Teddy Suhren
Kapitän zur See
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« am: 12 Februar 2011, 10:01:07 » |
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Hai Was stimmt an diesem Artikel? AwrorawikiWie ist zu verstehen das das Schiff eigentlich ein Modell ist? Vor Jahren gabs mal eine Doku im TV in der bei einem Überflug über einen Fluß (Newa?) am Ufer weit ab von St. Petersburg, die wahre Awrora als gesunkenes Wrack zu sehen war. Ist da was dran?
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Gruß Jörg
I’ve been through two wars and I know. I’ve seen cities and homes in ashes. I’ve seen thousands of men lying on the ground, their dead faces looking up at the skies. I tell you, war is Hell! (W.T.Sherman)
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t-geronimo
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« Antwort #1 am: 12 Februar 2011, 10:52:13 » |
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Irgendwie verstehe ich die Frage nicht ganz. Im Wiki-Artikel finde ich das Wort Modell nicht. Wer sagt das denn? Diese TV-Doku? Von wann war denn der Überflug in der Doku? Zeitnah oder ein historischer (also aus 1945 oder so)?
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Schöne Grüße Thorsten --
"There is every possibility that things are going to change completely."
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Suedwester
Seekadett
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« Antwort #2 am: 12 Februar 2011, 11:06:48 » |
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Im Wiki-Artikel finde ich das Wort Modell nicht. *hüstel* Die Frage in wie weit die Wiki zitierfähig ist gab es in diesem Forum doch auch schonmal, oder?  In einem "anderen" Forum wurde von einem Menschen mit Beziehungen nach St. Petersburg inhaltlich folgendes gesagt: Die originale Aurora wurde in den 20ern dorthin gesetzt, wo die heutige steht. Im WK II. wurden die Kanonen abgebaut und eingesetzt, die originale Aurora bei einem Luftangriff schwer beschädigt. Nach dem Krieg wurde das Schiff restauriert und die Kanonen durch Nachbildungen ersetzt. Nachdem der Rumpf durchrostete, wurde auch der in den 60ern ausgewechselt. Es scheint also kein kompletter Nachbau zu sein, sondern nach und nach wurde mehr oder weniger viel von dem Schiff erneuert. Deutlich besser, als wenn der Rost es komplett geholt hätte.
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t-geronimo
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« Antwort #3 am: 12 Februar 2011, 11:17:15 » |
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Wenn aber nach einem Wiki-Artikel gefragt wird, muß man ihn ja lesen und daraus zitieren.  Auch gibt es mittlerweile sehr viele sehr gute Artikel dort. Was den Bau angeht, ist der englische Wiki-Artikel noch interessanter. http://en.wikipedia.org/w...ki/Russian_cruiser_AuroraDemnach wurde das verrottete Unterwasserschiff bei der Restaurierung im finnischen Golf versenkt. Dabei stellte sich heraus, das ein Teil des Materials, inclusive Panzerplatten, original aus England stammten und somit doch nicht das ganze Schiff ein rein russischer Bau war. Stimmt das?
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Schöne Grüße Thorsten --
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Leutnant Werner
Fregattenkapitän
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« Antwort #4 am: 12 Februar 2011, 12:23:50 » |
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Dass das Schiff ein "rein russischer Bau" war, haben wohl die Kommunisten ins Spiel gebracht.
Der Kreuzer kopiert in Aussehen und Bewaffnung mehr oder weniger zeitgenössische britische Entwürfe. Da war kein russischer "Geistesblitz" am Werk.
Und wenn aus Mangel an selbst hergestelltem Material Panzerplatten aus England oder Deutschland eingeführt worden sind, ist das auch nicht ungewöhnlich. Russland befand sich in dieser Zeit in einem Flottenaufrüstungsprogramm, welches die industriellen Kapazitäten des Landes überforderten. So musste Russland komplette Neubauten ins Ausland vergeben (z.B. RETVIZAN, CESAREVICH, BAYAN, VARYAG, ASKOLD und NOVIK). Genauso, wie die eigenen Werften total ausgelastet waren, waren das auch die Hersteller für Panzerplatten und Geschütze, Putilov und Obukhov und wie sie alle hießen.
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Warjag
Oberleutnant zur See
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« Antwort #5 am: 12 Februar 2011, 22:05:19 » |
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wurde auch der in den 60ern ausgewechselt. Moin moin, genauer gesagt, in 80er. Das Projekt der Reparatur trug die symbolistische Nummer "01917" (1984-87, Zhdanov-Werft in St. Petersburg). Ja, der Rumpf wurde praktisch neu gebaut. Die Kanonen sind alle aus der richtigen Zeit (Anfang XX. Jahrhundert), teilweise frühere Landgeschütze (drei Stück), drei Stück sind vom Panzerschiff "Rostislav", wovon sind die anderen weiß ich nicht, aber ganz sicher - alle sind nicht authentische Kanonen der "Aurora".
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Schöne Grüße, Dmitrij
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Warjag
Oberleutnant zur See
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« Antwort #6 am: 12 Februar 2011, 22:06:45 » |
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inclusive Panzerplatten, original aus England soviel ich weiß - aus Frankreich...
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Schöne Grüße, Dmitrij
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Suedwester
Seekadett
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« Antwort #7 am: 13 Februar 2011, 18:37:48 » |
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Was ganz anderes: Welchen Anstrich hatte die Aurora eigentlich bei Tsushima?
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Man sollte Denken lehren, nicht Gedachtes.
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Glasisch
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« Antwort #8 am: 13 Februar 2011, 20:00:10 » |
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Was ganz anderes: Welchen Anstrich hatte die Aurora eigentlich bei Tsushima?
Hallo Südwester, einen klasischen, der damaligen Zeit entsprechend!
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Anhänge (1) nur für registrierte Mitglieder sichtbar.Awrora - Tsushima.jpg
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„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“ in der Dänemarkstrasse am 24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
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Suedwester
Seekadett
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« Antwort #9 am: 13 Februar 2011, 20:06:19 » |
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Also doch  Ich dachte mich nämlich daran zu erinnern, mal etwas über Weiß gelesen zu haben, was mich vor gut 35 Jahren beim Zusammenbau meines ersten Schiffsmodells in eine tiefe Sinnkrise gestürzt hatte und damit dann in einem unbemalten Schiffsmodell endete 
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Man sollte Denken lehren, nicht Gedachtes.
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Karsten
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« Antwort #10 am: 13 Februar 2011, 20:19:55 » |
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Aurora im Herbst 2008:
Teil 1
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Anhänge (6) nur für registrierte Mitglieder sichtbar.IMGP0321.JPG IMGP0322.JPG IMGP0323.JPG IMGP0324.JPG IMGP0325.JPG IMGP0326.JPG
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Karsten
Fregattenkapitän
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« Antwort #11 am: 13 Februar 2011, 20:20:35 » |
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Teil 2
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Anhänge (3) nur für registrierte Mitglieder sichtbar.IMGP0327.JPG IMGP0328.JPG IMGP0329.JPG
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« Letzte Änderung: 13 Februar 2011, 20:58:37 von Karsten »
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olpe
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« Antwort #12 am: 13 Februar 2011, 21:29:28 » |
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inclusive Panzerplatten, original aus England soviel ich weiß - aus Frankreich... Hallo, in der Tat, nach der Bescheibung im Buch "KREYSER AVRORA" (russ., im Internet als rar-Datei erhältlich, entpackt eine *.djvu-Datei) von L.L. Polenov, Leningrad 1987, Verlag Sudostroenie, wird auf Seite 34 dargelegt, dass für die Decks- und Seitenpanzerung die von den Projektanten gewünschten Stahlplatten mit der geforderten Stahlqualität in Russland nicht verfügbar waren. So nahm man Kontakt zur französischen Firma "Chatillon-Komantri" (... Anm.: aus dem Russischen nach bestem Wissen  re-transliteriert ...) auf und kam auch ins Geschäft ... Dass das Schiff ein "rein russischer Bau" war, haben wohl die Kommunisten ins Spiel gebracht. Der Kreuzer kopiert in Aussehen und Bewaffnung mehr oder weniger zeitgenössische britische Entwürfe. Da war kein russischer "Geistesblitz" am Werk. Im gleichen Buch auf den Seiten 24/25 erfolgt der Hinweis darauf, dass in die verschiendenen Varianten des Entwurfes der Kreuzerserie Elemente des britischen Kreuzers "TALBOT" und des französischen Kreuzers "D'ENTRECASTEAUX" einflossen. Vom letzteren Schiff existierten in Russland die entsprechenden Spezifikationen, die der Chef der Schiffbaubehörde der Baltischen Flotte, K.K. Ratnik, aus Frankreich erhielt. Grüsse OLPE
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olpe
Kapitänleutnant
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« Antwort #13 am: 13 Februar 2011, 21:40:50 » |
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Aurora im Herbst 2008:
... Danke @Karsten für die schönen Bilder ... ich weilte auf dem Kreuzer 2001 und habe dort mit einer Gruppe von Mitstreitern aus Old Germany eine Führung mitmachen können (... wir flogen danach weiter nach Murmansk zur Übergabe einer Spende an die Hinterbliebenen der "KURSK" ... ). Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keinen digitalen Fotoapparat, so dass meine Bilder der "AVRORA" eher bescheiden ausfielen ... Grüsse OLPE
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kalli
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Name: Karl-Heinz Jockel Ort: Wandlitz
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« Antwort #14 am: 15 Februar 2011, 09:40:58 » |
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in diesem Zusammenhang ist nachfolgendes Buch vielleicht interessant:
"Deutsch-Russischer Schiffbau vor 1914. Zusammenarbeit und Technologieaustausch." Dissertation von Harald Pinl
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