Kann es sein, dass diese Boote - der "große Knüppel des kleinen Mannes" - eine größere Effektivität entwickeln können als eine Trägerkampfgruppe?
Ekke
Das einzige Mal wo genau solche Boote ihre Leistungsfähigkeit tatsächlich unter Beweis hätten stellen können war 1982 im Falklandkrieg.....das ging aber in die Hose.....

Ja, aber nur dank eines unglaublichen "Versagers" an Bord des argentinischen Ubootes:
»....Wozu aber selbst kleine nicht nukleare, dafür aber extrem leise U-Boote fähig sein können, hat der Falkland-Krieg bewiesen. Dort hätte anno 1982 ein in Kiel gebautes U-Boot des Typs 209 um ein Haar den argentinisch-britischen Seekrieg um die Falklands bzw. Malvinen gegen Großbritannien entschieden:
Tach auch,
Man könnte in diesem Thread fast den Eindruck bekommen moderne deutsche U-Boote wären jedem Gegner überlegen.
Nun, ich denke auch das die deutschen Boote zumindest ab der Klasse 206 die ab 1973 im Einsatz war mit das beste ist/war was zu dem jeweiligen Zeitpunkt so an U-Booten unterwegs gewesen ist.
Aber das diese Boote geradezu unverwundbar sein sollen kann ich nicht glauben. Das würde bedeuten das ein Waffensystem wenn man jetzt die Klasse 212 A mit einschließt 40 Jahre lang allen Gegenmaßnahmen immer mindestens einen Schritt voraus ist, hat es so etwas schon mal vorher gegeben?
Die Erfahrung der letzten Jahrhunderte hat doch gezeigt das auf eine Entwicklung immer eine passende Gegenentwicklung mit vielleicht einer zeitlichen Verzögerung von 5-10 Jahren erfolgt ist.
Und das soll hier nun nicht so sein.
Ich denke bei Übungen wird auch nicht von allen Seiten immer mit offenen Karten gespielt, das ist glaube ich nicht 1 zu 1 für den Ernstfall zu übernehmen.
Nehmen wir mal das Beispiel Falklandkrieg.
Hier wird gesagt das argentinische Boot San Luis der Klasse 209/1200 verschoß 8 Torpedos auf die Invincible aus 7000 m Entfernung. Davon vier deutsche drahtgelenkte des Typs SST-4 die falsch angeschlossen waren. Und von welchem Typ waren die anderen vier und warum trafen sie nicht ?
Ist es möglich das die Gegenmaßnahmen der Kampfgruppe der Invincible dies verhinderten?
Die San Luis und ihr Schwesterboot die Salta waren seit mindestens 6-7 Jahren im Dienst als der Falklandkrieg begann, kann man da noch davon ausgehen das die Besatzung unerfahren war, der besagte Techniker hat einen Fehler gemacht, dass würde/wäre ihm aber doch nicht noch einmal passiert.
Warum hatten die beiden Boote keine weiteren Gelegenheiten auf Schussdistanz zu kommen ?Es gab doch Ziele zu Hauf, selbst Frachter wurden nicht angegriffen.
Verhinderten dies die intensiven Such und Abwehrmaßnahmen der englischen Schiffe und Flugzeuge/Hubschrauber ?
Und ist die Aussage es sind über 100 U-Jagt-Torpedos durch die Royal Navy verschossen worden gesichert oder ist das eine Presseente?
Und mal zur Deutschen Marine, es gibt folgende Aussage von Urs,
http://forum-marinearchiv....msg166314.html#msg166314 >Ich war mit einem ehemaligen Kommandanten eines UJ-Boots gut bekannt. Er hielt die Boote im Vergleich mit den Hamburg-Zerstörern (Kl. 101) und Köln-Fregatten (Kl. 120) für die besseren U-Jäger, aufgrund geringerer Eigengeräusche und einer besseren Sonaranlage (1 BV 2)
<Mit wem haben die denn wohl geübt? Doch wohl auch und oft mit den eigenen Booten und das werden auch die 206er gewesen sein oder?
Wenn die Aussage des Kommandanten stimmt werden sie auch Erfolge gehabt haben und zwar eventuell größere als die der Klasse 101 und 120 aber auch diese scheinen nicht Chancenlos gewesen zu sein.
Also, dass ein modernes deutsches U-Boot alles um sich herum abknipst ohne in Gefahr zu kommen halte ich für ziemlich unwahrscheinlich.
Bin schon auf die sicher interessanten Antworten gespannt.......

Manfred