Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Untergang der Tirpitz...  (Gelesen 1001 mal)
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Leichtmatrose007
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« am: 02 September 2010, 11:11:48 »

Noch ne Frage.... Kaptn lach
Ich habe im Fernsehen auf N24 (toller Sender, klasse Dokus) einen Bericht über die letzten Tage der Tirpitz gesehen.
Die Briten haben Kleinst-U-Boote übers Meer geschleppt und dann die Tirpitz angegriffen.
Auf dem Weg übers Meer ging ein U-Boot verloren, weil ein Schlepptau gerissen ist und dieses Tau war wohl so schwer, dass es das Boot in die Tiefe gezogen hat. Der Gedanke, dass in diesem Boot immer noch 3 Marine-Soldaten auf dem Grund liegen, der macht mich traurig.
Ich finde man sollte sich auf den Weg machen und dieses U-Boot suchen!!! Diese Jungs sollten nicht für immer in dieser Röhre beerdigt sein.
Ich weiß, es gibt 100 tausende die auf dem Meeresgrund liegen, aber dieses U-Boot kann man bestimmt finden!!!  Kaptn lach

Leichtmatrose007
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t-geronimo
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« Antwort #1 am: 02 September 2010, 11:29:03 »

Ich verschiebe mal in die Royal Navy-Abteilung.
(Die Boardnachrichten sind eher für Nachrichten, die direkt das Forum betreffen).

Du meinst bestimmt X-9, daß schon auf dem Weg von GB nach Norwegen verloren ging.
Und da fängt schon das Problem an. Wo suchen? selbst wenn die Position aufgezeichnet wurde, wo die Schlepptrosse brach, heißt das noch lange nicht, daß sie exakt ist.
Damals gabs noch kein GPS, und viele Positionen wurden nur berechnet, statt sie mit dem Sextanten zu bestimmen.
Auf dem Weg nach unten kann das Boot in jede Richtung weggetrieben sein, was das Suchgebiet noch vergrößert.

Und ich weiß die Wassertiefe am vermutlichen Verlustort nicht, aber ohne Tiefsee-Such-Ausrüstung wirds nicht gehen.
Erst per Sonar den Meeresboden absuchen, dann hoffen, daß das Echo eines so kleinen Bootes in den Hügeln und Tälern eines Meeresgrundes ausgemacht werden kann.
Dann ein unbemanntes U-Boot runterschicken um zu schauen, ob man wirklich fündig geworden ist.
Und das alles in der Hoffnung, daß von X-9 überhaupt noch mehr als 50 Gramm Stahl übrig sind.

Und dann noch eine Bergung?
Da verweise ich bezüglich der Schwierigkeiten auf Deine Titanic-Frage.

Und wer solls bezahlen?
Willst Du anfangen zu sammeln?
Und selbst wenn für solch ein Unterfangen genug Geld zusammenkommt: Schicks nach Pakistan oder nach Afrika oder zu den Kathrina-Überlebenden oder zu den Erdbeben-Überlebende nach Haiti oder sonstwo hin.
Dort macht es auf alle Fälle viel, viel mehr Sinn.

Die drei Jungs liegen in ihrem eigenen, ganz speziellen Grab, daß keiner Schänden kann und in einem Element, in dem sie zu Hause waren.

Das jedenfalls ist meine Meinung. Wink
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Schöne Grüße
Thorsten
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"There is every possibility that things are going to change completely."

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Tostan
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« Antwort #2 am: 02 September 2010, 12:20:29 »

Auf dem Weg übers Meer ging ein U-Boot verloren, weil ein Schlepptau gerissen ist und dieses Tau war wohl so schwer, dass es das Boot in die Tiefe gezogen hat.

Nicht nur das Tau .... Im Schlepp waren die Boote meines Wissens nach so getrimmt, dass solche Unglücksfälle recht wahrscheinlich waren, falls die Mannschaft des X-Bootes nicht schnell genug reagiert. Das Gewicht des Schlepptaus selbst wäre wohl bei schneller Reaktion problemlos zu kompensieren gewesen, notfalls durch abwerfen der Minen(immerhin 2x2 tonnen Sprengstoff!)

Das Problem beim suchen nach dem Boot wäre, wie t-geronimo schon schrieb: wo ist es exakt gesunken? Denn das brechen der Schlepptrosse wurde im Normalfall recht spät bemerkt, so dass man den exakten Ort nicht mehr bestimmen konnte. Ein anderes X-Boot wartete meines Wissens nach ca. 40 Stunden auf die Rückkehr des Schleppers, nachdem die Trosse gebrochen war.
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t-geronimo
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« Antwort #3 am: 02 September 2010, 12:56:52 »

Die Kleinst-U-Boote wurden in getauchtem Zustand geschleppt und kamen nur alle 4-6 Stunden an die Oberfläche, um Frischluft zuzuführen und die Batterien zu laden.
Nachdem schon am 15.9. die Telefonverbindung zwischen X-9 und dem sie schleppenden HMS Syrtis gebrochen war (das Telefonkabel lag als Kern in der Schlepptrosse), tauchte das Kleinst-U-Boot nach solch einer Lufterneuerung am 16.9. gegen 01.30 Uhr und wurde danach nie wieder gesehen. Der Verlust wurde erst gegen 9 Uhr entdeckt, als es Zeit für ein weiteres Auftauchen gewesen wäre. Nach Vergleich von Logbucheintragungen und Bunkerverbräuchen wurde vermutet, daß die Schlepptrosse irgendwann zwischen 01.45 und 3 Uhr brach.
Um 11.45 Uhr lief Syrtis wieder zurück, geriet dabei aber in Nebel. Um 15.45 Uhr wurde zwar eine Ölspur gesichtet, aber letztendlich blieb X-9 verschollen.
So viel zu Thema Auffinden des Wracks...
Durch Funkprobleme erfuhr die britische Admiralität erst am 2.10., daß X-9 gar nicht am Angriff teilgenommen hatte.

Übrigens waren alle Schlepptrossen, die brachen, aus Hanf.
Diejenigen, die keine Probleme machten, waren alle aus Nylon, einer recht frühe Verwendung dieses Materials.
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Schöne Grüße
Thorsten
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tirpitzpeter
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« Antwort #4 am: 02 September 2010, 14:04:51 »

@ Leichtmatrose

Mal grundsätzlich....... wer mit nem U-Boot oder irgendenem Schiff untergegangen ist hat denke ich sein Grab gefunden, also sollte man es auch mit allem was dabei ist so belassen und keine Totenruhe stören.  Man muss nicht immer alles finden, erforschen oä.
So eine Dikussion gab es vor Jahren zur CSS Hunley schon mal.

Grüße
Peter
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Leichtmatrose007
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« Antwort #5 am: 02 September 2010, 15:31:09 »

Ok, habe verstanden.
Herzlichen Dank!
Rainer
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Urs Hessling
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« Antwort #6 am: 02 September 2010, 16:17:31 »

moin, t-g

Die drei Jungs liegen in ihrem eigenen, ganz speziellen Grab, daß keiner schänden kann und in einem Element, in dem sie zu Hause waren.

gut gesagt , Häuptling  Matrose gruesst

Gruß, Urs
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« Antwort #7 am: 03 September 2010, 19:33:04 »

Untergegangene U-Boote sind Kriegsgräber, deshalb ist das mit den Heben so eine Sache! Matrose gruesst
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