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Autor Thema: Die ersten deutschen Großtanker der Reederei RAO (Rudolph August Oetker)  (Gelesen 1010 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Captain Hans
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« am: 09 Mai 2011, 18:14:47 »

anbei ein link mit Bildern der ersten großen deutschen Tanker.
RAO = Oetker (später Hamburg Süd) begann1953 die ersten großen deutschen Crude Oil Tanker zu bauen.
Die erste Serie kulminierte mit dem Tanker "Caroline Oetker", der noch für viel Jahre das größte
deutsche Schiff war.
http://www.hsdg-sammlung....e/html/body_oetker_2.html

Interessant auch die Besatzungsstärke, die heute nicht mehr die Hälfte betragen würde.
Später baute RAO auch die Tanker "St.Petri" und "St. Michaelis" (ca. 81 500 dtw)
Auf der "St. Petri" bin ich 11 Monate als 3. Offizier gefahren.(nach der damaligen "ESSO Deutschland" waren
es die 2.größten deutschen Tanker)
Später wurde alle diese Tanker an Griechenland verkauft
Tankertypen, wie die Caroline, habe ich noch 2 in den 70er Jahren als Kapitän gefahren.
Dann allerdings als Seeleichter auf dem Rio Plata.

Ist schon erstaunlich, was man mit Puddingpulver alles so erreichen kann grin

viele Grüße

Hans
 
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,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!
Albatros
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« Antwort #1 am: 09 Mai 2011, 19:16:08 »

Hallo Hans,

kannst Du das mit Deinen Seeleichtern auf dem Rio Plata mal etwas näher erklären......  Matrose verlegen
Der Begriff Seeleichter steht doch eigentlich für einen Antriebslosen Ponton oder eine Barge.
Was war Euer Job ?

Es grüßt Dich, Matrose gruesst

Manfred
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Captain Hans
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« Antwort #2 am: 09 Mai 2011, 19:54:00 »

Hallo Manfred

bei der Versorgung Paraguays mit Erdöl erfolgte der gesamte Transport über den Rio Plata.
Die großen Tanker konnten mit ihren Tiefgängen (über 20 m) nicht in die La Plata Mündung einlaufen.
Aus diesen Gründen haben wir diese Schiffe mit kleineren Tankern (30-40000 dtw) auf hoher See
geleichtert. (Deshalb Seeleichter)
Da dies kein ganz ungefährliches Unterfangen ist mußten wir außerhalb der 200 Meilen Zone auf See diese
Schiffe erleichtern.

Mit den kleineren Tankern mit maximalen Triefgang von 10 m fuhren wir dann den Rio Plata ca 800 km hoch, bis
ca. Santa Fe, Zarate oder Diamante.

von hier aus wurde die Ladung in Bargen umgeladen und mit Schubschleppern 1800 km nach Asuncion transportiert.

Die Ladungsmenge betrug 1973 ca. 500 000 to und steigerte sich bis 1982 auf 6 Mio to p/a.

Dies ganze System brach beim Beginn des Flaklandkrieges zusammen.

viele Grüße

Hans
« Letzte Änderung: 09 Mai 2011, 21:06:27 von Captain Hans » Gespeichert

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Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« Antwort #3 am: 10 Mai 2011, 17:56:51 »

da die Oetker Tanker immer schneeweiß waren, wurden sie auch scherzhalber als Milchtanker
von den Seeleuten bezeichnet grin
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Albatros
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« Antwort #4 am: 10 Mai 2011, 19:16:29 »

Hallo Manfred

Die Ladungsmenge betrug 1973 ca. 500 000 to und steigerte sich bis 1982 auf 6 Mio to p/a.

Dies ganze System brach beim Beginn des Flaklandkrieges zusammen.

viele Grüße

Hans


Hallo Hans

und nach dem Falklandkrieg gings wieder weiter oder wurden dann andere „Wege“ bevorzugt.

 Matrose gruesst

Manfred
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Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« Antwort #5 am: 10 Mai 2011, 22:40:46 »

so viel ich weiß wurde eine Pipeline von Brasilien nach Paraguay gebaut.

Neuerdings wurden auch Erdöl und Erdgas Vorkommen in Paraguay entdeckt
Die damaligen paraguayischen Raffinerien waren spezialsiert auf die Verarbeitung
von "Arabian Light" Crude Oil, was hauptsächlich aus Algerien (Skigda)und Saudi Arabian
kam (Ras Tanura)
Das witzige war, es herrschte ein Embargo von Saudi Arabien gegen Paraguay.
So wurde das Öl von dort offiziell mit einem "Arrival Zertifikat" von Uruguay (bei der Seeleichterung)
empfangen und dann einfach nach Paraguay durchgereicht.

Es zeigt sehr schön wie leicht Embargos umgangen werden konnten und das geht auch heute noch so.

viele Grüße

Hans
« Letzte Änderung: 10 Mai 2011, 23:46:26 von Captain Hans » Gespeichert

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