18.April 1942 Doolittle Raid 16 B-25 starten von der USS Hornet

Begonnen von Albatros, 23 April 2010, 22:00:12

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Ralf

Yamamoto ahnte es schon bei Pearl: ,,Ich fürchte, alles was wir erreicht haben, ist, einen schlafenden Riesen zu wecken und mit einem furchtbaren Vorsatz zu erfüllen."
Gruß
Ralf
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,,Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen!"
Gorch Fock

Big A

Letzendlicher Auslöser für Midway war ja der Doolittle-Raid.
Das IHQ trieb die Sorge um, dass der Kaiser hätte getroffen werden können, unvorstellbar! Außerdem hatte die IJN "ihr Gesicht verloren" und wollte es "wieder gut machen"
Ergebnis wirs als bekannt vorausgesetzt

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

t-geronimo

Wobei man da aber dazu sagen muß, daß das nicht unbedingt die Absicht des Doolittle-Raids war, soweit ich weiß.
Das die Japaner derart angepiekt reagieren, hatte man meines Wissens nach nicht gedacht.
Gruß, Thorsten

"There is every possibility that things are going to change completely."
(Captain Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941)

Forum MarineArchiv / Historisches MarineArchiv

Ralf

Tja, TG, und ich denke, das war ein grundsätzlicher Fehler der USA in der Politik vor Pearl. Man hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wie der "Japaner tickt" und hat ihn mit Anlauf zwischen die Beine getreten... Für uns Europäer ist die Reaktion darauf (Krieg) völlig überzogen, aber wenn man die Denke der Japan gekannt, respektiert oder einfach mal hinterfragt hätte, wäre es vielleicht garnicht zum Krieg gekommen und in Europa wäre früher Schluß gewesen...

Vielleicht bin ich ja ganz weit weg, aber Axel, was sagst Du zu dieser unfundierten These?

Gruß
Ralf
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Gorch Fock

Spee

@Ralf,

wer mit einem Tischtennisschläger zum Handballturnier erscheint, hat die Regeln nicht verstanden oder will sie nicht verstehen. In beiden Fällen ist garantiert, daß man nicht mitspielen darf.

Zum lesen  --/>/>http://www.mtholyoke.edu/acad/intrel/WorldWar2/japan.htm
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Big A

Sicher war der Doolittle Raid nicht gedacht, die Japaner nach Midway zu locken, die Planungen bestanden schon im IHQ als eine von mehreren Optionen im Schrank. Der Entscheidungsprozeß wurde nur beschleunigt, andere Optionen verworfen. Würde jetzt aber zu weit führen.
Was das Denken über die Japaner angeht, da habt ihr recht, man sah "den Japaner" als kleines Männchen mit riesigem Überbiß, dümmlichem Grinsen und Brillen mit Flaschenböden als Gläsern, so zeitgenössische Karikaturen. Dass dort ein hochtechnisertes Militär mit hervorragender Ausbildung und langer Kampferfahrung (ja, auch die IJN hat ihre Piloten in China in den Einsatz geschickt, seit 1937, siehe hierzu Evans/Peattie, Kaigun), wurde an maßgeblicher Stelle nicht wahrgenommen, bzw. man wollte es nicht. Selbst das Abhören und decodieren der IJN-Funksprüche war de jure verboten, es wurde illegal auf Hawaii trotzdem gemacht
Der Raid war in der Tat nur als Moral-Booster gedacht, dazu zwei weit bekannte "Helden", Halsey und Doolittle, und endlich mal gute NAchrichten von der Front.
Die Boykottpolitik gegen Japan wg. der Invasion in China ist aus meiner Sicht jedoch gerechtfertigt gewesen, da das imperiale Japan gegen jedes Völkerrecht in Korea, der Manschurei und China einen Eroberungs-, Ausbeutungs- und Vernichtungskrieg führte.

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

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MS

Zitat von: Ralf am 29 April 2010, 11:58:37
Tja, TG, und ich denke, das war ein grundsätzlicher Fehler der USA in der Politik vor Pearl. Man hatte nicht den Hauch einer Ahnung, wie der "Japaner tickt" und hat ihn mit Anlauf zwischen die Beine getreten... Für uns Europäer ist die Reaktion darauf (Krieg) völlig überzogen, aber wenn man die Denke der Japan gekannt, respektiert oder einfach mal hinterfragt hätte, wäre es vielleicht garnicht zum Krieg gekommen und in Europa wäre früher Schluß gewesen...

Vielleicht bin ich ja ganz weit weg, aber Axel, was sagst Du zu dieser unfundierten These?




Tagebucheintrag des damaligen Kriegsministers der USA, Henry Stimson, vom 25. November 1941 über eine Unterredung mit Roosevelt: „Die Frage war, wie man sie in eine Position manövrieren könnte, in der sie den ersten Schuß abgeben würden, ohne daß uns zuviel passiert ... es war wünschenswert, sicherzustellen, daß die Japaner dies wären (die den ersten Schuß abgeben), so daß niemand auch nur den geringsten Zweifel haben könnte, wer der Aggressor war.“


Stefan Thomas Possony
Die hehre Kunst der Provokation:
Der erste Schuß von Pearl Harbor

http://www.studien-von-zeitfragen.de/Mnemeion/Hehre_Kunst_der_Provokation/hehre_kunst_der_provokation.htm


Gruss
:MG:

Spee

Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

MS

Zitat von: Spee am 29 April 2010, 17:06:59
Ja und?

Was hast Du nicht verstanden ?

Den verlinkten Artikel kanntest Du schon ? wenn nicht dann lies ihn bis zum Ende...

Big A

Ich verstehe diesen Tagebucheintrag der amerikanischen Innenpolitik geschuldet, um gegen die starke Gruppe der Isolationisten politisch bestehen zu können. Ein Eintritt in den Krieg durch die USA ohne Angriff auf dieselbe hätte nie den Congress passieren können.
Wer auch nur halbwegs wachen Auges die Politik und das Geschehen im pazifischen Raum verfolgte wußte aber um die Unausweichlichkeit des Krieges dort. (China-Aggression, Expansion nach Indochina usw)
Außerdem waren die USA durch diverse "Freiwilligentruppen", z.B. die "Flying Tigers" in den Krieg gegen Japan bereits verwickelt

Axel
Weapons are no good unless there are guts on both sides of the bayonet.
(Gen. Walter Kruger, 6th Army)

Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.

Spee

Servus,

um Axels Ausführungen zu untermauern:

http://de.wikipedia.org/wiki/Mukden-Zwischenfall
Marco-Polo-Brücke
http://de.wikipedia.org/wiki/Panay-Vorfall

Ab dem "Panay"-Zwischenfall ist eine deutlich Veränderung in der amerikanischen Außenpolitik spürbar. Auf weitere japanische Schritte folgenden nun amerikanische Gegenschritte. Bis September 1940 hat die japanische Außenpolitik jede nur gegebene Möglichkeit ignoriert, einen Zusammenstoß mit den USA zu vermeiden. Hier scheint eine offensichtliche Blindheit der Japaner gegeben und man hat wohl deshalb die USA völlig falsch einschätzte. Pearl Harbour beweist doch nur, daß die Japaner das Spiel nicht beherrscht haben.
10 Jahre lang haben die Japaner Verträge igonriert bzw. gebrochen. Wie lange hätte sich die USA dieses Verhalten noch ansehen sollen?

Wie schrieb Johannes Haller 1939 in "Die Epochen der Deutschen Geschichte" so prophetisch:

"Gedankenloser Ehrgeiz ... , der ohne weiteres für erreichbar hält, was er begehrt, könne sich rächen."
Servus

Thomas

Suicide Is Not a War-Winning Strategy

Albatros

Hier ein weiteres Filmchen zum Doolittle Raid , man kann sehr gut sehen wie viel Auftrieb die B-25 schon weit vor Ende des Flugdecks erreicht hatten.

http://www.criticalpast.com/video/65675033836_Tokyo-raid_B-25-Mitchell_USS-Hornet_United-States-Army-Air-Forces 

:MG:

Manfred

The Voice

Man sollte die psychologische Wirkung des Angriffes nicht unterschätzen!
Es ging nicht nur um "Bomben auf Tokio" - Seine Majestät, der Kaiser war persönlich in die Reichweite des Feindes geraten.
An der eigenen Heimatfront soll hingegen sollen die Angriffe hingegen unterschätzt worden sein.
Man karikierte Doolittle mit "Doo-nothing".

Gruß: Uwe
In God we trust - all others we track


cocacabanabas


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