"Warum baute man dann bei "normaleren Schiffen (Nichtfranzosen) den geringen Seiteneinfall ein?"Eine der Vermutungen ist, um vernünftige Bestreichungswinkel für seitwärts aufgestellte Artillerie zu erreichen, und dabei weit von der Schiffsachse entfernte große Gewichte zu vermeiden, zB so was:

(USS Texas, Foto 1898; Quelle
http://www.cityofart.net/bship/frameset4.htm)
lauter weitauskragende Schwalbennester bis fast an die CWL ... ist gar nicht gut für Seeverhalten, und der (mit immer größer werdenden v0) steigende Mündungsdruck verhindert das Ausnutzen der Bestreichungswinkel in den Endlagen.
Dazu hatten wir mal eine Diskussion, die dann versandet ist, nämlich über die (theoretischen) Bestreichungswinkel des "all-big-gun-ships" ca 1880-90,
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http://forum-marinearchiv...dex.php/topic,9013.0.htmlWenn man sich im genannten thread zB "Pelayo" ansieht, ist die Funktion für den zum Oberdeck hin eingezogenen Querschnitt klar;
andere Kandidaten für eingezogene Rumpfseiten sind Kasemattschiffe wie zB "Oldenburg" oder die "Zementfabrik" "Sachsen" - in beiden Fällen eigentlich nicht "eingezogen", sondern ein "Einsprung" in Deckshöhe über beträchtliche Länge (und damit sind wir wieder beim leidigen niedrigen Freibord).
Insoferne macht der glockenförmige Querschnitt für die Stabilität schon Sinn:
sobald nämlich bei einem lang durchlaufenden niedrigen Freibord die Bordkante unter Wasser kommt, gibt das eine sofortige Reduktion des Auftriebs auf dieser Seite (verglichen mit der "Glocke", da geht das langsamer) und damit genau das, was der "Captain" passiert ist:

Dies jetzt mal abgesehen von Faktoren wie Aufkimmung, Verschlußzustand im allgemeinen, etc - generalisieren will ich hier nicht.
Aber daß das Unglück von 1870 spätere Konstruktionen beeinflusst haben mag, kann ich mir schon vorstellen...

Harold