Albatros
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« am: 12 September 2010, 15:53:54 » |
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Außenluftunabhängige Antriebssysteme für nicht Nukleare U-Boote, Stirling-Motoren oder Brennstoffzelle ? Die Schweden z.B. setzen/setzten mit der Södermanland-Klasse, der umgebauten Västergötland-Klasse, der Gotland-Klasse, der Australisch/Schedischen Collins Klasse ( sie wird/wurde auf Stirling AIP System umgebaut ) und dem Projekt Kockums A26 auf den Stirling Antrieb. Die deutschen U-Boot Bauer setzen bekanntlich mit den Klassen 212 A und 214 auf die Brennstoffzelle. Welches System ist Kostengünstiger, Leistungsfähiger, welches System hat mehr Zukunft ?.......  Manfred
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mhorgran
Fregattenkapitän
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« Antwort #1 am: 12 September 2010, 23:13:38 » |
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Den Walterantrieb gibt es ebenfalls noch.
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Grüße Stefan
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Matrose71
Kapitänleutnant
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« Antwort #2 am: 12 September 2010, 23:50:58 » |
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Welches System ist Kostengünstiger, Leistungsfähiger, welches System hat mehr Zukunft ?....... Ich glaube das wird man ohne Insider Wissen nicht so schnell beantworten können. Allerdings scheint es ja mit der Brennstoffzelle gut zu funktionieren. Die Italiener und die Bundeswehr wollen jeweils 2te Lose anschaffen und die Koreaner haben gleich mal 6 nachbestellt, nachdem sie die ersten 2 erprobt haben. Kann also so schlecht nicht sein.
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Viele Grüße
Carsten
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Albatros
Boardinventar
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« Antwort #3 am: 14 September 2010, 05:22:57 » |
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@ Stefan Walterantrieb......ist der denn irgendwo im Einsatz ? @ Carsten, Nun die Schweden scheinen mit ihrem Stirling – Motor aber auch Erfolg zu haben. Bei beiden scheint die Außenluftunabhängige Einsatzdauer nur von der Menge des mitgeführten Sauerstoffes abhängig zu sein, der soll bei beiden für mehrere Wochen reichen.  Manfred
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H44
Seekadett
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Der Muttertrieb ist gefährlicher als die Atombombe
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« Antwort #4 am: 14 September 2010, 08:19:17 » |
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Hallo zusammen,
zum Thema Walterantrieb fällt mir nur ein, das die Bundesmarine in ihren Anfängen damit versuche gemacht, diese dann aber wieder aufgrund von Schwierigkeiten im Alltagsgebrauch wieder aufgegeben hat. Ein Versuchsmodell steht ja auch im Deutschen Schiffahrtsmuseum in BHV.
Und die Idee mit dem Kreislaufmotor wie es ja der Sterling Antrieb ist, ist so neu auch nicht. Es gab schon versuche in der Reichsmarine, wo glaub ich MAN, den Vorsschlag machte so ein System zu entwickeln. Das ging dann aber aufgrund der Kriegslage nicht mehr und wurde dann wieder fallengelassen. Ich denke irgendwo sogar mal gelesen zu haben das die Entwicklung dann in den 30ér und 40ér Jahren wieder aufgegriffen wurde aber nicht mehr realisiert wurde.
Nur mal kurz aus dem Gedächtniss zusammengefasst.
Gruß Alex
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"Reden ist unser Privileg. Wenn wir ein Problem haben, das wir nicht durch Reden lösen können, dann hat das alles keinen Sinn.“
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mhorgran
Fregattenkapitän
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Name: Stefan Westermann
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« Antwort #5 am: 14 September 2010, 10:32:43 » |
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Das ist jetzt etwas dämlich. Bis letzte Woche hatte ich mir das Buch "Marine Geheimprojekte" in Fernleihe ausgeliehen und darin wird die Entwicklung des Walterantriebes nach dem Krieg vorgestellt, inkl. den Gründen warum er bei den deutschen Booten nicht eingebaut wurde. Darum nur angesprochen. Die Gründe waren politischer und finanzieller Natur nicht technischer. Der Walterantrieb hatte ALLE Vorgaben und Forderungen der Marine bei erfüllt.
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Grüße Stefan
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H44
Seekadett
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Der Muttertrieb ist gefährlicher als die Atombombe
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« Antwort #6 am: 14 September 2010, 14:10:48 » |
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Hallo Stefan, ich habe jetzt mal in meiner Mittagspause nachgelesen. In einer Abhandlung zu der Entwicklung der versch. U-Boot Antriebe in Deutschland die vom Deutschen Schiffahrtsmuseum herausgegeben wurde, wird als Grund die Erkenntniss, dass zu den zukünftigen Einsatzprofilen der Bundesmarine ein zwar ziemlich schneller aber doch lauter Antrieb nicht passen würde, angeführt. Deshalb hat mann sich auf den dieselelektrischen Antrieb mit besonderem Wert auf die geräuscharmut festgelegt und spezialisiert. UNd wie mann weiß hat das ja auch recht gut funktioniert  Gruß Alex
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Spee
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Name: Thomas Frömrich Ort: Donauwörth
Garstiger Piratenpascha
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« Antwort #7 am: 14 September 2010, 14:22:22 » |
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Servus,
aussenluftunabhängiger Antrieb mit Dieselmotor wurde auch schon vor/während des 2.Weltkrieges von den Italienern versucht, Projekt "Sandokan" meines Wissens.
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Servus Thomas "Well, I suppose you’ll shove the little men off."
Sir Shenton Thomas
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Tostan
Oberfähnrich
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« Antwort #8 am: 14 September 2010, 19:03:12 » |
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Hallo, aussenluftunabhängiger Antrieb mit Dieselmotor wurde auch schon vor/während des 2.Weltkrieges von den Italienern versucht, Projekt "Sandokan" meines Wissens.
Auch die Russen hatten in der Zeit entsprechende Versuche am laufen. Test-U-Boot M-401, Stapellauf 1.Juli 1941 mit aussenluftunabhängigen Dieselmotor. Nachdem der Krieg erst mal eine Weiterentwicklung verhinderte, wurde diese Technik nach dem Krieg serienmäßig in den Booten vom Projekt 615 verbaut. Diese Boote, von der U-Boot-Fahrern auch "зажигалка"(Feuerzeug) genannt(siehe z.B. 1957 Verlust von M-256 nach Brand in der Ostsee) waren bei der NATO als Quebec-Klasse bekannt.
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olpe
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« Antwort #9 am: 16 September 2010, 22:12:46 » |
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Hallo @Albatos, ein interessantes Thema. Der Vergleich des deutschen Fuell Cell Systems mit dem Stirling-AIP-System ist aufgrund der Datenlage sicher nicht ganz einfach, aber möglich. Hier eine Anregung. Es beschreibt die Siemens SINAVY CIS PEM Fuell Cell der Klasse 212A (BZM 34, 9x) und der Klasse 214 (BZM 120). SINAVY - Broschüre der Siemens AGVortrag (Siemens AG) vor dem Advanced Naval Propulsion Symposium 2006 in Arlington, VA, U.S.A.AIP-Systeme sind weltweit begehrt, technologisch anspruchsvoll und zukunftsweisend. Aus meiner Sicht sind folgende - auch historische - im Einsatz gewesen, in der Entwicklung bzw. einsatzreif: - Fuell Cell System (Brennstoffzelle) Deutschland (einsatzreif), Russland (KRISTALL 27B - in der Entwicklung) - Stirling-System (Stirling-Motor) Schweden (einsatzreif) - MESMA-System (Dampfturbine) Frankreich (einsatzreif) - Close Cycle Diesel System (Kreislaufdiesel) Deutschland (modern: ThyssenKrupp Nordseewerke, Entwickung m.E. abgebrochen) - RTG-System (Isotopengenerator) Russland (als Antrieb in der Erprobung?) - Waltherantrieb vor- und nach 1945 (u.a. Sowjetunion: siehe post von Tostan) Grüsse OLPE
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« Letzte Änderung: 16 September 2010, 22:21:12 von olpe »
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Albatros
Boardinventar
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« Antwort #10 am: 18 September 2010, 18:04:58 » |
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Zu den AIP-Systemen die im Einsatz sind muss man also nach Olpes Beitrag auch noch den MESMA-Antrieb zählen der auf den pakistanischen U-Booten der französischen Agosta-Klasse genutzt wird. Der Brennstoffzellenantrieb der Klasse 212 A Leistet 306 KW, ich meine gelesen zu haben das es auch schon einen Antrieb mit 400 KW gibt. Ist bekannt welche Leistung der Stirling-Motor der Gotland -Klasse erbringt ? Beide laufen getaucht 20 kn, nur mit dem jeweiligen Außenluftunabhängige Antriebssystem oder sind da dann noch normale Akkumulatoranlagen mit im Spiel ? Die Klasse 206 z.B. erreicht mit Elektromotoren die 1.100 KW leisten nur 17 kn.  Manfred
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« Letzte Änderung: 18 September 2010, 18:18:33 von Albatros »
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Matrose71
Kapitänleutnant
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Name: Carsten Ort: Hannover
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« Antwort #11 am: 18 September 2010, 18:11:36 » |
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@ Albatros
Auf Geschwindigkeitsangaben bei U-Booten würde ich mich mal nicht verlassen. Einschätzungen wo es hingeht gibt es reichlich, vor allen Dingen bei den Klassen die schon länger in Dienst sind. Was das 212er wirklich Unterwasser läuft, wissen wahrscheinlich nur die Bundeswehr selber und eventuell, die Herrschaften, die es geschafft haben, sie zu beobachten. Soll aber sehr schwer bis unmöglich sein, die 212er überhaupt zu orten.
Ich glaube die 20 Knoten sind eher ein Richtwert, aber keine wirklich verlässliche Angabe.
Das ganze gilt aber für alle neuen U-Boot Klassen aller Länder.
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« Letzte Änderung: 18 September 2010, 19:31:15 von Matrose71 »
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Viele Grüße
Carsten
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Albatros
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« Antwort #12 am: 18 September 2010, 18:19:36 » |
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Hallo Carsten, hast ja recht aber das bringt mich bei meinen Fragen nicht wirklich weiter......  Manfred
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