FL.B Boote Typ IV der LW.
Daten, Nummern,Einsätze, Erfolge,Heimatbasen,Besatzungen (Lebensläufe wäre nicht schlecht)
Verwendete Holzarten für die Rümpfe, Verdichtung der Dieselmot´s, Evtl. Größe der Einspritzdüsen
und könntet ihr mir sagen ob die wirklich Toiletten an Bord hatten ?

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Bergedorf
Oberfähnrich
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Beiträge: 374

Alter: 41

Name: Dirk

Ort: Hamburg, Germany

Hamburg


« Antwort #4 am: 22 März 2010, 00:49:09 »

Diese Seite bietet einiges zum Thema Seehunde:
http://www.uk-muenchen.de...ichte/sachber_seehund.htm

Gruß

Dirk
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Hastei
Kapitän zur See
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Beiträge: 2431

Alter: 65

Ort: Wuppertal

Nordrhein-Westfalen


« Antwort #5 am: 22 März 2010, 08:39:54 »

als Ergänzung vielleicht dieses Buch.

Gruß
        Hastei

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Küstenjäger
Obergefreiter
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Beiträge: 10


« Antwort #6 am: 25 März 2010, 20:19:46 »

Hi,

danke für die vielen Hinweise.
Mal schauen, was ich so finde.

Viele Grüße
Tommi
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AND1
Fähnrich
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Beiträge: 266

Ort: Cux

Niedersachsen


« Antwort #7 am: 14 Juli 2010, 20:02:41 »

Die ersten drei Prototypen wurden von den Howaldtswerken in Kiel im September 1944 ausgeliefert. Aufgrund der schmalen Silhouette und der leisen E-Maschinen war es mit den damaligen Ortungsgeräten nur schwer zu entdecken. Die Boote operierten hauptsächlich in der Deutschen Bucht und im Ärmelkanal und erwiesen sich als durchaus leistungsfähiges Waffensystem. Die Boote des Typs XXVII B versenkten eine Tonnage von 93.000 BRT und
Eines von ihnen den frei-französischen Zerstörer  Combattante .     
Die Navigation erfolgte über zwei Kompasse, die Horcheinrichtung oder über das Sehrohr, welches allerdings nur drei Meter lang war. Die Einsatzfahrten dauerten, abgesehen von Ausnahmen, bis zu sieben Tage. Bis zum Kriegsende wurden 285 Exemplare des Seehund fertig gestellt (93 lagen noch unfertig in den Produktionshallen), es kamen jedoch nur noch 70 Boote zum Einsatz, circa 30 Prozent der Besatzungen wurden bei ihren Einsätzen gefangen oder kamen ums Leben. Es wird berichtet, dass zahlreiche Besatzungen durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen auf Grund der Bauweise der Motorenbelüftung oder
Lungenrisse umgekommen sind.
Der Seehund war eine Weiterentwicklung des Kleinst-U-Bootes Hecht “XXVII A” und erhielt anfänglich die Typenbezeichnung “XXVII B”, welche später in “127” abgeändert wurde. Im Gegensatz zum Hecht wollte man ein Boot mit größerem Fahrbereich (E- und Dieselmaschine) und eine Bewaffnung mit 2 Torpedos.
In diesen Bootstyp wurden aufgrund seiner schwer ortbaren schmalen Silhouette und der guten Seefähigkeit große Hoffnungen gesetzt. Hinzu kam noch die Tatsache, dass er mit dem damaligem Sonar nicht ortbar und für die Unterwasserhorchgeräte zu leise war. Geplant war ab Juli 1944 der Bau von insgesamt 1000 Kleinst-U-Booten. Davon wurden drei Vorläuferboote bei Howaldt in Kiel (U 5001-5003) gebaut, die restlichen Boote sollten bei Germania in Kiel und Schichau in Elbingen gebaut werden. Aufgrund diverser Probleme, vor allem gegen Ende des Krieges (z.B. Akku-Engpass) wurden insgesamt nur 285 Exemplare fertiggestellt, wobei bis Kriegsende nur ca. 70 Seehunde vom besetzten niederländischen Hafen Ijmuiden aus hauptsächlich in der Deutschen Bucht und im Ärmelkanal zum Einsatz kamen. Dabei erwies sich der Seehund als durchaus leistungsfähiges Waffensystem. Sie versenkten ohne große eigene Verluste 93000 Bruttoregistertonnen feindlicher Schiffe und den französischen Zerstörer La Combattante. Der Seehund zwang die Alliierten zur Abwehr ständig eine größere Anzahl Schiffe und Flugzeuge einzusetzen.
Das Kleinst-U-Boot war ein Einhüllentyp und wie ein großes Boot ausgerüstet, jedoch fehlten einige für die Navigation notwendige Geräte. Die Navigation erfolgte nur über zwei Kompasse, die Horcheinrichtung oder über das Seerohr, welches aber nur drei Meter lang war. Die Einsatzfahrten dauerten, abgesehen von Ausnahmen, bis zu sieben Tagen. Bis zum Kriegsende kamen ca. 30 Prozent der Besatzungen um oder wurden gefangen genommen. Gegen Ende des Krieges sollten noch Experimente mit diesem Bootstyp und Kreislaufanlagen gemacht werden. Vor dem Einbau dieser Motoren wurden die Boote allerdings durch Bombenangriffe der Alliierten in Kiel vernichtet. Im Gegensatz zu Biber und Molch ist mit dem Seehund ein Kleinst-U-Boot geschaffen worden, das bei offensivem Einsatz mehr Aussicht auf Erfolg bot. Kommandeur der Kleinkampfverbände Admiral Heye

Technische Daten:  Einhüllenboot Querspant-Stahlbau
Baujahr:   ab 1944    Typ XXVII B, später 127
Tauchtiefe:   30 m   30 m bei 2,5 facher Sicherheit
Länge:   11,865 m
Tiefgang:   1,74 m
Breite:   1,684 m  Breite inkl. Torpedos
Diesel-Motor:   60 PS 4 Zylinder-4 Takt-Diesel Lkw Motor, Büssing NAG     Treibölvorrat: 0,46 t
E-Maschine:   25 PS AEG E-Motor
Batterie:   8 Tröge vom Typ: 8 MAL 210 oder 7 MAL 210 (8 T 210?) der Firma AFA  12 PS

Geschwindigkeit:   7,75 Knoten (14,3 Km/h) * 8 kn   /  (6 kn getaucht - 11 Km/h)
                7 kn: 300 sm mit Diesel      3 kn: 63 sm mit E-Maschine
Reichweite:   500 km bei 7,75 kn / * 930 km mit Zusatztanks
Bewaffnung:   2x 53,3 cm G7e / zwei außen liegende Elektrotorpedos

Wasserverdrängung:   15 t      14,9 t bei 2 Torpedos G 7   12,3 t ohne Torpedos

Hilfs dir das weiter
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Fähnrich
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Ort: Cux

Niedersachsen


« Antwort #8 am: 14 Juli 2010, 20:11:33 »

Schulz, Werner   Im Kleinst- U- Boot. Aus dem Nachlaß eines 'Seehund '- Fahrers

Kemp, Paul         Bemannte Torpedos und Klein-U-Boote im Einsatz 1939-1945
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kalli
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« Antwort #9 am: 15 Juli 2010, 11:09:35 »

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Artikel von A.B. Alkinin „Seehund in den deutschen und sowjetischen Flotten“.
Seehund lief nämlich auch unter der sowjetischen Flagge. Nach der Besetzung der Ostzone erbeutete die Sowjetarmee in der Schichau-Werft 2 Seehund-Boote und einige komplette Sektionen sowie die technischen Dokumentationen.
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Trimmer
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Berlin


« Antwort #10 am: 15 Juli 2010, 11:13:36 »

Kalli könntest Du bitte mal etwas Näher auf diesen Artikel eingehen. Waren es nur Testversuche in der sowj. Marine oder erfolgte ein direkter Einsatz ?

Danke - Trimmer - Achim
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)
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