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Autor Thema: Weltwirtschaft – ueberholen die Erzfrachter die Oeltanker?  (Gelesen 1502 mal)
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ufo
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« am: 30 Juni 2011, 16:32:44 »

China baut sich in einem Transportverbund mit Brasilien Dickschiffe, bedeutender als Flugzeugtraeger, wichtiger als U-Boote – Dampfer fuer eine Wirtschaftswundernation.

Im Jahre 2008 beguckte De Norske Veritas was China am planen ist:

http://www.dnv.com/indust...2008/theworldslargest.asp

Im Maerz diesen Jahres ging es dann in Fahrt:

http://www.dnv.com/indust...rldslargestorecarrier.asp


Eine unter vielen, vielen Aspekten interessante Entwicklung! Die Weltwirtschaft tickt nicht mehr nach den Uhren auf beiden Seiten des Nordatlantik. Die Alte und die Neue Welt diktieren nicht mehr das Tempo und die Abmessungen. Keiner der Frachter ist dafuer gedacht regelmaessig Nordamerikanische oder Europaeische Haefen anzulaufen auch wenn in einem etwas ironischen Zug des Schicksals die Jungfernfahrt der 'Vale Brasil' anstatt nach China nach Italien gehen musste. Die Chinesen hatten ihre Entladehaefen wohl noch nicht ausgebaut. Aber im Prinzip sind Europaeische Gewaesser etwas mehr ein Randmeer der Weltwirtschaft.

Und jetzt schon ruehrt sich Interesse, ob solche Dampfer den Kohletransport zwischen Indonesien und Indien wuppen koennten. Europa und die USA sind in vielen Aspekten abgehaengt worden.

Das mag gut tun. Mein kleines Inselkoenigreich mit der Wirtschaftskraft einer eher mittleren Chinesien Provinz fuehrt sich immer noch auf als sei das Empire grad erst wenige Jahre her. In der alten Welt ist nachdenken angesagt, nachdenken uber die eigene Bedeutung und nachdenken ueber die Grenzen des Wachstums; nachdenken auch ueber eine neue Definition von Wachstum, eine die Lebensqualitaet, die Kultur staerker beruecksichtigt.

Das Wirtschaftswunder aber, das faszinierte schauen auf immer neue Spruenge in Sozialprodukten, auf immer groessere, immer schnellere Objekte – das haben jetzt wohl die anderen Erdteile. Es sei ihnen gegoennt.

Und fuer die unter uns, die sich noch irgendwie wehmuetig an Riesendampfer aus den Siebzieger Jahren erinnern, gibt es wieder etwas zu bestaunen.

Ufo
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Captain Hans
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« Antwort #1 am: 30 Juni 2011, 19:06:32 »

Hallo UFO

ich hab gedacht die Zeit dieser Riesenmonster sei vorbei - eine erstaunliche Entwicklung

Bei den Tiefgängen, die diese Schiffe im beladenen Zustand haben müsssen natürlich auch
die Verlade- und Löschanlagen entsprechend sein.
Interessant der Rundbug für den beladenen Zustand und der spezielle Tropfensteven für die
verschiedenen Ballastzustände.

Ökonomisch rechnen sich solche Monster besser als mehere kleinere Bulker und umweltfreundlicher
sind sie auch.

Ich hoffe die Festigkeit sowie die Berechnungen des DNV für Torsion, Sheering Force und Bending Moments
für Hogging und Sagging sind koreckt. rolleyes
Hoffentlich haben sie diesmal auch die im Schiff autretenden Interferenzen und Resonanzen aller Schwingungen
berücksichtigt.
Die Unkenntnis des letzteren hat schon mal 4 japanischen Bulkcarriern ein jehes Ende bereitet.

Besonders interessant wird es, wenn diese Schiffe 16 Jahre und älter sind und wie dann die Berechnungen
aussehen wenn der Stahl zu einem großen Prozentsatz weggerostet ist.
Den gerade dann waren in der Vergangenheit die Überprüfungen doch sehr schlodderig angry

auf jeden Fall eine interessante Entwicklung

viele Grüße

Hans
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Albatros
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« Antwort #2 am: 01 Juli 2011, 14:57:01 »

Mal nur so zum Vergleich, sooo viel größer als die Berge Stahl ist die 'Vale Brasil' nun auch nicht....

http://de.wikipedia.org/wiki/Berge_Stahl 

http://de.wikipedia.org/wiki/Vale_Brasil

 Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #3 am: 01 Juli 2011, 15:07:00 »

Hallo Manfred ..immerhin 19m länger.. smiley
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ufo
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« Antwort #4 am: 01 Juli 2011, 17:08:48 »

Mal nur so zum Vergleich, sooo viel größer als die Berge Stahl ist die 'Vale Brasil' nun auch nicht....

http://de.wikipedia.org/wiki/Berge_Stahl 

http://de.wikipedia.org/wiki/Vale_Brasil

 Matrose gruesst

Manfred

Ein schoener und sehr treffender Vergleich wie ich finde. Nein, nein - natuerlich gibt es dickere Brocken. Noch ist soweit ich weiss auch die Knock Nevis in einem Stueck auch wenn die nur mehr Terminal ist. Noch sind also auch Oeltanker groesser als Massengutfrachter. Aber wie Hans schon schrieb - es war eigentlich gar nicht zu erwarten, dass so Riesenbiester nochmal wieder hip werden. Die Berge Stahl, die im Europa Verkehr faehrt, muss so um ein viertel Jahrhundert alt sein inzwischen, sie ist ein Einzelstueck und sie wirkte lange wie das Ende einer Aera. Nun sollen vom Baumuster der (geschaetzt) 12% groesseren Vale Brasil gleich gut 30 Stueck gebaut werden. Die letzte Baureihe Ultra Large Crude Carrier brachte es mal grade auf vier Exemplare und davon sind glaube ich nur mehr zwei unterwegs. Scheint so als ob die Wirtschaft brummt ... bloss anderswo.

Ufo
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Albatros
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« Antwort #5 am: 01 Juli 2011, 18:34:34 »

Knock Nevis...... Matrose zwinkert

http://forum-marinearchiv....msg123895.html#msg123895

Das wir hier in Europa und auf der anderen Seite des Atlantiks in Nordamerika nicht mehr lange die erste Geige in absoluten Zahlen in der Weltwirtschaft spielen ahnt man schon seit längerem.
Nur muss das ein Nachteil für uns sein ? Ich meine nicht. Schlicht ausgedrückt, wir bekommen erst Probleme wenn denen mehr einfällt als uns, vorher nicht!

 Matrose gruesst

Manfred
« Letzte Änderung: 01 Juli 2011, 19:31:30 von Albatros » Gespeichert
Captain Hans
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« Antwort #6 am: 01 Juli 2011, 22:07:19 »

Hallo Manfred

das sehe ich genauso  Matrose gruesst

viele Gruesse

Hans
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ufo
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« Antwort #7 am: 01 Juli 2011, 22:28:06 »


Och, schade! Obwohl ich ja gestehen muss, dass ich in punkto schoener Riese die Batillus Klasse ungeschlagen fand. Ich finde die hatten schoene Linien fuer reine Zweckbauten. Knock Nevies war einfach nur gross. Und die Batillus waren mit ihrem Twinantrieb eigentlich unwahrscheinlich sicher. Ich denke nach wie vor ein gut gepflegter Einhuellentanker mit Zwillingsmaschiene ist einem moderat gammeligen Doppelhuellentanker bei weitem vorzuziehen.

Na, dann sind die Massengutfrachter ja noch etwas dichter dran den Tankern die Krone abzunehmen. Ich glaube aber die TI CLass ULCC sind noch einige dwt dicker als Vale Brasil


Das wir hier in Europa und auf der anderen Seite des Atlantiks in Nordamerika nicht mehr lange die erste Geige in absoluten Zahlen in der Weltwirtschaft spielen ahnt man schon seit längerem.
Nur muss das ein Nachteil für uns sein ? Ich meine nicht. Schlicht ausgedrückt, wir bekommen erst Probleme wenn denen mehr einfällt als uns, vorher nicht!

 Matrose gruesst

Manfred

Nee, nee - ein wenig Nebenschauplatz der Weltgeschichte tut uns sicher gut hier - grade wie ich oben schon sagte meinem kleinen Rest-Empire hier auf der Insel. Zeit zum Umdenken fuer Europa waerend andere Wirtschaftswunder und Industrielle Revolution in einem spielen.
Richtig - ich denke auch in Punkto breite Massenbildung, Inovation und Hoechstqualifikation bei Arbeitskraeften sind wir 'den Neuen' noch eine ganze Weile voraus. Mal; hoffen, dass das nicht leichtfertig verspielt wird.

Ufo   
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« Antwort #8 am: 03 Juli 2011, 11:36:24 »


 Ich glaube aber die TI CLass ULCC sind noch einige dwt dicker als Vale Brasil

Ufo   

Stimmt, so ca. 40.000 dtw...... Matrose zwinkert

http://de.wikipedia.org/wiki/TI_Oceania

http://de.wikipedia.org/wiki/Vale_Brasil

 Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #9 am: 21 Juli 2011, 08:00:57 »

Kleiner amuesanter Nachtrag:
"Vale Brasil" diebereits mit einer Ladung Kohle von Brasilien nach China unterwegs war aenderte In Suedafrika den Kurs Richtung Europa weil kein chinesischer Hafen das Schiff aufnehmen will. Nun denkt Vale daran, bestehende Auftraege in kleinere Schiffe umzuwandeln (200-250.000 dwt). Quelle: Maritime Hotline 13/11, Seite 7
Ein Schelm wer boeses dabei denkt. wink
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ufo
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« Antwort #10 am: 21 Juli 2011, 12:51:41 »

Spannend! Hatte ich so noch gar nicht gehoert!

Die Reuters Meldung von Mitte/Ende Juni klang eher banal und mehr nach einem Versehen im Terminplan. Im Hafen von Dalian sollen im Juni /Juli noch erheblich Baggerarbeiten im Gange gewesen sein. Ein voll beladener ULBC waere da wohl eher im Weg gewesen.

Ein Statement von Vale meinte das naechste Schiff der Serie die 'Vale China' werde einen Chinesischen Hafen (also wohl Dalian) als Port of Call haben. Da klang das nicht so als ob da viel Sand im Getriebe ist.

By the way - sie hat Eisenerz an Bord gehabt, oder?

Ufo

 
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« Antwort #11 am: 21 Juli 2011, 12:57:54 »

Hier:

http://www.oil-electric.c.../vale-china-launched.html

wird eher ganz banal vermutet, dass man in China keinen in Korea gebauten Dampfer den neuen Tiefwasserhafen einweihen lassen wollte. 'Vale Brasil' wurde in Korea gebaut, ihre Schwester 'Vale China' in China. Politics ...  rolleyes

Ufo
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« Antwort #12 am: 21 Juli 2011, 16:38:15 »

Meine Quelle sagte tatsaechlich Kohle, macht aber eigentlich keinen Sinn. Die vermuteten, dass die Weigerung etwas mit  etwaigen Erhoehungen des Eisenerzpreises durch Vale zu tun hat.  rolleyes
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ufo
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« Antwort #13 am: 21 Juli 2011, 18:40:29 »

In einem Statement von Vale:

http://www.bloomberg.com/...o-to-china-as-needed.html

heist es auch nur ganz banal, dass die Chinesen in Dalian sowieso noch am buddeln waren und die Italiener ganz nett gefragt haben ob wohl ein Schaeufelchen Erz oder auch zwei ueber sein und dann hat man halt umdisponiert und den Dampfer ins Mittelmeer geschickt.
Aber die Intention scheint eindeutig zu sein den Dampfer im Wesentlichen im Asienhandel laufen zu lassen.

Man wird sehen.

Ufo   
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« Antwort #14 am: 07 September 2011, 19:26:49 »

Bergbaukonzern Vale erwägt Flottenverkauf......

http://www.ftd.de/unterne...perfrachter/60101154.html

 Matrose gruesst

Manfred
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