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Autor Thema: Bezeichnung der Geschütztürme  (Gelesen 1415 mal)
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Urs Hessling
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« Antwort #15 am: 30 Juni 2011, 19:55:19 »

moin, Ufo,

danke  Top Matrose gruesst

steht in Deinen Unterlagen auch etwas darüber, warum Lion´s dritter Turm Q und nicht X hieß ?

Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
Thoddy
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« Antwort #16 am: 30 Juni 2011, 20:25:12 »

weil er mittschiffs sitzt
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Meine Herren, es kann ein siebenjähriger, es kann ein dreißigjähriger Krieg werden – und wehe dem, der zuerst die Lunte in das Pulverfaß schleudert!
ufo
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« Antwort #17 am: 30 Juni 2011, 21:59:39 »

Richtig!

Parkes bezeichnet die Lion Class ausdruecklich als die Schlachtkreuzer Ausgabe der Conquerer Class Schlachtschiffe (AB Q XY Konfiguration) und bemaengelt, dass man um extra Kesselraum einzubauen den Turm 'X' der Conquerer wegfallen liess und nicht den generell unguenstiger plazierten Turm Q. Lions dritter Turm stand zwischen den Schornsteinen (AB Q X Konfiguration) mit - wie Parkes bemaengelt - unnoetig schlechtem Bestreichungswinkel fuer 'Q'.

Ufo
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Urs Hessling
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« Antwort #18 am: 30 Juni 2011, 23:13:05 »

moin

weil er mittschiffs sitzt
Richtig!

Das ist in Anbetracht der Bezeichnung der Türme auf der Invincible-Klasse für mich noch kein überzeugendes Argument.

Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
harold
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« Antwort #19 am: 30 Juni 2011, 23:17:36 »

Die Frage nach der Begründung der Turmaufstellung hatten wir doch schon mal -
http://forum-marinearchiv...topic,959.0.html#lastPost
- vielleicht könnten wir da mal "geistig verknüpfen"?
----
Zur Bezeichnung A-B-C etc; X-Y-Z; P-Q :
vielleicht hilft da die Geschichte der Mathematik oder der Darstellenden Geometrie etwas weiter?
- a-b-c-d sind die üblichen geometrischen Bezeichnungsreihenfolgen von Vielecken (=> erstmalige deutsche Hexagonalaufstellung?),
- x-y-z sind normalerweise in Gleichungen angesetzte Variablen, oder Koordinaten-Bezeichnungen,
- p-q(-r-s) werden in der DG oft verwendet, wenn es um Projektionen geht.

Die Jungs, die diese Dinge erst mal gerechnet und gezeichnet hatten, haben in ihrem Schulsack noch das alte aleph-beth-gimel gehabt, ihre Winkel noch brav mit alpha, betta, gamma oder omega, rho, phi bezeichnet. Vielbelächelte "Inschenieere", Absolventen polytechnischer Schulen, und eben genau DIE Leute, welche das Ende des 19. Jhdts prägten (zumindest in Europa).

Nur mal so ne Idee dazu (ich lese gerade viel aus den Jahren 1860 bis 1890; vielleicht bringt mich das auf diese Idee)
 Matrose gruesst Harold



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"Wenn dies auch der Wahrheit zu widersprechen scheint, so müssen wir doch der Rechnung mehr trauen denn unsrem allgemeinen Verstande."
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ufo
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« Antwort #20 am: 01 Juli 2011, 13:35:05 »

moin

weil er mittschiffs sitzt
Richtig!

Das ist in Anbetracht der Bezeichnung der Türme auf der Invincible-Klasse für mich noch kein überzeugendes Argument.

Gruß, Urs

Hmmm - Ich hab nie gesagt es ist logisch  grin

Ok - wenn ich Dich recht verstehe moechtest Du einen Turm 'P' auf HMS Lion?

Das waere logisch. Aber ich schrieb weiter oben ausdruecklich, dass soweit ich weiss nur die Buchstabengruppen ABC und XYZ strikt von vorn nach hinten gelesen werden. Die Mittelgruppe scheint weniger logisch aufgebaut zu sein. Ein einzelner Mittelturm ist offenbar stets Turm 'Q'. Erst wenn ein weiterer Turm innerhalb der Aufbauten steht gibt es Tuerme 'P' und 'Q'.

Eine sinnvolle Erklaerung dafuer kenne ich nicht. Auch habe ich ad hoc keine Britische Nomenklatur fuer zum Beispiel eine SMS Nassau oder auch nur fuer HMS Dreadnought gefunden, so dass man mal sehen koennte wie die mittlere Buchstabengruppe erweitert wird, wenn weitere Geschuetztuerme dazu kommen.

Darf man spekulieren? Die Royal Navy ist 80% Tradition und dann nochmal je 10% Seemannschaft und 10% Schiffbaukunst. Ein Ship of the Line first Class hatte drei Batteriedecks. Wollte man das Schiff weiter bestuecken, dann schleppte es Kanonen in den Aufbaudecks herum, auf dem Quarterdeck oder kurz Q-Deck. Vielleicht hat daher der erste Geschuetzturm, der in den Aufbauten stand seinen Namen her bekommen. Warum dann der naechste 'P' statt 'R' heisen sollte  huh

Waere wirklich mal interessant ein Britisches Dokument zu sehen wo ein Layout wie bei der Nassau Klasse beschrieben wird. Ob das Mittschiffs NOPQ waere oder PQRS?

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Ufo
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« Antwort #21 am: 01 Juli 2011, 13:55:50 »

P wie Poop-deck ?   huh
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Diskutiere nie mit Idioten , sie ziehen dich auf ihr Niveau herab und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung .

Gruß  DIRK
Herr Nilsson
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« Antwort #22 am: 01 Juli 2011, 15:37:54 »

Die Mittelgruppe scheint weniger logisch aufgebaut zu sein. Ein einzelner Mittelturm ist offenbar stets Turm 'Q'. Erst wenn ein weiterer Turm innerhalb der Aufbauten steht gibt es Tuerme 'P' und 'Q'.

Ohne es jetzt überprüft zu haben: Ruhestellung P nach vorne Q nach hinten?  undecided

Edit: ...und P wie port?
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Gruß Marc
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« Antwort #23 am: 02 Juli 2011, 17:27:09 »

Ein recht interessantes Thema, überrascht war ich von den Turm-Bezeichnungen bei der Nassau-Klasse
und bei der Agincourt mit ihren sieben Geschütztürmen in Mittschiffsaufstellung.

Aber das führt für mich gleich zu weiteren Fragen:

1. Wie mag es sich hinsichtlich der Bezeichnungen wohl verhalten haben bei den britischen Schiffen mit
   "mixed main armament" aus der Vor-Dreadnought-Zeit?
   Ich denke hier z. B. an die Lord Nelson-Klasse (Stapelläufe 1906) mit ihren zwei 30,5-cm-Türmen vorn
   und achtern sowie je drei 23,4-cm-Türmen pro Seite oder an das Extrem bei den Panzerkreuzern der
   Minotaur-Klasse (Stapelläufe 1906/07) mit ihren zwei 23,4-cm-Türmen vorn und achtern und den je
   fünf (!) 19-cm-Türmen pro Seite.

2. Wie verhält es sich eigentlich bei der Mittelartillerie, soweit diese in Türmen an den Schiffsseiten aufge-
   stellt wurde?
   Hier denke ich an die 13,3-cm-Türme der King George V-Klasse, die 15-cm-Türme der Nelson-, Scharnhorst-
   und Bismarck-Klasse und die 17-cm-Einzeltürme der Braunschweig-Klasse.

        Gruß an die vielen ausgezeichneten Sachkenner im Forum!

             RePe
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Urs Hessling
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« Antwort #24 am: 02 Juli 2011, 20:53:36 »

moin,

Ohne es jetzt überprüft zu haben: Ruhestellung P nach vorne Q nach hinten?  undecided

Gemäß Weyer (1914) : ja

Gruß, Urs
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« Antwort #25 am: 02 Juli 2011, 22:58:46 »

In der Kriegsmarine wurde die MA nach der Seite benannt und dann von vorn nach hinten mit römischen Zahlen durchnummeriert und das Kaliber dazu genannt, also z.B. "Steuerbord-I-15-cm" oder "Backbord-III-15-cm".
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Schöne Grüße
Thorsten
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« Antwort #26 am: 03 Juli 2011, 23:10:06 »

moin,

Ohne es jetzt überprüft zu haben: Ruhestellung P nach vorne Q nach hinten?  undecided

Gemäß Weyer (1914) : ja

Gruß, Urs

Aber soweit ich das bei Parkes sehen kann gilt das nicht als generelle Regel fuer die Benennung. HMS Dreadnought ist angegeben mit der Konfiguration A PQ XY. Da sind die beiden in Zurrstellung vorwaerts richtenden Fluegeltuerme 'P' und 'Q'. Ebenfalls interessant, dass 'X' und 'Y' durchaus durch einige Aufbauteile getrennt sind. Offenbar zaehlt ein Turm lediglich als Teil der Schiffsaufbauten, wenn er wie Turm 'Q' der HMS Lion, von Teilen des Schiffsantriebes oder Vergleichbarem eingeschlossen ist. Lions Turm hat noch Maschienenraum mit einem Schornstein hinter sich stehen. Bei HMS Dreadnought steht offenbar lediglich der achtere Leitstand auf Deck zwischen den beiden hinteren Tuermen.


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Urs Hessling
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« Antwort #27 am: 03 Juli 2011, 23:29:43 »

moin,

Aber soweit ich das bei Parkes sehen kann gilt das nicht als generelle Regel fuer die Benennung.

stimmt; ich war bei meiner Antwort in Gedanken noch ganz auf "Invincible" fixiert.

Gruß, Urs
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