Forum Marinearchiv
24 Mai 2012, 02:44:35 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
logo
Meldung: Das FMA-Team wünscht allen Besuchern und Mitgliedern viel Spaß beim Lesen und Schreiben. Smiley
 
   Übersicht   Hilfe Suche Chat Kalender Galerie Karte Login Registrieren Mitarbeiter Portal  
Seiten: << Erste 1 [2]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: USCGC EAGLE wird 75  (Gelesen 2066 mal)
0 Mitglieder und 3 Gäste betrachten dieses Thema.
Urs Hessling
Boardinventar
*
Offline Offline


Beiträge: 3669

Alter: 59

Ort: Hannover

Niedersachsen

Always look on the bright side of Life



« Antwort #15 am: 07 März 2011, 11:04:26 »

moin,

Aber immer noch besser Wundschmerz als tot....

also das ist ja wohl kein ernstgemeintes Argument ... die falsche "kurze" Kleidung und die Gurte gehören doch nicht zusammen.


Ganz einfach : Wenn die Gurte auch beim Auf und Niederentern benutzt werden, wird keiner runterfallen.

wie denn bitte ? ... Einhaken von Wantsprosse zu Wantsprosse ?  Diese nicht praktikable "Alternative" gäbe es auch auf der GF

Gruß, Urs
Gespeichert

"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
Ulrich Rudofsky
Boardinventar
*
Offline Offline


Beiträge: 3205

Alter: 77

United States

DONT GIVE UP THE SHIP



WWW
« Antwort #16 am: 07 März 2011, 13:44:31 »

Diesem Artikel nach wird auf der EAGLE nur eingehakt wenn an seinem Platz an der Rahe ankommt......die meisten akrobatischen Bewegugen sind: " one hand for yourself, one hand for the ship/ eine Hand für Dich, eine Hand für’s Schiff" und im schlimmsten  Seltenfall ein schnelles "look Ma, no hands/schau her Mutti, Hände frei".

Aber die am Deck arbeiten,  sind auch einer gewissen Todesgefahr ausgesetzt.  Ein Offiziersanwärter auf der EAGLE wurde von einem Stück, das hoch von oben aus der Takelage fiel, erschlagen.

 http://www.oceannavigator...agle-sailor-dies-fall-rig
Gespeichert

Ulrich Rudofsky
Reiner
Fähnrich
*
Offline Offline


Beiträge: 281

Deutschland


« Antwort #17 am: 08 März 2011, 15:18:08 »

@Urs Hessling

Ich glaube, wir reden ein bisschen aneinander vorbei. wink
Meiner Ansicht nach dürfte niemand in die Wanten, der nicht entsprechend gegen einen Absturz gesichert ist. Vielleicht ist diese Meinung etwas naiv (ich war beim Heer, nicht bei der Marine) aber es muß doch möglich sein, den Gurt auch beim Auf- und Niederentern einzuhaken. Daß dieses Vorgehen nicht besonders praktikabel und zeitaufwendig ist bestreite ich garnicht aber geht nicht Sicherheit vor Geschwindigkeit??
Ich kenne das ganze wie gesagt nur vom Klettersteigggehen und da ist das dauernde Ein- und Aushaken auch sehr mühsam und zeitaufwendig aber doch immer noch besser als abstürzen oder sehe ich das falsch??
Die Beispiele auf dem Bild die Du gebracht hast sind natürlich nicht ok aber ich finde gegenüber einer nicht vorhandenen (oder vorhandenen aber nicht benutzten) Absturzsicherung nicht gaaanz so wichtig.

Gruß
Reiner
Gespeichert
Ulrich Rudofsky
Boardinventar
*
Offline Offline


Beiträge: 3205

Alter: 77

United States

DONT GIVE UP THE SHIP



WWW
« Antwort #18 am: 08 März 2011, 17:00:22 »

Zitat
Sicherheit vor Geschwindigkeit
 

Manchmal ist das wahrscheinlich nicht so leicht einzuschätzen.  Aber Dutzende von langsamen Ein- und Aushaken der gesamten Crew an den Webleinen der Wanten auf einem fahrenden Segelschiff  ist für mich ein unvorstellbar unsicheres Manöver.  Felsenklettern ist kein Vergleich, denn der Berg bewegt sich nicht.
Gespeichert

Ulrich Rudofsky
ufo
Board Moderator
*
Offline Offline


Beiträge: 1277

Alter: 44

Name: Jens Uwe Sutter

Ort: Rhu, Scotland

Scotland


« Antwort #19 am: 08 März 2011, 17:04:43 »

Ich muss gestehen ich fand den Beitrag von Urs ausgesprochen interessant, weil er eben auch deutlich macht, dass verschiedene Marinen Sicherheitsrisiken verschieden auslegen. Ich denke jemand, der sich in dreissig Metern Hoehe den Unterschenkel an einem gebrochenen Draht aufratscht, laesst eben gegebenenfalls auch einfach im falschen Augenblick los. Das scheint bei der Deutschen Marine als bedenklich eingetuft zu werden, das scheint die US Coastguard aber ok zu finden. Ich kann Urs Einschaetzung nachvollziehen, dass es da nicht nur um Schrammen sondern eben um Konzentration geht und die ist gegebenenfalls lebenswichtig.

Zu den Klettersicherungen: Soweit ich weiss sind bei fast allen Windjammern und vergleichbaren Schiffen Sicherheitsgeschirre wie in den Photos oben ueblich um zum Einen das uberhaengende Klettern auf die Salings zu sichern und um das Arbeiten auf den Rahen zu sichern. Und schliesslich kann sich natuerlich jeder, dem beim Aufentern die Muffe geht rasch in den Wanten einklinken. All dies wird, soweit ich die Debatte in den Medien verfolgt habe, auch auf Gorch Fock durchaus so praktiziert. 

Aber ich weiss von keinem Schiff, das Sicherungsgeschirre fuer das Aufentern hat. Ich fuerchte das ist einfach nicht praktikabel. Man koennte natuerlich Leinen frei auf den Wanten laufen haben an die Sicherungen mit Rutschbremsen angeschlagen werden. Wenn ich das richtig verstehe gibt es im Alpinen Klettern Sicherungen, die ab einer gewissen Gleitgeschwindigkeit am Seil verzoegern und schliesslich bremsen. Aber ich denke die gibt es nicht in Seewasserbestaendig. Und eine Sicherung, die im falschen Augenblick klemmt,  ist denke ich entschieden lebensgefaehrlicher als frei klettern. Auch wuerden zusaetzliche frei Sicherungsleinen, die aussen auf den Wanten herumschlackern wuerden sicher eher ein zusaetzliches Risiko darstellen. Schliesslich lassen sich Rutschbremsen glaube ich nicht rasch anschlagen und loesen. Ich denke ein 'stueckweise' Aufentern mit umhaken stellt ein erhebliches Verletzungsrisiko dar, wenn sich Besatzungsmitglieder beim aufentern buchstaeblich verhakeln.

Ich kenne kein Segelschiff, wo das Aufentern gesichert verlaeuft. Ich glaube das ist nicht praktikabel.

Mir scheint die Sicherheitsbestimmungen auf USCG Eagle und Gorch Fock sind praktisch identisch wobei die Deutschen offenbar was sichere Kleidung betrifft eher noch pingeliger sind. Ich muss gestehen bei allem Medienrummel scheint mir die Gorch Fock im Internationalen Vergleich recht anstaendig darzustehen; zumindest was die technischen Sicherungen betrifft.
Inwieweit Arbeitsablaeufe und die Geschwindigkeit der Ausbildung ueberdacht werden muessen, das muss jetzt die Marine ergruenden.

Ufo
Gespeichert
Urs Hessling
Boardinventar
*
Offline Offline


Beiträge: 3669

Alter: 59

Ort: Hannover

Niedersachsen

Always look on the bright side of Life



« Antwort #20 am: 09 März 2011, 18:30:30 »

moin, Reiner,

... aber es muß doch möglich sein, den Gurt auch beim Auf- und Niederentern einzuhaken. Daß dieses Vorgehen nicht besonders praktikabel und zeitaufwendig ist bestreite ich garnicht, aber geht nicht Sicherheit vor Geschwindigkeit??
Ich kenne das ganze wie gesagt nur vom Klettersteigggehen und da ist das dauernde Ein- und Aushaken auch sehr mühsam und zeitaufwendig aber doch immer noch besser als abstürzen oder sehe ich das falsch??

Verstehe mich bitte nicht falsch, ich will nicht "argumentativ zurückschlagen", aber ich habe meine Zweifel über die höhere Sicherheit beim Klettern: wenn ich mich so an in den letzten Jahren gelesene, gehörte und gesehene Berichte erinnere, stürzen mehr Menschen beim Felsenklettern ab als auf Segelschiffen ... wenn Du recht hättest, dürfte das eigentlich nicht passieren ...

Selbstverständlich geht Sicherheit vor Geschwindigkeit bei allen Manövern, aber dieses Klischee hilft hier nicht weiter. Ulrich und ufo haben richtig verdeutlicht, daß es ein laufendes "Umhaken" beim Aufentern von bis zu 50 Mann auf einem Want auf keinem Segelschiff der Welt gibt - warum ?
Meiner Meinung nach gibt es zumindest 2 Antworten:
(1) ein solches Vorgehen erzeugt selbst neue Absturzgefahren, mehr als bei einem zügigen Auf- und Abentern (auch hier @Ulrich und @ufo)
(2) bisher nicht erwähnt: die Sicherheit des Gesamtsystems "Segelschiff" erfordert zügige Manöver, z.B. bei Segelbergen bei Wetterverschlechterung. Wenn dies statt 20-30 Minuten aufgrund des verlangsamten "gesicherten" Aufenterns 2-3 Stunden dauerte, entstünden auch hier neue Gefahren für Besatzung und Schiff.

Alle anderen Argumente (mehr Berücksichtigung zunehmender körperlicher Schwäche (wenn´s wirklich zutrifft) und mehr) wurden im Forum schon an anderer Stelle behandelt.

mit einem herzlichen Gruß vom Wanten- an den Felsenkletterer, Urs
Gespeichert

"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
Ulrich Rudofsky
Boardinventar
*
Offline Offline


Beiträge: 3205

Alter: 77

United States

DONT GIVE UP THE SHIP



WWW
« Antwort #21 am: 20 März 2011, 18:25:26 »

USCGC EAGLE hat ihre Jubiläumsfahrt nach Hamburg begonnen und lief in Philadelphia auf kurzen Besuch ein, am Weg nach Waterford, Irland.  http://www.oldsaltblog.co...tBlog+%28Old+Salt+Blog%29

Es wäre fabelhaft, wenn die EAGLE und GORCH FOCK zusammen in Hamburg einfahren würden! 

Ein Ehemaliger von der HORST WESSEL, Horst Boettge war auch beim Empfang dabei  http://www.docstoc.com/docs/45454783/Horst-Boettge

Emil Babish, USCG ret., war bei der ersten Fahrt mit der deutschen-amerikanischen Crew dabei http://m.philly.com/phill...tmL&full=true#display 
Gespeichert

Ulrich Rudofsky
Seiten: << Erste 1 [2]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.4 | SMF © 2001-2006, Lewis Media