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Autor Thema: Semi-Scale RN Type 24 frigate  (Gelesen 531 mal)
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iron dog
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Switzerland


« am: 29 Juli 2011, 20:02:58 »

Hallo zusammen

Um mir das nötige Rüstzeug zu holen für mein nächstes grosses Projekt, eine SMS Derfflinger, muss ich üben ohne Bausatz und mit möglichst wenig Fertigteilen auszukommen. Also einen Plan gekauft und los gehts, soviele Fehler wie möglich machen  grin Das ist das beste Rezept, später nicht wieder reinzufallen, wenn es drauf an kommt. Da werden mir vielleicht einige von Euch beipflichten... wink

Der Type 24 entsteht im Masstab 1/72, den Plan habe ich von einem 1/144 FMT-Bauplan(?) heraufkopiert. Dieser Entwurf wurde für die Royal Navy erstellt und sollte ein kostengünstiges Schiff mit vielseitiger Einsetzbarkeit ergeben. Umgesetzt hat man den Entwurf aber nie.

Der erste Fehler ist mir schon bei den Spanten unterlaufen, die Dicke der Beplankung ging vergessen   Klohocker
Jetzt isses schon 6mm zu breit...

Gruss, iron dog

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Bild 6 Rohbau Stand 25.05.2011.JPG
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S.M.S. Derfflinger* : Das Schiff möchte ich am liebsten schon gebaut haben!

*genannt "Iron Dog" bei der Royal Navy, weils trotz vielen schweren Granatentreffern einfach nicht sinken wollte in der Skagerrak-Schlacht.
Captain Hans
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Name: Hans Werner Schleiter

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« Antwort #1 am: 29 Juli 2011, 20:31:07 »

na wenn es keiner nachmißt wirds auch keiner merken  grin - sonst sieht es doch gut aus Top

viele Güße

Hans
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,Nur wer sich ändert,bleibt sich treu"!!!
,,Nicht was du bist,ist das was dich ehrt,wie du bist,bestimmt den Wert"!!!
iron dog
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« Antwort #2 am: 16 August 2011, 09:58:16 »

Hallo Hans

Ja, da hast Du recht. Allerdings wollte ich eigentlich nicht gleich bei der ersten Arbeit schon Fehler einbauen.
Na, egal! Das ist ja der Grund, warum ich das Schiff überhaupt baue: Fehler macht man (normalerweise) nur einmal.
Die S.M.S. Derfflinger als nächstes Projekt sollte dann schon routinierter gebaut werden.

Bilder 3 bis 5 zeigen, wie ich die 3mm Sperholzspanten mit einem Rahmen aus 3mm Balsa überziehe, wo der Rumpf keine Radien aufweist. Vorerst arbeite ich mit Klammern.

Auf den Bildern 6 und 7 ist zu sehen, wie ich die Radien mit 1mm Balsa grossflächig forme, nachdem mir das Aufkleben von schmalen Brettchen nicht zugesagt hat.
Da muss ich hinterher zuviel schleifen. Hingegen gefällt mir der Schichtbau gut, etwas aufwändig zu Beginn, aber die Formgenaugkeit ist besser am Schluss, vor allem, wenn man Längsspanten einzieht. Oder einziehen würde.... grin Hier arbeite ich dann mit Stecknadeln.

Die ersten Lehren bezüglich Rumpfbau habe ich daher schon ziehen müssen:

a.) Man nehme teureres, mehrfach verleimtes Flugzeugsperholz für die Spanten, das gibt ebene Spanten. Auch wenn man ein Schiff bauen will  rolleyes

b.) Wenn man zu faul ist für Längsspanten (Habe nur zwei am Bug und den Kiel, wie Ihr oben seht), muss man beim Beplanken dafür bezahlen  tongue

c.) Hochkopierte Pläne haben zuwenige Spanten und ich habe auch zuwenig Spanten zusätzlich eingebaut, um speditiv bauen zu können.

d.) Schnell, schnell ist am Schluss langsamer!  wink

Der Katalog an Lehren ist nicht abschliessend, ich bin froh um jeden Kommentar und Hilfe von Euch. Wenn Ihr also noch was seht, was nach Verbesserung schreit...

Vielen Dank im Voraus!

Gruss, iron dog  Matrose gruesst

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« Letzte Änderung: 16 August 2011, 10:09:01 von iron dog » Gespeichert

S.M.S. Derfflinger* : Das Schiff möchte ich am liebsten schon gebaut haben!

*genannt "Iron Dog" bei der Royal Navy, weils trotz vielen schweren Granatentreffern einfach nicht sinken wollte in der Skagerrak-Schlacht.
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« Antwort #3 am: 16 August 2011, 10:38:58 »

Ein spannender Ansatz! Auch ich baue mehr des Lernen willens, als um des eigentlichen Ergebnisses wegen. Die fehlenden Verstrebungen der Spanten untereinander, beispielsweise durch Former / Stringer, könnte Dir zum Verhängnis werden. Auch frage ich mich, wie Du die Spanten auf dem Hellingbrett befestigt hast.

Ich habe in 1:72 ein Torpedoboot der Raubtierklasse im Bau, und habe den Rumpf zunächst Kopfüber gebaut. Dabei sind die Spanten mit 2K-Kleber auf ein stablies Sperrholzdeck geklebt worden, welches wiederum mit selbstschneidenden Schrauben auf eine Multiplexplatte aufgeschraubt war. Diese Vorgehensweise schliesst ein Verwinden der Konstruktion aus. Anschliessend habe ich den Rumpf umgedreht, und den Boden auf eine Multiplexplatte geschraubt, um weitere Arbeiten (insbesondere Auskleiden des Rumpfes mit Glasfasermatten) durchführen zu können. Die Aushärtung ist beschleunigt worden mit 11,4 % Härter, wo eigentlich 2 - 3 % ausreichend gewesen währen.

Im Ergebnis erhält man einen bombenfesten und völlig verwindungssteifen Rumpf. Allerdings, und das möchte ich nicht verschweigen: mein Material ist 4 - 6 mm Sperrholz für die Spanten und Decks, und 4 mm Sperrholz für die Beplankung. Schleifen lässt sich das Zeug endlos - ist also eher was für die Sommermonate.

Bei den Aufbauten greife ich zu 0,1 - 0,2 mm Kupferblech. Das lässt sich mit einer Papierschere schneiden, an einer Tischkante abwinkeln und mit dem Feuerzeug löten.  AUsserdem wiegt es kaum etwas, und sieht bei Schanzkleidern besser aus, als beispielsweise Kunststoff oder Holz, die oft zu dick sind. Ich hänge ein Bild an.

Wahrscheinlich bist Du vor mir fertig, denn Deine Baustufenfotos erwecken den Eindruck schnellen Erfolges.

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Urs Hessling
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« Antwort #4 am: 16 August 2011, 11:26:54 »

moin,

Ich habe in 1:72 ein Torpedoboot der Raubtierklasse im Bau

ein schönes Vorbild !   wie wär´s mit einem eigenen Thread mit Bildern ? ... bitte !

Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
iron dog
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« Antwort #5 am: 16 August 2011, 12:39:41 »

Die fehlenden Verstrebungen der Spanten untereinander, beispielsweise durch Former / Stringer, könnte Dir zum Verhängnis werden.

Bis jetzt habe ich zum Glück nur eine Stelle, wo die Form etwas eckig rüberkommt. Da muss ich eine Lage mehr auf den Rumpf packen (4 Lagen Balsa 1mm).
Dann Spachteln und Schleifen? Dazu befrage ich aber sicher noch das Forum, wenns soweit ist. Mal sehen, wie das so kommt... smiley Das Schiff bekommt sicher Aussen eine Schicht Epoxy (mit oder ohne Gewebe, das ist noch nicht raus), da das Balsa sonst weich ist....

Zitat
Auch frage ich mich, wie Du die Spanten auf dem Hellingbrett befestigt hast.
Die Spantenlage habe ich eingezeichnet auf der Helling und dann: Ein rechter Winkel und Spant mit Uhu hart stumpf verklebt.
Hält nicht so toll, das ist gut, wenn der Rumpf später von der Helling wieder weg darf. Die "Füsschen" an den Spanten kommen dann später auch weg, die brauche ich nur wegen dem ansteigenden Vordeck. Ob das punkto Verzug so eine gute Idee war, weiss ich, wenn ich den das Schiff von der Helling nehme. Sollte aber wegen der mehrfachen Verleimung der Beplankung und dem Grundrahmen soweit passen.


Zitat
Wahrscheinlich bist Du vor mir fertig, denn Deine Baustufenfotos erwecken den Eindruck schnellen Erfolges.
Na, ich weiss nicht.....Dein Projekt sieht ja schon recht fortgeschritten aus! Top
Ich schliesse mich Urs an: Bitte mehr Bilder, Deine Bautechnik mit dem Kupferblech sieht interessant aus. Habe mich noch nicht festgelegt, wie ich meine Aufbauten anfertige. Hast Du keine Probleme mit dem Topgewicht? Dein Boot scheint ja fast noch gestreckter/schmaler zu sein als meines shocked

 Matrose gruesst vom iron dog
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« Antwort #6 am: 24 August 2011, 22:30:59 »

So, langsam nimmt es die Form an, die die Fregatte haben soll am Ende der Bauphase. smiley

Auf dem ersten Bild ist die Form schon recht fliessend, die Beplankung hat stellenweise schon die zweite Lage drauf und ist damit stabil geworden.
Es hat sich eine Delle entwickelt an einer Stelle, wo zwei Beplankungsplatten nicht genau gepasst haben. Weil kaum Längsspanten drin sind muss man wirklich saumässig auf die Passgenauigkeit der Platten achten, zuviel Material wellt...

Das Heck sieht noch nicht so toll aus, aber hier fehlt die zweite Schicht noch. Nach innen gewölbte Radien fallen mir schwerer, das muss (auch) noch geübt werden  rolleyes
Für die Stevenrohre werde ich ABS-Rohre in den Rumpf mit Silikon einkleben, damit ich die Steven bei Schäden ersetzen kann. Ihr werdet es nicht glauben, aber ich habe hier ein Stevenrohr von Gra..ner liegen, das der Länge nach aufgeplatzt ist. Zum Glück habe ich das noch nirgends verbaut.

Bis jetzt bin ich soweit zufrieden, auch wenn ich wahrscheinlich einiges an Holz wieder wegschleifen muss. Es geht voran.
Bauzeit bis jetzt: rund 30 Stunden

Habe ich schon erwähnt, dass es irren Spass macht einen Rumpf selber zu bauen?  grin

 Matrose gruesst von Iron Dog

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« Letzte Änderung: 24 August 2011, 22:49:31 von iron dog » Gespeichert

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Switzerland


« Antwort #7 am: 09 November 2011, 20:34:47 »

Hallo zusammen

Der Rumpf ist nun soweit, dass ich ihn von der Helling nehmen konnte. Der Verzug ist null, dank der Bauweise mit dünnen Platten, das Gewicht des Rohbaus mit einer Schicht Porenfüller ist ca. 610g. Die Form ist nicht schlecht, wäre aber durchaus mit Stringern noch zu verbessern. Der nächste Rumpf wird mit mehr Spanten und Stringern gebaut, das ist sicher. Der nächste Rumpf wird auch aus Kunststoff oder Alu gefertigt, da habe ich berufsbedingt mehr Erfahrung. Aber ich habe mein Ziel erreicht, weil ich viel lernen musste während der Arbeiten bisher. Schön ist, dass diese Plattenkonstruktion (Sandwich) schon sehr stabil ist und den Zweck wohl hinreichend erfüllen dürfte.

Jetzt kommt erstmal der Rahmen für die Dichtung entlang der Bordwand, dann wird das ganze aussen ein leichtes Glasgewebe spendiert bekommen. Das Deck wird aussen an der Bordwand abdichten, sodass die Öffnung so gross wie irgend möglich bleibt. Dies vor allem, weil die Fregatte später als Testfahrzeug für eine Dampfturbine herhalten soll. Aber das ist etwas weit vorausgeschaut. Platz im Rumpf ist aber hoffentlich genug vorhanden bei Abmessungen von 1705mm x 205mm bei 70mm Tiefgang und ca. 60mm Freibord.

Was meinen die Rumpfprofis unter Euch, soll ich schon vor dem Laminieren Spachteln oder macht das keinen Sinn? Auf alle Fälle gibt das jetzt ein hartes Stück staubige Arbeit  tongue Der nächste Rumpf wird auch aus Kunststoff oder Alu gefertigt, da habe ich berufsbedingt mehr Erfahrung.

Der Winter kann kommen, ich habe genug zu tun  wink

 Matrose gruesst

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« Letzte Änderung: 09 November 2011, 20:42:20 von iron dog » Gespeichert

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