Jaja, das hat er, damals...
...bis ich das jetzt selbst wieder irgendwo finde, hier mal so fix ne Zusammenfassung:
Auch PE und Lützow hatten ihre Hecks ja nicht "einfach so" am Wegesrand liegn lassen wie die Eidechse ihr Schwänzel - da waren ebenfalls T-Treffer.
Vergleichen wir´s mit dem T-Treffer im Bugbereich von Gneisenau

(Quelle: John´s Page) : beachten: das "Loch" (Leck kann man dazu wohl nicht mehr sagen) geht unter der Notbeplatttung hinauf bis zum MES-Kabel-
Eine vergleichbare Wirkung jetzt auf eine wesentlich weniger stark vom Kiel und den Unterbauten unterstütztes Achterschiff vorstellbar?
Ja, mag man fragen, warum denn nicht unterbaut/unterstützt?
Weil der Überhang des Hecks traditionsgemäß die Ruder und Schrauben schützen sollte. In dem Zusammenhang übrigens ein Querverweis auf unsere Seydlitz-Ruder-Diskussion, da dürfte dies mit ein Grund für die Anlage hintereinander gewesen sein.
Natürlich kann man als "Unterbau" den Kiel in einer langen Flosse auslaufen lassen, oder auch Wellenhosen als "skegs" (Flossen) ausbilden; das gebieteten ja auch schon statische Überlegungen beim Bau oder beim Eindocken.
Ein Fakt kommt noch dazu: wenn ich ein sehr stark aufkimmendes (löffelförmiges) Heck habe, dann ist dies durch wellenbedingte Ein- bzw- Austauchung mal sehr stark überauftiebig, mal sehr wenig auftriebig; naturgemäß führt dies zu einer größeren "Durchwalkerei" als ein oberhalb der CWL recht gerader/fast senkrechter Spantverlauf (hier auch wieder ein Querverweis auf "Form und Berechnung I", dort ein Spantvergleich KGV und SH).
BTW, JEDER Torpedotreffer sehr nahe an den Schiffsenden kann zu einem Abriß der geschwächten Struktur führen - ich erinnere da an einen US-Kreuzer (Quincy?? -oh mein lückenhaftes Gedächtnis!), der ähnlich coupiert am Bug zugerichtet wurde.
Ja, wenn ich mir das Trefferdiagramm auf POW so ansehe - der Bb-Treffer hätte bei ihr auch nur etwa 10 m weiter achtern liegen müssen, dann könnten wir vielleicht über "Heckschwäche allgemein" diskutieren.
Ciao,
Harold