Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Kl. Anfrage zur SMS Bayern (1916)  (Gelesen 1679 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
OWZ
Kapitänleutnant
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« am: 05 März 2011, 14:13:08 »

 Hallo,
 
weiß jemand etwas über "bunte" Schornsteine beim Großlinienschiff "Bayern", insbes. in der Form vor Umbau?

Grüße

OWZ
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OWZ
Kapitänleutnant
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Ort: Pinneberg

Schleswig-Holstein


« Antwort #1 am: 06 März 2011, 16:37:37 »

 Hier erscheinen die Schornsteine farblich abgesetzt  Pfeil
http://www.navweaps.com/W...13_Bayern_profile_pic.jpg

Welche Farbe(n) könnte man vermuten?
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Marinemaler
Obermaat
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« Antwort #2 am: 08 März 2011, 23:57:41 »

Rot
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OWZ
Kapitänleutnant
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Ort: Pinneberg

Schleswig-Holstein


« Antwort #3 am: 09 März 2011, 00:49:27 »

 Thank u, muss sehr schrill ausgesehen haben ... (zur optischen Auflockerung bei einem Modell dann doch lieber die beiden weißen Flugerkennungsringe auf Bruno und Caesar.)
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Leipzig
Bootsmann
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« Antwort #4 am: 09 März 2011, 11:13:24 »

Ich glaube nicht, dass beide Schornsteine der "Bayern" auf den Foto rot waren. Während des Krieges wurden zwar Schornsteine anfangs gelb und später rot gestrichen, und zwar als Erkennungszeichen. Das betraf aber immer nur den hinteren Schornstein, nicht beide, und erfolgte immer nur für einzelne Unternehmen (Vorstöße). Dabei wurde sehr auf Geheimhaltung geachtet, die Schornsteine durften erst farbig gestrichen werden, wenn die Schiffe außer Sichtweite des Landes waren, und wurden bei Rückkehr entsprechend rechtzeitig wieder grau übergestrichen. Selbst bei so schwer beschädigten Schiffen wie "Seydlitz" und "Derfflinger" wurde das nach der Skagerrakschlacht beachtet.

Die "Bayern" ist auf dem Foto dagegen offenbar bei einer Meilenfahrt (Flagge "M"), da gab es für eine solche Kennzeichnung keinen Anlass.

Dass die nicht ummantelten oberen Teile der Schornsteine dunkler waren als die ummantelten unteren, ist bei anderen Schiffen auch schon auf Fotos aus der Friedenszeit zu sehen. Ich gehe davon aus, dass sich die graue Anstrichsfarbe im nicht ummantelten Bereich durch die größere Hitze verändert hat und dunkler geworden ist.

Viele Grüße
Leipzig
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Großer Kreuzer
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« Antwort #5 am: 12 März 2011, 21:44:20 »

Hallo OWZ,

kann es sein, dass Dein Foto BAYERN auf Werftprobefahrt zeigt ? Man beachte das über das Heck herausragende Stag (nicht der Flaggenstock) und die große Wellenentwicklung, das eigentlich wohl anzeigt, dass BAYERN sich in dem Zustand auch auf Meilenfahrt befindet/befand/befinden könnte ? Was ich allerdings vermisse ist, dass am Bug das üblicherweise ebenfalls befindliche Stag für mich nicht erkennbar ist. Auch fehlen noch Flaggen an der Gösch und am Heck, was auch darauf hindeuten könnte, dass BAYERN sowieso noch garnicht in Dienst gestellt ist.
Ich würde mich LEIPZIG anschließen und vermuten, dass (zunächst vielleicht auch als Erkennungssignal wegen Werftprobefahrt) das Schornsteinoberteil erst bei/vor Ablieferung seine hellgraue Farbe bekam ? Weiß Bilsch mehr ?
Vermutungen, Vermutungen........Fakten ?
Gruß

Großer Kreuzer  Matrose gruesst
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halina
Fähnrich
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« Antwort #6 am: 04 Januar 2012, 22:46:02 »

hallo grosser kreuzer,deine vermutung ist richtig.das grosslinienschiff BAYERN war noch in der erprobungsphase in meilenfahrt,so dass der
schornsteinanstrich noch nicht erfolgte.nach der indienststellung am 18.3.1916 und der verlegung nach wilhelmshaven war die schornstein-
farbe im üblichen marine-grau.  es sei noch anzumerken dass die BAYERN und die BADEN die einzigen schiffe waren in der kaiserlichen
marine die mit acht 38cm-schnellfeuerkanonen ausgerüstet waren.beide schiffe waren nicht bei der skagerak-schlacht im einsatz.

                                                                              mit freundlichem gruss  halina
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im leben fängt man dann und wann auch wieder mal von vorne an
delcyros
Oberleutnant zur See
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« Antwort #7 am: 06 Januar 2012, 22:35:36 »

Der Frabanstrich der Schornsteine war ein ID Merkmal, dass bei entsprechenden Operationen unterschiedlich nach Tagesbefehl aufgebracht wurde. Bei der Skagerack Schlacht wurde der hintere Schornstein uniform rot gestrichen, und ist deswegen natürlich auch bei Modellbauern in dieser Form beliebt.
Historisch korrekt ist das nicht, das sich SMS BAYERN seinerzeit noch im Erprobungsverhältnis befand und nur bei einer möglichen Tagschlacht vor Horns Riff als mögliche Reserve dazugestoßen wäre.
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Garf
Maat
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« Antwort #8 am: 11 Januar 2012, 10:03:36 »

S.M.S. Bayern war bei Schießübungen in der Kieler Bucht am 31.5.
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Hastei
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« Antwort #9 am: 11 Januar 2012, 13:00:21 »

hallo,
ich muß ja schmunzeln, wenn ich lese, das aus Geheimhaltungsgründen  der Schornstein erst außer Landsicht pepönt wurde und anschließend auf der Rückfahr wieder.  Die Briten konnten unseren Funk abhören, und entschlüsseln und wir machten uns da so eine Arbeit.  ( Genau - wir wussten das ja nicht )                    Dann noch was , oft fuhren die ja nachts raus,oder kamen im Dunkeln zurücK. Es gab Regen ,Schnee und Nebel.  Wie sollen denn da die Soldaten an den Schornstein klettern und streichen ?  Hat schon einer von Euch bei Regen draußen gestrichen ? Und dann im Dunklen ? Und dann noch so eine große Fläche wie ein Schornstein.  Also - mir kommt das nicht realistisch vor. Vielleich mal im Sommer am Anfang des Krieges. Ich lasse mich aber gerne belehren.

Es grüßt der Hastei

ps: ich bezweifele nicht das bunt Streichen der Schlote . Habe das auch schon gelesen bei Torpedobooten  - gelbe Schlote - und nicht geglaubt ! Dann kam aber Internet und da ließt man ja so manches.
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