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Autor Thema: Baubericht von SMS B-110 - Kaiserliches Torpedoboot in 1:100  (Gelesen 23732 mal)
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Torpedo
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« Antwort #15 am: 11 März 2006, 18:45:44 »

Nachdem die aus Kunststoff abgegossenen mitgelieferten Torpedorohre m.E. nicht mit den in den Plänen und Fotos übereinstimmen, habe ich mich entschlossen sie neu zu bauen.
Also 6mm Messingrohr zurechtschneiden auf 8.2cm und dann vorne halb aufsägen und am Doppelschleifer den Löffel zurechtschleifen.

Hier ein Vergleich mit den Bausatz-Rohren.
Dann habe ich mit einem Körner das Rohr unten ausgebörtelt, wie ich es auf verschiedenen Fotos und Plänen erkennen konnte.

Die weiteren Details habe ich aus Messingblech und Kunststoffstreifen gefertigt, davon aber demnächst mehr.

Die Beiboothalterungen sind nach den Originalplänen und Fotos am hinteren Ende des mittleren Aufbaus, daher mußte ich die mitgelieferten Weißmetallteile modifizieren.

Hierfür habe ich das Teil gekürzt, etwas eingeschliffen und dann mit zwei Messing L-Trägern beklebt, die ich mit Spachtel gefüllt habe. So wurde der Träger verlängert und kann bis aufs Deck reichen.

Zu guter letzt habe ich weitere Deckslichter aus Kunststoff und Messingblech gefertigt, die so leider auch nicht im Bausatz mitgeliefert wurden. Davon brauche ich achtern aber nur zwei Stück.
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Uli "Torpedo"

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« Antwort #16 am: 11 März 2006, 18:47:04 »

Wie man im vorherigen Beitrag auf dem letzten Bild sehen kann, habe ich ein paar der Oberlichter selbst gebaut. Dafür habe ich zwei 2mm starke Kunstoffstücke aufeinandergeklebt, diese mit dem Bandschleifer und der Sandfeile zurechtgeschliffen und darauf Messingblech geklebt, welches ich mit der Nagelschere zurechtgeschnitten, mit dem Bohrer ausgebohrt und vor dem Bekleben die Ecken gefeilt habe.
Messingblech (Abfallstücke von Ätzteilen) ist jedoch sehr hart und der Bohrer kann leicht verlaufen. Außerdem wird es ziemlich warm, da der Bohrer wohl mehr fräst, als schneidet.

Daher würde ich wahrscheinlich in Zukunft eher auf Aluminiumblech zurückgreifen, was man vielleicht sogar mit der Lochzange bearbeiten kann.

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
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« Antwort #17 am: 11 März 2006, 18:51:04 »

Zuerst wollte ich ja mein Torpedorohr zuende bauen, aber dann habe ich mir doch wieder das Heck vorgenommen.

Das Oberlicht (diesmal im Bausatz vorhanden) deckt bei mir die Öffnung über dem Ruderkoker ab. Daher habe ich einfach darunter ein Stück Messingrohr geklebt (Aussparung für die hochstehende Mutter), mit etwas Tape umwickelt, damit es klemmt und das Oberlicht eingesetzt.

Achterlich davon erkennt man auf einem Original-Bild einen kleinen Poller und zwei Klüsen am Heck. Diese mußte ich selbst bauen, was mich heute über zwei Stunden gekostet hat.

Der Poler besteht aus 1,5mm Messingrohr auf das ich zwei Stücke 1,5mm Messingdraht angelötet habe. Hört sich leicht an, war (für mich) aber schwierig. Zuerst mußte der Draht nach dem abknipsen mit dem Saitenschneider am Doppelschleifer wieder plan geschliffen werden (sonst ist er ja an der Schnittstelle so V-förmig). Ein Stück segelte durch die Luft davon (versucht mal diese winzigen Stücke mit der Zange an einen rotierenden Schleifer zu halten...), zwei andere haben sich auf dem Fußboden verabschiedet.
Ich glaube ohnehin, dass der Fußboden in meinem Bastelkeller eine Art schwarzes Loch darstellt, denn ich finde fast NIE die Kleinteile wieder, die mir immer wieder herunterfallen. Wahrscheinlich sitzt da irgend ein Dämon und versteckt sie vor mir... evil
Nun, als die Pollerstücke geschliffen waren habe ich sie versucht anzulöten, was mir immerhin auch nach dem dritten Versuch dann endgültig gelang (nachdem die Teile wieder auf dem Fußboden verschwanden...)

Auf dem Bild kann man vielleicht erahnen, wie sich das zugetragen hat. Löten ist jedenfalls nicht so wirklich meins.
Dann habe ich den Fuß aus Messingblech gebogen und das Zusammenlöten mit dem Poller nach den vorherigen Erfahrungen verworfen. (Wahrscheinlich wären die Pollerstücke wieder abgefallen beim Versuch) Also habe ich den Fuß mit Hilfe meines neuen Dremel-Bohrständers durchbohrt, den Poller durchgesteckt und mit Sekundenkleber-Gel verklebt. Nun noch ein Stück Lötzinn oben in das Rohr, verklebt und abgeschliffen und da ist mein Poller:

Zu guter Letzt habe ich noch Alublech zusammengefaltet, mit der Nagelschere zurechtgeschnitten, durchbohrt und an den Seiten ausgefräst für die Klüsen, die man auf dem Bild erkennen kann.

Dann muß demnächst nur noch die "Abschleppöse" folgen, aber dazu ein anderes Mal mehr...

Übrigens freue ich mich sehr über Kritik, Anmerkungen und Tipps!
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« Antwort #18 am: 12 März 2006, 12:18:14 »

Habe den Bericht überarbeitet und mit dem Admin Fotos entfernt, die urheberrechtlich geschützt sein könnten.
Dies war ein Versehen und so eigentlich nicht beabsichtigt.
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Uli "Torpedo"

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« Antwort #19 am: 12 März 2006, 18:12:03 »

Was mich mal interessieren würde, Uli, ist, wieviel Zeit Du in den Zerstörer steckst.

Ein schwer beeindruckter Lt.
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« Antwort #20 am: 12 März 2006, 18:59:50 »

Oh, den Bausatz habe ich seit Oktober 2002. Eigentlich habe ich (fast) alles zwei bis dreimal gebaut, so aber auch viel gelernt.

Nein im Ernst. Meine Frau ist ziemlich sauer, wenn ich nur im Keller sitze und so werden es in guten Wochen 2-4 Stunden, aber dann auch wieder wochenlang nix. Insgesamt dürften bis jetzt so ca. 200 Stunden oder ein bißchen mehr drinstecken. Wenn man die Foto- und Planrecherche hinzuzählt etwas mehr als 300.
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« Antwort #21 am: 13 März 2006, 12:18:40 »

Apropos Zerstörer: Dies waren die ersten (Torpedoboots-)Zerstörer in der deutschen Marine und eigentlich nur aufgrund vorhandener Turbinen eines russischen Auftrages entstanden. Die vergleichbaren russischen Boote hatten übrigens 9 T-Rohre an Bord.
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« Antwort #22 am: 18 März 2006, 02:31:12 »

Meinen absoluten Respekt vor dieser Fummelarbeit!! Smiley

Das wird bestimt ein ganz feines Schiff! Smiley
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Schöne Grüße
Thorsten
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« Antwort #23 am: 18 März 2006, 18:15:48 »

Danke Thorsten!

Für den Eindruck auf dem Wasser habe ich hier noch ein paar Fotos aus dem Sommer, wo die IG Schiffsmodellbau Berlin Mahlow immer beim Sommerfest des Verkehrsministeriums mit ausstellt. Herr Minister (damals Stolpe) tauft dann neue Modellschiffe und präsentiert sich volksnah. Auf die unpassende Bemerkung von ihm an einen anderen RC-Kapitän "hier - rammen Sie doch mal diesen kleinen Kreuzer..." hat er natürlich auch von mir eine entsprechende (aber höfliche) Antwort bekommen.

Hier also ein paar Impressionen von dem flachen Becken:


Natürlich sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht so viele Details angebracht, aber ich fand die Stimmung mit den sich auf dem Wasser spiegelnden Gebäuden so schön und so hat man auch mal einen Eindruck von dem Boot auf dem Wasser...





So, mal schauen, ob ich dieses Wochenende noch ein bißchen Zeit zum Basteln finde, dann geht es auch wieder im Bericht weiter...
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« Antwort #24 am: 20 März 2006, 12:58:47 »

Leider hatte ich keine Zeit, da man mich am Dienstag zu einem "Hans Albers Abend" vereinnahmt hat und ich dort Lieder mit Akkordeon singen soll.
So mußte ich vorher noch ein wenig üben, da ich dieses Instrument (und auch die Lieder!) schon lange nicht mehr gespielt habe.
Ich befürchte allerdings, der Abend wird ein Fiasko...
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« Antwort #25 am: 20 März 2006, 16:38:57 »

Deine Bilder bzw. Dein Modell sind aber kein Fiasko geworden ..
schaut sehr gut aus !!
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Gruss Micha
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« Antwort #26 am: 20 März 2006, 16:41:42 »

Hallo Torpedo,

wunderbare Arbeit bis jetzt!! Mach so weiter!!
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Schöne Grüsse Christian
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« Antwort #27 am: 20 März 2006, 17:38:16 »

Danke Jungs,
freu mich über JEDEN Kommentar. Bin ja mal gespannt, ob m.z.m. auch etwas dazu schreibt...
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« Antwort #28 am: 20 März 2006, 21:02:45 »

Mir kommt gerade der Gedanke, dass die japanischen Zerstörer, die während WK1 vom Stapel liefen, von der Linienführung den deutschen Zeitgenossen nicht unähnlich waren. Gibt es da irgendwie Evidenz, dass die sich was abgeschaut haben?

Gruß
Lt.
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« Antwort #29 am: 21 März 2006, 09:07:00 »

Wundern sollte es mich nicht , da Japan vor dem WWI reichlich Kontakte
für die Aufrüstung geknüpft hatte.
So enstanden ja auch die Schlachtkreuzer der Kongo-Klasse z.B. auf einem Britischen Entwurf und das erste Typyschiff wurde sogar noch in England gebaut.

Warum dann nicht Entwürfe für andere Schiffe von anderen Nationen wählen!?
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Gruss Micha
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