Urs Hessling
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« am: 28 Juni 2011, 12:50:41 » |
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moin, Manfreds Frage zu den Türmen der Pensacola-Klasse brachte mich auf folgende Fragespur: auf britischen Schiffen wurden die achteren Geschütztürme in Vierer-Standardaufstellung, abweichend von der Nennweise in der Kaiserlichen Marine und Kriegsmarine, als "X" und "Y" bezeichnet. Logisch (zumindest teilweise  ) dann, wenn ich im vorderen Schiffsteil von vorn und achtern von achtern zähle. Frage 1 : Warum wurde "Z" nicht verwandt ? Aberglauben  ? Auf den Schlachtkreuzern der Invincible-Klasse hießen die außerhalb der Mittschiffslinie stehenden Türme "P" (Bb vorn) und "Q" (Stb achtern) Auf den Schlachtkreuzern der Lion-Klasse hieß der "mittlere" (in der Mittschiffslinie stehende) Turm (auch) "Q" Gibt´s dafür eine (belegte) Erklärung ? Es kommt noch schöner: Auf den Kreuzern der Dido-Klasse hieß der dritte vor der Brücke stehende Turm "C" Auf den Schlachtschiffen der Nelson-Klasse hieß der dritte, vor der Brücke stehende Turm "X" Warum ? weil er nicht in Vorausrichtung feuern konnte ? Wer weiß etwas darüber ? Gruß, Urs
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« Letzte Änderung: 28 Juni 2011, 13:09:07 von Urs Hessling »
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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t-geronimo
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« Antwort #1 am: 28 Juni 2011, 13:17:38 » |
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Bei der Nelson-Klasse wird es wohl daran gelegen haben, dass ein früherer Entwurf ja vorgesehen hatte, zwei Türme vorn und einen direkt hinter der Brücke zu platzieren. Diese Namensgebung hat man dann wohl übernommen.
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Schöne Grüße Thorsten --
"There is every possibility that things are going to change completely."
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Urs Hessling
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« Antwort #2 am: 28 Juni 2011, 21:43:59 » |
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moin, Thorsten, als Hypothese 1a  aber: Belege ? Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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t-geronimo
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« Antwort #3 am: 28 Juni 2011, 22:49:28 » |
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Nein, sowohl Raven/Roberts als auch Neil McCart, "Nelson & Rodney, 1927-1949", erwähnen die früheren Design-Studien, gehen aber nicht explizit auf die Namensgebung des letztendlich gebauten Entwurfes ein.
Lediglich bei Navweaps habe ich noch folgendes gefunden, aber ohne konkrete Quellenangabe: "The third turret from the bow was designated as "X" turret, not "C" turret. This was apparently done in order to keep a commonality with previous ships."
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harold
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« Antwort #4 am: 29 Juni 2011, 00:06:23 » |
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Andernorts die selben Fragen: http://theminiaturespage....m/boards/msg.mv?id=164984Die These der phonetischen Differenzierung beim "spelling" scheint mir da noch am glaubwürdigsten, eindeutig vernehmbar in einem Sprachrohr oder verrauschten Telefon neben Gefechtsgetöse sind die Vokale, nicht die Konsonanten. Leicht off-topic: In der französischen Marine übrigens von vorne gezählt, mit römischen Zahlzeichen (I - V), aber da klingen die Zahlen distinktiv verschieden; in der italienischen von vorne mit arabischen Zahlzeichen (1 - 5), auch da kaum Verwechslung möglich. Wie hielten es denn - als die getreuen Lehrlinge der RN - die Japaner?  Harold
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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande." Leonhard Euler
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Urs Hessling
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« Antwort #5 am: 29 Juni 2011, 08:26:07 » |
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moin, Harold,
danke für den interessanten Link. Die Antwort macht dann Sinn, wenn "nur" der Buchstabe "gesprochen" wird.
In der deutschen Marine wurde aber nicht A, B, C, D gesagt, sondern, wie wir wissen, Anton, Berta (?), Cäsar, Dora (vergleichbar dem NATO-Alphabet)
Frage 1 Was ist (war) richtig, Berta oder Bruno ?
Frage 2 Gab´s das auch in der Royal Navy, und wie hießen dann die "Buchstabenworte" ?
Gruß, Urs
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« Letzte Änderung: 29 Juni 2011, 08:37:01 von Urs Hessling »
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Thoddy
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« Antwort #6 am: 29 Juni 2011, 08:55:02 » |
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Berta ist ein Frauenname---Aberglaube?
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Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
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Big A
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« Antwort #7 am: 29 Juni 2011, 09:08:51 » |
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Watts (Japanese Warships of WW II) spricht immer von "A" "B" turret und buchstabiert durch, z.B. bei ISE: "C" and "D" turret were removed. Ich kann aber nicht sagen, ob das nur sein Interprätation ist. Jedenfalls würde eine Nummerierung auf Japanisch wenig Sinn machen, wenn man Harolds "Kommunikationsproblem" bedenkt (Zahlen auf Japanisch wären dann "ichi"; "ni"; "san"; "shi" für 1,2,3,4;) leicht zu verwechseln im BÜ
Axel
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If you want to kick the tiger in his ass you'd better have a plan for dealing with his teeth... Sometimes it is entirely appropriate to kill a fly with a sledge-hammer.
Real men don't need experts to tell them whose asses to kick.
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kgvm
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« Antwort #8 am: 29 Juni 2011, 09:39:29 » |
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@ Thoddy: Berta nein, aber Dora ja? An den Frauennamen kann es also nicht liegen!
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Leipzig
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« Antwort #9 am: 29 Juni 2011, 09:59:03 » |
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Ich denke, das ist eine eher inoffizielle Praxis. Auf SMS "Derfflinger" hießen die Türme z. B. "Anna" (!), "Bertha", "Caesar" und "Dora" (jedenfalls nach dem Buch ihres I. AO v. Hase), auf SMS "Lützow" dagegen "Alsen", "Bautzen", "Culm" und "Düppel" nach Gefechtsorten von 1813 bzw. von 1864.
Gruß Leipzig
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Urs Hessling
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« Antwort #10 am: 29 Juni 2011, 13:15:36 » |
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moin, auf SMS "Lützow" dagegen "Alsen", "Bautzen", "Culm" und "Düppel" nach Gefechtsorten von 1813 bzw. von 1864.
stimmt, aber wurden sie in der Befehls- und Meldesprache im Gefecht auch so genannt ? Auf den Panzerschiffen der Deutschland-Klasse und anderen Schiffen der Reichs- und Kriegsmarine hatten die Türme auch Namen (außen erkennbar), aber (rpt) wurden sie in der Befehls- und Meldesprache im Gefecht auch so genannt (oder nur "Anton", usw.) ? Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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t-geronimo
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« Antwort #11 am: 29 Juni 2011, 15:16:20 » |
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In allen offiziellen Dokumenten, die ich auf die Schnelle durchgesehen habe (Bericht I.AO Hipper vom Glowworm-Gefecht, Bericht I.AO Scharnhorst vom Glorious-Gefecht, Artillerie-technischer Erfahrungsbericht Gneisenau von OP "Berlin", Konstruktionszeichnung Deutschland/ Lützow, Bericht Scheer über HX-84-Gefecht), werden die SA-Türme immer mit "Turm A" usw. bezeichnet. Darüber hinaus kann ich mich aus meiner sämtlichen KM-Literatur vom Sprachgebrauch her nur an "Turm A" oder "Turm Anton" erinnern - aber Erinnerung kann anfällig sein für Lücken... 
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ufo
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« Antwort #12 am: 30 Juni 2011, 11:37:10 » |
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Nein, sowohl Raven/Roberts als auch Neil McCart, "Nelson & Rodney, 1927-1949", erwähnen die früheren Design-Studien, gehen aber nicht explizit auf die Namensgebung des letztendlich gebauten Entwurfes ein.
Lediglich bei Navweaps habe ich noch folgendes gefunden, aber ohne konkrete Quellenangabe: "The third turret from the bow was designated as "X" turret, not "C" turret. This was apparently done in order to keep a commonality with previous ships."
Im Gegensatz dazu bezeichnet Oscar Parkes in "British Battleships" den dritten Turm von Nelson ausdruecklich mit 'C'. Ich hab bei raschem Durchblaettern keinen Beitrag explizit zur Benennung der Tuerme gefunden aber hie und da lesend scheint das ein simples Schema gewesen zu sein, wonach auf dem Vordeck die Tuerme 'A', 'B' und 'C' stehen und achtern die Tuerme 'X', 'Y' und 'Z'. Die Gruppen werden von vorne gelesen. So ist es also ein rein Schiffbaulicher Effekt gewesen, dass praktisch kein Schiff einen 'Z' Turm gehabt hat. Aus dem Kopf faellt mir lediglich HMS Agincourt ein mit der Bestueckung AB PQ XYZ. Ich denke was die Mitteltuerme betrifft sind 'M' und 'N' denkbar ungeeignet zur Unterscheidung. Ich vermute dass 'P' und 'Q' die ersten nutzbaren Buchstaben waren. Soweit ich weiss sind Tuerme nicht im phonetischen Alphabet angesprochen worden sondern mit ihrem Buchstaben - also 'A Turret' nicht 'Alpha Turret'. In einem Gefechtsbericht sah ich mal HMS Agincourts 'Y Turret' erwaehnt - also nicht den 'Saturday Turret'. Die Benennung mit den Wochentagen war also offenbar mehr fuer den friedlichen Day to Day Gebrach. Ich kenne aber auch den sehr malerischen Ausdruck 'a weeks worth of fire' fuer eine Breitseite von HMS Agincourt. Ufo
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Teddy Suhren
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Name: Jörg Kießwetter Ort: Hungen / Hessen
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« Antwort #13 am: 30 Juni 2011, 12:40:30 » |
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Hai
Ich kann mir nicht vorstellen das jemand Bordintern von Turm 'Hitler' und 'Hindenburg' (für PS Deutschland) gesprochen hat. Anton und Bruno oder A und B ist wohl eher drin. Wie sieht's den bei der IJN Tone Klasse aus (vier Türme auf dem Vorschiff)?
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Gruß Jörg
I’ve been through two wars and I know. I’ve seen cities and homes in ashes. I’ve seen thousands of men lying on the ground, their dead faces looking up at the skies. I tell you, war is Hell! (W.T.Sherman)
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Thoddy
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« Antwort #14 am: 30 Juni 2011, 17:15:26 » |
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ich bild mir ein in den MDVs betreffend Geschützunterricht in der Kriegsmarine dürfte was drinstehen wie die Kommandos für eine Zielansprache sind
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Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
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