Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Restaurierung eines Flugbetriebsbootes in Norddeutschland?  (Gelesen 699 mal)
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Spökenkieker
Oberfähnrich
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Beiträge: 308


« am: 30 November 2011, 08:39:55 »

Gentlemen,

im Sommer 2010 hat uns das Thema Fl. B. 442 bewegt: ein Holländer hatte ein Boot offeriert, und in diesem Forum haben wir eine Machbarkeitsstudie vorangetrieben. Am Ende der Reise hatten wir eine aufnehmende Institution und einige erste potenzielle Kandidaten, die das Boot gekauft und einem Museum zur Verfügung gestellt hätten. Letztlich wurde das Objekt dann allerdings nach Frankreich verkauft; und auch in puncto Kosten gab es Ungereimtheiten. So sollte der Preis innerhalb weniger Tage um knapp 10.000 € gestiegen sein. An einem Wettbieten hatten wir kein Interesse, und es erscheint fraglich, ob der Käufer tatsächlich 10.000 € mehr zahlen musste.

Die Chance, ein Flugbetriebsboot aus dem 2. Weltkrieg für die Nachwelt museal zu erhalten, schien dahin zu sein.

Vor ein paar Tagen wurde ich auf ein Flugbetriebsboot aus Kriegsproduktion aufmerksam gemacht, das hinter dem Aeronauticum in Nordholz stehen soll. In der Tat steht auf dem Gelände ein ziemlich heruntergekommener und abgeplanter Rumpf, der wohl als „Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Jugendliche“ angeschafft worden war (Aussage eines Nachbarn). Der Mangel an lokaler Unterstützung, vor allem aber der Mangel an arbeitswilligen Jugendlichen soll das Projekt beendet haben, bevor es los ging. Soviel vorab: Ob es tatsächlich ein Fl.B. aus dem 2. Weltkrieg ist, muss noch verifiziert werden. Sollte dem so sein, könnten wir eventuell doch noch ein Restaurierungs-Projekt aus diesem Forum heraus starten.


Die Vorteile liegen auf der Hand:

- Boot liegt an Land, also kein Transportproblem
- Instandsetzung muss nicht-schwimmfähiges Ergebnis hervorbringen
- Boot gehört dem Aeronauticum, also kein Ankaufen mehr nötig
- Liegenschaft mit Stromanschlüssen und geringer Bebauung (kaum Lärmbelästigungspotenzial)
- Nordholz ist halbwegs solide erreichbar (im Zweifelsfall auch aus der Luft!)


Das Aeronauticum hat einen Förderverein, der monetär aber nicht wirklich üppig ausgestattet ist. Das Museum hat weltweit einzugartige Exponate, eine sehr schöne Architektur (mit einer liebevoll bewirtschafteten Gastronomie), tolle Starr- und Drehflügler in Freiluftausstellung und einige sehr rührselige Ehrenamtliche, die unentgeltlich dort arbeiten. Manches Exponat ist allerdings vom Verfall bedroht, weil nicht genug Freiwillige und nicht genug Geld vorhanden sind, um alles perfekt zu erhalten. Das Problem haben andere Sammlungen bekanntlich auch.

Hier könnten wir ansetzen, und eventuell die Patenschaft zu dem Flugbetriebsboot übernehmen. Karsten hatte ja den Verein vorgeschlagen, den wir gründen könnten. Und der sein Stammkapital ausschließlich diesem Bootsprojekt überlässt, ohne jedoch in ein Haftungsproblem zu rutschen, weil der Eigentümer jemand anderes ist.


Mögliche Vorgehensweise:

Evaluierung hinsichtlich Typ / konkretes Fahrzeug

Generelle Frage: Restaurationswürdigkeit und -fähigkeit

Bestandsaufnahme der Baugruppen Rumpf, Deck, Aufbauten, Maschine (?), Technik (?)

Abschätzung Kostenrahmen / Zeitrahmen Instandsetzung einzelner Baugruppen
Szenario 1: Komplett in Eigenleistung
Szenario 2: Eigenleistung und Fremdleistung
Szenario 3: Komplett in Fremdleistung

Abschätzung Arbeitsstunden / Materialbedarf



Nachdem diese Fragen abgearbeitet sind, können wir immer noch weitersehen. Grundsätzlich frage ich Sie / Euch: ist das von Interesse – und wollen wir gemeinsam ausloten, ob wir hier zusammenkommen?

Danke fürs Lesen dieser langen Liste! und Gruss,


Christian
« Letzte Änderung: 30 November 2011, 08:57:25 von kalli » Gespeichert
Chrischnix
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« Antwort #1 am: 30 November 2011, 09:21:55 »

Moin auch

Fotos, Fotos müssen her. Nicht noch so ein Reinfall wie bei FL.B 442 !
Siehe Reinhard´s Beitrag Nr 31 :
http://forum-marinearchiv...x.php/topic,12309.30.html
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Spökenkieker
Oberfähnrich
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« Antwort #2 am: 15 Dezember 2011, 14:38:41 »

Hallo Chrischnix,

aus Nordholz bekam ich folgende Email:

"[...]

Es ist im Eigentum der Gemeinde Nordholz und sollte im Rahmen eines Projektes am Hafen für historische Zwecke genutzt werden.

[...] Fest steht, das Boot ist ein V-Boot aus / vor dem 2. WK. Momentan kann nicht 100% gesagt werden, dass DIESES Boot bei der LW diente. Fest steht, dass dieser Bootstyp auch bei der LW diente.

Fest steht weiter, dass Boot ist nicht „mal eben“ zu restaurieren. Da steckt richtig arbeit drinnen. Gut wäre, einen Sponsorenkreis, wie von Ihnen vorgeschlagen, zu gründen um Möglichkeiten der Restaurierung auszuloten. Unser Museumsteam [...] ist alleine damit überfordert. "

Sollen wir eine fotografische Bestandsaufnahme beginnen?

Gruss,

Chris

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Chrischnix
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Schleswig-Holstein


« Antwort #3 am: 15 Dezember 2011, 22:24:03 »


Sollen wir eine fotografische Bestandsaufnahme beginnen?

Gruss,

Chris


Moin Spöki

Zu mehr wäre ich i.M. körperlich auch nicht in der Lage  undecided
Haben die denn schon mal Fotos für uns ?
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Spökenkieker
Oberfähnrich
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« Antwort #4 am: 02 März 2012, 19:37:29 »

Christian,

das Thema ist vom Tisch. Die Unterstützung vor Ort war eher mau, und wir sollten unsere kostbare Lebenszeit nicht verschleudern. LG,

Christian
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Steffen1
Maat
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« Antwort #5 am: 02 März 2012, 20:30:09 »

Hier was bildliches zu den Flugbetriebsbooten. Ist vielleicht schon bekannt, könnte aber das Thema bereichern.

http://historisches-marin...var1=wert1&var2=wert2
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Peter K.
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« Antwort #6 am: 02 März 2012, 21:09:15 »

... ja, ist bekannt, da Bestandteil unseres HMAwink
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Grüße aus Österreich
Peter K.

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