Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Zielschiffe Volksmarine. Betonschiffe und Giftgasschiffe  (Gelesen 837 mal)
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TD
BOdFMA
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« am: 09 Januar 2012, 15:05:54 »

Hallo zusammen,

ich glaue meine Frage zu den Zielschiffen geht doch zwischen den Gummipanzern verlustig.


Ich suche seit 1990 Infos über die von der Volksmarine beschossenen Zielschiffe.

Habe damals noch mit den ganzen Offizieren des Militärachivs Potsdam gesprochen, welche allerdings nicht helfen konnten.

Ich suche

A:  Angeblich auf eine Sandbank liefende Wracks mit Giftgasladung an Bord

B:  Beschuß (  Versenkung ) von Betonschiffen


Kann ja nun Glück haben ?


Gruß

Theo

 
« Letzte Änderung: 09 Januar 2012, 15:23:56 von kalli » Gespeichert

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Ralph
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« Antwort #1 am: 09 Januar 2012, 17:41:00 »

Hallo,
Zu deiner Frage: Zielschiffe
Zu meiner Zeit (1963 - 68) wurde auf geschleppte Scheiben geschossen. Die am Peenemünder Haken liegenden Wracks wurden meist von den Luft-streitkräften als Zielobjekte genutzt. Die mit Giftgasmunition beladenen Wasserfahrzeuge wurden nach dem Krieg vor Bornholm versenkt.
Ein mit Kampfstoffen beladenes Schiff als Zielobjekt zu nutzen wäre höchst Riskant und Lebensgefährlich. Betonschiffe als Zielobjekte kenne ich in der Ostsee auch nicht.
Gruß Buschi
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« Antwort #2 am: 10 Januar 2012, 12:17:57 »

Moin,
das kann ich bestätigen. Wir schossen auf Luftsack und Schleppscheibe. Das war nach Buschi 77 -80 noch so.
Betonschiffe gab es bei uns nicht.
Burkhard
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Gott gebe mir die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
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« Antwort #3 am: 10 Januar 2012, 12:53:51 »

In diesem Zusammenhang hatte ich mal Anfang der 90ger eine Sonderfahrt - ich glaub' mit der MÖNCHSGUT osä - eine ehemalige Kieler Fähre, von Lubmin nach Ruden und Oie gemacht. Auf der Fahrt sah ich vorm KKW Lubmin div. Schiffs- und Flugzeugwracks aus dem Wasser ragen.

Ich rein zum Käpt'n und bat um Aufklärung. Der erzählte mir frank und frei, dass das ein Übungsplatz der Luftwaffe war. Das Ganze war keine 3 Km vom KKW, wurde mir klar, wie menschenverachtend das System war.

Jedenfalls wäre ein Schießgebiet im Westen bei einem KKW undenkbar.

Grüße Ronny
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smutje505
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« Antwort #4 am: 10 Januar 2012, 14:31:25 »

Ja Ronny heute denke ich auch so-zu unserer Zeit haben wir uns keine Gedanken darüber gemacht.Das Schießgebiet lag am Peenemünder-Haken.Hier ein Wrack von einer Robbe.

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Trimmer
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« Antwort #5 am: 10 Januar 2012, 15:08:45 »

Mein lieber Ronny- da siehst Du mal wie treffsicher unsere Waffen waren  - gibt es jetzt noch irgendwelche Zweifel  grin " Ich mache meinen Urlaub klar - weil ich der allerbeste Schütze war ..... "

Gruß - Achim - Trimmer
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
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Ralph
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« Antwort #6 am: 10 Januar 2012, 17:18:24 »

Hallo,
Es stimmt schon, Atomkraftwerk und Schießgebiet? Das Schießgebiet war vorhanden, das Kraftwerk wurde später gebaut.
Jetzt lagern dort die strahlenden Abfälle, da es Wahrscheinlich nicht nicht genug waren wurde zusätzlich noch das strahlende Material vom Forschungsinstitut Karlruhe und der "Otto Hahn " dazugepackt. Diesen Müll wollte kein anderes Bundesland haben.
Jetzt soll neben diesen Lager ein Kohle- bzw. Gaskraftwerk errichtet werden. Weiterhin befindet sich dort das Ende der Schröder-Gasleitung. Im Falle einer Havarie ist der Atommüll ziemlich nahe dran. Das Schießgebiet war wesentlich weiter entfernt.
Gruß Buschi
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Steffen1
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« Antwort #7 am: 10 Januar 2012, 22:30:33 »

In diesem Zusammenhang hatte ich mal Anfang der 90ger eine Sonderfahrt - ich glaub' mit der MÖNCHSGUT osä - eine ehemalige Kieler Fähre, von Lubmin nach Ruden und Oie gemacht. Auf der Fahrt sah ich vorm KKW Lubmin div. Schiffs- und Flugzeugwracks aus dem Wasser ragen.

Ich rein zum Käpt'n und bat um Aufklärung. Der erzählte mir frank und frei, dass das ein Übungsplatz der Luftwaffe war. Das Ganze war keine 3 Km vom KKW, wurde mir klar, wie menschenverachtend das System war.

Jedenfalls wäre ein Schießgebiet im Westen bei einem KKW undenkbar.

Grüße Ronny

Ein bischen widersprechen muss ich doch.
Die Entfernung zwischen KKW Lubmin und dem Schießplatz der Luftwaffe beträgt 6,3 sm.
Auch wurden bestehende Startbahnen nicht mehr benutzt, um Unfälle mit dem KKW zu vermeiden.
Die Hauptanflugrichtung des Zielgebietes war meist Südwest bzw. Nordost.


http://de.wikipedia.org/w...Flugplatz_Peenem%C3%BCnde

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« Antwort #8 am: 05 Februar 2012, 22:36:46 »

Hallo,

auch wenn mein besonderes Augenmerk der Wk II Marine gilt, sei folgendes vermerkt: Peenemünder Haken = Schießgebiet des JG 9 und des MHG
Bei Manövern konnte das see-Gebiet auch von Land aus mit einbezogen werden. [Manöver "Waffenbrüderschaft `80" - siehe auch Kauf DVD]
Bestätigt sind auf dem "Ruheplatz"  8 Schiffe / Boote.
U-Jagd 2x
Landungsfahrzeuge 3
KSS 1x
MLR 1x
Taucherfahrzeug 1x

Darunter das aufgeführte Taucherfahrzeug "Lumme" ex. Lommel von der TVA Neubrandenburg. Dies kann ich bestätigen. Habe die Überrest selbst vor Ort lokalisiert.
Bin auch ständig auf der Suche nach Bildmaterial zu diesem Motorschiff, vor 1945 und danach als erstes Schiff der VM; inklusive Ausmusterung und Aufbrauchen als festliegende Zielscheibe!!!

Gruß TT
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« Antwort #9 am: 05 Februar 2012, 23:12:05 »

Hier etwas zum Boot:


Lommel

 Erprobungs- und TF-Boot,

TVA Tollensesee, Neubrandenburg;  29.04. 1945 selbstvesenkt   in  Neubrandenburg

1949 (, rep. VEB      Schiffswerft Rechlin; 12.49 Überlandtransport nach Anklam; 1.5.50 Bereisungsboot Lumme, WSA Stralsund; 22.8.1950 Taucherboot Lumme. Volkspolizei-See, Bergungs-und Rettungsdienst; 8.2.71 §, br.

 Gruß

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« Antwort #10 am: 05 Februar 2012, 23:21:05 »

Hallo,

Danke TD für Deine Mühen um die Daten der "Lumme" ex. Lommel.
Das Datum der Selbstversenkung 29.04.45 erstaunt mich. Hast Du dafür einen Beleg oder eine Quellenangabe?
Gerade das bis zu diesem Zeitraum  und alles nach der Außerdienststellung ist für mich noch Klärungsbedürftig.

Gruß TT
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« Antwort #11 am: 05 Februar 2012, 23:31:40 »

Datum habe ich nur aus einer alten Versenkungsliste.

Gruß

Theo
« Letzte Änderung: 06 Februar 2012, 10:52:17 von TD » Gespeichert

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« Antwort #12 am: 06 Februar 2012, 09:27:12 »

Hallo,
Ein paar Bilder der Lumme. Hier unter der Kennung K-61 als Taucherboot.
Gruß Buschi

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« Antwort #13 am: 06 Februar 2012, 10:06:49 »

Hallo hier noch ein Bild von 1957

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« Antwort #14 am: 06 Februar 2012, 15:27:29 »

Hallo Seemänner und andere Leute,

wow, ich bin von den Socken - "..das Haut ja den stärksten Eskimo (sorry, Inuit) vom Schlitten".
Herzlichen Dank für die eingestellten Bilder.

Beste Grüße
TT
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