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Autor Thema: USS G.H.W. Bush im ersten Einsatz  (Gelesen 805 mal)
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Ulrich Rudofsky
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« am: 12 Mai 2011, 13:58:43 »

Der neueste und letzte Nimitz-Klasse-Flugzeugträger USS G.H.W. BUSH  ist nun im  “Jungferneinsatz”.  Dieses Bild zeigt das Schiff mit einer gewaltigen optischen Perspektivenverzerrung. 
GHW Bush Facebook:  http://www.facebook.com/USSGeorgeHWBush 



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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #1 am: 12 Mai 2011, 16:02:25 »

ja das sind schon gewaltige Kampfmaschinen Top
Wie hoch sind eigentlich die Überlebenschancen bei Einsatz von Spezial
Flugtzeugraketen oder Angriffen von  U-Booten. huh
Zum Schutz des Trägers muß ja wohl eine komplette Kamptruppe aufgeboten werden.
Wie setzt sich eine solche Kampfgruppe zusammen huh

viele Grüße

Hans


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« Antwort #2 am: 12 Mai 2011, 16:23:29 »



Eine Carrier Strike Group der USA besteht aus:

    einem Flugzeugträger der Nimitz-Klasse oder der USS Enterprise (CVN-65) mit je einem Carrier Air Wing
    zwei Lenkwaffenkreuzern der Ticonderoga-Klasse, die, ausgerüstet mit Tomahawk-Marschflugkörpern, für Langstrecken- und sonstige Angriffe verwendet werden
    zwei bis drei Lenkwaffenzerstörern der Arleigh-Burke-Klasse, die hauptsächlich für die Luft- und U-Bootabwehr zuständig sind
    einer Fregatte der Oliver-Hazard-Perry-Klasse zur U-Boot-Abwehr
    zwei Jagd-U-Booten der Los-Angeles-, Seawolf- oder Virginia-Klasse zur Bekämpfung feindlicher U-Boote und Überwasserschiffe
    einem logistischen Trossschiff zur Versorgung der gesamten Gruppe mit Munition, Lebensmitteln und Treibstoff

Quelle: http://de.wikipedia.org/w...ki/Tr%C3%A4gerkampfgruppe
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« Antwort #3 am: 12 Mai 2011, 16:31:16 »



Eine Carrier Strike Group der USA besteht aus:

    einem Flugzeugträger der Nimitz-Klasse oder der USS Enterprise (CVN-65) mit je einem Carrier Air Wing
    zwei Lenkwaffenkreuzern der Ticonderoga-Klasse, die, ausgerüstet mit Tomahawk-Marschflugkörpern, für Langstrecken- und sonstige Angriffe verwendet werden
    zwei bis drei Lenkwaffenzerstörern der Arleigh-Burke-Klasse, die hauptsächlich für die Luft- und U-Bootabwehr zuständig sind
    einer Fregatte der Oliver-Hazard-Perry-Klasse zur U-Boot-Abwehr
    zwei Jagd-U-Booten der Los-Angeles-, Seawolf- oder Virginia-Klasse zur Bekämpfung feindlicher U-Boote und Überwasserschiffe
    einem logistischen Trossschiff zur Versorgung der gesamten Gruppe mit Munition, Lebensmitteln und Treibstoff

Quelle: http://de.wikipedia.org/w...ki/Tr%C3%A4gerkampfgruppe

danke - eine gewaltige Armada
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« Antwort #4 am: 12 Mai 2011, 17:15:26 »

Das ist die Zusammensetzung "gemäß Buch", die aber in er Praxis abhängig vom Auftrag und der Verfügbarkeit der Einheiten deutlich variieren kann

Zitat
danke - eine gewaltige Armada

Auch die Fliegerkomponente ist nicht zu verachten, eine solche Strike Group hat mehr Flächenflugzeuge und Drehflügler als der Großteil der Staaten der Welt überhaupt aufbieten kann

Axel
« Letzte Änderung: 13 Mai 2011, 07:22:19 von Big A » Gespeichert

If you want to kick the tiger in his ass you'd better have a plan for dealing with his teeth...
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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #5 am: 12 Mai 2011, 17:26:11 »

Im Notfall könnte die USN ca. 8-10 Carrier Groups zur Bereitschaft zusammenstellen. 
USN Status 12. Mai 2011:
http://www.navy.mil/navyd...navy_legacy_hr.asp?id=146
“Our Ships”:
http://www.navy.mil/navydata/our_ships.asp 
Carriers: http://www.navy.mil/navyd...4200&tid=200&ct=4
Carrier Strike Group: http://www.navy.mil/navyd...riers/powerhouse/cvbg.asp

NB: CVN GR Ford und "namenlos" sind im Bau
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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #6 am: 12 Mai 2011, 20:36:56 »

@4, Axel,
nicht zu vergessen die hohe Professionalität der Flugkomponente. Viele Staaten haben auf dem Papier viele Flugzeuge, aber wie viele könnten tatsächlich abheben? Wie gut ist die Wartung dieser Flugzeuge? Wie gut sind die Crews mit ihren Maschinen vertraut? Bei den Carrier Strike Groups mache ich mir mal nicht so viele Gedanken. Aber was ist zum Beispiel mit Chavez, oder wie auch immer der Kerl aus Venezuela heißt: Wie viele von seinen Sukhoi´s sind wohl dauernd startbereit? Ich hab da so meine Zweifel...
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« Antwort #7 am: 12 Mai 2011, 20:56:02 »

irgendwo hab ich gelesen, daß die Russen spezielle Raketen gegen Träger entwickelt
haben.

Wie groß ist die Chance, daß diese Raketen abgefangen werden können huh

Könnte eine solche Rakete einen Träger total außer Gefecht setzen huh
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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #8 am: 12 Mai 2011, 21:03:47 »

Man darf nicht vergessen, daß das “know-how” der USN Carrier Crew und der Piloten viel mehr bedeutet als das ganze Arsenal von Schiffen und Flugzeugen.

Hier ist ein Mann, den ich schon seit seiner Kindheit kenne. “Fitzi” hat “over 3,100 hours [flight time] and 655 carrier arrested landings”!  u.s.w.

http://www.navy.mil/navyd...ios/navybio.asp?bioID=479  
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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #9 am: 12 Mai 2011, 21:50:17 »

irgendwo hab ich gelesen, daß die Russen spezielle Raketen gegen Träger entwickelt haben.
Hallo,
nun, diesen Gedanken muß man in der jeweiligen Zeit sehen. Die sowjetische Marine besaß ab den 60er Jahren d.v.Jh. Flugkörper (Flügelraketen) gegen große Überwasserziele, startbar sowohl von U-Booten (in Überwasser- später auch in Unterwasserlage) als auch von Überwasserschiffen. Eines der Hauptziele waren - unabhängig von den jeweiligen Militärdoktien - eigentlich immer auch die U.S. Trägerverbände. Hier die wesentlichen in die Flotte eingeführten Groß-Flugkörper:

In den sechziger Jahren d.v.Jh.:
P-5RG (NATO: SS-N-3A SHADDOCK NON HOMING), ubootgestützt, Start nur über Wasser, nuklearfähig, Träger: SSG JULIETT, SSGN ECHO-I/II, SSG WHISKEY TWIN CYLINDER
P-6 (NATO: SS-N-3A SHADDOCK ANTI SHIP), ubootgestützt, Start nur über Wasser, nuklearfähig, Träger: SSG JULIETT, SSGN ECHO-I/II, SSG WHISKEY LONG BIN
P-35 (NATO: SS-N-3B SHADDOCK SEPAL), schiffsgestützt, nuklearfähig, Träger: CG KYNDA, CG KRESTA-I
P-35M PROGRESS (NATO: SS-N-3B SHADDOCK SEPAL), schiffsgestützt, nuklearfähig, Träger: CG KYNDA, CG KRESTA-I
P-70 AMETIST (NATO: SS-N-7 STARBRIGHT), ubootgestützt, Start unter Wasser, nuklearfähig, Träger: SSGN CHARLIE-I, SSGN PAPA

In den siebziger Jahren d.v.Jh.:
P-120 MALAKHIT (NATO: SS-N-9 SIREN), uboot- und schiffsgestützt, Start auch unter Wasser, nuklearfähig, Träger: SSGN CHARLIE-II, FG NANUCHKA u.a.
P-500 BAZALT (NATO: SS-N-12 SANDBOX), uboot- und schiffsgestützt, Start auch unter Wasser, nuklearfähig, Träger: SSGN ECHO-II-mod., CG SLAVA, CV KIEV u.a.

In den achtziger Jahren d.v.Jh.:
P-700 GRANIT (NATO: SS-N-19 SHIPWRECK), uboot- und schiffsgestützt, Start auch unter Wasser, nuklearfähig, Träger: SSGN OSCAR-I/-II, CG KIROV
P-80M MOSKIT (NATO: SS-N-22 SUNBURN), schiffsgestützt, nuklearfähig (?), Träger: DG SOVREMENNYY, PG TARANTUL-III, FG DERGACH, PG SARANCHA, Ekranoplan LUN
P-750 GROM (NATO: SS-NX-24 SKORPION),  uboot- und schiffsgestützt, Start auch unter Wasser, nuklearfähig, nicht eingeführt

In den neunziger Jahren d.v.Jh.:
Modernisierungen der vorhandenen Typen, z.B. P-80M MOSKIT zu P-270 MOSKIT

Später: Entwicklung von Mehrzweck- und Universalraketen, auch aus Projekten aus den achtziger Jahren, so z.B.:
P-800 ONIKS/BOLID (NATO: SS-N-26 STROBILE), Exportname: YAKHONT, in Indien: BrahMos (Gemeinschaftsentwicklung RUS/Indien)
P-900 BIRYUZA/KALIBR (NATO: SS-N-27/30 SIZZLER), Exportname: CLUB (CLUB-Familie, mehrere Typisierungen)


Wie groß ist die Chance, daß diese Raketen abgefangen werden können huh
- bei Einzelanflug und rechtzeitiger Ortung: Chance vorhanden
- bei Gruppenanflug und rechtzeitiger Ortung: Chance eher gering
- bei 'saturation attacks', intelligentem Anflug der untereinander kommunizierenden FK-Gruppen und rechtzeitiger Ortung: Chance gegen Null

Sicherer: den FK-Träger nicht zum 'Schuss' kommen zu lassen ...


Könnte eine solche Rakete einen Träger total außer Gefecht setzen huh
- mit konventionellem Sprengkopf: eher unwahrscheinlich, aber starke Beschädigung möglich
- mit nuklearem Sprengkopf (z.Z. des kalten Krieges): ...  Flop
Viele Grüsse
OLPE
« Letzte Änderung: 12 Mai 2011, 21:58:02 von olpe » Gespeichert
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« Antwort #10 am: 12 Mai 2011, 22:02:00 »

Wie hoch sind eigentlich die Überlebenschancen bei Einsatz von Spezial
Flugtzeugraketen oder Angriffen von  U-Booten. huh
Ein deutsches Boot der Klasse 206 hat sich ja mal an einen amerikanischen Träger rangepirscht und ein peinliches Foto geschossen. Stimmt es, daß der mit 2 Torpedos vom U-Boot hätte versenkt werden können?
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Woelfchen
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« Antwort #11 am: 12 Mai 2011, 22:28:44 »

Torpedos sind gegen Schiffe absolut tödlich. Prinzipiell kann ein U-Boot jedes Schiff "ganz einfach" versenken. Die Praxis sieht aber etwas anders aus. In den Konflikten nach dem zweiten Weltkrieg haben die U-Boote fast nichts versenkt.

Grüße
Johannes
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Urs Hessling
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« Antwort #12 am: 12 Mai 2011, 22:51:33 »

moin,

In den Konflikten nach dem zweiten Weltkrieg haben die U-Boote fast nichts versenkt.

es gab ja auch nicht sooo viele Gelegenheiten ... immerhin versenkte HMS CONQUEROR die argentinische GENERAL BELGRANO.

Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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« Antwort #13 am: 12 Mai 2011, 23:00:27 »

Torpedos sind gegen Schiffe absolut tödlich. Prinzipiell kann ein U-Boot jedes Schiff "ganz einfach" versenken.
Das Prinzip mit dem Anheben durch eine Luftblase und dann Durchbrechen kenn ich zwar. So ein Flugzeugträger wiegt ja nun etwas mehr... sind da die Torpedos groß genug zu?
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« Antwort #14 am: 13 Mai 2011, 07:22:00 »

Zitat
aber wie viele könnten tatsächlich abheben

Die Frage darfst Du hier aber auch nicht stellen...  ich sach mal nur Klarstand ist Verschlußsache in einem gewissen Staat mitten in Europa wink

Axel
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