Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Erkennungsmarke Nordsee  (Gelesen 1698 mal)
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Trimmer
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« Antwort #15 am: 22 April 2010, 14:19:33 »

Ergänzung: Auf den EKMs der Wehrmacht steht kein Name drauf. Hier mal der Schriftzug auf der EKM meines Onkels : -835- ST.Kp.Pz.A.E.u.A.A.4 -

Trimmer-Achim
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
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Sachsen


« Antwort #16 am: 22 April 2010, 14:32:33 »


MS - weil mich das Thema wirklich interessiert hatte ich mal gegoogelt und da wird diese Marke neben Dokumenten der kaiserlichen Marine angeboten - alles unter kaiserlicher Marine. Matrose verlegen




Achim, wenn Du Dir die Seite nochmal genau ansiehst dann hast Du im ersten Foto links von diesem angebotenen Artikel Nr.620 den Wehrpass der Kriegsmarine (mit unkenntlich gemachten HK), dazu gehört die Erkennungsmarke. Das dort auch der Militärpass von 1918 mit angeboten wird ist eine andere Geschichte, der Rest der Dokumente ist aus dem Dritten Reich (Adlerstempel mit HK)


Gruss
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« Antwort #17 am: 22 April 2010, 14:40:57 »

MS - überzeugt  aber ....  nimm bitte dann mal diese EKM  grin und dann vergleiche bitte mal mit den EKM 2.WK  da stehen keine Namen mehr drauf

Achim

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EKM -1.WK.jpg
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Sachsen


« Antwort #18 am: 22 April 2010, 14:48:32 »

Achim, das ist alles eine Frage der Zeit  grin

Wenn Du nochmals auf die von Dir ergoogelte Seite gehst und in die Suchemaske Erkennungsmarke eingibst dann wird Dir eine Kriegsmarine Erkennungsmarke von 1941 angezeigt, da steht der Name noch mit darauf...

Erkennungsmarke Kriegsmarine, Alu:"Alfons R. N 16226/41 E"



Gruss
 Matrose gruesst
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« Antwort #19 am: 22 April 2010, 14:53:21 »

MS - ich gebe es ungern zu aber Du hast Recht grin Mal sehen ob sich hier noch Spezis finden die genauer sagen können wann und wie und wo  Matrose gruesst

Trimmer - Achim
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« Antwort #20 am: 22 April 2010, 14:55:37 »

Vielleicht ein "Probestück" (Fake?)

Der kgl. preuß. Generalarzt Dr. F. Loeffler erwähnt in seinem 1868 erschienen Buch über das "Preußische Militär-Sanitäswesen und seine Reform" erstmals eine Recognoscirungsmarke.
"Gleichwohl wird seitens des Norddeutschen Bundes dem durch die Erfahrung von 1866 constatierten Bedürfnisse durch reglementarische Einführung einer besonderen Recognoscirungsmarke entsprochen werden. Bei Mobilmachung wird jeder Soldat eine Blechmarke erhalten, welche an einer Schnur um den Hals (auf bloßem Leibe) getragen wird und welche mit der Bezeichnung des Truppenteils und der Nummer, welche der Inhaber in der Matrikel seines Truppenteils hat, versehen ist."
Auf jeden Fall muss die Identitätsmarke bereits während des Krieges 1870/71 in der preußischen Armee in Gebrauch gewesen sein, denn es gibt Berichte, nach denen man den toten Soldaten die Erkennungsmarke und Soldbücher abgenommen habe.
In der "Geschichte der Bekleidung und Ausrüstung der Kgl. Preußischen Armee in den Jahre 1806-1878" von Mila heißt es über die Erkennungsmarke:
"§ 593. Behufs besserer Feststellung der Identität der im Gefecht gebliebenen oder bewußtlos vorgefundenen Verwundeten erhält beim Ausmarsch ins Feld (nach § 110 der Verordnung über das Sanitätswesen der Armee im Felde vom 29.April 1869) jeder Soldat eine auf dem bloßen Leibe um den Hals an einer Schnur zu tragende Blechmarke, welche mit der dem Inhaber in der Matrikel des Truppenteiles beigegebenen Nummer und mit der Bezeichnung des Truppenteils selbst versehen ist; z.B. -75- Rh.Cür.R. 8 - 2. E (75 = persönliche Nummer, Rh. = Rheinisches, Cür. = Kürassier, R. = Regiment, 8 = Regimentsnummer, 2. E. = 2. Eskadron)." Ursprünglich wurde diese Marke "Rekognitionsmarke" benannt und hatte die Form eines Rechtecks; die Kriegs-Sanitätsordnung vom 10. Januar 1878 gab ihnen die Bezeichnung "Erkennungsmarke" (kurz: EM) und elliptische Form.
Waren auf den Erekennungsmarken zunächst einmal nur die abgekürzte Truppenteilbezeichnung und die laufende Nummer eingeschlagen, unter der in der Regimentsmatrikel die Personalie des jeweiligen Trägers eingetragen waren, so ging man 1914 von diesem Schema ab.
Im Krieg 1914/18 behielten die Erkennungsmarken zwar ihre elliptische Form, bekamen aber eine andere, ausführlichere Beschriftung. Auf den Marken waren Name, Vorname, Geburtsdatum und Wohnanschrift, der Ersatztruppenteil, oft auch der Feldtruppenteil, eingeschlagen. Auf der Mehrzahl der EM befande sich auch die persönliche Nummer - es gab aber auch Marken aus dem Ersten Weltkrieg, die keine Nummer trugen.
Offiziere erhielten ebenfalls die EM. Hier war jedoch auch ihr Dienstgrad, den sie zum Zeitpunkt der EM-Ausgabe führten, eingeschlagen.
Auffallend war bei diesen Marken noch, dass sie überwiegend auf der gesamten Fläche der EM beschriftet wurden und man wohl erst gegen Kriegsende Marken ausgab, die in ihrer Längsachse durch drei Schlitze in zwei Teile getrennt werden konnten. Der oberere wie der untere Teil der Marke war nun mit der gleichen Beschriftung versehen.

Quelle: Klaus Woche, Erkennungsmarken / Teil I in  DSJB 1987, S. 442-447

 Matrose gruesst
Uwe

Siehe auch hier: http://www.forum.panzer-a...v.de/viewtopic.php?t=9466
« Letzte Änderung: 22 April 2010, 15:01:59 von UHF51 » Gespeichert
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« Antwort #21 am: 22 April 2010, 15:02:34 »

Prima Uwe und nun mach mal bitte weiter und suche wenn möglich mal heraus wie die Marken dann bei der Reichsmarine aussahen - ob die da verändert wurden. Das selbe Spiel würde mich dann auch bei der Wehrmacht interessieren - mal mit Namen - mal ohne. Danke  Matrose gruesst

Trimmer - Achim
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« Antwort #22 am: 22 April 2010, 16:07:28 »

Aus Berichten von Frontsoldaten des Ersten Weltkrieges ist zu erfahren, dass vor den Fronteinsätzen stets auch Appelle stattfanden und die Soldaten ihre Erkennungsmarken vorzuweisen hatten. Einer dieser Männer berichtete, dass man den Teilnehmern eines geplanten Stoßtruppunternehmens vor Beginn alle Papiere und die EM abnahm und jeder Soldat nur einen Zettel mit seinem Namen sowie Namen und Anschrift seines Feldwebels bei sich führen durfte. Man wollte dem Gegner keinen Hinweis auf den Truppenteil geben, der ja auch auf der EM vermerkt war. Aus dieser Erfahrung hat man gelernt und die Beschriftung der Erkennungsmarken im Zweiten Weltkrieg geändert.

Erkennungsmarken gab es auch bei der Kaiserlichen Marine und der Schutztruppe; auch sind EM der Reichswehr bekannt, die vermutlich nach 1919 an die Angehörigen der vorläufigen Reichswehr ausgegeben wurden.
Nach den "Bestimmungen über Erkennungsmarken und Behandlung des Nachlasses Verstorbener" aus dem Jahre 1934 der Reichsmarine wird festgestellt, dass die besonderen Verhältnisse in der Reichsmarine es nötig machten, Erkennungsmarken zu tragen. Von allen an Bord befindlichen der Reichsmarine, Offizieren Beamten, Deckoffizieren, Unteroffizieren und Mannschaften wurden Erkennungsmarken aus Metall (Aluminiumbronze) auf bloßem Leibe an einer Schnur von der linken Schulter nach der rechten Seite getragen.
Die EM bestanden aus Metall und waren in der Längsachse in zwei gleiche Hälften geteilt. Bei Offz. und Bea. der Reichsmarine standen auf beiden Hälften der Marke Dienstgrad sowie Vor- und Zuname. Deckoffiziere, Uffz. und Mannschaften trugen eine gleichgroße Marke mit Vor- und Zunamen und den Buchstaben O oder N für die jeweilige Marinestation Ost- oder Nordsee, die Buchstaben S oder T für Zugehörigkeit zum seemännischen oder technischen Personal. Ausserdem wurden die Jahrgangsnummern (Geburtsjahr) und eine persönliche Nummer eingeschlagen, unter welcher der Träger dieser EM im jeweiligen Jahrgang eingetragen wurde.
Etwas später wurden den Marken von Offz. und Bea. nur Vor- und Zunamen statt des Dienstgrades die Offz.Gattung (Seeoffizier, Ing.Offz., San.Offz., Waffen-Offz. usw.) sowie das Jahr des Diensteintritts zugefügt. Die Marine-EM war etwas kleiner als bei Heer und Luftwaffe. Es gab aber auch Ausnahmen. Marken mit dem Vor- und Zunamen waren bis 1941 üblich und ab 1942 durch das Wort Kriegsmarine ersetzt.
Im Gegensatz zur Marine, die Erkennungsmarken auch in Friedenszeiten an die Besatzungen in See gehender Schiffe ausgab, wurden die Marken bei Heer und Luftwaffe nur vor kriegsmäßigen Einsätzen ausgegeben.

 Matrose gruesst
Uwe


Quelle: Wie vor.
« Letzte Änderung: 22 April 2010, 16:14:49 von UHF51 » Gespeichert
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« Antwort #23 am: 22 April 2010, 18:18:23 »


         @ Achim

Wo hast Du den das Foto von meiner Ekm her ?  Matrose verlegen

Aus dem MFF ?

                           MfG Andreas  Matrose lacht
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« Antwort #24 am: 22 April 2010, 18:24:50 »

Richtig Andreas - habe es als Beispiel benutzt. Hat aber auch nicht viel geholfen weil es scheinbar zig Formen und Ausführungen der EKMs gegeben hat. Bisher hatte ich gedacht es ist eine zeitliche Zuordnung möglich aberda bin ich auf dem Holzweg. Ich hoffe Dich hat es jetzt nicht irgendwie gestört.

Gruß - Trimmer - Achim Matrose gruesst
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« Antwort #25 am: 22 April 2010, 18:42:11 »


Kannst Du ruhig benutzen , stört mich nicht !!!  Matrose lacht
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« Antwort #26 am: 25 April 2010, 12:25:14 »

Hallo,

also das einzige was ich 100% bestätigen kann, das dieses Stück 100% Original ist.

Material: Messingblech 6,5 cm x 4 cm

Ich denke nicht das es eine Material oder Kleidungsmarke ist.

Aufjedenfall sehr interessant, mal sehen was man rausbekommen kann.

p.s. Vielleicht so eine Art Taschenmarke?

Gruss Ronson
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