Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Ozeanriese auf Grund gelaufen  (Gelesen 7381 mal)
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Albatros
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« am: 14 Januar 2012, 08:32:32 »

Das Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" (etwa 1000 Crew-Mitglieder sowie rund 3200 Passagiere ) ist  nahe der Insel Giglio vor der toskanischen Küste auf Grund gelaufen.

http://www.tagesschau.de/...nd/costaconcordia102.html

 Matrose gruesst

Manfred
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Albatros
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« Antwort #1 am: 14 Januar 2012, 11:07:04 »

Jetzt liegt sie bereits auf der Seite.....http://www.n-tv.de/panora...pt-um-article5212116.html

 Matrose gruesst

Manfred
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Teddy Suhren
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« Antwort #2 am: 14 Januar 2012, 11:08:22 »

Hai

Wenn man die neuesten Bilder - der Kahn halb unter Wasser - sieht...Millionenschrott.
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Gruß
Jörg

I’ve been through two wars and I know. I’ve seen cities and homes in ashes. I’ve seen thousands of men lying on the ground, their dead faces looking up at the skies.
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Albatros
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« Antwort #3 am: 14 Januar 2012, 11:44:40 »

Hai

Wenn man die neuesten Bilder - der Kahn halb unter Wasser - sieht...Millionenschrott.

Das ist nicht das schlimme, die Rettungsmaßnahmen sollen laut der Passagiere Chaotisch gewesen sein, es gibt Tote, dass ist viel mehr zu bedauern.
Auf einen Felsen gelaufen, die Untiefen dürften bekannt gewesen sein, eventuell technischer Defekt aber bin schon gespannt ob die tatsächliche Ursache die zum Unglück geführt hat ans Licht kommen wird.

 Matrose gruesst

Manfred
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hillus
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« Antwort #4 am: 14 Januar 2012, 12:43:37 »

Moin Manfred,

als alter Kreuzfahrer wundere ich mich nicht. Passieren kann immer was, wie im Herbst 2011, als "MEIN SCHIFF 2" vor Calvi (Nordspitze von Korsika und Geburtsstadt von Christofaro Columbus, sagt amn zumindest!) den Anker nicht hochbekam und die Kette kappen musste. Gefahr war nicht gegeben, denn mit einem Anker kann das Schiff immer noch manövrieren. Ich lag mit dem gleichen Schiff ca. 4 Wochen vorher in dieser herrlichen Bucht, wo eigentlich nur Sand war. Aber es lag anscheinend doch ein solch großer Felsen auf dem Grund, dass der Anker beim Schlieren des Schiffes sich verfing und nicht mehr von Neptun losgelassen wurde.

Das mit der COSTA CONCORDIA ist ein Hammer. Was sucht dieses Schiff in navigatorisch gefährlichen Gewässern??? Wie das bei Kreuzfahrten so ist, begegnen sich viele "Pötte" vor dem Hafen, im Hafen oder beim Auslaufen zu neuen Horizonten. Da viel mir auf, dass die Costa-Schiffe grundsätzlich anders fuhren als wir bzw. die anderer Reedereien.

Das schlimme ist immer daran, dass Menschen durch Menschen immer wieder gefährdet werden. Hier kann doch keiner mehr sagen, wenns bummst, noch einen Meter!!!

hillus
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Captain Hans
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« Antwort #5 am: 14 Januar 2012, 13:58:00 »

Für mich ist es unverständlich wie solch ein Navigationsfehler passieren konnte. huh
Die Untiefen sind komplett bekannt.
An Hand der Aufzeichnungen des VDRs wird man alles rekonstruieren können.
Ich halte diese schwimmenden Superhotels für sehr gefährlich, denn man stelle sich nur vor, daß ein Feuer ausbricht.

Eine schnelle geordnete Evakuierung von mehr als 5000 Menschen halte ich für unmöglich.

Bei mehr als 15 Grad Schlagseite bekommt man nur eine Seite Rettungsboote zu Wasser, der Rest muß in Rettungsinseln,
Flößen usw.d.h. meistens zuerst ins Wasser.

Man stelle sich nur vor so eine Kiste brennt vor einer karibischen Insel, wo man so gut wie keine Hilfe bekommen kann.

Aber der Gigantismus bringt eben Profit und da nimmt man eben diese Risiken in Kauf.





« Letzte Änderung: 14 Januar 2012, 14:14:45 von Captain Hans » Gespeichert

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Seefuchs
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« Antwort #6 am: 14 Januar 2012, 15:07:02 »

Was macht so ein Riesenschiff so nah an dem kleinen Hafen Giligio Porto?

Den Felsen wo die draufgelaufen ist sieht man ja sogar bei Google Earth? Auf verschieden Bildern sieht es aus als ob die beschädigte Seite, aufgerissen wie ne Konservendose aus dem Wasser gekommen ist? Wie kann das sein, gibt es da keine Längsschotten, überhaupt, was ist mit Schotten dicht und gegenfluten???
Geht das nicht auf Knopfdruck von der Brücke aus?

Seefuchs
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Albatros
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« Antwort #7 am: 14 Januar 2012, 15:21:12 »

Hier http://www.n-tv.de/mediat...Grund-article5213836.html eine Bildserie von n-tv

 Matrose gruesst

Manfred
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Captain Hans
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« Antwort #8 am: 14 Januar 2012, 15:44:53 »

hallo Manfred

Die Bilder bestätigen nochmals meine Aussagen man kann sehr schön sehen wo die
Rettungsboote auf der anderen Seite abgestürzt sind.

Verwunderlich ist das auf der richtigen Seite trotz hoher Schlageseite eine große Anzahl der Boote immer
noch in den Davits hängen.

Man kann auch sehen wie problematisch Rettungsinseln in einem solchen Fall sind.

Die Costa Schiffe sind mir sehr gut bekannt und mit unseren VDRs ausgestattet worden. Sollten die sich
noch an Bord befinden wird es eine Aufklärung der Gründe geben.

Die navigatorische und sicherheitstechnische Ausrüsttung dieser Schiff ist vom Feinsten.

Bin gespannt was als Ursache ermittelt wird angry

viele Grüße

Hans

 
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« Antwort #9 am: 14 Januar 2012, 16:13:23 »

Hallo!

Ich finds merkwürdig, dass der Eimer die Leckage an Backbord hat, aber dann über Steuerbord abgesoffen ist. Wie geht denn sowas? Gibts da keine Längsschotts oder ist das so ne Tankfrage wie bei der Andrea Doria? Da gibts ja auch Fotos, auf denen sie zuerst nach Steuerbord krängt ( da war doch auch das Ramming, oder?) und dann über die Backbordseite sinkt....

Fotos siehe :  http://einestages.spiegel...1/l0/F.html#featuredEntry

Schon erstaunlich, wie schnell so ein moderner Kippelkasten weg vom Fenster ist.... Her mit den alten Linern!

Grüße!

Joachim
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toppertino
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« Antwort #10 am: 14 Januar 2012, 16:16:23 »

Zitat
Auf verschieden Bildern sieht es aus als ob die beschädigte Seite, aufgerissen wie ne Konservendose aus dem Wasser gekommen ist? Wie kann das sein, gibt es da keine Längsschotten, überhaupt, was ist mit Schotten dicht und gegenfluten???

Ich versteh nur nicht wie die aufgerissene Seite aus dem Wasser ragen kann??? huh Normalerweise neigt sich doch ein Schiff in die Richtung wo auch Wasser eindringt. Weiss nicht

EDIT: ooopsi, Renown war schneller.
« Letzte Änderung: 14 Januar 2012, 16:24:17 von toppertino » Gespeichert

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Seefuchs
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« Antwort #11 am: 14 Januar 2012, 16:21:33 »

@toppertino; 1/100 Renown,

genau das meine ich, vieleicht kann das einer der Spezialisten hier mal erläutern?

Danke


Seefuchs
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Captain Hans
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« Antwort #12 am: 14 Januar 2012, 16:38:50 »

Kann hier natürlich nur eine Vermutung äußern.

Dies kann durch große freie Flüssigkeitsoberflächen entstehen siehe Reduzierung der Hebelarmkurve durch diesen Effekt huh
Dazu müßten aber große Räume voll gelaufen sein.

Passagierdampfer haben keinen großen Hebelarm (Stabilität, Metazentrische Höhe)) - liegt an den sehr hohen Aufbauten.

Vielleicht hat sie auf anderen Seite auch so ein Loch und wer weiß wie der Boden aussieht Weiss nicht

Längsschotten gibt es, aber wie es in den einzelnen Bereichen aussieht entzieht sich meiner Kenntnis.

Diese navigatorische Meisterleistung, wenn man bedenkt, daß dieses Schiff auf den Meter genau gefahren werden kann, ist mir unverständlich Bin ich blöd.


viele Grüße

Hans
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Albatros
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« Antwort #13 am: 14 Januar 2012, 16:43:51 »


Ich versteh nur nicht wie die aufgerissene Seite aus dem Wasser ragen kann??? huh Normalerweise neigt sich doch ein Schiff in die Richtung wo auch Wasser eindringt. Weiss nicht


Ob sie noch gegengeflutet haben.....auf Bild 12 http://www.n-tv.de/mediat...Grund-article5213836.html  sieht man eine riesigen Felsbrocken in der Außenhaut stecken.... shocked

 Matrose gruesst

Manfred
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toppertino
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« Antwort #14 am: 14 Januar 2012, 17:01:36 »

Zitat
Ob sie noch gegengeflutet haben.....

Gegenfluten heißt aber nicht versenken. In den Medien wurde ja auch laut das die Besatzung alles andere als professionell gehandelt haben soll. Scheint wohl auch für die Schiffsführung zu gelten.
Sieht schon merkwürdig aus wie da so ein großer "Hinkelstein" aus der Leckage guckt...
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