Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Artillerie-Tests der "Rostislaw" 1908  (Gelesen 398 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Spee
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« am: 17 Februar 2011, 11:39:58 »

Servus,

eine ziemlich spezielle Frage und wohl nur von den russischen Freunden hier zu beantworten.
1908 führte das Linienschiff "Rostislaw" eine Reihe von Artillerie-Tests aus, teilweise auf eine Entfernung von 13-16.000m. Testleiter war der nicht unbekannte Alexej Krylow.
Was waren die Ergebnisse dieser Testreihen und wie wirkten sich diese auf die weitere Entwicklung der russische Schiffsartillerie aus?
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Servus

Thomas

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kalli
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« Antwort #1 am: 17 Februar 2011, 12:31:16 »

Hast Post smiley
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kalli
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« Antwort #2 am: 17 Februar 2011, 16:29:37 »

Siehe Gangut Nr. 56/2010, Seite 57 ff.

Im Artikel von L.A. Kusnetzow " Die Projekte der Umbewaffnung der Schwarzmeer-Panzerschiffe" wird auch die Arbeit von Krylow beschrieben. Wenn Du möchtest, kann ich ihn Dir schicken.
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Spee
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Name: Thomas Frömrich

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Garstiger Piratenpascha



« Antwort #3 am: 17 Februar 2011, 16:55:33 »

Den nehme ich natürlich sehr gern!
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Servus

Thomas

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Sir Shenton Thomas
olpe
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« Antwort #4 am: 17 Februar 2011, 22:39:16 »

Hallo,
eine kleine Ergänzung. Die russische Marine war mit den Leistungen der 254mm/L45-Kanonen, die auch auf der „ROSTISLAV“ aufgebaut waren, nicht so recht zufrieden. Bei diesen, in leichter Bauweise gefertigten Geschützen und Geschütztürmen, ist die die Pulverladung vorsorglich begrenzt worden, um Beschädigungen zu vermeiden. Dieses führte zu einer Verringerung der Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses und damit zu einer Reduzierung der maximalen Schussweite.
Nach der Niederlage im russisch-japanischen Krieg wurden Maßnahmen durchgeführt, um die Kampfkraft der verbliebenen russischen Schiffe zu erhöhen. Hierzu gehörten u.a. die maßgebliche Verringerung des Überlastdeplacemets (1946t alleine bei der „ROSTISLAV“ und der damit verbundenen Vergrößerung des Tiefganges gegenüber dem Entwurf von 0,94 m).
Der Rückstand der russischen Marine in Sachen Artilleriefeuer trat durch den Krieg deutlich hervor. Um diesen Zustand zu ändern, wurde am 01.10.1907 in der Schwarzmeerflotte der ‚Gesonderte Praxisverband‘ gebildet (später das Praxisgeschwader [Eskadra]) unter der Flagge von Konteradmiral G.F. Zyvinskiy, angeführt von der „ROSTISLAV“. Geübt wurde das Distanzfeuern, wobei Reichweiten von über 100 kbl erreicht wurden (über 18500m). Alleine die „ROSTISLAV“ feuerte 330 Granaten auf die Scheibe. Die anderen Einheiten des Geschwaders, die „PANTELEYMON“, die TRI SVYATITEL’YA“ und die „SINOP“ schossen ähnliche Mengen. Mit den Schießergebnissen wurden neue Schießtabellen erstellt und eine Prü-fung auf Zuverlässigkeit der neuen Visiere und Entfernungsmesser durchgeführt. Des weiteren sind Taktiken des Gruppenschießens mehrerer Schiffe auf Einzelziele erarbeitet worden. Unabhängig davon wurde auch ein Besuch am 20.07.1908 im türkischen Sinop durchgeführt.
Im Oktober 1907 sind alle Geschwader-Panzerschiffe der russischen Flotte, die eigentlich veraltet waren, in Linienschiffe umklassifiziert worden.
Im Jahr 1908 wurde die „ROSTI’SLAV“ zusammen mit der "PANTELEYMON“, der "TRI SVYATITEL’YA“ und dem Kreuzer „PAMYAT MERKURIYA“ sowie mehreren kleineren Einheiten in die neu formierte aktive Flotte übernommen. Die intensiven Artillerieübungen sowie Training der Fahrmanöver wurden fortgesetzt.
Anmerkung: inwieweit technische Verbesserungen an den 254mm-Kanonen erfolgt sind, geht aus meinen Unterlagen leider nicht hervor … hier freue ich mich auch über Rechercheergebnisse …  smiley
Grüsse
OLPE
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