Hallo Corvus,
bis zur Magdeburg-Klasse 1912 gab es nur das Querspantsystem. Das war wohl relativ einfach zu bauen, aber die Kleinen Kreuzer besaßen bis dahin auch nur ein gewölbtes Panzerdeck (ähnlich einer Glocke) und keinen Seitenpanzer. Wegen der größeren Kaliber (15cm in GB) verlangte man ab Magdeburg einen Wasserlinien-Seitenpanzer. Dieser mußte, damit die Schiffe nicht zu groß wurden, in die Außenhaut eingearbeitet werden. Mit einem Querspantsystem wäre das Schiff zu schwer geworden und deswegen entwickelt das K-Amt (Marine-Oberbaurat Hans Bürkner) ein neues Längsspantsystem, wobei die Außenhaut selbst zum Träger der Schiffsfestigkeit wurde. Die Querfestigkeit wurde nur durch die Kollisionsschotten sichergestellt. Diese Anordnung wurde bis zur Cöln-II-Klasse durchgehalten.
Warum ausgerechnet Emden, die ja nun linienmäßig der Cöln-II-Klasse sehr ähnelte, ein Längsspant-Querbänder-System erhalten haben soll, kann ich dir nicht sagen.

Ich dachte es wäre eine modifizierte Längsspantbauweise. Es mag möglichweise mit der Schweißung (bei Breyer/Marine-Arsenal habe ich mal was von einfachen Winkel-Profilen - andere waren wegen der Ruhrbesetzung nich beschaffbar) gelesen.
Wir haben im Forum Experten, die sich wesentlich besser mit Schiffbau auskennen... Ich bin auch interessiert.
MfG
Ulli