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Autor Thema: Manöverbericht von U 20 im MarineForum  (Gelesen 679 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Götz von Berlichingen
Leutnant zur See
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Beiträge: 433

Deutschland


« Antwort #15 am: 06 Januar 2012, 22:05:12 »

Wo wir schon mal dabei sind...(alte Erinnerungen)

Hatte nicht mal U 24 einen Flugzeugträger vor den Rohren huh War da nicht die US-Admiralität in Panik geraten und es wurde "Personal" abkommandiert huh grin

Ja, das war die Enterprise:

http://www.pdwb.de/grafiken/uss_enterprise.jpg

»Marine: Deutsches U 24 schlich sich bei Manöver unentdeckt an amerikanischen Flugzeugträger
Das Zielfoto, das einen US-Admiral wütend machte

[...]

Während eines Manövers in der Karibik durchbrach ein deutsches Diesel-U-Boot (U 24) den angeblich undurchdringlichen Abwehrring um den US-Atom-Flugzeugträger "Enterprise", feuerte aus günstigem Schusswinkel einen simulierten Torpedofächer ab, fotografierte den 75 000-Tonner durch das Angriffssehrohr und tauchte dann ohne Vorwarnung unmittelbar neben dem Riesenziel auf. Der US-Admiral soll außer sich gewesen sein.

Ein anderes U-Boot des Typs 206 A (500 ts) passierte in der Karibik ein auf es angesetztes US-Jagd-U-Boot der Los-Angeles-Klasse (7100 ts, Atomantrieb) in geringer Distanz mehrmals, ohne dass die US-Crew den nahen "Feind" erkannt hätte. Amerikanische U-Boot-Offiziere an Bord des deutschen Bootes verfolgten das Duell nach Zeugenaussagen "mit Schweißtropfen auf der Stirn".«

http://www.abendblatt.de/...miral-wuetend-machte.html

<a href="http://www.youtube.com/watch?v=tpmTFmMW2NA" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=tpmTFmMW2NA</a>

»Viererfächer aus Rohr I bis IV ...  llllloooos!«  grin  grin



Kann es sein, dass diese Boote - der "große Knüppel des kleinen Mannes" - eine größere Effektivität entwickeln können als eine Trägerkampfgruppe?
Ekke

Das einzige Mal wo genau solche Boote ihre Leistungsfähigkeit tatsächlich unter Beweis hätten stellen können war 1982 im Falklandkrieg.....das ging aber in die Hose..... Matrose zwinkert

Ja, aber nur dank eines unglaublichen "Versagers" an Bord des argentinischen Ubootes:

»....Wozu aber selbst kleine nicht nukleare, dafür aber extrem leise U-Boote fähig sein können, hat der Falkland-Krieg bewiesen. Dort hätte anno 1982 ein in Kiel gebautes U-Boot des Typs 209 um ein Haar den argentinisch-britischen Seekrieg um die Falklands bzw. Malvinen gegen Großbritannien entschieden:

Das unter argentinischer Flagge operierende U-Boot "San Luis" feuerte aus nur 7000 Metern Entfernung acht Torpedos, darunter vier deutsche drahtgelenkte Geschosse des Typs SST-4, auf den britischen Flugzeugträger "Invincible" und seine Begleitschiffe ab. Trotz günstiger Verhältnisse traf kein einziger Torpedo. Wie sich herausstellte, hatten die unerfahrenen Techniker an Bord des U-Bootes nicht erkannt, dass zwei Drähte im Feuerleitsystem falsch angebracht worden waren. Nach dem Abschuss der Torpedos konnten ihre Laufbahnen daher nicht mehr korrigiert werden.

Nach Ansicht des britischen Befehlshabers Admiral "Sandy" Woodward hätte sein Verband nach dem Verlust eines seiner zwei Flugzeugträger sofort abziehen müssen. Die Argentinier dagegen kommentierten hinter vorgehaltener Hand die Fehlschüsse noch jahrelang mit den Worten: "Ein Mechaniker hat den Krieg um die Malvinen verloren!" Immerhin hatte die "San Luis" die Briten, die mehr als 100 U-Jagd-Torpedos ohne Ergebnis auf dieses Boot und andere angebliche U-Boot-Kontakte abgefeuert hatten, aber sechs Wochen lang in Angst und Schrecken versetzt.«

http://www.abendblatt.de/...miral-wuetend-machte.html
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Albatros
Boardinventar
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Beiträge: 6028

Deutschland


« Antwort #16 am: 07 Januar 2012, 11:25:23 »



Kann es sein, dass diese Boote - der "große Knüppel des kleinen Mannes" - eine größere Effektivität entwickeln können als eine Trägerkampfgruppe?
Ekke

Das einzige Mal wo genau solche Boote ihre Leistungsfähigkeit tatsächlich unter Beweis hätten stellen können war 1982 im Falklandkrieg.....das ging aber in die Hose..... Matrose zwinkert

Ja, aber nur dank eines unglaublichen "Versagers" an Bord des argentinischen Ubootes:

»....Wozu aber selbst kleine nicht nukleare, dafür aber extrem leise U-Boote fähig sein können, hat der Falkland-Krieg bewiesen. Dort hätte anno 1982 ein in Kiel gebautes U-Boot des Typs 209 um ein Haar den argentinisch-britischen Seekrieg um die Falklands bzw. Malvinen gegen Großbritannien entschieden:



Tach auch,

Man könnte in diesem Thread fast den Eindruck bekommen moderne deutsche U-Boote wären jedem Gegner überlegen.

Nun, ich denke auch das die deutschen Boote zumindest ab der Klasse 206 die ab 1973 im Einsatz war mit das beste ist/war was zu dem jeweiligen Zeitpunkt so an U-Booten unterwegs gewesen ist.
Aber das diese Boote geradezu unverwundbar sein sollen kann ich nicht glauben. Das würde bedeuten das ein Waffensystem wenn man jetzt die Klasse 212 A mit einschließt 40 Jahre lang allen Gegenmaßnahmen immer mindestens einen Schritt voraus ist, hat es so etwas schon mal vorher gegeben?
Die Erfahrung der letzten Jahrhunderte hat doch gezeigt das auf eine Entwicklung immer eine passende Gegenentwicklung mit vielleicht einer zeitlichen Verzögerung von 5-10 Jahren erfolgt ist.
Und das soll hier nun nicht so sein.

Ich denke bei Übungen wird auch nicht von allen Seiten immer mit offenen Karten gespielt, das ist glaube ich nicht 1 zu 1 für den Ernstfall zu übernehmen.

Nehmen wir mal das Beispiel Falklandkrieg.
Hier wird gesagt das argentinische Boot San Luis der Klasse 209/1200 verschoß 8 Torpedos auf die Invincible aus 7000 m Entfernung. Davon vier deutsche drahtgelenkte des Typs SST-4  die falsch angeschlossen waren. Und von welchem Typ waren die anderen vier und warum trafen sie nicht ?
Ist es möglich das die Gegenmaßnahmen der Kampfgruppe der  Invincible dies verhinderten?

Die  San Luis und ihr Schwesterboot die Salta waren seit mindestens 6-7 Jahren im Dienst als der Falklandkrieg begann, kann man da noch davon ausgehen das die Besatzung unerfahren war, der besagte Techniker hat einen Fehler gemacht, dass würde/wäre ihm aber doch nicht noch einmal passiert.

Warum hatten die beiden Boote keine weiteren Gelegenheiten auf Schussdistanz zu kommen ?Es gab doch Ziele zu Hauf, selbst Frachter wurden nicht angegriffen.
Verhinderten dies die intensiven Such und Abwehrmaßnahmen der englischen Schiffe und Flugzeuge/Hubschrauber ?

Und ist die Aussage es sind über 100 U-Jagt-Torpedos durch die Royal Navy verschossen worden gesichert oder ist das eine Presseente?

Und mal zur Deutschen Marine, es gibt folgende Aussage von Urs, http://forum-marinearchiv....msg166314.html#msg166314

>Ich war mit einem ehemaligen Kommandanten eines UJ-Boots gut bekannt. Er hielt die Boote im Vergleich mit den Hamburg-Zerstörern (Kl. 101) und Köln-Fregatten (Kl. 120) für die besseren U-Jäger, aufgrund geringerer Eigengeräusche und einer besseren Sonaranlage (1 BV 2) <

Mit wem haben die denn wohl geübt? Doch wohl auch und oft mit den eigenen Booten und das werden auch die 206er gewesen sein oder?

Wenn die Aussage des Kommandanten stimmt werden sie auch Erfolge gehabt haben und zwar eventuell größere als die der Klasse 101 und 120 aber auch diese scheinen nicht Chancenlos gewesen zu sein.

Also, dass ein modernes deutsches U-Boot alles um sich herum abknipst ohne in Gefahr zu kommen halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.

Bin schon auf die sicher interessanten Antworten gespannt....... Kaptn lach

 Matrose gruesst

Manfred
« Letzte Änderung: 07 Januar 2012, 18:07:15 von Albatros » Gespeichert
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