@Kalli
1. Wo wird sich der Seekriegsschauplatz befinden ? Wer wird mein Gegner sein ? Wie ist dessen Seerüstung ? ( War das während der Weimarer Republik, als z. B. die Deutschlandklasse geplant wurde, klar ? )
Zur Zeit der WR war der zu erwrtende Gegner sicher noch Frankreich (traditionell). 1935 doch eher schon Frankreich und Großbritannien.
Somit Seekriegsschauplatz primär die Nachschubwege über See. Deren Seerüstung vermutlich weiter im Bereich Schlachtschiffe und schwere Kreuzer.
2. Welche Ziele will ich mit meiner Flotte verfolgen ? ( Überseeische , imperiale, Eroberungen ? , Unterbindung von überseeischem Warenverkehr ?, direkte Auseinandersetzungen mit dem Flottengegner ? )
Eindeutig die Unterbrechung des Nachschubs über See.
3. Welchen Beschränkungen unterliegt der Aufbau meiner Flotte ? ( internationale Verträge, Ressourcen )
Dt.-brit. Flottenvertrag. Bleibt gewahrt. Werftkapazitäten werden schonender verwendet als bei einem Schlachtschiff.
4. In welcher Form soll die Führung des Seekrieges in die Gesamtstrategie der Kriegführung eingebettet werden ? Wie soll das Zusammenwirken mit den anderen Waffengattungen, z.B. der Luftwaffe und -verteidigung aussehen ?
Zerschlagung des Nachschubs, also massiver Eingriff in die Logistik des Gegners durch die Marine untertützt indirekt den Kampf der Landstreitkräfte. Möglichst enge Zusammenarbeit von Luftwaffe und Marine. Für den Einsatz des modernen Panzerschiffes allerdings nur von sekundärer Bedeutung, bedingt durch dessen Einsatzgebiet.
5. Wo befinden sich für meine Flotte die gesicherten Operationsstützpunkte ?
Schulterzucken! Grundlegend natürlich in der Heimat, sprich deutsche Nord- und Ostseeküste. Darum auch eine Vergrößerung der Reichweite in meiner Überlegung.
6. Wie muss eine militärische und politische Führung beschaffen sein, diese wichtigen Fragen beantworten zu können ? ( kann das eine Diktatur ? )
Da ich meine Überlegungen von 1935 ausgehen lasse, muss ich also vom NS-Regime ausgehen. Der Wille zur Aufrüstung kann also vorausgesetzt werden. Knackpunkt ist die Vorstellung Hitlers, der England nicht als zukünftigen, kurzfristigen Gegenr ansah. Bei früherem Erkennen der anstehenden Gegnerschaft ist ein Anraten zur versorgungskriegstechnischen Ausrichtung der Kriegsmarine durch deren Führung denkbar.
7. Wie viel Zeit benötige ich von der Planung bis zur Realisierung ? ( Mein Kriegsziel muss ewige Zeit vorher bekannt sein- das wird dem potentiellen Gegner nicht verborgen bleiben. )
Bei rechtzeitigem Erkennen der zukünftigen Hauptaufgabe der Kriegsmarine im Jahr 1935 wäre eine Schaffung einer Kernflotte von vier der "modernen" Panzerschiffe und deren Einsatzfähigkeit bis etwa Mitte/Ende 1940 möglich. Also in etwa gleicher Zeit wie für die zwei Schlachtschiffe der BISMARCK-Klasse.
Bauzeit etwa 2 Jahre. Ausrüstung etwa 1 Jahr.