Auf grafischem Wege, der besseren Verständlichkeit halber:

Die Verlagerung von
M (weitere Zuladung/Bebunkerung) nach unten (also weg vom Mz) ist gleichgesetzt der Verlagerung von
F nach oben hin (durch die größere Eintauchung);
Warum verlagert sich
M nach unten und
Mz bleibt annähernd gleich?:
die jetzt
noch (nach Konstruktions-Deplacement) zu bebunkernden Bereiche sind entweder zusätzliche Treibölreserven oder andere Tanks, oder auch zusätzliche Fla-Munition (wird deutlich unter Pz-Deck gestored),
Mz als formbedingt wird dadurch kaum in der Lage verändert.
Der Massen-Schwerpunkt
M insgesamt rückt also um
x nach unten, und aus dieser Vermehrung der metazentrischen Höhe können wir auf die Veränderung von
F schließen, und aus der (angenäherten) Formel für die Spantflächen damit auch auf delta-T, und:
damit haben wir die Tiefgangs-Vermehrung.
[was komplett anderes wären große Zunahmen in den Topp-Gewichten, also zB bei einem Träger à la Hornet mit 16 x B-25B = ca 300 t auf dem Flugdeck; auch da geht
M nach unten, aber eben
Mz (durch die hohen Gewichte) ebenfalls...]
Der andere Rechenweg:
wir nehmen den von Redfort genannten Koeffizienten des Wasserplans in der CWL (0,66), d.h. die Wasserfläche des Rumpfes (= 0.66) bezogen auf ein Rechteck (=1.00) von L x B (bei BS wären dies 5739,2 m²) - mit anderen Worten,
wäre der Rumpf ohne jeden Spantausfall, würde er pro horizontales cm-Scheibchen um 57, 392 m³ tiefer tauchen.

Die Breite mittschiffs ändert sich bei einer "eingetauchten" BS wohl nicht, aber die Länge in der Wasserlinie, und damit das Bezugsrechteck; und was sich auch ändert sind die Breitendimensionen in den Regionen starken Spantausfalls.
Also gehen sowohl die Werte für die WL als auch c(WL) nach oben - in beinahe wegzukürzender Weise.
Warum weg-kürzen? Kurz-Antwort:
1)
Salinität der Ostsee (westlich Rostock 1.7%), Salinität der Nordsee (3,2%) und des Atlantiks (bis 3,53%); im Kiel-Kanal nahe bei 0.0% aufgrund der Zuflüsse.
2)
dynamischer Auftrieb bei Schiff in Fahrt, dh Verlagerungen von F und damit Auspendeln des Tiefgangs (meist nach vorne).
3)
Seeverhalten in Dünung - Schiff statisch, aber Wellen laufen durch... (auch an der Boje, wenns kommt).
Fazit:
zu 1) Verdrängung ausschließlich in m³ rechnen und nicht in irgendwelchen Tonnen - und dies dann mit der entsprechenden Salinität abgleichen.
zu 2 u 3) Lageveränderungen bei dynamischen Verhältnissen - "Tiefgang" ist hier illusorisch.
Generell: laß ich nur mal etwa 2200 Mann pro Tag trinken und waschen, so gehn schon gute 6 m³ Urin (Feststoffe noch nicht erfaßt!) und etwa viermal soviel m³ Trink- und Brauchwasser buten; also gesamt 30 m³ ... also ich bin bei Verdrängungsangaben bis auf die dritte Kommastelle nach der Tonne immer recht vorsichtig, und wenn dann noch für 2200 Mann Kartoffeln gekocht werden, kann ich ja praktisch nach jedem Essen oder jedem morgendlichen Toilettenfrequentieren das Deplacement neu ausrechnen - nä, auf 10 ts genau reicht mir das...

Harold