AND1
Fähnrich
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« Antwort #7 am: 14 Juli 2010, 20:02:41 » |
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Die ersten drei Prototypen wurden von den Howaldtswerken in Kiel im September 1944 ausgeliefert. Aufgrund der schmalen Silhouette und der leisen E-Maschinen war es mit den damaligen Ortungsgeräten nur schwer zu entdecken. Die Boote operierten hauptsächlich in der Deutschen Bucht und im Ärmelkanal und erwiesen sich als durchaus leistungsfähiges Waffensystem. Die Boote des Typs XXVII B versenkten eine Tonnage von 93.000 BRT und Eines von ihnen den frei-französischen Zerstörer Combattante . Die Navigation erfolgte über zwei Kompasse, die Horcheinrichtung oder über das Sehrohr, welches allerdings nur drei Meter lang war. Die Einsatzfahrten dauerten, abgesehen von Ausnahmen, bis zu sieben Tage. Bis zum Kriegsende wurden 285 Exemplare des Seehund fertig gestellt (93 lagen noch unfertig in den Produktionshallen), es kamen jedoch nur noch 70 Boote zum Einsatz, circa 30 Prozent der Besatzungen wurden bei ihren Einsätzen gefangen oder kamen ums Leben. Es wird berichtet, dass zahlreiche Besatzungen durch Kohlenmonoxid-Vergiftungen auf Grund der Bauweise der Motorenbelüftung oder Lungenrisse umgekommen sind. Der Seehund war eine Weiterentwicklung des Kleinst-U-Bootes Hecht “XXVII A” und erhielt anfänglich die Typenbezeichnung “XXVII B”, welche später in “127” abgeändert wurde. Im Gegensatz zum Hecht wollte man ein Boot mit größerem Fahrbereich (E- und Dieselmaschine) und eine Bewaffnung mit 2 Torpedos. In diesen Bootstyp wurden aufgrund seiner schwer ortbaren schmalen Silhouette und der guten Seefähigkeit große Hoffnungen gesetzt. Hinzu kam noch die Tatsache, dass er mit dem damaligem Sonar nicht ortbar und für die Unterwasserhorchgeräte zu leise war. Geplant war ab Juli 1944 der Bau von insgesamt 1000 Kleinst-U-Booten. Davon wurden drei Vorläuferboote bei Howaldt in Kiel (U 5001-5003) gebaut, die restlichen Boote sollten bei Germania in Kiel und Schichau in Elbingen gebaut werden. Aufgrund diverser Probleme, vor allem gegen Ende des Krieges (z.B. Akku-Engpass) wurden insgesamt nur 285 Exemplare fertiggestellt, wobei bis Kriegsende nur ca. 70 Seehunde vom besetzten niederländischen Hafen Ijmuiden aus hauptsächlich in der Deutschen Bucht und im Ärmelkanal zum Einsatz kamen. Dabei erwies sich der Seehund als durchaus leistungsfähiges Waffensystem. Sie versenkten ohne große eigene Verluste 93000 Bruttoregistertonnen feindlicher Schiffe und den französischen Zerstörer La Combattante. Der Seehund zwang die Alliierten zur Abwehr ständig eine größere Anzahl Schiffe und Flugzeuge einzusetzen. Das Kleinst-U-Boot war ein Einhüllentyp und wie ein großes Boot ausgerüstet, jedoch fehlten einige für die Navigation notwendige Geräte. Die Navigation erfolgte nur über zwei Kompasse, die Horcheinrichtung oder über das Seerohr, welches aber nur drei Meter lang war. Die Einsatzfahrten dauerten, abgesehen von Ausnahmen, bis zu sieben Tagen. Bis zum Kriegsende kamen ca. 30 Prozent der Besatzungen um oder wurden gefangen genommen. Gegen Ende des Krieges sollten noch Experimente mit diesem Bootstyp und Kreislaufanlagen gemacht werden. Vor dem Einbau dieser Motoren wurden die Boote allerdings durch Bombenangriffe der Alliierten in Kiel vernichtet. Im Gegensatz zu Biber und Molch ist mit dem Seehund ein Kleinst-U-Boot geschaffen worden, das bei offensivem Einsatz mehr Aussicht auf Erfolg bot. Kommandeur der Kleinkampfverbände Admiral Heye
Technische Daten: Einhüllenboot Querspant-Stahlbau Baujahr: ab 1944 Typ XXVII B, später 127 Tauchtiefe: 30 m 30 m bei 2,5 facher Sicherheit Länge: 11,865 m Tiefgang: 1,74 m Breite: 1,684 m Breite inkl. Torpedos Diesel-Motor: 60 PS 4 Zylinder-4 Takt-Diesel Lkw Motor, Büssing NAG Treibölvorrat: 0,46 t E-Maschine: 25 PS AEG E-Motor Batterie: 8 Tröge vom Typ: 8 MAL 210 oder 7 MAL 210 (8 T 210?) der Firma AFA 12 PS
Geschwindigkeit: 7,75 Knoten (14,3 Km/h) * 8 kn / (6 kn getaucht - 11 Km/h) 7 kn: 300 sm mit Diesel 3 kn: 63 sm mit E-Maschine Reichweite: 500 km bei 7,75 kn / * 930 km mit Zusatztanks Bewaffnung: 2x 53,3 cm G7e / zwei außen liegende Elektrotorpedos
Wasserverdrängung: 15 t 14,9 t bei 2 Torpedos G 7 12,3 t ohne Torpedos
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