Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Erkennungsmarke Nordsee  (Gelesen 1698 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
ronson
Matrose
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« am: 20 April 2010, 20:54:40 »

Ahoi,

ich bin neu hier und hab gleich mal eine Frage:

Ich besitze eine vermutliche Erkennungsmarke aus Messingblech.

Aufschrift:

Nordsee
3 Mat A A
1.Comp
184

Könnt ihr mir sagen von wann die Marke ist und kann man sonst noch etwas eruiren??

Gruss Ronson  Matrose gruesst

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« Antwort #1 am: 21 April 2010, 10:12:10 »

Hallo Ronson - ich denke :3. Matrosen Ausbildungs Abteilung  1. Companie  184 = Name

Nach schreibweise "Companie " vermutlich um 1900
Willkommen im Forum   Matrose gruesst

Trimmer - Achim
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« Antwort #2 am: 21 April 2010, 16:29:35 »

Hat Dein Nickname etwas mit Fliegerleitung zu tun???

Axel
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kaimarex
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« Antwort #3 am: 21 April 2010, 16:30:33 »

Hallo,
Ich halte die Buchstaben Mat A A als Abkürzung für Matrosen Artillerie Abteilung.
Um 1900 gab es 4 davon, die erste an der Ostsee, Nr 2 - 4 an der Nordsee. Jede Abteilung bestand aus 3 Kompanien.
Hier also 3. Mat Art Abt, davon die 1. Kompanie.
Wo die 3. Abteilung stand, müßte man nachschauen. Meinem Bauchgefühl nach müsste 3. Abt  in Geestemünde sein.
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« Antwort #4 am: 21 April 2010, 17:03:41 »


Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13, Leipzig 1908, S. 440

Matrosenartillerieabteilungen, deutsche Marineteile in Friedrichsort (1. Matrosenartillerieabteilung), Wilhelmshaven (II), Lehe (III.) und Kuxhaven (IV.) zur Bedienung der Küstenartillerie, der Minensperren und Torpedobatterien. Ein Detachement der Matrosenartillerieabteilung steht in Tsingtau. Die Mannschaften werden aus der Landbevölkerung eingestellt und heißen Matrosenartilleristen und Obermatrosenartilleristen, die Unteroffiziere heißen Artilleristenmaate; die Offiziere der M. sind Seeoffiziere, jede Abteilung wird von einem Korvettenkapitän befehligt. Uniform der Mannschaften wie die der Matrosen. Die M. sind der Inspektion der Marineartillerie unterstellt.


Gruss
 Matrose gruesst
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ronson
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« Antwort #5 am: 21 April 2010, 17:20:18 »

Vielen Dank für eure Antworten.

Die Marke wurde in der Nähe von Lehe gefunden.

An die Daten des Matrosen wird man nicht mehr rankommen über die Stammrollennummer?

Gruss Ronson
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« Antwort #6 am: 21 April 2010, 18:29:45 »


           Hallo zusammen !!!

Wurden die Ekm der Marine zu dieser Zeit nicht auch um den Hals getragen ? 

                            MfG Andreas  Matrose lacht

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kgvm
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« Antwort #7 am: 22 April 2010, 09:38:06 »

Ob man über Stammrollennummer oder dergleichen an den Namen kommt, hängt davon ab, ob die Marke nur einmalig vergeben wurde oder bei einem Wechsel in der Companie an den Nachfolger weitergegeben wurde. Die relativ niedrige Nummer lässt mich eher letzteres vermuten, die Marke wurde also beispielsweise im Jahre 1900 vom Matrosenartilleristen Smidt, im Jahre 1902 vom Matrosenartilleristen Hein und im Jahre 1904 vom Matrosenartilleristen Fock getragen.
Welcher die Marke nun verloren hat, wird sich kaum feststellen lassen, falls nicht zufällig irgendwo die Rechnung auftaucht, mit der von ihm Kostenersatz gefordert wurde  grin
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Trimmer
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« Antwort #8 am: 22 April 2010, 10:37:53 »

Hallo kgvm - normalerweise wurde die EKM immer nur einmalig vergeben. Ich kenne das jetzt zwar nur beim 2.WK aber denke es war immer so. War ja zum Erkennen einer Person direkt. Würde sonst doch immer zu Fragen führen ( Ist es nun Müller, Krause,Schmied )
Noch mal was zu der Abkürzung A A - soweit mir bekannt ist wurde damals schon die Abkürzung A für Ausbildung benutzt. Bei Artillerie Art.

Gruß - Trimmer - Achim
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« Antwort #9 am: 22 April 2010, 11:50:16 »


Noch mal was zu der Abkürzung A A - soweit mir bekannt ist wurde damals schon die Abkürzung A für Ausbildung benutzt.


Die Abkürzung A für Ausbildung ist mir für die damalige Zeit noch nicht begegnet...

Die Ausbildung für die Marine erfolgte in Matrosen- und Werftdivisionen.

Laut weiter oben genannter Quelle von 1908

Matrosendivisionen, deutsche Marineteile in Kiel (1.) und in Wilhelmshaven (11.) zur Versorgung der Flotte mit seemännischem Personal. Jede Matrosendivision ist in 2 Abteilungen geteilt, jede Abteilung zu 3 Kompanien; außerdem hat jede 2. Abteilung eine Signalkompanie und die 1. Matrosendivision noch eine Vermessungskompanie zur Ausbildung dieses Spezialpersonals. Die eingestellten Rekruten werden im Infanteriedienst, Bootsdienst und Geschützexerzieren ausgebildet. Divisionskommandeur ist ein Kapitän zur See, Offiziere sind Seeoffiziere. Von Deckoffizieren gehören zu den M. die Bootsleute, Feuerwerker, Steuerleute, Signalmeister und Vermessungssteuerleute sowie die entsprechenden Maate (s. Maat), außerdem auch Wachtmeister, Botteliere, Exerzierunteroffiziere und Hoboisten.

Werftdivisionen, deutsche Marineteile in Kiel (I.) und in Wilhelmshaven (II.) zur Versorgung der Flotte mit Maschinen- und Handwerkerpersonal. Jede Werftdivision ist in 5 Kompanien geteilt: die 1. Kompanie besteht aus der Maschinistensektion und der Zahlmeistersektion, die 2. und 3. Kompanie stellt Heizer ein, die 4. Kompanie Materialienverwalter-, Sanitäts-, Büchsenmacher- und Bäckerpersonal nebst einer Schreibersektion, die 5. Kompanie stellt Zimmerleute, Segelmacher, Maler, Böttcher, Schuhmacher und Schneider ein. Die Rekruten werden im Infanteriedienst und dann in ihrem Spezialdienst ausgebildet. Divisionskommandeur ist ein Kapitän zur See, Offiziere sind Seeoffiziere und Marineingenieure. Von Deckoffizieren gehören zu den W. die dem eingestellten Personal entsprechenden (Maschinisten, Zahlmeisteraspiranten etc.).


Gruss
 Matrose gruesst
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« Antwort #10 am: 22 April 2010, 12:58:02 »

MS - nach langen betrachten habe ich aber sogar Zweifel das es überhaupt eine EKM ist. In der Anlage mal eine EKM der kaiserlichen Marine.

Gruß - Trimmer - Achim

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« Antwort #11 am: 22 April 2010, 13:01:21 »

Hai

Vielleicht keine Personenmarke sondern ne Erkennungsmarke für irgendeinen Ausrüstungsgegenstand.
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Gruß
Jörg

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« Antwort #12 am: 22 April 2010, 13:46:28 »


               Hallo zusammen !!!

Deshalb fragte ich auch , ob bei der Marine zu dieser Zeit die Ekm nicht auch um
den Hals getragen wurde .

Normalerweise hätte sonst mindestens ein Loch in der Marke sein müssen . Es gab im 1. WK und
davor auch Marken die aus einem Stück bestanden , ohne die Bruchstelle .

Ich vermute hier eher ein Wäsche- oder Waffenmarke . 

                                       MfG Andreas
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Sachsen


« Antwort #13 am: 22 April 2010, 13:50:08 »

MS - nach langen betrachten habe ich aber sogar Zweifel das es überhaupt eine EKM ist. In der Anlage mal eine EKM der kaiserlichen Marine.

Gruß - Trimmer - Achim

Achim, ich bezweifele das die von Dir eingestellte Marke aus der Zeit der Kaiserlichen Marine stammt. Das sieht mir eher nach Reichsmarine oder frühe Kriegsmarine Marke aus.


Gruss
 Matrose gruesst
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« Antwort #14 am: 22 April 2010, 14:01:31 »

MS - weil mich das Thema wirklich interessiert hatte ich mal gegoogelt und da wird diese Marke neben Dokumenten der kaiserlichen Marine angeboten - alles unter kaiserlicher Marine. Matrose verlegen
Zur Trageweise der EKM : 1. waren aus Blech auf bloßem Leibe an einer Schnur zu tragen
                                      2. bei Marineteilen an Land um den Hals - auf See an der rechten Seite

Löcher vermisse ich auch an dem Fundstück. Einführung der EKM 1881 - Krieg gegen Frankreich.

Gruß - Trimmer- Achim - wir werden den Fall schon noch klären  Matrose gruesst

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