Endlich wieder Fahrzeit!
Und obwohl heute zunächst am heimischen Gewässer der Steg gesäubert und die Bojen gesetzt wurden, um morgen das offizielle "Anfahren zu veranstalten, war ich um 10 Uhr da, um mein PiLB zu testen. Na ja... man will sich im Zweifelsfall doch nicht blamieren, wenn man ein Modell das erste Mal zu Wasser lässt und alle der Katastrophe zusehen

Obwohl: war keine Katastrophe. Eigentlich ganz gu sogar.
Das PiLB hat sich erwartungsgemäß auf dem Wasser verhalten: das Ruderverhalten ist eher schlicht. Außerdem muss man sehr aufpassen wenn Wellen sind. Sonst kommt Wasser über das sehr niedrige Freibord am Bug.
Jedoch sehr positiv überrascht war ich, dass es sich dann doch irgendwie steuern ließ. Wendekreis ist ca. 3-4 Bootslängen, wenn man genug Andruck auf dem Ruder hat.
Auch der von mir sehr vereinfachte Wellentunnel hat keine schlechten Auswirkungen auf das Fahrverhalten. Das von mir befürchtete "Luftziehen" trat gar nicht auf. Auch ist das Modell eher übermotorisiert, obwohl ich die beiden Schrauben in ihren Flunken fast halbiert hatte. Ich war während der ganzen Zeit auf dem Wasser nur bei 1/4 Fahrt, was schon oberhalb der maßstäblichen Fahrtgeschwindigkeit liegt.
Die Batterie hat nach 1/2 Stunden auf dem Wasser keinerlei Anzeien von Schwäche gezeigt.
Nachdem das Modell aus dem Wasser war, hatte ich nur einige wenige Tröpfchen hinter der Bugklappe und gar kein Wasser im Innenraum. Das von mir eingebaute Süll am Drehpunkt der Rampe hat sehr gut funktioniert.
Zusammengefasst kann ich sagen: fertig!

Es ist kein Fahrmodell, um Sonntasmittags im Trubel Runden auf dem Wasser zu drehen. Dafür muss man zu sehr auf die Wellen und andere Skipper aufpassen. Außerdem ist "Fahrspaß" bestimmt anders zu definieren. Aber es fährt und sieht gut aus. Kommt bestimmt gut an, auf der nächsten Aussetellung des Vereins.
Detlef