Forum Marinearchiv
23 Mai 2012, 11:21:03 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
logo
Meldung: Das FMA-Team wünscht allen Besuchern und Mitgliedern viel Spaß beim Lesen und Schreiben. Smiley
 
   Übersicht   Hilfe Suche Chat Kalender Galerie Karte Login Registrieren Mitarbeiter Portal  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Schwache Heckstruktur bei KM-Schiffe?  (Gelesen 1087 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Seydlitz
Bootsmann
*
Offline Offline


Beiträge: 52

Alter: 35

Ort: Köln


« am: 09 Februar 2006, 09:12:06 »

Hab mal ne Frage an die Spezialisten unter euch:
Kann es sein, das die Dickschiffe der KM Strukturschwächen am Heck hatten?
Mir ist da nämlich folgendes aufgefallen:
Lützow - Torpedotreffer - Heck grade abgeknickt, wie geflext!
Prinz Eugen - Torpedotreffer - Heck grade abgeknickt, wie geflext!
Wrack der Bismarck - Heck grade abgebrochen, wie geflext!
Wrachk der Scharnhorst - Heck grade abgebrochen, wie geflext!

Sind das alles nur blöde Zufälle, oder eine Strukturschwäche?
Gespeichert

"Wir bleiben im Verband! Wenn wir auch selbst nicht mehr feuern können, so ziehen wir einen Teil des feindlichen Feuers auf uns und entlasten die anderen."
Kapitän zur See Zenker "von der Tann" 31.05.1916
Scharnhorst66
Boardinventar
*
Offline Offline


Beiträge: 3091

Alter: 45


« Antwort #1 am: 09 Februar 2006, 09:19:46 »

Bin zwar kein Spezialist ,
aber die Vermutung liegt doch sehr nahe , das da ein Fehler vorlag .
Würde zwar nicht schreiben - wie geflext - so sauber war es ja nicht ..

aber Fakt ist .. es sieht manchmal schon nach einer SOLL- Bruchstelle aus.
Gespeichert

" Fehler sind normal , Irrtümer üblich , Informationen selten vollständig , oft unzutreffend und häufig irreführend "
Sound Military Decision 1936
Gruss Micha
Ralf
Boardinventar
*
Offline Offline


Beiträge: 3088

Ort: Tarp bei Flensburg

Schleswig-Holstein

NavyField: Man trifft sich!


« Antwort #2 am: 09 Februar 2006, 09:24:15 »

Ich schmeiße mich mal etwas forsch aus dem Fenster: Also aus meiner Sicht mit meinem bescheidenen Wissen, kann man BS und SH nicht mitnehmen, da sie in beachtlciher Tiefe liegen und das Heck wohl beim Sinken aus drucktechnischen Gründen - Ufo hilf mir - beim Sinken durch die Sinkgschwindigkeit und Luftblasen abgerissen sind...

Aber waren da nicht auch noch DDs, die da Probleme hatten?
Gespeichert

Gruß
Ralf
___________________________________________
„Du kannst Dein Leben nicht verlängern und Du kannst es auch nicht verbreitern. Aber Du kannst es vertiefen!“
Gorch Fock
tailhook
Obermaat
*
Offline Offline

Beiträge: 40

Alter: 47

Ort: Allgäu

Bayern


« Antwort #3 am: 09 Februar 2006, 12:17:02 »

Wir dürfen ja auch nicht ausser Acht lassen, dass bei Bismarck auch ein Torpedotreffer (eben der verhängnisvolle Treffer am Ruder) mit im Spiel war.
Meiner Einschätzung nach war das Heck also schon vor dem sinken "angeknaxt" und der Rest erledigten dann die Kräfte, die bei einem Sinkvorgang eintreten.
Bei Scharnhorst kennen wir die Lage der Torpedotreffer nicht.
Gespeichert

"Auch in England warten Mütter auf ihre Söhne!"

(KptzS Helmuth Brinkmann zu seiner triumphierenden Besatzung des Schweren Kreuzers "Prinz Eugen" nach der Versenkung der HMS Hood)
Scharnhorst66
Boardinventar
*
Offline Offline


Beiträge: 3091

Alter: 45


« Antwort #4 am: 09 Februar 2006, 12:34:19 »

Nun ja ,
dann würden immer noch Lützow und PE verbleiben .
Gespeichert

" Fehler sind normal , Irrtümer üblich , Informationen selten vollständig , oft unzutreffend und häufig irreführend "
Sound Military Decision 1936
Gruss Micha
t-geronimo
Co Administrator
*
Offline Offline


Beiträge: 11243

Alter: 43

Name: Thorsten Reich

Ort: Lilienthal

Niedersachsen

Carpe Diem!



« Antwort #5 am: 09 Februar 2006, 12:39:05 »

Dazu hat harold mal was im SSF geschrieben, müßte mal einer Suchen.
Ich muß zum Sport...
Gespeichert

Schöne Grüße
Thorsten
--

"There is every possibility that things are going to change completely."

Captain W.H. Tennant, HMS Repulse, 09.12.1941
harold
Board Moderator
*
Offline Offline


Beiträge: 4016

Alter: 52

Name: Harold Winkel

Ort: Wien

Oesterreich


« Antwort #6 am: 09 Februar 2006, 13:11:59 »

Jaja, das hat er, damals...
...bis ich das jetzt selbst wieder irgendwo finde, hier mal so fix ne Zusammenfassung:
Auch PE und Lützow hatten ihre Hecks ja nicht "einfach so" am Wegesrand liegn lassen wie die Eidechse ihr Schwänzel - da waren ebenfalls T-Treffer.

Vergleichen wir´s mit dem T-Treffer im Bugbereich von Gneisenau

(Quelle: John´s Page) : beachten: das "Loch" (Leck kann man dazu wohl nicht mehr sagen) geht unter der Notbeplatttung hinauf bis zum MES-Kabel-

Eine vergleichbare Wirkung jetzt auf eine wesentlich weniger stark vom Kiel und den Unterbauten unterstütztes Achterschiff vorstellbar?

Ja, mag man fragen, warum denn nicht unterbaut/unterstützt?

Weil der Überhang des Hecks traditionsgemäß die Ruder und Schrauben schützen sollte. In dem Zusammenhang übrigens ein Querverweis auf unsere Seydlitz-Ruder-Diskussion, da dürfte dies mit ein Grund für die Anlage hintereinander gewesen sein.
Natürlich kann man als "Unterbau" den Kiel in einer langen Flosse auslaufen lassen, oder auch Wellenhosen als "skegs" (Flossen) ausbilden; das gebieteten ja auch schon statische Überlegungen beim Bau oder beim Eindocken.

Ein Fakt kommt noch dazu: wenn ich ein sehr stark aufkimmendes (löffelförmiges) Heck habe, dann ist dies durch wellenbedingte Ein- bzw- Austauchung mal sehr stark überauftiebig, mal sehr wenig auftriebig; naturgemäß führt dies zu einer größeren "Durchwalkerei" als ein oberhalb der CWL recht gerader/fast senkrechter Spantverlauf (hier auch wieder ein Querverweis auf "Form und Berechnung I", dort ein Spantvergleich KGV und SH).

BTW, JEDER Torpedotreffer sehr nahe an den Schiffsenden kann zu einem Abriß der geschwächten Struktur führen - ich erinnere da an einen US-Kreuzer (Quincy?? -oh mein lückenhaftes Gedächtnis!), der ähnlich coupiert am Bug zugerichtet wurde.

Ja, wenn ich mir das Trefferdiagramm auf POW so ansehe - der Bb-Treffer hätte bei ihr auch nur etwa 10 m weiter achtern liegen müssen, dann könnten wir vielleicht über "Heckschwäche allgemein" diskutieren.

Ciao,
Harold
Gespeichert

"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
Leonhard Euler
tailhook
Obermaat
*
Offline Offline

Beiträge: 40

Alter: 47

Ort: Allgäu

Bayern


« Antwort #7 am: 09 Februar 2006, 13:34:24 »

@harold,

gute Erklärung !, auch der Bug der Gneisenau hing nur noch am Faden, deutlich zu erkennen an den Profisorisch angeschweißten Winkeleisen zur Verstärkung (ist auf anderen Aufnahmen besser zu sehen) im unteren Bereich, da wo das Wasser rausläuft.
Gespeichert

"Auch in England warten Mütter auf ihre Söhne!"

(KptzS Helmuth Brinkmann zu seiner triumphierenden Besatzung des Schweren Kreuzers "Prinz Eugen" nach der Versenkung der HMS Hood)
Teddy Suhren
Kapitän zur See
*
Offline Offline


Beiträge: 2225

Alter: 44

Name: Jörg Kießwetter

Ort: Hungen / Hessen

Hessen


« Antwort #8 am: 09 Februar 2006, 13:47:53 »

Hallo

In einer Aufnahme der Gneisenau direkt von vorn, sieht man, das sogar der Vorsteven einen Knick hat.
Zitat
Quincy

Jepp und dann waren da noch Northhampton und Minneapolis denen der Bug auch durch Torpedotreffer weggerissen wurden.

Gruß
Jörg
Gespeichert

Gruß
Jörg

I’ve been through two wars and I know. I’ve seen cities and homes in ashes. I’ve seen thousands of men lying on the ground, their dead faces looking up at the skies.
I tell you, war is Hell!
(W.T.Sherman)
Spee
Board Moderator
*
Offline Offline


Beiträge: 7128

Alter: 43

Name: Thomas Frömrich

Ort: Donauwörth

Europa

Garstiger Piratenpascha



« Antwort #9 am: 09 Februar 2006, 13:54:55 »

@Harold,

oder meintest du "Bug weg"?
Man kann recht zügig heimfahren, auch ohne Bug, siehe "Pittsburgh" (Orkanschaden). Oder "Minneapolis", die ihren Bug nach dem Besuch eines Typ 93 "Long Lance" vermisste.
Gespeichert

Servus

Thomas

"Well, I suppose you’ll shove the little men off."

Sir Shenton Thomas
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.4 | SMF © 2001-2006, Lewis Media