Moin,
nach zügiger Arbeit am Buch zur Nord Flotte entbrennt die Lust für das FMA!
Russische Marine wird nicht nukleare U-Boote Projekt 941 modernisieren,
meldete am 11.03.2012.03 ARMS-TASS und die darauf sich beziehende Zeitschrift
"Janes
Defense Weekly "Es waren Bemühungen und Planungen im Gange, auf Grund der hohen Kosten für die Boote der BOREY-Klasse einen schweren atomaren raketentragenden strategischen Unterwasserkreuzer des Projekts 941 (NATO Code TYPHOON) äquivalent zum Bau von zwei neuen BOREY-Booten zu modernisieren und wieder in Dienst zu nehmen.
Von den 1981 bis 1989 bei SEVMASH in Sewerodwinsk gebauten sechs (NATO-SSBN) dieses Projektes war jede Einheit mit 20 Raketenschächten ausgerüstet. Daraus konnten ballistische Raketen RSM-52 (NATO Code SS-N-2) gestartet werden. Zu Beginn des Jahres 2012 waren noch drei Boote vorhanden:
TK-17 ARKHANGELSK,
TK-20 SEVERSTAL und
TK-208 DMITRIY DONSKOY. Die beiden ersten Boote haben Reservestatus, wobei
TK-17 schon zur Verschrottung vorbereitet wurde, und nur
TK-208 mit zwei Startschächten für BULAVA-Raketen dienstbereit ist.
Es wurde für
TK-17 und
TK-20 geplant, sie in einer Modernisierung mit der BULAVA-Rakete zu bewaffnen. Gleichzeitig wurden 2009 Veröffentlichungen lautt, die auch eine Umbewaffnung mit Flügelraketen analog der TOMAHAWK der US NAVY auf den OHIO-U-Booten in Erwägung zog.
Fazit:TK-17 ARKHANGELSK und
TK-20 SEVERSTAL werden nicht mehr modernisiert und für eventuelle neue Lösungen als Auflieger erhalten.
TK-208 DMITRIY DONSKOY wird weiterhin als Testplattform für die BULAVA-Rakete und andere Waffensysteme und Sonar-Systeme weiter in Dienst sein und bis 2019 verwendet werden, betont das Londoner Wochenblatt.
Bemerkung hillus:Da sitzt man wieder in der Zwickmühle. Das einmal verfolgte Ziel, die
größten und schnellsten (aber auch der lautesten) U-Boote und Schiffe aller Marinen der Welt zu haben, geht dem Ende entgegen und man will wohl nicht begreifen, das die Ära der größten je gebauten Atom-U-Boote zu Ende geht. Das ist sowohl vom nicht mehr möglichen Verwendungszweck (Obwohl der Oberbefehlshaber der SKF jetzt sagte, man habe doch noch einige Raketen für die TYPHOON's!!!)als auch den harten ökonomischen Zwängen zu sehen. Das "schnellste" U-Boot (das Lauteste), das war K-222 ex K-162 PAPA-Klasse (Projekt 661) ist schon lange nicht mehr in Dienst und wurde 2010/2011 verschrottet. Das war hart und nun sollen auch noch die größten Boote weg, das geht ja nun schon gar nicht für das russischen Marineverständnis.

Zugleich ist es aber auch Ausdruck des Dilemmas beim Bau neuer U-Boote der 4. Generation. Hier fehlt wohl ein wenig das ökonomische Denken.
Grüße aus Braunschweig
hillus