Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Lash Carrier  (Gelesen 1460 mal)
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Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« am: 08 Juni 2011, 20:08:09 »

Leider weiß ich nicht allzuviel über Lash Schiffe und habe selbst keinerlei Erfahrung
mit diesem Schiffstyp.

Trotzdem möchte ich dieses Thema hier anreißen und vielleicht können andere
dieses Thema vervollständigen.

Reine Lash Carrier sind so was ähnliches wie ein fahrendes Schwimmdock.
Achtern haben sie sie die großen Schleusentore.


Das Schiff konnte mit Ballasttanks abgesenkt werden..

Speziell entwickelte, standardisierte und schwimmende Barge-Container konnten so
in das Schiff hineingefahren werden. (mit Schleppern)

Ein gewaltiger fahrbarer Kran (Hebebühne) konnte diese Bargen übereinanderstapeln.
Die Be- und Entladungsgeschwindigkeit war enorm und verursachte eine gewaltige
Kostenreduzierung.
Die Schiffe waren sehr schnell von 22 – 30 kn. In den USA und in Europa  wurden diese Systeme sehr schnell aufgebaut.

Das System wurde von einem Amerikaner 1972 erfunden.

Sehr berühmt wurde dieser Schiffstyp durch den Untergang des Hapag LLoyd Schiffes „München“, die innerhalb kürzester Zeit verschwand.

Im Internet gibt es hunderte von Einträgen zu diesem Unfall.

Offiziell gibt es 3 Theorien zum Untergang:

1.   Freakwelle (siehe auch meinen Beitrag)
      http://forum-marinearchiv...dex.php/topic,9131.0.html

2.   Kentern durch negative dynamische Stabilität (Wellenaplitude ca. Schiffslänge und zur hoher Geschwindigkeit)(siehe auch meinen Beitrag)
      http://forum-marinearchiv...dex.php/topic,8771.0.html

3.   Bargen losgerissen und Rumpf durchschlagen

Hier ein Bild der München



Ich persönlich tendiere zu zu 2 wobei 1und 2 natürlich beides sein kann

Anschließend ein paar Internet links: zu diesem Thema


http://www.seefunknetz.de/deat.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Lighter_Aboard_Ship

http://www.zeit.de/1998/51/This_is_Mu_hen

http://commodities-company.de/info_14.html

Außer den reinen Lash Schiffen gab  es auch noch die Kombination von Bargen
im Schiffsrumpf und an Deck Container.

Ich hoffe das ein paar Experten dieses Thema vervollständigen können

viele grüße
Hans
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Chrischnix
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« Antwort #1 am: 08 Juni 2011, 21:07:38 »

Moin Hans

Schön, das du das Thema aufgegriffen hast smiley

Daten zur Barge im Falle der "München"

Länge außen 18,75 m
Breite außen 9,50 m
Höhe außen 3,96 m
Gewicht 87 tons

Vorteil ist wohl auch das mehrere Leichter untereinander
verbunden einen schönen Schubverband hergeben der
die Flüsse rauf und runter gefahren werden kann.
LASH - Lighter abord a ship

Das Schwesterschiff der "München", die "Bilderdyk" könnte noch unterwegs sein ! Edit: 2007 verschrottet
« Letzte Änderung: 08 Juni 2011, 21:32:01 von Chrischnix » Gespeichert
Chrischnix
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« Antwort #2 am: 08 Juni 2011, 21:10:32 »


Die "Bilderdyk" jetzt "Rhine Forest"
http://scheepsfotoruilbeu...lbeurs/2008/02/nb142.html
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olpe
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« Antwort #3 am: 08 Juni 2011, 22:05:10 »

Hallo @Captain Hans,
in der Tat ein interessantes Thema ... hier ein russischer Vertreter: die "SEVMORPUT", atomgetrieben, im aktiven Dienst ...
"SEVMORPUT" in: RosAtom
"SEVMORPUT" in: Shipspotting
"SEVMORPUT" in: GlobalSecurity

Auch im Forum fand das Schiff bereits seine Reflexion:
http://forum-marinearchiv....msg124075.html#msg124075
http://forum-marinearchiv....msg158582.html#msg158582

Grüsse
OLPE
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« Antwort #4 am: 08 Juni 2011, 22:19:34 »

... und hier ein russischer Vertreter mit konventionellem Antrieb:
"ANATOLIY ZHELESNYAKOV"
Grüsse
OLPE
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Urs Hessling
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« Antwort #5 am: 09 Juni 2011, 00:37:18 »

moin,

und der LASH carrier JULIUS FUCIK, http://cgi.ebay.fr/Julius...ageNameZRSS:B:SILF:FR:102  der in Tom Clancys Roman "Der Sturm" (Red Storm Rising) eine wichtige Rolle spielt.

Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
Captain Hans
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« Antwort #6 am: 09 Juni 2011, 05:16:48 »

@ Olpe

ist die Sevmorput noch in Betrieb. huh
Wenn ja müßte es heute das einzige atomgetriebene Frachtschiff der Welt sein huh

viele Grüße

Hans
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olpe
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« Antwort #7 am: 09 Juni 2011, 23:33:02 »

ist die Sevmorput noch in Betrieb. huh
Hallo,
ja, das Schiff ist noch bzw. wieder im aktivem Einsatz ... 2009 hat ein TV-Team an Bord eine Fahrt mitgemacht ...
Phönix 2009
Leider habe ich keine streaming-Adresse gefunden ...
Grüsse
OLPE
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Captain Hans
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« Antwort #8 am: 10 Juni 2011, 02:52:12 »

danke für die schnelle Antwort.
Es ist interessant da es für Atombetriebene Schiffe keinerlei Versicherung gibt.
Der jeweilige Betreiberstaat kommt für alle Folgen auf.
Die meisten Staaten vebieten atomgetriebe Schiffe in ihren Hoheitsgewässern
selbst die amerikanische Marine braucht Sondergenehmigungen.

Gruß

Hans
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Tom Riddle
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« Antwort #9 am: 25 Juli 2011, 20:22:42 »


...

Sehr berühmt wurde dieser Schiffstyp durch den Untergang des Hapag LLoyd Schiffes „München“, die innerhalb kürzester Zeit verschwand.

Im Internet gibt es hunderte von Einträgen zu diesem Unfall.

Offiziell gibt es 3 Theorien zum Untergang:

1.   Freakwelle (siehe auch meinen Beitrag)
      http://forum-marinearchiv...dex.php/topic,9131.0.html

2.   Kentern durch negative dynamische Stabilität (Wellenaplitude ca. Schiffslänge und zur hoher Geschwindigkeit)(siehe auch meinen Beitrag)
      http://forum-marinearchiv...dex.php/topic,8771.0.html

3.   Bargen losgerissen und Rumpf durchschlagen

...


Moin!

Um mich kurz vorzustellen und meinen Hintergrund darzustellen: ich bin gelernter Matrose/Pumpenmann (Handelsmarine)/Nautiker, heute im
Kastatstrophenschutz an Land tätig.

Zum Thema "München" möchte ich folgendes ins Feld führen.

Mein Vater (Nautiker A6, später Fachredakteur bei der "Hansa") und ich hatte gerade erst die München wieder am "Wickel". Wir beide gehen davon aus, daß weder 1. bis 3. zutreffen.

Folgende Fakten sprechen dagegen:

a) als einer der ersten, die den Notruf aufnahmen, waren ein sowjeteisches Schiff. dieses unterbrach das "mayday relay" mit einem russischemcodewort, das für  "Antenne down" stand, sendete aber Augenblicke später wieder au anderen Frequenzen (siehe Protokolle des Seeamts).

b) das von der München zum Zeitpunkt des Unglücks durchfahrende Gebietes war ein bekannter "Tummelplatz" größerer U-Boote beider Seiten.

c) bei dem zu dem Zeitpunkt herrschenden Seeganges ist eine vernünftige Peilung aufwärts von einem U-Boot nach oben nicht möglich

d) sind die Unterlagen sowohl in den USA als auch den Moskau kurz vor Ablauf der verschlußfrist verlängert worden

Ich möchte mein erstes Psoting hier nicht mit wilden Spekulationen eröffnen, abe rich rede nciht von einem "Abschuß" sondern von einem tragischen Unglück, bei dem die München von unten gerammt wurde.

Diese Möglichkeit wurde weder vor dem Seeamt noch in weiterer späterer Berichterstattung auch nur in Betracht gezogen.

Ud wer dieses nicht nachvollziehen kann: es gibt genügend andere Beispiele, daß U-Boote die zivile Schiffahrt behindert oder auch in Gefahr gebracht haben. Es ist wiederholt vorgekommen, daß deutsche /Bundesmarine) U-Boote im Skagerak in die Netze von dortigen Fischern gerieten und es drohte die Gefahr, daß sie die Boote mit in die Tiefe zoen. Nur als Beispiel

TR
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Chrischnix
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« Antwort #10 am: 25 Juli 2011, 20:59:04 »


Natürlich würde nur ein Auffinden und Untersuchen des Wracks
Hinweise auf eine mögliche Kollision geben.
Ich empfehle aber unbedingt das Buch : "Die letzte Fahrt der MÜNCHEN" von
Lars Schmitz-Eggen.
Sachlich und dennoch Spannend und damit hat man schon sehr viel Hintergrundmaterial.
Schade das wir Robert Ballard nicht davon überzeugen können, nach dem Wrack zu suchen wink
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Chrischnix
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« Antwort #11 am: 25 Juli 2011, 22:05:15 »


Apropos Tom, willkommen an Bord smiley
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Captain Hans
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« Antwort #12 am: 25 Juli 2011, 22:34:22 »

hallo Tom

erst einmal herzlich Willkommen an Bord.

Diese Theorie über die München höre ich zu ersten Mal. Weiss nicht
Gibt es darüber irgenwelche Berichte oder sogar Unterlagen huh


viele Grüße

Hans
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Chrischnix
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« Antwort #13 am: 25 Juli 2011, 22:47:57 »


3.   Bargen losgerissen und Rumpf durchschlagen


Würde m.E. auch Sinn machen, die Bargen waren ja mit Coils beladen, die wiegen nicht gerade wenig:
http://de.wikipedia.org/wiki/Coil
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Captain Hans
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« Antwort #14 am: 26 Juli 2011, 00:24:09 »

Hallo Tom

ich hab mir mal deine U-Boot Theorie durch den Kopf gehen lassen.

Um ehrlich zu sein ich halte sie für äußerst unwahrscheinlich.
Obwohl alles möglich ist.

Tiefgang München = 10-12 m
Seegang 10 - 12 m
Warum sollte ein U-Boot bei diesem schweren Seegang auf so geringer
Tauchtiefe fahren, da es bei dieser Tauchtiefe den Seegang noch zu spüren bekommen würde.
Ich bin zwar kein U-Boot Experte aber ich denke daß ein U-Boot bei diesem Seegang mindestens mit einer Tauchtiefe
von 50 - 60 fahren würde, da dann der Seegang nicht mehr sprübar wäre.
Aber vielleicht können unsere U-boot Experten mehr dazu sagen.

Die Kollision müßte schon sehr heftig gewesen sein, um die München in Minuten zu versenken.
In jedem Falle hätte es das U-Boot auch entschärft oder zumindestens zum Auftauchen gezwungen.

Ich hab mehere offizielle Berichte (GL, SeeBG, US Coast Guard, Nautical Institute,London) zu diesem Unfall gelesen aber diese Theorie tauchte nirgendwo auf.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, daß dies alles vertuscht werden konnte.

Nichts für ungut , ich bleib bei meinen Theorien

Aber nachweisen kann ich es auch nicht Anbet

viele Grüße

Hans
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