Spökenkieker
Oberfähnrich
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« am: 30 November 2011, 08:39:55 » |
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Gentlemen,
im Sommer 2010 hat uns das Thema Fl. B. 442 bewegt: ein Holländer hatte ein Boot offeriert, und in diesem Forum haben wir eine Machbarkeitsstudie vorangetrieben. Am Ende der Reise hatten wir eine aufnehmende Institution und einige erste potenzielle Kandidaten, die das Boot gekauft und einem Museum zur Verfügung gestellt hätten. Letztlich wurde das Objekt dann allerdings nach Frankreich verkauft; und auch in puncto Kosten gab es Ungereimtheiten. So sollte der Preis innerhalb weniger Tage um knapp 10.000 € gestiegen sein. An einem Wettbieten hatten wir kein Interesse, und es erscheint fraglich, ob der Käufer tatsächlich 10.000 € mehr zahlen musste.
Die Chance, ein Flugbetriebsboot aus dem 2. Weltkrieg für die Nachwelt museal zu erhalten, schien dahin zu sein.
Vor ein paar Tagen wurde ich auf ein Flugbetriebsboot aus Kriegsproduktion aufmerksam gemacht, das hinter dem Aeronauticum in Nordholz stehen soll. In der Tat steht auf dem Gelände ein ziemlich heruntergekommener und abgeplanter Rumpf, der wohl als „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Jugendliche“ angeschafft worden war (Aussage eines Nachbarn). Der Mangel an lokaler Unterstützung, vor allem aber der Mangel an arbeitswilligen Jugendlichen soll das Projekt beendet haben, bevor es los ging. Soviel vorab: Ob es tatsächlich ein Fl.B. aus dem 2. Weltkrieg ist, muss noch verifiziert werden. Sollte dem so sein, könnten wir eventuell doch noch ein Restaurierungs-Projekt aus diesem Forum heraus starten.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Boot liegt an Land, also kein Transportproblem - Instandsetzung muss nicht-schwimmfähiges Ergebnis hervorbringen - Boot gehört dem Aeronauticum, also kein Ankaufen mehr nötig - Liegenschaft mit Stromanschlüssen und geringer Bebauung (kaum Lärmbelästigungspotenzial) - Nordholz ist halbwegs solide erreichbar (im Zweifelsfall auch aus der Luft!)
Das Aeronauticum hat einen Förderverein, der monetär aber nicht wirklich üppig ausgestattet ist. Das Museum hat weltweit einzugartige Exponate, eine sehr schöne Architektur (mit einer liebevoll bewirtschafteten Gastronomie), tolle Starr- und Drehflügler in Freiluftausstellung und einige sehr rührselige Ehrenamtliche, die unentgeltlich dort arbeiten. Manches Exponat ist allerdings vom Verfall bedroht, weil nicht genug Freiwillige und nicht genug Geld vorhanden sind, um alles perfekt zu erhalten. Das Problem haben andere Sammlungen bekanntlich auch.
Hier könnten wir ansetzen, und eventuell die Patenschaft zu dem Flugbetriebsboot übernehmen. Karsten hatte ja den Verein vorgeschlagen, den wir gründen könnten. Und der sein Stammkapital ausschließlich diesem Bootsprojekt überlässt, ohne jedoch in ein Haftungsproblem zu rutschen, weil der Eigentümer jemand anderes ist.
Mögliche Vorgehensweise:
Evaluierung hinsichtlich Typ / konkretes Fahrzeug
Generelle Frage: Restaurationswürdigkeit und -fähigkeit
Bestandsaufnahme der Baugruppen Rumpf, Deck, Aufbauten, Maschine (?), Technik (?)
Abschätzung Kostenrahmen / Zeitrahmen Instandsetzung einzelner Baugruppen Szenario 1: Komplett in Eigenleistung Szenario 2: Eigenleistung und Fremdleistung Szenario 3: Komplett in Fremdleistung
Abschätzung Arbeitsstunden / Materialbedarf
Nachdem diese Fragen abgearbeitet sind, können wir immer noch weitersehen. Grundsätzlich frage ich Sie / Euch: ist das von Interesse – und wollen wir gemeinsam ausloten, ob wir hier zusammenkommen?
Danke fürs Lesen dieser langen Liste! und Gruss,
Christian
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