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Autor Thema: Was ist das?  (Gelesen 279 mal)
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olpe
Kapitänleutnant
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Beiträge: 759

Ort: Hansestadt Greifswald

Mecklenburg-Vorpommern


« am: 21 September 2011, 23:12:03 »

Hallo,
ein Bekannter gab mir unten stehendes Bild. Dieses Maschinenteil mit einer Höhe von ca. 1,20m ist bei Baggerarbeiten im Wolgaster Hafen gefunden worden. Mehrere Leute schauten sich das Bild bereits an - konnten aber keinen rechten Schluss über die Funktion geschweige denn über die Herkunft ziehen.
Vermutungen sind:
- Teil einer dampfbetriebenen Schiffsantriebsanlage (rechteckige Schieberöffnungen)
- Teil einer dampfbetriebenen Ramme
- Teil eines Groß-Dieselmotors
Ich würde mich sehr freuen, wenn noch weitere Ideen hinzukommen. Aufgrund des Zustandes der Maschinenteils kommt als Herkunftszeitraum auch der WKII oder sogar früher in Betracht.
Grüsse
OLPE

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img054.jpg
« Letzte Änderung: 22 September 2011, 21:20:32 von olpe » Gespeichert
Seekrieg
Stabsbootsmann
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Beiträge: 142

Alter: 72

Ort: Dresden

Sachsen


« Antwort #1 am: 22 September 2011, 10:00:22 »

Guten Morgen,
ja, was ist das. Meine Studienrichtung war Kraft- und Arbeitsmaschinen, deshalb möchte ich ein Dieselmotorteil ausschließen. M. M. ist es ein Pumpenteil mit Anschlüssen für einen Windkessel.

Gruß Jürgen
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hillus
Oberleutnant zur See
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Beiträge: 531


« Antwort #2 am: 22 September 2011, 12:25:26 »

Moin an alle Rätselliebhaber,

da hat uns Olpe ja einen tüchtigen Knochen hingeworfen. Ich meine, das ist ein Pumpenteil, aber woher??
Ich war von 1962 bis 1966 regelmäßig in Wolgast, da ich Bootsmann auf der "RÜGEN" war, später wohl V 74. Das war der Torpedologger mit den beiden Torpedorohren an Oberdeck! Wir fuhren da ständig als Versorger und Postenboot für die ersten LTS-Boote, die Erprobungen bis hin zum Torpedoschießen durchführten. Wenn die Kampfschwimmer an Bord waren, wenn geschossen wurde, gab es immer deren Verpflegungssatz. Man haben wir gefuttert!!! Es gab, soweit ich mich erinnern kann, nur drei Militärangehörige an Bord: Oberleutnant Schädlich aus Zwickau, ein ganz feiner Kerl, habe nie wieder etwas von ihm erfahren, dann unser Smutje Atze-ein Berliner, mehr weiß ich nicht mehr und ich. Da gleich noch eine Episode. Ich wollte heiraten und wir lagen draußen vor der Greifswalder Oi und es war ausgemacht, das letzte LTS nimmt mich mit zum Bahnhof. Die hatten aber wohl an dem Tage Grütze im Kopf und fuhren vorbei. Hochzeit im Eimer. Denkste! OL Schädlich rief in Wolgast beim Chef der Erprobung an, Name leider auch weg, er war Fregattenkapitän, wie ich nun zum Bahnhof käme. Jetzt kommt der Hammer. Er schickte zwei LTS zur RÜGEN, einzeln durften sie nicht fahren, und ließ mich abholen zur Hochzeit. Das kostete mich damals 5 Flaschen SUBROWKA, der mit dem Halm in der Flasche. Das war ein für mich bis heute eines der tollsten Erlebnisse meines Lebens. Vor allem durfte man ja die Peene, soweit ich mich erinnern kann, nur mit 800 Umdrehungen befahren, damit der Sog keinen Schaden anrichtet.
Schluß mit dem persönlichen Kram und zur Sache. Damals 1962 bis 1963 lagen am Kai des Objektes ca. 8 Kisten, zwei ungeöffnet und die anderen Kisten geöffnet und gefleddert. Von Getrieberädern bis zu verschiedensten Rohrleitungen lagen da rum. Nach meinen damaligen Recherchen und guten Beziehungen zur Versuchsabteilung, man kannte sich ja gut, stellte sich heraus, das waren alles Teile des ehemaligen Zerstörerprojektes FALKE. Ich habe persönlich gesehen, wie unverzeihlich damit umgegangen wurde und ich sah selbst, wie einige Teile in der Peene landeten.

Es könnte deshalb sein, hier etwas vom FALKEN gefunden zu haben, wenn man feststellen könnte, wo das obige Teil an die Oberfläche befördert wurde.

Ein bißchen Geschichte von

hillus
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