Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Zustände in der russischen Flotte ...  (Gelesen 751 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Tostan
Oberfähnrich
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« am: 22 Juli 2011, 14:01:34 »

zustände in der russischen Flotte.... fast wie in den "wilden 90ern"

2009 wurde die "Pjotr Welikij" überholt. die Ausschreibung gewann eine Firma, welche gar keine Genehmigung das Atomministeriums für solche Arbeiten hatte, nur einer Halle und einer Garage bestand und 75% des Auftragsvolumens nie durchgeführt hat. Die Arbeiten wurden trotzdem von der Marineverwaltung auch als durchgeführt abgenommen und bezahlt. Fazit: Schiff nicht wie geplant überholt, knapp 7 Mio € in den Sand gesetzt.

Quelle: Russland aktuell
« Letzte Änderung: 25 Juli 2011, 10:45:30 von Spee » Gespeichert
olpe
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« Antwort #1 am: 22 Juli 2011, 22:24:50 »

zustände in der russischen Flotte.... fast wie in den "wilden 90ern"
Hallo,
... in der Tat ... bei der Auftragsvergabe und der nachgängigen Abnahme der Arbeiten wurden wohl auch die Hühneraugen zugedrückt ...  grin

Der thread legt den Focus allerdings mehr auf die älteren Artilleriekreuzer der KIROV-Klasse (Projekt 26/26bis) als auf die moderneren Raketenkreuzer der KIROV-Klasse (Projekt 1144/1144.2 ORLAN). Vielleicht wäre ein neues Thema unter 'Rote Flotte -Schiffe' besser ...

Grüsse
OLPE
« Letzte Änderung: 25 Juli 2011, 10:45:46 von Spee » Gespeichert
Tostan
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« Antwort #2 am: 25 Juli 2011, 10:36:51 »

Der thread legt den Focus allerdings mehr auf die älteren Artilleriekreuzer der KIROV-Klasse (Projekt 26/26bis) als auf die moderneren Raketenkreuzer der KIROV-Klasse (Projekt 1144/1144.2 ORLAN). Vielleicht wäre ein neues Thema unter 'Rote Flotte -Schiffe' besser ...

Sorry, Asche auf mein Haupt! Das habe ich bei dem Versuch nach der Presseschau noch schnell zu posten bevor ich den Computer verlassen musste völlig übersehen. Könnte jemand, die die Berechtigung dazu hat, den Teil des Threads bitte einfach abtrennen?
« Letzte Änderung: 25 Juli 2011, 10:46:16 von Spee » Gespeichert
olpe
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Ort: Hansestadt Greifswald

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« Antwort #3 am: 25 Juli 2011, 21:21:07 »

Hallo,
von meiner Seite ein thanks für die Thementrennung.
Die thread-Überschrift reizt natürlich, diese und jene Begebenheit hier hineinzustellen  wink ... nicht nur ernste, auch eher lustige Seiten des russischen Marinelebens ...
Hier ein link zu einem youtube-Clip: Russische Mariners im Schneesturm an Land ... mit Schneeköpper, Bauch-Bombe, Strassensegeln auf Sohlen und viel Wind ...
... na, wenn's Spass macht ...  grin ... Szenen aus der Nordflotte:

http://www.youtube.com/wa...jhpFs&feature=related

Grüsse
OLPE
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hillus
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« Antwort #4 am: 25 Juli 2011, 22:27:43 »

Hallo Freunde,
dieses Thema könnte bis ins Unendliche gehen. Wir können aber leider nicht als Richter auftreten, sondern uns nur wundern, was so in der russischen Rüstungswirtschaft passiert. Präsident Medwedjew wusch kürzlich die Rüstungsindustrie nebst Minister Serdjukow tüchtig ab, da fast kein Rüstungsauftrag erfüllt wurde. Das jüngste Beispiel ist das Konkursverfahren gegen zwei Traditionswerften in St. Petersburg (Baltische Werke und Nord Werft). Millionen wurden beiseite geschafft und was nutzen beiden Werften volle Bücher durch die Marine, wenn der Staat nicht zahlt??? Wie ist es möglich, dass der russische Milliardär Abramowitsch noch ca. 1990 ein kleiner Schrotthändler war, so wie ich mich erinnern kann und heute Milliardär? Der Übergang vom kommunistisch regierten Land zu einer bürgerlichen Demokratie unserer Prägung  bringt so etwas hervor. Bestechung, Alkoholismus, Mißwirtschaft und eine hohe Verbrechensrate wurde schließlich mit übernommen. Leider hat die Geschichte die Russen und die anderen Völker wenig verschont. Der Zarismus hat mit dem Knüppel regiert, die Kommunisten mit Mord am eigenenen Volk mit der Stalinschen Repression und über das Heute schweige ich lieber im Interesse der Leser und des Forums. Frage, wie kamen Putin und Medwedjew zu ihrem Vermögen von mehr als 30 Millionen?Huh
Aber wir wollen lieber maritim bleiben, die kurze Abschweifung nehmt mir bitte nicht übel. Solche Dinge gibt es aber auch in unserer Demokratie. Unsere Korvetten litten und leiden zwahr nicht unter Bestechung und Unterschlagung, aber ein Ruhmesblatt der Vergeudung von Geldern sind sie dennoch. Damit genug und es grüßt

Hillus
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Ulrich Rudofsky
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« Antwort #5 am: 25 Juli 2011, 22:49:11 »

Zitat
Unsere Korvetten litten und leiden zwahr nicht unter Bestechung und Unterschlagung
   huh Weiss nicht

Unsere minderwertigen US LCS wurden vom Anfang an von Politkern "geplant"!

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Ulrich Rudofsky
hillus
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« Antwort #6 am: 26 Juli 2011, 12:39:14 »

Hallo Tostan und Fangemeinde,
es ließ mir keine Ruhe mit Deinem Artikel zur PYOTR VELIKIY und ich fand bei http://flotprom.ru/news/ einen adäquaten Artikel, den ich gleich hier übersetze:

Am 25.07.2011 hat die Militärstaatsanwaltschaft der Nordflotte angeboten, die Liste der Verdächtigten in den Machenschaften auszudehnen, die mit der Reparatur des schweren atomaren Raketenkreuzers "Pjotr Welikij" verbunden sind.

Nach Meinung der Staatsanwälte es ist nötig, die Untersuchungen in Bezug auf den Kommandeur des GA V der "Pjotr Welikij", des Kapitäns 1 Ranges Wladimir Tajakin, als gesondert anzuregen. Es wird angenommen, dass er das Abnahmeprotokoll der Reparatur unterschrieben hat, obwohl er wusste, dass in Wirklichkeit der große Teil der elektromechanischen Ausrüstung nicht repariert worden ist. Die Staatsanwaltschaft hat die Materialien der Prüfung, die in Bezug auf Tajakin durchgeführt wurden, an die Untersuchungskommission weitergeleitet.

Früher hatte die Staatsanwaltschaft auch angeboten, in Bezug auf den Vorgesetzten der 1118 Militärvertretung des Ministeriums für Verteidigung, des Kapitäns 2. Ranges Witalij Wagis, einen Prozess anhängig zu machen. Nach Meinung der Staatsanwälte hat auch er unbegründet das Abnahmeprotokoll unterschrieben. Die Lösung über die Anregung der Sache ist noch nicht gefasst.

Auch ist die Sache nur in Bezug auf den Direktor der ZAO SPTB "ZVEZDOCHKA" Fjodor Baraschko angeregt. Nach der Version der Untersuchung hat er die Gaunerei begangen, aus dem Budget für die unerfüllte Reparatur "Pjotrs Welikogo" 265,4 Million Rubeln zu entnehmen. Laut Angaben der Zeitung "Kommersant" wurde Baraschko verhaftet und in einem Gefängnis unterbracht. Bei der Durchsuchung wurden bei ihm 60 Millionen Rubeln gefunden und sofort eingezogen.

Die ZAO "ZVEZDOCHKA" beschäftigte sich mit der Reparatur der "Pjotr Welikij" sei 2010. Von Juli bis November wurden der Firma 356 Millionen Rubeln zur Verfügung gestellt. Die Ermittler meinen, dass in Wirklichkeit die Gesellschaft nur den Teil der Arbeiten erfüllt hat, deren Wert etwa 90 Millionen Rubeln bildete.

Hinzu kommt, wie "Kommersant" bemerkt, dass die Firma von Baraschko keine Lizenz von "Rossatoma" für die Durchführung der Arbeiten auf dem Kreuzer hatte, die eigentlich notwendig ist. Baraschko konnte den grossen Vertrag nur schließen, weil er sich hinter der großen OAO TsS ZVEZSOCHKA als der der bekannten Handelsmarke verstecken konnte. Er hat seine Firma "СПТБ ZVEZDOCHKA" genannt und konnte damit die Verwirrung stiften. Die Ermittler bewerten diesen Schritt als ungesetzliches Unternehmertum. Flop Flop Flop

Das wars!

Hillus

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smutje505
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« Antwort #7 am: 26 Juli 2011, 18:19:18 »

Hallo hillus zu Antwort #4..Du schreibst...kleiner Schrotthändler...heute Milliardär...der Übergang vom kommunistischen Staat regierten Land zu einer bürgerlichen Demokratie unserer Prägung bringt so etwas hervor.

Da brauchen wir doch garnicht nach Rußland gehen,was war denn nach der Wiedervereinigung...ich möchte nicht wissen wieviel "Schrotthändler" heute Millionäre sind-geschweige von den Konzernen.
Du sagtest es schon ...solche Dinge gibt es auch in unserer Demokratie.
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hillus
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« Antwort #8 am: 26 Juli 2011, 20:51:48 »

Moin, Moin Smutje 505,

Du hast ja so furchtbar recht, nur es begreifen viele nicht. Ich war selbst Geschäftsführer einer mittelständischen Firma. Wenn ich da plaudere, bekommen manche einen Herzinfarkt bzw. stehen dann irgendwelche Leute vor meiner Tür!!

Beste Abendgrüße von

Hillus
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Foxderringer
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« Antwort #9 am: 09 Oktober 2011, 19:57:39 »

Hallo Seemänner ! Allein die in den Sand gesetzten Steuergelder bei uns würden der Bundeswehr sehr gut tun. GrußFoxderringer Matrose gruesst
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Stabsmatrose Volksmarine 1965-68-TS-Boot 183- GA 3 Torpedo
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