Hallo Halina, vielen Dank für Deine Antwort.
für den dieselelektrischen antrieb sorgten pro welle sechs 16 zylinder-mercedes-benz-viertakt-dieselmotore von je 2.280 PS , woraus sich eine gesamt-motorleistung von ca. 27.000 PS ergibt,also etwa 25.000 WPS . damit erreichte das schiff etwa eine höchstgeschwindigkeit von ca. 22 kn.
Es waren 6 Dieselgeneratoren für
beide Wellen, mechanische Leistung insgesamt 13680 PS. In in 2 Kraftwerken waren je 3 Dieselmotoren , die E-Antriebsmotoren für die beiden Wellen befanden sich in je einem E-Werk. Sonst wären es ja mit 12 Motoren doppelt so viele wie bei den Tendern mit dieselmechanischem Antrieb.
Darf ich fragen woher Du die Angabe mit 22 Knoten Höchstgeschwindigkeit hast? Ich meine 21 Knoten im Hinterkopf behalten zu haben, diese Angabe find ich auch in diversen Quellen im Netz, zT auch nur 20,5 kn. 22 Knoten würde ich auch höchstens bei den Schnellboottendern erwarten, wo mit 2440 PS stärkere Motoren verbaut waren und die zusätzlichen Wirkungsgradverluste von Generatoren und E-Motor entfielen.
Aber mach Dir nichts draus, im Netz finden sich widersprüchliche Angaben zu den anderen Terndernbaureihen. Einem Fehler bin ich ja selbst aufgesessen:
noch ein kleiner nachtrag. der von dir genannte tender A 61 gehörte zum bautyp der klasse 401 und hatte keinen elektro-
antrieb,sondern diesel-wellenantrieb mit ungefähr gleicher leistung wie A 65 .
Hier hatte ich mich auf
wikipedia verlassen, da ist die "Elbe" mit dieselelektrischem Antrieb aufgeführt obwohl Schnellbootgeschwadern zugehörig. An anderer Stelle werden dagegen nur die Minensuchtender (Baureihe 402) und U-Boot Tender (403) mit dieselelektrischem Antrieb aufgeführt. ZB hier:
http://www.ship-model-today.de/donau.htm. Auf einer weiteren Seite hab ich übrigens noch einen anderen Fehler zum dieselelktrischen Antrieb gefunden ("über Flüssigkeitskupplungen auf ein Sammel- und Untersetzungsgetriebe geschaltet"), ich werd den Seitenbetreiber mal anschreiben.
Zurück zu Deiner ersten Antwort:
leider habe ich keine infos über die E-motoren-netzspannung,bei einer von dir genannten
spannung von ca.500 V würden ja stromstärken bei den motoren mit einer leistung von ca. 10.000 kw 20.000 A notwendig sein. ich glaube
eher an eine spannung von ca.5000 V wie von siemens für diese leistungsklasse eingesetzt werden.
Deshalb hatte ich ja gefragt. Ich hatte Maschinenwache im E-Werk und war sonst für das allgemeine Stromnetz zuständig. Mit dem E-Antrieb hatte ich nix zu tun, die hatten auch eine eigene Schalltafel in den Fahrtständen über den Kraftwerken. Die Antriebsmotoren könnten tatsächlich von Siemens gewesen sein, wie so vieles auf dem Pott. Übrigens, es wären bei 500 V "nur" 10.000 A pro Motor. Bräuchte immer noch sehr dicke Leitungen.
Gruß zurück aus dem Ruhrgebiet