Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Urkunde  (Gelesen 1922 mal)
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Hastei
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« am: 11 Dezember 2011, 13:17:58 »

hallo,
sonntages krame ich immer gerne in Schubladen und Kartons. Diesmal fand ich eine Urkund, die wir damals als frische Maate bekamen.

Meine Sonntags-Frage :  Ist das heute auch noch üblich  ?
Und an unsere Freunde von der ehem.Volksmarine : Ihr habt doch bestimmt auch eine Urkunde bekommen als ihr die Maatenschule erfolgreich abgeschlossen hattet ?          Gut -der Text wir sich in einigen Passagen anders lesen, aber im Prinzip ist doch die Aufgabe eines kl. Unterführes gleich gewesen, oder ?

Gruß Hastei

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« Letzte Änderung: 11 Dezember 2011, 13:24:38 von Hastei » Gespeichert
Bluehawk
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« Antwort #1 am: 11 Dezember 2011, 20:37:55 »

Moin Hastei

Kurze Antwort: NEIN! (jedenfalls bei mir!)

Da im Zuge der Umstrukturierung es ja auch Fauchunteroffiziere gibt (ich war solch einer) kann mann diesen beantragen oder wird nach der Grundausbildung zum Maaten befördert weil man die nötige Qualifikation mitbringt (abgeschlossene Ausbildung).
Dann geht man 2 Wochen nach Plön zum F1, kriegt dort die Rechten und Pflichten reingeprügelt und ist Fertig.
Kein Ausbilder der Ausbildung und solch Firlefanz...

Tja die Zeiten ändern sich.....
hat man dann auch in der Uffzmesse mitbekommen.

Gruß
Martin

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Schappi1976
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« Antwort #2 am: 11 Dezember 2011, 22:42:49 »

Hallo Hastei,

es ist noch bzw. es ist wieder so, dass jeder eine Urkunde bekommt. In meinem speziellen Fall eher eine Degradierung cry


@Bluehawk:

Das mit den 2-Wochenlehrgang war, soweit ich mich erinnere nur für Mannschafter mit F1. Die übrigen Neuanwärter bekamen einen 4-Wochen-Crashkurs, da wie Du schon schriebst, der Uffz nur noch als Fachuffz eingesetzt werden sollte. Jedoch ist man wieder davon abgekommen...ja warum wohl...mmmmhhhh Matrose verlegen

Mein Uffz-Lehrgang der Reserve hat 3 Wochen gedauert und es war bei den normalen Uffz-Anwärtern zu diesem Zeitpunkt der erste Lehrgang mit 8-Wochen, wenn ich mich jetzt nicht irre...(Stand 2010) Ich glaube, er sollte auch nochmals verlängert werden...Aber dazu können die Aktiven unter uns sicherlich mehr sagen...

Gruß Angel

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Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.
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Trimmer
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« Antwort #3 am: 12 Dezember 2011, 08:37:18 »

Hallo Harald - wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe - lang ist es her - erfolgte nach Absolvierung der U-Schule die Ernennung zum Unteroffizier oder Maat - Ernennungsurkunde plus Eintrag in den Wehrdienstausweis (WDA ). Bei einer Beförderung nur der Eintrag.  Ernennung: zum Maat, zum Leutnant usw. - dazwischen waren es Beförderungen ohne Urkunde.  Weiter gab es Urkunden bei Auszeichnungen in allen möglichen Varianten.

Gruß - Achim - Trimmer
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Hastei
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« Antwort #4 am: 12 Dezember 2011, 09:13:07 »

diese Urkunde ist ja  kein Abschlußzeugnis,das gab es extra.                                                                                                          Unteroffizierscorp, gibt es das noch ?  Mit eigener Messe ?                                                                                                                           Diese Urkunde ist auch keine Urkunde, sondern eine wohlmeinende Anleitung für die jungen Uffz. Für einige sind viele Dinge selbstverständlich, andere müssen sanft darauf hin gewiesen werden. Diese Ratschläge , finde ich ,gelten genauso gut im Berufsleben, oder ?
Ich war noch einer, der 12 Wochen auf der MUS in Plön war. Wir Sietzten noch unsere Gasten und die uns. Dann kamen die ,ich nenn sie mal "Jahresmaate".
Nach einem Jahr waren sie Uffz,ohne vorher ihre "Lehre" in Form von Borderfahrung sammeln zu können. Jeder alte OG steckte die in die Tasche.
Was war ? Sie versuchten auf Kumpel zu machen. Das ging aber nur eine Weile gut.
Ich hoffe, das hat sich alles eingespielt und ich alter OMt. mit Moos auf dem Buckel und Muscheln an den Hufen , möchte , dass in der technischen Zeit
die Ausbildung immer auf dem neuesten Stand ist. Und Vergleiche zu früher bringen nichts.

Gruß Hastei
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Trimmer
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« Antwort #5 am: 12 Dezember 2011, 09:26:01 »

Na Harald - das war aber hier eigentlich auch so. Die Unteroffiziere hatten ihren eigenen Speisesaal( Essen war aber gleich ) und wenn so ein "junger Dachs" frisch von der Schule gekommen ist hatte er - je nach Führung - erst mal nichts zu lachen. Schule war die eine Sache - in der Praxis eine ganz andere. Oft war dann der Satz "Er sol erst mal da hin riechen wo wir schon hin gesch.... haben " Standart.  grin ja und einen "im Pulverdampf ergrauten Gefreiten " konnte der sowieso nicht das Wasser reichen.

Gruß - Achim-Trimmer
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Ralph
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« Antwort #6 am: 12 Dezember 2011, 09:32:10 »

Hallo,
Zu meiner Zeit erhielt ich bei der VM keine Urkunde. Nach dem Marinetaucherlehrgang wurde ich vom Matrose zum Maaten ernannt. Während der Lehrgänge gab es keine Beförderungen.
Gruß Buchi
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« Antwort #7 am: 12 Dezember 2011, 09:41:21 »

Nun kenne ich mich ja bei der Marine(VM ) nicht so aus aber damals 1966/67 erfolgte die Ernennung auf dem Ex-Platz bei uns. Die neuen Unteroffiziere erhielten ihre Urkunde und die Schulterstücke. Litze mußten sie selbst aufnähen. Ernennung erfolgte durch Verlesung des Befehls und der Reg.- Kommandeur oder Stellvertreter drückte dann die Schulterstücke in die Hand. Am nächsten Morgen hatten sie dann in "neuer Würde" an zutreten.

Trimmer- Achim
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Ralph
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« Antwort #8 am: 12 Dezember 2011, 10:15:48 »

Hallo,
Meine Kulanis erhielt ich in der Kleiderkammer mit aufgenähter Litze. Die "Erste Geige" war die Standartvariante, bei der "2" hatte man mir einen Kulani der alten Variante mit den zusätzlichen schrägen Taschen gegeben. Die Litze war noch Metallgespinst mit leichten Grünspanbelag, die Krönung waren aber die Knöpfe welche auf der Rückseite noch die Prägung "Kriegsmarine hatten.
Wahrscheinlich war in meiner Größe (k 44) nichts anderes in der Kammer.
Die Schulterstücke waren neu, da mir der Kontrst zu groß war besorgte ich mir noch ein Paar Schulterstücke mit Metallgespinst und es sah wieder gut aus.
Gruß Buschi
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RonnyM
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« Antwort #9 am: 14 Dezember 2011, 11:32:21 »

...also Hastei, mir sind solche "Papiere" gänzlich unbekannt. Ich habe 1966 nur eine "Ernennungsurkunde" bekommen, aber keine "Benimm-Hinweise".  grin

Grüße Ronny
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Hastei
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« Antwort #10 am: 14 Dezember 2011, 12:59:09 »

tja Ronny, vielleicht hattest Du so einen Benimm-Hinweis nicht nötig.

Gruß Hastei
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Madoe
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« Antwort #11 am: 15 Dezember 2011, 02:40:16 »

Hi Hastei,

Bin wohl so rund 10 jahre spaeter als du auf den guten alten Schiffen gefahren. Ganz klar in meiner Zeit von 1976 bis 1980  gab es sowas nicht auf den Feltchern zumindest Z4. (wir hatten mehr mit Mariuhana und Haschich zu tun)
Allso alles ganz normal MOS dann UA und nach drei Monaten wenn es gut ging Maat, dann OMT wenn keine weiteren Schwirigkeiten auftauchten. Matrose gruesst

Mit besten Gruessen aus Akim Oda
Ralf


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Seefuchs
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« Antwort #12 am: 15 Dezember 2011, 08:50:19 »

Guten Morgen,

also in 1988 gab es soetwas beim Heer, in meinem Fall bei Grenadiers noch, wurde beim ersten Uffz- Abend nach der Beförderung und Aufnahme ins Uffz- Korps der Kp feierlich überreicht, so ein Urkundenähnlicher 2 Seitiger DIN A4 Bogen mit den Leitsätzen und Verhaltensregeln. Hab das Ding nicht aber leider nicht mehr. War nichts offizielles, sondern ist auf Btl oder Kp Ebene geschaffen worden.

Grüße

Seefuchs
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