Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Joint Task Force Odyssey Dawn - Libyen  (Gelesen 4696 mal)
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mhorgran
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Name: Stefan Westermann

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« Antwort #45 am: 05 April 2011, 22:48:00 »

Hallo Ralf
Bist du angefressen weil die Aussichten (zb.) der Libyer auf "Demokratie" wenig rosig sind?
Meinst du denn tatsächlich das ich ihnen (den Bevölkerungen in Libyen, in Saudi Arabien, Irak, Afghanistan, Iran, Palästina ...) nicht mehr Freiheit, Menschenrechte und Demokratie wünschen würde? Wenn diese Interpretation zutrifft muß ich dir sagen das du dich irrst. Ich wünsche ihnen Freiheit, ich wünsche ihnen Demokratie etc.. Leider steht diesem Wunsch - mindestens - eine sehr mächtige Sache entgegen, nicht etwa die vielleicht nicht gänzlich ausgereiften Vorstellungen über Demokratie bei den dortigen Menschen, dies ist alles lernbar. Was dem hauptsächlich entgegensteht, und das ist leider Fakt, sind die Interessen mächtiger westlicher Staaten bzw. Konzerne. Das die regionalen Machthaber dem auch entgegenstehen ist sicherlich richtig, allerdings könnten sie ohne Unterstützung (Waffenlieferungen - zb. Deutschland ist heutzutage der drittgrößte Waffenproduzent) von außerhalb ihre Macht nicht stabilisieren. Siehe Mubarak, siehe Israel und und und.

Du schreibst, ich würde gleich versuchen zu beweisen das wir (bzw. du) "nicht frei bist". Vielleicht sollten wir erstmal klären was jeder unter "Freiheit" und "Demokratie" versteht. Du schreibst du würdest dich frei fühlen, ok. Wird sich ein Hartz-IV-Empfänger durch die Arge etc. drangsaliert wird (muß ich diese Tatsache auch belegen?) auch frei fühlen? Aber sicherlich ist er "noch" freier als irgendein Ägypter, Iraker oder Iraner (mal die dortigen "Eliten" ausgenommen).

Und, nein, irgendwelchen GI´s, Rotarmisten oder Tommy bin ich nicht "dankbar". Wofür denn auch, das die deutsche westdeutsche Bevölkerung das zufällige Glück hatte in einem äußerst wichtigem geostrategischen Raum zu leben hat mit der Befreiung vom NS-Regime nichts zu tun. Andere Völker wurden von der USA nicht mit ihrer Form der Demokratie beglückt, weil deren Interessen dort andersgeartet und relativ stabil waren. Stattdessen empfinde ich Mitgefühl mit ihnen (GI...) denn sie mußten wie alle Soldaten (bewußt oder unbewußt) ihre Haut für die machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen ihrer Länder "zu Markte" tragen.

Du irrst dich allerdings wenn du schreibst das Gaddafi (gilt ebenso für die Clanführer) den kleinen Mann ... aussaugte oder nach gutdünken umbrachte. Tatsächlich hat Gaddafi einen Großteil der Öleinnahmen der Entwicklung der libyischen Infrastuktur und dem libyischen Volk zufließen lassen und damit unterscheidet er sich vollkommen zb von Reza Schah Pahlavi oder Mubarak .

Zitat
Ich denke, ganz so einfach geht es bei uns nicht, auch wenn Du sicher gleich wieder Bespiele aus dem Hut zaubern wirst, die das Gegenteil beweisen...
Ich "zaubere" also etwas aus dem Hut? Na dann.

Zitat
Weißt Du eigentlich, wie egal mir das als Libyer wäre, wenn es Veränderungen geben sollte nach diesem Gemetzel, wer das gemacht hat? Wenn ich danach nur einmal freier atmen könnte?? Es wäre mir so egal, ob ich dann nachher mit den Europäern weiter Handel treiben müsste, wenn ich nur mal ohne Geschmiere eines Beamten mein Auto zulassen könnte, oder meine Tochter auf eine ordentliche Schule bringen könnte? Oder meine Tee dort kaufen könnte wo ich wöllte und mit meinen Moslemkumpels in einer Kneipe auch mal Fußball gucken könnte? Oder was eben so ein Libyer so den ganzen Tag nach getaner Arbeit macht…
Du hast recht. Es wäre ihnen egal, wenn die Situation besser werden würde. Du bist der Ansicht (Hoffnung) das dies eintreten wird - Ok. Ich bin gegenteiliger Ansicht und habe diese mit geschichtlichen Erfahrungswerten untermauert.

Zitat
Unsere Konsum und Geld verpestete Gesellschaft ist sicher nicht das Beste, was man sich vorstellen kann. Aber ich kann Dir schreiben, dass ich nicht Deiner Meinung bin. Ich kann Westerwelle schreiben, dass er man lieber das Weite suchen sollte und ich kann schreiben, dass ich Atomkraft ziemlich dämlich finde und eine Verlängerung der Laufzeiten für mich nicht in Frage kommt. Aber wen interessiert das denn? Niemanden… Naja, vielleicht meine Frau und vielleicht noch meine Kinder… Noch… Oder vielleicht der eine oder Bekannte oder Freund, mit dem man aus gegebenen Anlass die Sache aufgreift und diskutiert. Ansonsten ist mir das doch egal, bei uns kommt der Strom ja aus der Steckdose, oder?
Naja, vielleicht wäre es "besser", vielleicht könnte man das dann tatsächlich auch als größere demokratische und freiheitliche Strukturen nennen wenn diese Äußerungen sich in tatsächliche Politik umsetzen würde. Fakt ist hier leider das zb. die Masse der Bevölkerung (auch schon vor Japan) gegen Atomkraft waren - an die Laufzeitverlängerung wirst du dich noch erinnern? Wobei wir wieder beim Anfang wäre. Was sind demokratische Strukturen.
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Grüße
Stefan
Ralf
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NavyField: Man trifft sich!


« Antwort #46 am: 06 April 2011, 14:15:50 »

Zitat
Bist du angefressen weil die Aussichten (zb.) der Libyer auf "Demokratie" wenig rosig sind?
Meinst du denn tatsächlich das ich ihnen (den Bevölkerungen in Libyen, in Saudi Arabien, Irak, Afghanistan, Iran, Palästina ...) nicht mehr Freiheit, Menschenrechte und Demokratie wünschen würde? Wenn diese Interpretation zutrifft muß ich dir sagen das du dich irrst.

Ja galube ich, aber ich habe keine Argumente. Ich hoffe, dass die da weiter kommen... Ich hoffe, dass sich etwas für den kleinen Mann ändert...

Zitat
Wird sich ein Hartz-IV-Empfänger durch die Arge etc. drangsaliert wird (muß ich diese Tatsache auch belegen?) auch frei fühlen? Aber sicherlich ist er "noch" freier als irgendein Ägypter, Iraker oder Iraner (mal die dortigen "Eliten" ausgenommen).

Ich weiß zwar nicht was Hartz-IV mit Libyen zu tu hat, aber ja ich denke auch der Arbeitslose in D hat es besser als der in den Ländern. Passt aber so gar nicht hier rein. Ich fühle mich trotzdem frei. Ich habe eine Wahl...

Zitat
Und, nein, irgendwelchen GI´s, Rotarmisten oder Tommy bin ich nicht "dankbar". Wofür denn auch, das die deutsche westdeutsche Bevölkerung das zufällige Glück hatte in einem äußerst wichtigem geostrategischen Raum zu leben hat mit der Befreiung vom NS-Regime nichts zu tun. Andere Völker wurden von der USA nicht mit ihrer Form der Demokratie beglückt, weil deren Interessen dort andersgeartet und relativ stabil waren. Stattdessen empfinde ich Mitgefühl mit ihnen (GI...) denn sie mußten wie alle Soldaten (bewußt oder unbewußt) ihre Haut für die machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen ihrer Länder "zu Markte" tragen.

Diese Soldaten haben uns vom NS-Regime befreit, sind dafür gestorben und warum ist doch vollkommen egal! Ich bin denen Dank schuldig! Das empfinde ich so…
Was wäre denn für mich die Alternative gewesen? Und wie ich von Beginn an geschrieben habe, schreibe ich aus meiner Sicht als Ralf, Otto Normalverbraucher. Ich trenne das… Länder haben Seelen und Doktrinen, ich habe Gedankengänge. Ich bin mit viele der Dinge, die in D passieren nicht einverstanden, versuche dem mit meinem Kreuz auf dem Stimmzettel entgegen zu wirken…

Zitat
Du irrst dich allerdings wenn du schreibst das Gaddafi (gilt ebenso für die Clanführer) den kleinen Mann ... aussaugte oder nach gutdünken umbrachte. Tatsächlich hat Gaddafi einen Großteil der Öleinnahmen der Entwicklung der libyischen Infrastuktur und dem libyischen Volk zufließen lassen und damit unterscheidet er sich vollkommen zb von Reza Schah Pahlavi oder Mubarak.
Na dann ist ja alles Bestens. Ich weiß halt nicht so viel wie Du, um dies zu beurteilen. Aber ich denke, aus meiner naiven Sicht anders. Habe keine Argumente, habe nur Mitgefühl für das arme Schwein, welches sich im Machtkampf „der Götter“ befindet…

Zitat
Ich "zaubere" also etwas aus dem Hut? Na dann.
Dann was?

Zitat
Du hast recht. Es wäre ihnen egal, wenn die Situation besser werden würde. Du bist der Ansicht (Hoffnung) das dies eintreten wird - Ok. Ich bin gegenteiliger Ansicht und habe diese mit geschichtlichen Erfahrungswerten untermauert.

Stimmt und ich kann nichts untermauern... Aber ich wiederhole mich...

Zitat
Naja, vielleicht wäre es "besser", vielleicht könnte man das dann tatsächlich auch als größere demokratische und freiheitliche Strukturen nennen wenn diese Äußerungen sich in tatsächliche Politik umsetzen würde. Fakt ist hier leider das zb. die Masse der Bevölkerung (auch schon vor Japan) gegen Atomkraft waren - an die Laufzeitverlängerung wirst du dich noch erinnern? Wobei wir wieder beim Anfang wäre. Was sind demokratische Strukturen.
Oh, wir sind uns einig... Tja, was sind demokratische Strukturen? Abendfüllendes Thema, oder? Wir haben Parteien, wir haben wahlen, wir haben dann Regierungen, die dann hoffentlich das machen, was die, die sie wählen auch wollen... Mist, Atomkraft da eben nicht...
Stefan, was willst Du von mir? Mir erzählen, dass ich keine Ahnung von Weltpolitik habe? Das weß ich schon und ganz so naiv, wie ich es hier schreibe, bin ja dann doch nicht... Soll ich verkünden "I have a dream?" Wäre doof, ein Plagiat, naja ist ja modern geworden...

Ich finde es schranzig, unsere Freiheit gleich mit Hartz IV zu zerfetzen, ich finde es krass, Gedanken, die ich den normalen Leuten in den Ländern gönne mit weltpolitischen Fachsimplen hinfort zu wischen. Vielleicht bin ich deswegen angefressen. Aber ich habe auch andere Threads hier gelesen, die mich beeinflusst haben. Egal...
Ich hoffe, dass die Dinge, die sich der normale Mann in den besprochenen Ländern wünscht, ändern. Und ich bin nicht so naiv zu glauben, dass die das dann a la Deutschland in einer Dekade hinbekommen. Aber die schauen ins Netz. Ich habe zwar keine Ahnung, was die sehen dürfen, und was man sie sehen lässt, aber ich denke, dass diese Revolutionswelle in der Islamischen Welt nicht mehr aufzuhalten ist. Es wird Reformen geben und wird definitiv Veränderungen geben. Warum? Ups, habe keinen Link, aber ich habe den Glauben (nichts Handfestes) und die Erkenntnis aus ein paar Geschichtsbüchern, dass Revolutionen sich nicht aufhalten lassen.
Über kurz oder lang, wird es den Ländern besser gehen, Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Und solange die Menschen hinter eine Mauer über ein Meer hinweg schauen können und sehen können, dass andere es anders machen, es besser haben, werden Begehrlichkeiten geweckt, werden revolutionäre Gedanken entstehen.

Vielleicht zeigt es sich, dass Gadaffi dann von der CIA in Zusammenarbeit mit Al Kaida gestürtz wurde, damit diese beiden Organisationen endlich einen Austragungsort für ihren bescheuerten Krieg haben. Ich habe keine Ahnung.
Letztendlich ändert es nichts an meinem Mitgefühl für die Normalsterblichen in diesen Ländern. Ich hoffe für sie, dass es besser wird…
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Ralf
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« Antwort #47 am: 06 April 2011, 15:58:42 »

Zitat
Ich weiß zwar nicht was Hartz-IV mit Libyen zu tu hat, aber ja ich denke auch der Arbeitslose in D hat es besser als der in den Ländern. Passt aber so gar nicht hier rein. Ich fühle mich trotzdem frei. Ich habe eine Wahl...
Das gehört, nmA, durchaus zusammen denn man kann politischen nicht einfach von wirtschaftlichen Systemen trennen. Der ägyptische Aufstand, bei dem anders als in Libyen die Bevölkerung auf die Straße gegangen ist, hatte den ursprünglichen Grund "Armut". Denn wie in vielen vielen anderen Ländern ist auch dort die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander gegangen.

Zitat
Diese Soldaten haben uns vom NS-Regime befreit, sind dafür gestorben und warum ist doch vollkommen egal! Ich bin denen Dank schuldig! Das empfinde ich so…
Du empfindest es so, ich empfinde es anders und gut isses - oder?

Zitat
Zitat
Ich "zaubere" also etwas aus dem Hut? Na dann.
Dann was?
Nichts, dann was. Ich wundere mich nur über die Interpretation "ich würde etwa aus einem Hut zaubern", als ob meine Darstellung frei erfunden wäre.

Zitat
Zitat
Naja, vielleicht wäre es "besser", vielleicht könnte man das dann tatsächlich auch als größere demokratische und freiheitliche Strukturen nennen wenn diese Äußerungen sich in tatsächliche Politik umsetzen würde. Fakt ist hier leider das zb. die Masse der Bevölkerung (auch schon vor Japan) gegen Atomkraft waren - an die Laufzeitverlängerung wirst du dich noch erinnern? Wobei wir wieder beim Anfang wäre. Was sind demokratische Strukturen.
Oh, wir sind uns einig... Tja, was sind demokratische Strukturen? Abendfüllendes Thema, oder? Wir haben Parteien, wir haben wahlen, wir haben dann Regierungen, die dann hoffentlich das machen, was die, die sie wählen auch wollen... Mist, Atomkraft da eben nicht...
Richtig, die DDR hatte Parteien, sie hatten Wahlen und sie hatten dann Regierungen ... eine Demokratie ?.

Zitat
Stefan, was willst Du von mir? Mir erzählen, dass ich keine Ahnung von Weltpolitik habe? Das weß ich schon und ganz so naiv, wie ich es hier schreibe, bin ja dann doch nicht... Soll ich verkünden "I have a dream?" Wäre doof, ein Plagiat, naja ist ja modern geworden...
Was ich von dir will? Nichts, aber anscheinend darf ich meine Meinung zum Thema "Intervention in Libyen" nicht darlegen.

Zitat
Ich finde es schranzig, unsere Freiheit gleich mit Hartz IV zu zerfetzen,
wie frei ist wohl ein Volk wenn ein Teil des Volkes in Unfreiheit lebt?

Zitat
ich finde es krass, Gedanken, die ich den normalen Leuten in den Ländern gönne mit weltpolitischen Fachsimplen hinfort zu wischen.
Tschuldigung Ralf, ich bin nicht für deine Gefühle verantwortlich, du kannst ja meine "Argumente" als unsinnig - schwarz/weiß-Denken oder komunistisch/marxistisch oder-sonst-was -  beseite wischen. Und das ich mit "Fachsimpeln" dein Gönnen hinfort gewischt hätte - sorry aber das ist dann doch etwas stark.
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Stefan
Ralf
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NavyField: Man trifft sich!


« Antwort #48 am: 06 April 2011, 16:20:21 »

Zitat
Ich weiß zwar nicht was Hartz-IV mit Libyen zu tu hat, aber ja ich denke auch der Arbeitslose in D hat es besser als der in den Ländern. Passt aber so gar nicht hier rein. Ich fühle mich trotzdem frei. Ich habe eine Wahl...
Das gehört, nmA, durchaus zusammen denn man kann politischen nicht einfach von wirtschaftlichen Systemen trennen. Der ägyptische Aufstand, bei dem anders als in Libyen die Bevölkerung auf die Straße gegangen ist, hatte den ursprünglichen Grund "Armut". Denn wie in vielen vielen anderen Ländern ist auch dort die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander gegangen.
Ok, wenn Du meinst... Aber es wäre so, als würde ich einen Benz mit einem Fahrad vergleichen... Ich kenne deren Sozialsysteme nicht. Trotzdem finde ich es wirklich unpassend, die Freiheit, die ich meine mit Hartz IV torpedieren zu wollen. Aber nun, jeder wie er es mag...

Zitat
Diese Soldaten haben uns vom NS-Regime befreit, sind dafür gestorben und warum ist doch vollkommen egal! Ich bin denen Dank schuldig! Das empfinde ich so…
Du empfindest es so, ich empfinde es anders und gut isses - oder?

Dann sind wir einig, dass wir nicht einig sind...

Zitat
Zitat
Ich "zaubere" also etwas aus dem Hut? Na dann.
Dann was?
Nichts, dann was. Ich wundere mich nur über die Interpretation "ich würde etwa aus einem Hut zaubern", als ob meine Darstellung frei erfunden wäre.

Einspruch Euer, Ehren… Wurde mit keinem Ausdruck gesagt. Dies ist reine Spekulation und war nicht so gemeint. Stattgegeben?

Zitat
Zitat
Naja, vielleicht wäre es "besser", vielleicht könnte man das dann tatsächlich auch als größere demokratische und freiheitliche Strukturen nennen wenn diese Äußerungen sich in tatsächliche Politik umsetzen würde. Fakt ist hier leider das zb. die Masse der Bevölkerung (auch schon vor Japan) gegen Atomkraft waren - an die Laufzeitverlängerung wirst du dich noch erinnern? Wobei wir wieder beim Anfang wäre. Was sind demokratische Strukturen.
Oh, wir sind uns einig... Tja, was sind demokratische Strukturen? Abendfüllendes Thema, oder? Wir haben Parteien, wir haben Wahlen, wir haben dann Regierungen, die dann hoffentlich das machen, was die, die sie wählen auch wollen... Mist, Atomkraft da eben nicht...
Richtig, die DDR hatte Parteien, sie hatten Wahlen und sie hatten dann Regierungen ... eine Demokratie ?.

Man verzeihe mir, ich bin Wessi und habe das mit der DDR nicht so drauf. Ich meine dann doch die "traditionelle westdeutsche Demokratie", was immer das ist... Aber ich denke schon, dass Du verstanden hättest, wenn Du es hättest verstehen wollen... Etwas "pieksen" spüre ich hier schon...

Zitat
Zitat
Stefan, was willst Du von mir? Mir erzählen, dass ich keine Ahnung von Weltpolitik habe? Das weß ich schon und ganz so naiv, wie ich es hier schreibe, bin ja dann doch nicht... Soll ich verkünden "I have a dream?" Wäre doof, ein Plagiat, naja ist ja modern geworden...
Was ich von dir will? Nichts, aber anscheinend darf ich meine Meinung zum Thema "Intervention in Libyen" nicht darlegen.

Puh, muss ich dazu was schreiben? Ist nicht mein Forum, bin nur Gast, und da wir in diesem Land frei sind, darfst Du schreiben, was Du willst. Naja, nicht alles, ein paar Dinge sind ja doch verboten, aber so wie ich das sehe, ist Deine Meinung alles andere als strafbar. Sie ist fundiert, sehr gut argumentiert, gut untermauert, aber entspricht nicht der meinen... Ist nicht schlimm... Und ich habe Dir hier gar nichts zu verbieten... Würde ich nie tun und ist nicht mein begehr. Scheinbar bin ich nur beratungsresistent...

Zitat
Ich finde es schranzig, unsere Freiheit gleich mit Hartz IV zu zerfetzen,
wie frei ist wohl ein Volk wenn ein Teil des Volkes in Unfreiheit lebt?

Oha, oha... Nun wird´s eng... Was soll ich dazu sagen? Ne lass man, das wird nicht passen und schreiben bis zum Sangtnimmerleinstag... Frag mal den Libyer wie doof der das fände Hartz Iv zu bekommen, wenn er arbeitslos wäre... Aber lassen wir das lieber... Ich bin ja daußen vor. Ich habe ja Arbeit. Zahle brav meine Steuern, Beiträge, Soli und die Dinge, die ich halt zahlen darf, weil ich frei bin...
Aber fragen muss ich doch. Ist Harz IV ein Gefängnis?

Zitat
ich finde es krass, Gedanken, die ich den normalen Leuten in den Ländern gönne mit weltpolitischen Fachsimplen hinfort zu wischen.
Tschuldigung Ralf, ich bin nicht für deine Gefühle verantwortlich, du kannst ja meine "Argumente" als unsinnig - schwarz/weiß-Denken oder komunistisch/marxistisch oder-sonst-was -  beseite wischen. Und das ich mit "Fachsimpeln" dein Gönnen hinfort gewischt hätte - sorry aber das ist dann doch etwas stark.

Ok nehme ich zurück und behaupte das Gegenteil... War wohl eine Fehlinterpretation meinerseits... Sorry dafür...

Lass mal aufhören, wah?
« Letzte Änderung: 06 April 2011, 16:27:36 von Ralf » Gespeichert

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« Antwort #49 am: 06 April 2011, 16:41:37 »

@Ralf

Zitat
Einspruch Euer, Ehren… Wurde mit keinem Ausdruck gesagt. Dies ist reine Spekulation und war nicht so gemeint. Stattgegeben?
Natürlich  Kaptn lach

Zitat
Man verzeihe mir, ich bin Wessi und habe das mit der DDR nicht so drauf. Ich meine dann doch die "traditionelle westdeutsche Demokratie", was immer das ist... Aber ich denke schon, dass Du verstanden hättest, wenn Du es hättest verstehen wollen... Etwas "pieksen" spüre ich hier schon...
Das glaub ich dir das du ein "pieksen" verspürst. Ich hatte hier noch mehr geschrieben aber dann gelöscht wegen:
Zitat
Lass mal aufhören, wah?
Ja

=========================================
Zitat
http://amerika21.de/analyse/25246/chavez-gaddafi
...
Was im Fall Libyens stutzig macht

Nun gibt es sicher keinen Grund Gaddafi zu unterstützen und ich zweifle auch nicht daran, dass das libysche Regime foltern und morden lässt. Allerdings sollten im Zusammenhang mit den Ereignissen in Libyen einige Sachverhalte festgehalten werden, die zumindest stutzig machen sollten:

1. Lassen sich die Aufstände im arabischen Raum wirklich alle über einen Kamm scheren? Die “Demonstrationen” oder die “Opposition”, die in Aufnahmen aus Libyen zu sehen ist, unterscheiden sich deutlich von den Bildern aus Ägypten oder Tunesien. Dort waren große Demonstrationen mit vielen (auch unverschleierten) Frauen zu sehen. Die Demonstranten schienen breit aufgestellt zu sein. In Libyen sind auf den Bildern ausschließlich Männer zu sehen, und diese sind schwer bewaffnet. Wenn sie Fahnen schwenken, dann sind es die des alten libyschen Königreichs.

2. Seit Tagen ist in der Weltpresse davon die Rede, Gaddafi habe die Städte und die Zivilbevölkerung bombardieren lassen. Bilder dazu hat es allerdings nicht gegeben. Telesur ist einer der wenigen TV-Sender, der sich in Libyen bewegt und filmt (und zwar nicht, weil Gaddafi es sich wünscht, sondern weil alles unternommen wurde, um dort zu sein und es wurde sowohl in Rebellengebieten wie auch in denen unter der Kontrolle der Zentralregierung gefilmt). Die Reporter berichteten sehr wohl über Angriffe und Morde von Regierungskräften an Oppositionellen. Aber sie konnten keine Spur und keine Beweise für Bombardements entdecken.

3. Das angebliche Bombardement gegen die Zivilbevölkerung wurde sofort in einen Diskurs verwandelt “was der Westen tun muss”, um ein “Massaker an der Zivilbevölkerung zu vermeiden”. Die logische Konsequenz: Militärintervention. Daher wurden auch gleich massiv US-Truppen um Libyen stationiert. Der Diskurs erinnert an Argumentationen für den Afghanistan- und den Irak-Krieg (und in Ex-Jugoslawien ging es auch darum das “Abschlachten” der Zivilbevölkerung durch “die Serben” zu verhindern). Das ist aus westlicher Sicht verständlich. Jetzt, wo es doch unklar ist, ob Ägypten weiterhin den US-Vasallenstaat spielen wird, macht es sich ganz gut in der Region ein Land militärisch zu besetzen.

4. Es sollte uns ferner stutzig machen, dass in keinem anderen Fall so schnell von Militärintervention die Rede gewesen ist, wie bei Libyen. Während in Ägypten Aktivisten von Übergriffen des Militärs, Verhaftungen und Folter sprachen und während die Repression in Tunesien weiterhin Opfer fordert – ganz zu schweigen von den unzähligen Massakern der vergangenen Jahre, um die sich der Westen gar nicht geschert hat – ist kein Wort aus der Politik und auch nicht in den regimetreuen Westmedien zu den Massakern in Sri Lanka zu vernehmen, wo die Armee nachweislich Zivilisten bombardiert hat und wo noch weiterhin zehntausende Menschen, nur weil sie Tamilen sind, in Lagern eingepfercht leben.
...

auch nicht uninteressant
Zitat
USA: Irreguläre Kriege um Ressourcen
Dokument enthüllt die kriegerischen Absichten der USA gegen Venezuela und Libyen

Von Eva Golinger (Übersetzung: Eva Haule)


03.04.2011 22:25

Ein Dokument mit dem Titel "Doktrin des irregulären Krieges der Kriegsflotte der USA", veröffentlicht im Jahr 2009, deckt die expansionistischen Pläne Washingtons in der Welt auf. Dieses Dokument beinhaltet eine Karte, die das neue "Schlachtfeld" der USA  auf weltweiter Ebene definiert.
Die Karte hebt einen "Bogen der Instabilität" hervor, in dem sich die Zielscheiben dieser "Schlacht" befinden – die meisten Länder Zentralasiens, des Mittleren Ostens, Nordafrikas und Venezuela.

Es gibt etwas, das diese Länder gemeinsam haben: die größten strategischen Reserven der Welt. Nach und nach haben die USA ihren Krieg auf alle diese Territorien ausgedehnt, um sich ihrer reichen Ressourcen zu bemächtigen.
...
http://amerika21.de/analy.../27511/irregulaere-kriege
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« Antwort #50 am: 10 April 2011, 13:31:31 »

Zitat
Interview mit Noam Chomsky: Wisconsin und der Nahe u. Mittlere Osten

...
Etwas anders sieht es im Falle 'Libyen' aus. Zwar ist Libyen reich an Ölquellen, aber der Diktator ist keine loyale Figur. Der Westen wäre froh, ihn loszuwerden (abgesehen von der Tatsache, dass sie ihn bis heute unterstützt haben). Ich meine, Großbritannien und die USA unterstützen Gaddafi schließlich bis zum heutigen Tag. Ich habe leider keine Zeit, dies genauer auszuführen, aber die Details sind wirklich sehr aufschlussreich. Nichtsdestotrotz - sobald sich eine Gelegenheit bietet, Gaddafi loszuwerden, werden sie hocherfreut zugreifen. Der Westen hat sich bereits in den Konflikt eingemischt, indem er die Rebellion unterstützt hat und unterstützt. Natürlich bezeichnen sie das Ganze als "humanitäre Intervention"... Andererseits haben sie es beispielsweise versäumt, beide Seiten zu einer Waffenruhe aufzurufen (sie haben nur die Regierung und deren Streitkräfte dazu aufgerufen).
...

http://zmag.de/artikel/in...er-nahe-u.-mittlere-osten
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« Antwort #51 am: 16 April 2011, 22:21:20 »

Holy Moly! Die Munition geht aus?  http://www.spiegel.de/pol...and/0,1518,757498,00.html  Und die US Raketen passen nicht in die Euros?
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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #52 am: 17 April 2011, 10:04:40 »

Ja Ulrich - man kann manchmal nur noch was schütteln - und wenn `s  der Kopf ist. Sieht so die Kampfbereitschaft der NATO aus ? Nun kann man ja sagen was man will aber damals im WP passte die Munition aber da haben ja auch nicht 100 unterschiedliche Firmen ihr Süppchen gekocht.

Gruß - Achim - Trimmer
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)
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« Antwort #53 am: 04 Mai 2011, 16:35:21 »

Zitat
Wer wird die arabische Welt umgestalten - die Völker der Region oder Amerika?

Die Rebellionen gehen weiter
von Tariq Ali
01.05.2011 — The Guardian / ZCommunications


Die politische Landkarte der arabischen Welt ist ein Flickenteppich, bestehend aus degenerierten nationalistischen Diktaturen, Klienten-Monarchien und Tankstellen des Imperiums, (Golfstaaten' genannt). Sie sind das Resultat des britischen und französischen Kolonialismus, der eine intensive Erfahrung war. Nach dem 'Zweiten Weltkrieg' änderte sich das Szenario. Nach diesem Krieg setzte ein komplexer Prozess ein, in dessen Verlauf die imperiale Macht an Amerika überging. Eine der Folgen war ein radikaler, antikolonialistischer arabischer Nationalismus, eine andere die Expansion des Zionismus. Dies alles ereignete sich - im weitesten Sinne - im Rahmen des 'Kalten Krieges' .
...

http://zmag.de/artikel/we...r-der-region-oder-amerika
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« Antwort #54 am: 20 Mai 2011, 10:53:30 »

 Heute nacht anscheinend 8 libysche Kriegsschiffe in Tripolis u.a.O. durch NATO versenkt ...

http://www.n-tv.de/politi...hiffe-article3377941.html

 Matrose gruesst
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« Antwort #55 am: 21 Mai 2011, 08:53:37 »

 Hier  Pfeil http://www.sueddeutsche.d...nkt-libysche-Schiffe.html findet sich noch ein Hinweis, dass Gaddafi offenbar auchTanker zu Artillerieträgern (oder gar Minenlegern?) umbauen/-rüsten ließ. Diese Schiffe dürften weiterhin einsatzfähig sein (?) ...
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« Antwort #56 am: 24 Mai 2011, 09:38:08 »

Zitat
"Die USA und ihre Verbündeten werden alles tun, um Demokratie in der arabischen Welt zu verhindern", sagt Noam Chomsky
Auszug aus Chomskys Rede zum 25. Jubiläum von FAIR

von Noam Chomsky
11.05.2011 — Democracy Now!
 

Bei den Feierlichkeiten anlässlich des 25. Jubiläums von 'Fairness und Accuracy in Reporting' (FAIR), einer amerikanischen Medien-Watchgroup, analysierte der weltberühmte politische Dissident und Linguist Noam Chomsky in einer Rede die Reaktionen der USA auf die Aufstände, die im Nahen/Mittleren Osten sowie in Afrika aufgeflammt sind: "Überall (im Mittleren Osten) glaubt die Mehrheit der Bevölkerung, dass die USA eine Bedrohung für ihre  Interessen sind", so Chomsky. "Der Grund ist ganz simpel: Im Grunde wollen die USA und deren Verbündete keine Regierungen, die auf den Willen des Volkes hören, (denn) falls dies eintritt, werden die USA nicht nur die Kontrolle über diese Region verlieren, sondern hinausbefördert werden."
...
Die USA und deren Verbündete werden alles tun, um echte Demokratie in der arabischen Welt zu verhindern. Der Grund ist simpel: Überall in der Region glaubt die Mehrheit der Bevölkerung, dass die USA die größte Bedrohung für ihre Interessen sind. Die Opposition gegen die US-Politik ist so enorm, dass eine beträchtliche Mehrheit sogar der Meinung ist, die Region wäre sicherer, wenn der Iran im Besitz von Atomwaffen wäre. Im wichtigsten Land - Ägypten - glauben dies 80 Prozent. In anderen Ländern finden sich ähnliche Zahlen. Nur Wenige in der Region sehen im Iran eine Bedrohung - rund 10 Prozent. Es ist offensichtlich, dass die USA und deren Verbündete keine Regierungen wollen, die auf den Willen des Volkes hören, denn falls dies eintritt, werden die USA nicht nur die Kontrolle über diese Region verlieren sondern auch hinausbefördert werden. Natürlich wäre ein solches Resultat für sie intolerabel.

Zum Thema WikiLeaks: Es gibt einen interessanten Nebenaspekt, was die WikiLeaks-Veröffentlichungen zu diesem Thema angeht. Die Veröffentlichungen durch WikiLeaks, die am meisten Verbreitung fanden - euphorischen Kommentare, Schlagzeilen und so weiter - waren jene, in denen es hieß, arabische Staaten würden die amerikanische Iranpolitik unterstützen. Es ging um angebliche Zitate arabischer Diktatoren. Die arabische Bevölkerung wurde nicht erwähnt; schließlich spielte sie ja keine Rolle. Was ist das Problem - wenn diese Diktatoren uns unterstützen? Solange sie ihre Bevölkerung im Zaum halten? So ist er eben, der Imperialismus. Was ist das Problem - so lange es nur funktioniert? Solange diese Leute ihre Bevölkerungen in Schach halten, ist doch alles okay, oder? Gönnt ihnen ihre Hasskampagnen. Ihre Diktatoren halten sie ja unter Kontrolle, und diese Diktatoren sind uns (den USA) freundlich gesinnt. Das (was ich eben geschildert habe,) war nicht nur die Reaktion des diplomatischen Dienstes im US-Außenministerium - beziehungsweise die der Medien in ihrer Berichterstattung -, auch die intellektuelle Gemeinde hat generell so reagiert. Kommentare finden sich nicht. Im Grunde wird über die oben erwähnten Umfragen in den USA nichts, aber auch gar nichts gebracht - buchstäblich nichts. In England gab es einige Kommentare, aber auch hier hielt es sich sehr in Grenzen. Es scheint einfach unerheblich zu sein, was die (arabische) Bevölkerung denkt. Hauptsache, sie ist unter Kontrolle.

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http://zmag.de/artikel/di...hindert-sagt-noam-chomsky
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« Antwort #57 am: 03 Juni 2011, 08:56:34 »

Zitat
Libyen: Größtes Militärunternehmen seit der Invasion des Iraks Auf dem Weg zu einer länger andauernden Militäroperation

Der kanadische Professor Michel Chossudovsky untersucht die Hintergründe der NATOLuftangriffe auf Libyen und kommt zu dem Schluss, dass sie bereits Monate vor Beginn der Protestbewegungen in Nordafrika als Teil einer großanlegten Militäroperation zur Sicherung der globalen Öl- und Gasreserven für die westlichen Ölkonzerne geplant wurden.

Von Michel Chossudovsky
Global Research, 20.05.11

Lügenkampagne der internationalen Medien: Bomben und Raketen werden als Instrumente des Friedens und der Demokratisierung verkauft ...

Das ist keine humanitäre Operation. Mit dem Krieg gegen Libyen wird ein neuer regionaler Kriegsschauplatz eröffnet.

Im Gebiet des Mittleren Ostens und Zentralasiens gibt es bereits drei ausgeprägte Kriegsschauplätze: Palästina, den Irak und Afghanistan.

Jetzt eröffnen die USA und die NATO in Nordafrika einen vierten Kriegsschauplatz, der die Gefahr der Eskalation in sich trägt.

Diese vier Kriegsschauplätze stehen in einem inneren Zusammenhang und sind Teile eines militärischen Gesamtplans der USA und der NATO.

Der ehemalige NATO-Oberkommandierende und US-General Wesley Clark hat bestätigt, dass die Bombardierung Libyens bereits vor Jahren auf den Reißbrettern des Pentagons entworfen wurde.
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http://principiis-obsta.b...itarunternehmen-seit.html

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« Antwort #58 am: 30 Juni 2011, 11:14:29 »

Zitat
Willkommen in der gewalttätigen Welt des Herrn Hopey Changey


Als Großbritannien 1956 die Kontrolle über Ägypten verlor, sagte Premierminister Anthony Eden, er wolle den nationalistischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser „vernichtet ... ermordet haben ... mir ist´s egal ob es dann zu Anarchie und Chaos in Ägypten kommt.“ Diese frechen Araber, hatte Winston Churchill 1951 gefordert, sollten „in die Gosse getrieben werden, aus der sie nie hätten herauskommen sollen.“

Die Sprache des Kolonialismus mag sich geändert haben, der Geist und die Scheinheiligkeit sind gleich geblieben. Eine neue imperiale Phase entfaltet sich als direkte Antwort auf die arabische Aufstandsbewegung, die im Januar begann und Washington und Europa schockiert und eine Panik ähnlich der Edens hervorgerufen hat. Der Verlust des ägyptischen Tyrannen Mubarak war schmerzlich, wenn auch nicht unwiederbringlich; eine von Amerika unterstützte Konterrevolution ist bereits unterwegs, das Militärregime in Kairo wird verführt mit neuen Bestechungen und der Verlagerung der Macht von der Straße hin zu politischen Gruppen, die nicht bei der Anbahnung der Revolution beteiligt waren. Wie immer ist das Ziel des Westens, echte Demokratie abzudrehen und die Kontrolle zurück zu gewinnen.   

Libyen bietet die unmittelbare Gelegenheit. Der Angriff der NATO gegen Libyen, bei dem der UN-Sicherheitsrat die Rolle zugewiesen bekam, eine schwindlerische „Flugverbotszone“ zum „Schutz von Zivilisten“ abzusegnen, gleicht frappierend der endgültigen Zerstörung Jugoslawiens im Jahr 1999.
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Im „rebellischen“ Osten sind Terrorisierung und Tötung schwarzafrikanischer Immigranten nichts Neues. Am 22. Mai beschreibt ein seltener Artikel in der Washington Post die Unterdrückung, Gesetzlosigkeit und Todesschwadrone in den „befreiten Gebieten,“ just als die gerade auf Besuch befindliche Chefin der Außenpolitik der Europäischen Union Catherine Ashton erklärte, sie habe nur „große Hoffnungen“ und „Führungsqualitäten“ gefunden. Um diese Qualitäten gleich zu beweisen versprach Mustafa Abdel Jalil, der „Rebellenführer“ und bis Februar Gaddafis Justizminister: „Unsere Freunde ... werden die beste Aussicht haben bei zukünftigen Verträgen mit Libyen.“ Der Osten besitzt den größten Teil des libyschen Erdöls, die größten Reserven in Afrika. Im März „verlegten“ die Rebellen unter Anleitung ausländischer Experten die libysche Zentralbank, die dem Staat gehört, nach Benghazi. Derlei hat es noch nie gegeben. Inzwischen „froren“ die Vereinigten Staaten von Amerika und die Europäische Union fast $100 Milliarden libysche Gelder ein, „die größten jemals blockierten Beträge“ laut offiziellen Stellungnahmen. Das ist der größte Bankraub der Geschichte.   
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Der Kronprinz von Bahrain andererseits ist ein guter Araber. Am 19. Mai wurde er von Cameron mit einem Fototermin auf den Stufen von Downing Street 10 herzlich im Vereinigten Königreich begrüßt. Im März ließ dieser Kronprinz unbewaffnete Demonstranten abknallen und ließ saudische Streitkräfte die Demokratiebewegung in seinem Land niederschlagen. Die Obama-Administration belohnte Saudiarabien, eines der repressivsten Regimes der Erde, mit einem Vertrag über Waffen im Wert von über $60 Milliarden, dem größten in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Saudis haben das meiste Erdöl. Sie sind die besten Araber. 

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http://zmag.de/artikel/wi...-changey#1308252135323971

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« Antwort #59 am: 07 November 2011, 18:06:43 »

Zitat
http://de.rian.ru/opinion/20111107/261309989.html

Angst vor Aussagen: Warum Gaddafi sterben musste

Die Äußerung von US-Präsident Barack Obama darüber, dass Gaddafis Schicksal eine Warnung an Diktatoren sei, wurde in der westeuropäischen Presse (außer Deutschland) heiß diskutiert.

Dabei stellt sich die Frage: “Um welche Warnung handelt es sich?”. War es eine größere Warnung – Selbstjustiz wie bei Mussolini, der zusammen mit seiner Geliebten kopfüber aufgehängt wurde oder die Nürnberger Prozesse, die die menschenverachtenden Gräueltaten des Nazi-Regimes ans Licht brachte? Die Antwort ist wohl klar.

Falls die Lehre darauf hinauslaufen soll, Jemens Präsident Assad Saleh zu ängstigen, wird sie wirkungslos bleiben. Die USA hatten den zurückgetretenen Mubarak den Oppositionellen ausgeliefert, obwohl er viele Jahre lang ihr treuer Verbündeter gewesen war. Die vom Lynchmord an Gaddafi beeindruckten Diktatoren könnten jetzt noch brutaler gegen die Oppositionellen vorgehen. In Syrien droht ein großes Blutvergießen.
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