Albatros
Boardinventar
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« am: 15 August 2010, 18:04:51 » |
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Sie sind wohl schon alleine ihrer Tonnage wegen nicht wirklich vergleichbar aber sie standen sich nun mal gegenüber. Zumindest stammen sie aus dem fast gleichem Zeitraum was Entwicklung und Bau anbelangt und hätten ähnliche Einsatzprofile wenn man diese von ihrer Bewaffnung ableiten würde. Da wir ja nun Mitglieder aus beiden deutschen Marinen hier im Forum haben lässt sich vielleicht ein Vergleich der Bewaffnung und der Elektronik aber auch der Antriebstechnik und der Seeeigenschaften erstellen. Auf welcher Seite liegen die Vor und Nachteile ? Ich bin mir jetzt nur nicht sicher ob es besser in Achim`s Thread Vergleich VM - BM oder in einem Eigenen läuft.... Gegebenenfalls dann bitte ändern.  Manfred
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Glasisch
Korvettenkapitän
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Name: Micha Jarczyk Ort: Bytom (Beuthen O/S)
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« Antwort #1 am: 15 August 2010, 18:41:12 » |
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Hallo Manfred,
die Wurzeln dieses Typs zeigen ganz deutlich auf Elbing, denn eine gewisse Ähnlichkeit mit den Flottentorpedobooten läßt sich schon herstellen.
Gruß Micha
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“ in der Dänemarkstrasse am 24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
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der erste
Stabsbootsmann
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« Antwort #2 am: 17 August 2010, 08:56:31 » |
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Welches Typs, Kl. 120 oder Prj.50?
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Wilfried
Board Moderator
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« Antwort #3 am: 17 August 2010, 11:03:55 » |
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Moin, moin zusammen! Ich habe hier noch ein paar "Fotos", die fast auf den Tag genau vor 40 Jahren in der Ostsee entstanden sind. Da bei uns an Bord das Fotografierverbot sehr restriktiv gehandhabt wurde, musste man eben mit der Zorki - russischer Leica-Nachbau - während der Wache schnell mal auf die Bordtoilette und dann flugs durchs Bulleye seine Bilder machen - wenn denn das Klo nicht gerade besetzt war ...  Es handelt sich hier um einen Aufkommer der baltischen Rotbannerflotte ... Mit einem lieben Gruß der Wilfried PS: ein schöner Link zum Thema KSS Projekt 50: http://www.mks-kss.de/index.php?page_id=10
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Anhänge (3) nur für registrierte Mitglieder sichtbar.Bbd-seit.jpg Bug-anlaufend.jpg Stb-seit.jpg
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« Letzte Änderung: 17 August 2010, 11:11:48 von Wilfried »
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Leutnant Werner
Fregattenkapitän
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« Antwort #4 am: 17 August 2010, 12:01:18 » |
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Diese Schiffe führten zahlreiche Waffensysteme an Bord. Die waren aber ziemlich antiquiert. Die 100 mm hatten eine ROF von 15/Min (wohl keine automatische, sondern händische Ladung). Bei den Torpedorohren bin ich mir ziemlich sicher, dass sich um Waffen für eine anti-surface-role handelt. Komisch, denn zeitgleich mit ihrer Erbauung (1955-58) entwickelten die Russen die STYX...und auch Gatling-Kanonen fehlen. Steinzeitbewaffnung sozusagen.
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"Ich beherrsche die deutsche Sprache, aber sie gehorcht mir nicht immer" (Polgar)
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Hastei
Kapitän zur See
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« Antwort #5 am: 17 August 2010, 14:23:46 » |
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Wilfried, wo um himmelswillen bist Du denn gefahren, daß ihr Bulleys auf den Klo hattet ?
mit freundlichem Gruß Hastei
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Urs Hessling
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« Antwort #6 am: 17 August 2010, 15:10:13 » |
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hi
starke Vermutung: Meßboot
Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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der erste
Stabsbootsmann
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« Antwort #7 am: 17 August 2010, 15:21:39 » |
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Die Projektstudie der Schiffe (Prj.50)wurde vom Ministerat der UdSSR am 31.08.1951 bestätigt. Man brauchte nach dem Krieg kleine Schiffe zum Wachdienst und zur Begleitung küstennaher Konvois.Hauptkonstrukteur war Schukowski, später Neganow. Verbindungsoffizier zur Flotte war Kapitän zur See Awdiew. Der Bau der Schiffe ging relativ schnell und bis 1958 wurden auf 3 Werften insgesamt 68 Einheiten gebaut. , wovon allein die werft in Nikolajew 20 Einheiten für die Schwarzmeerflotte baute, die zum Teil noch bis 1988 noch in Dienst waren. Es war der zweite Typ nach dem Prj. 30bis, welches auch an andere, befreundete, Flotten abgegeben wurde (DDR, Bulgarien, Finnland, Indonesien). Das angeführte Zeitfenster und die Aufgabenstellung erklärt auch die Bewaffnung die an Bord gefahren wurde. Von Gatling oder Raketen konnte keine Rede sein. Allerdings wurden einige Schiffe zum U-Jäger später umgerüstet und dementsprechend auch die Bewaffnung angepasst.
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Urs Hessling
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« Antwort #8 am: 17 August 2010, 15:38:12 » |
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hi Prj. 30bis, Zerstörer der SKORYY-Klasse (auch an Ägypten, Indonesien und Polen abgegeben) Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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Leutnant Werner
Fregattenkapitän
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« Antwort #9 am: 17 August 2010, 17:26:51 » |
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Danke, Urs 
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"Ich beherrsche die deutsche Sprache, aber sie gehorcht mir nicht immer" (Polgar)
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Albatros
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« Antwort #10 am: 17 August 2010, 18:26:53 » |
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Tach auch, ich fange beim vergleichen mal mit der Artillerie an.... Die Fregatten der Köln-Klasse ( Klasse 120 ) hatten im Vergleich zur Riga - Klasse nur 2 x 100mm Mehrzweckgeschütze statt wie die Riga`s drei aber wie wie Leutnant Werner schon schrieb, die Geschütze auf den Riga`s wurden mit der Hand geladen. Das bedeutete 15 Schuß die Minute also 45 Schuß mir allen drei Geschützen. Die Köln – Klasse mit ihren zwei 100 mm Mehrzweckgeschützen brachte es hingegen auf 2 x 60 Schuß = 120 in der Minute.Alle weiteren Leistungsdaten waren allerdings bei den russischen Geschützen etwas besser. Wobei mir immer noch nicht klar ist inwieweit die Türme der Köln-Klasse Automatisiert waren, denn Vollautomaten waren es sicher nicht...oder ? Den Riga`s standen 630 Granaten für die drei Geschütze zur Verfügung, bei der Köln-Klasse warte ich noch auf eine Antwort von unserem Ari-Mixer Harald.....  Zur Feuerleitung der Geschütze wäre es nett wenn mal die Ehemaligen oder Aktiven der jeweiligen Flotte mal etwas zu deren Effektivität sagen könnten.  Manfred
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Big A
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Name: Axel Schilling Ort: Rostock
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« Antwort #11 am: 17 August 2010, 18:45:57 » |
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Die Türme waren automatisiert, konnten aber auch in Handsteuerung gefahren werden. In der Mun-Kammer wurde der Aufzug über einen Beladering per Hand aufmunitioniert. Wenn die Anlage gut gewartet und das Team ebenso eingespielt war, dann waren die FL-Anlagen sehr effektiv Anzahl Mun?  Keine Ahnung (mehr!, das Alter..  ) Axel
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« Letzte Änderung: 17 August 2010, 19:25:46 von Big A »
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If you want to kick the tiger in his ass you'd better have a plan for dealing with his teeth... Sometimes it is entirely appropriate to kill a fly with a sledge-hammer.
Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.
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Urs Hessling
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« Antwort #12 am: 17 August 2010, 18:51:28 » |
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hallo, Manfred, Wobei mir immer noch nicht klar ist inwieweit die Türme der Köln-Klasse Automatisiert waren, denn Vollautomaten waren es sicher nicht...oder ?
doch, METL 100mm/L55 waren als Geschütze "vollautomatisch"; Achtung: das bezog sich aber nicht auf die Feuerleitung/Feuerleitkette und das Abfeuern, vgl. heute z.B. PHALANX, das gab´s noch nicht. Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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Albatros
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« Antwort #13 am: 17 August 2010, 19:30:07 » |
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 Es handelt sich hier um einen Aufkommer der baltischen Rotbannerflotte ... Die hatten Euch wohl auch auf dem Schirm.......  Danke Wilfried für die Bilder und den Link.  Manfred
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Albatros
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« Antwort #14 am: 19 August 2010, 20:20:58 » |
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Dann komme ich mal zu der leichten Flak...... Bei der Köln-Klasse 4 cm bei den Riga`s 3,7 cm. Der Köln-Klasse standen zwei Doppellafetten und zwei Einzellafetten zur Verfügung und durch die Art der Aufstellung konnten immer fünf Rohre ein bis drei Ziele gleichzeitig bekämpfen. Die Riga`s hatten nur zwei Doppellafetten die gleichzeitig ein bis zwei Ziele mit vier Rohren bekämpfen konnten. Allerdings hatten die 37 mm/67 (1.5") V-11 der Riga`s eine Feuergeschwindigkeit von 320-360 Schuß in der Minute. Ich bin mir nicht sicher welches Modell der 40 mm Bofors der Köln-Klasse zur Verfügung stand aber ich meine es war das mit 240 Schuß in der Minute ? also mit einer geringeren Feuergeschwindigkeit als die 37 mm der Riga`s. Es sind zwar keine Gatlings aber ich meine das beide Klassen eine geringe Chance gegen eine anfliegende Rakete hätten, sicher mit Vorteil bei der Köln-Klasse...... Wenn man bei der Köln-Klasse noch die 100 mm Türme hinzu nimmt gar nicht sooo schlecht oder ? Den Riga`s standen 4000 Schuß für die leichte Flak zur Verfügung bei der Köln-Klasse....?  Manfred
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