Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Meuterei Fregatte "Storoschewoi"  (Gelesen 2167 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
joern
Fähnrich
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« am: 29 Juli 2011, 21:02:31 »

Ich habe gerade einen Tatsachenbericht zur Meuterei auf der Fregatte "Storoschewoi" im Jahe 1975 gesehen.Das war ja eine sehr heikle Angelegenheit und mir bis jetzt vollkommen unbekannt.
Dieses Ereignis diente als Vorlage für das Buch und den Film "Jagd auf Roter Oktober".
Die Spieldoku kann man hier
sehen.

Auch hier gibt es noch einige Informationen.
Grüße Joern

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Trimmer
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« Antwort #1 am: 30 Juli 2011, 11:01:30 »

Hallo Jörn- ich hatte diesen Beitrag auch schon gesehen und eigentlich war ich auch besonders über das Verhalten der schwedichen Seite entsetzt.
Keine Reaktionen , alles unter den Tisch gekehrt.

Gruß - Achim- Trimmer
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
( von Karl Hagenbeck)
JotDora
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WWW
« Antwort #2 am: 30 Juli 2011, 11:18:46 »

Danke für den Tipp, interessiert mich sehr und werde ich mir heute Abend zu Gemüte führen.

Gruß

Sebastian
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Gruß

Sebastian
Alex Shenec
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« Antwort #3 am: 30 Juli 2011, 11:30:39 »

Hallo.

Über dieses Ereignis gibt es viele russische Literatur.
Leider, ich kann diese Materialien wegen des schlechten Wissens des Deutschen nicht übersetzen.  sad

http://ru.wikipedia.org/w...0;е_на_«Сторожевом»
http://forums.airbase.ru/...storozhevoj-1975-god.html
http://navsource.narod.ru/photos/06/342/index.html

Schöne Grüße

Alex

« Letzte Änderung: 30 Juli 2011, 11:38:15 von Alex Shenec » Gespeichert
Glasisch
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Name: Micha Jarczyk

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« Antwort #4 am: 30 Juli 2011, 13:12:43 »

Hallo Jörn- ich hatte diesen Beitrag auch schon gesehen und eigentlich war ich auch besonders über das Verhalten der schwedichen Seite entsetzt.
Keine Reaktionen , alles unter den Tisch gekehrt.

Gruß - Achim- Trimmer

Achim,

die hatten noch stark in ihrer bösen Erinnerung, als Stalin auf sie nach dem Ende des Krieges unheimlichen Druck ausübte, damit sie ihm alle geflüchteten Vaterlandsverräter unverzüglich auch ausliefern, wie Russen und vor allem Esten und Letten und  natürlich die faschistischen, Mörder aus Hitlerdeutschland, die sich während des Krieges oder kurz vor seinem Ende  oder noch davor  (siehe die "Haussa") nach dem neutralen Schweden absetzten, damit sie im Paradies der Arbeiter und Bauern  das erhalten,  was sie auch verdient hätten. Die Welt hat geschwiegen, die ehemaligen Verbündeten erst recht. Die Glücklicheren haben 25 Jahre Gulag erhalten, die anderen bißen ins Gras.

Was sich dort damals abspielte (Selbstvertümmelungen. Selbstmorde), ist kaum zu glauben und es warf einen langen Schatten auf die bisher eigentlich guten deutsch - schwedeischen Verhältnisse, die erst, als Sylvia Königin von Schweden wurde, sich normalisiert haben.

Schlagt bitte mal nach beim Köhlers (Kalender) und Schiff & Zeit, denn da steht etwas drin (genau wie bei Shakespeare), an die konkreten Ausgaben kann ich mich nicht mehr erinnern, aber es war drin.

Gruß
Micha
« Letzte Änderung: 30 Juli 2011, 13:19:03 von Glasisch » Gespeichert

„Ruhe in den Telefonen. Denkt daran, daß auch in England auf jeden Mann eine Mutter wartet!“ KzS Helmuth Brinkmann Kommandant der „Prinz Eugen“  in der Dänemarkstrasse am  24. Mai 1941, nachdem die „Hood” kurz davor explodiert worden war.
Trimmer
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« Antwort #5 am: 30 Juli 2011, 16:30:20 »

Micha- das ganze Drama spielt aber in einer Zeit wo eigentlich die sowjetischen Jäger glatt vom Himmel gepustet wurden wären. War ja auf offener See und nicht mehr in der 3 oder 12 Meilen Zone.Ich denke ein Warnschuß von Seiten der Schweden hätte genügt. Also für mich ist es eigentlich so wie es gezeigt wurde unvorstellbar. Ich glaube auch das man 1945  nicht mit 1975 vergleichen kann denn 1945 war die SU ja noch in einer Koalition mit den USA,England ,Frankreich und konnte da noch Druck ausüben.

Gruß-Achim-Trimmer
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Albatros
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« Antwort #6 am: 30 Juli 2011, 21:52:32 »

Wenn jemand den Jahrgang 1976 der Marine-Rundschau hätte, da könnte eventuell etwas zum Thema zu lesen sein......

 Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #7 am: 31 Juli 2011, 09:45:17 »


Die Spieldoku kann man hier
sehen.


Ich leider nicht, kann mir da bitte jemand mal auf die Sprünge helfen...... Matrose verlegen

Mir war/ist diese Geschichte bekannt gewesen, es gibt auch in irgend einer Ausgabe der Marine-Rundschau einen Artikel hierzu, auch zum Verhalten der Schweden, aber in welcher ?

 Matrose gruesst

Manfred

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joern
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« Antwort #8 am: 31 Juli 2011, 10:28:11 »

Hallo Manfred,
leider ist die Dokumentation nicht mehr verfügbar. Es gibt nur eine 5 minütige Vorschau hier.

Grüße Joern
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« Antwort #9 am: 31 Juli 2011, 10:44:04 »

Hallo Manfred,
leider ist die Dokumentation nicht mehr verfügbar. Es gibt nur eine 5 minütige Vorschau hier.

Grüße Joern

Hallo Joern,

schade, habe jetzt den ersten Teil einer anderen Doku zum Thema gefunden, leider kann ich die Teile 2 und 3 nicht finden....... Matrose verlegen

Vielleicht hat ein anderer mehr Glück, wäre sicher interessant zu sehen wie es weiter ging.

Die wahre Geschichte: Jagd auf Roter Oktober

http://www.youtube.com/watch?v=_lfvnhJEhcg

 Matrose gruesst

Manfred
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JohnT
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« Antwort #10 am: 31 Juli 2011, 23:54:51 »

Ich glaube auch das man 1945  nicht mit 1975 vergleichen kann denn 1945 war die SU ja noch in einer Koalition mit den USA,England ,Frankreich und konnte da noch Druck ausüben.


Not the least as the western powers did also extradite "Ex-German" military personell from USSR and Eastern Europe to  Soviet controlled areas after the war.

/John
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JohnT
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« Antwort #11 am: 01 August 2011, 00:09:56 »

Hallo Jörn- ich hatte diesen Beitrag auch schon gesehen und eigentlich war ich auch besonders über das Verhalten der schwedichen Seite entsetzt.
Keine Reaktionen , alles unter den Tisch gekehrt.

Gruß - Achim- Trimmer

the Incident from Swedish view can be found here, after 11:50 into the film.
http://www.fht.nu/Film/Fl...ljuspunkter_i_morkret.wmv

There is also an English speaker version but on my download the file was corrupt for ten minutes and obviously not identical in sequence of clips:
http://www.fht.nu/Film/Fl...adar_dots_in_the_dark.wmv



Cheers
/John
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JohnT
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« Antwort #12 am: 01 August 2011, 00:18:21 »



Was sich dort damals abspielte (Selbstvertümmelungen. Selbstmorde), ist kaum zu glauben und es warf einen langen Schatten auf die bisher eigentlich guten deutsch - schwedeischen Verhältnisse, die erst, als Sylvia Königin von Schweden wurde, sich normalisiert haben.

Gruß
Micha

Deutch-Schwedischen Verhältnisse in 1946 hatte andere schatten...

Aber in 1994 gibt die 44 noch überlebenden ein officielle entschulding von Schwedishe regirung, so genau es ist nich ein von die "grosse stunden" im Schediche gesichte.


/John

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Kaschube_29
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« Antwort #13 am: 06 September 2011, 00:16:03 »

Eine sehr gute Veröffentlichung zu diesem Thema (Meuterei auf der "STOROZHEVOY" ("СТОРОЖЕВОЙ") gibt es im russischsprachigen Buch von Andrej Majdanow, "Pryamo po kursu - smert´" (Андрей Майданов, "Прямо по курсу - смерть"), erschienen im Jahre 1992 in Riga im Verlag LITA (ISBN 5-86994-064-8) in der seinerzeit in der Sowjetunion noch üblichen Buch-Großauflage von 100.000 Exemplaren.

Zum Thema Behandlung deutscher Soldaten in Schweden sei das Buch von Enar Runsteen, "Schutzlos in Schweden", Ruth Gerig Verlag 1995 (ISBN 3-928275-58-5) empfohlen. Seinerzeit wurden im Winter 1945-46 2.522 internierte deutsche Soldaten an die Sowjetunion ausgeliefert!

Auf diesem Wege möchte ich mich auch in das Forum melden, bei dem ich mich fast zeitgleich mit dem Beginn meiner Internet-Nutzung im Herbst vergangenen Jahres anmeldete.
Gegenwärtig bin ich in Flensburg zu Hause und werde noch einige Jahre in der Deutschen Marine meinen Dienst versehen (Mal sehen, was diese im Werden befindliche Bundeswehr-Reform uns noch weiter bringen wird.)

Meine Themenschwerpunkte sind die Seekriegsflotte der Sowjetunion und des Nachfolgestaates Russische Föderation (mit einer gewissen Abrundung in die Geschichte: es ist immer nie verkehrt, auch zu klären, von wo etwas ausgeht, auch wenn dies in unserem eher geschichtsnegierenden Staat, der Bundesrepublik Deutschland, eigentlich nicht "in Mode" ist...

Wie dem auch sei, das hindert mich nicht daran, manchmal etwas in der Gegenwart und der Historie (hauptsächlich des XX.Jahrhunderts) der Russischen Seekriegsflotte zu kramen!   

 
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AndreM1965
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« Antwort #14 am: 10 Januar 2012, 14:48:21 »

Сторожевой

Сторожевой – Storoschewoi, gefertigt auf der Jantar Werft in Kaliningrad.

Übernommen von der Baltische Flotte am 07.12.1974 und eingegliedert in die 128. Brigade.
Vom 05.10 bis 09.10.1974 Besuch in Rostock.
Von Januar 1975 bis Mai 1975 Operationen im Zentralen Atlantik sowie im Karibischen Meer, zusammen mit SKR Свирепый (Swirepij) desselben Projektes.
Am 08.11.1975 Meuterei an Bord des Schiffs ausgelöst vom stellvertretenden Kommandanten, dem Chef Polit, mit der Absicht nach Leningrad zu fahren. Der Aufruhr wird niedergeschlagen, die komplette Mannschaft entlassen und durch die Mannschaft von SKR Дружный (Druschnij) ersetzt.
Von Januar 1976 bis März 1976 unterwegs von Baltijsk nach Afrika und weiter nach Petropawlowsk-Kamtschatka.
Übernommen in die Pazifische Flotte am 06.11.1976.
1977 Operationen vor den Kurilen und im Ochotsken Meer, zusammen mit SKR Разумный (Razumni), gleiches Projekt.
Vom 05.10.1978 bis 15.02.1979 Reparaturen auf einer Werft in Viljutschinsk.
Von Januar 1980 bis November 1980 Operationen im Indischen Ozean und einem Besuch in Massaua, Äthiopien vom 10.09 bis 15.09.1980 zusammen mit BDK "Iwan Rogow" (Versorgungsschiff).
Am 24.08.1983 unter der Flagge des Flottenadmirals der Sowjetunion S. G. Gorschkow beteiligt an der Rettung der Mannschaft des versunkenen U-Bootes der Pazifikflotte "K-429" ("Charlie" Klasse) in der Nähe von Sarannaya.
Im Oktober 1983 Übung zusammen mit SKR "Разумный" (ebenfalls "Krivak" Klasse.
Vom 01.10 bis 03.10.1984 Manöver im Ochotsken Meer, mit der Aufgabe: suchen und zerstören von feindlichen Unterseebooten, zusammen mit TAVKR "Noworossisk" (Projekt 1143, Kiew-Klasse), BPK "Nikolajew" (Kara Klasse), BPK "Wasili Tschapajew" (Kresta II Klasse), den U-Booten "K-242", "B-299", "B-404" sowie "Marine" Flugzeugen.
Vom 21.04.1987 bis 14.11.1994 Reparaturen und Modernisierung auf der Dalzawod Werft, Wladiwostok, wo das alte URPK-4 durch das neue Flugkörper Waffensystem URK-5 (SS-N-14B) ersetzt wurde.
Während der Modernisierung gab es erhebliche Verzögerungen, da es mit der Finanzierung haperte.
Nach 2000 ging es außer Dienst.
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