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Autor Thema: 25.11.1944 ein anfliegender Tokkotai-Flieger(Kamikaze)trifft die USS Essex CV-9  (Gelesen 465 mal)
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Albatros
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« am: 14 Januar 2012, 21:43:53 »

Die Essex wurde von einer Yokosuka MXY-7-Ohka ( Kirschblüte ) getroffen und schwer beschädigt (es wurden 15 Mann getötet und 44 Verletzt). Das Schiff konnte aber funktionstüchtig gehalten werden, so dass die USS Essex weiter an den Kämpfen teilnehmen konnte.

Die Yokosuka MXY-7-Ohka ( Kirschblüte ) versinnbildlicht die verzweifelten Maßnahmen mit denen Japan das Inselreich zu verteidigen suchte.

http://www.bredow-web.de/.../yokosuka_ohka_-_oka.html

Ganz unten auf der bredow-Seite ist auch etwas zu den deutschen Kamikaze ( Rammjägern) zu lesen.

 Matrose gruesst

Manfred
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Albatros
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« Antwort #1 am: 15 Januar 2012, 20:55:29 »

Es sollen von dem bemannten Raketenbomber Yokosuka MXY-7-Ohka noch 755 Stück bis März 45 hergestellt worden sein.
Die Angriffe sollen ja wenig Erfolgreich gewesen sein, mir ist eigentlich nur noch die Versenkung des schon schwer angeschlagenen Zerstörers USS Mannert L.Able am 12.04.45 bekannt.
Welche Erfolge gab es sonst noch ?

Die Yokosuka MXY-7-Ohka  hatte ja als einzige Bewaffnung 1200 kg Sprengstoff an Bord.Welche Wirkung das hatte kann man wohl auf diesem http://upload.wikimedia.o...ssex_USG-80-G-273032-.jpg  Bild der Essex erahnen. Aber welchen Schaden richtete sie tatsächlich auf der Essex an? Durch das schwach gepanzerte Flugdeck (38 mm) wird sie durch gekommen sein,explodierte sie also im Hangar und hielt das Hangardeck ( 76 mm) sie auf ?

 Matrose gruesst

Manfred
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« Antwort #2 am: 15 Januar 2012, 21:47:36 »

So schlimm der Schaden auch aussieht, die Explosionen in den nicht verdämmten Hangars waren bei weitem nicht so schlimm wie in den gepanzerten Hangars anderer Nationen. Grundsätzlich hat sich die US Philosophie, erst quasi "ab Hangarboden" zu panzern bewährt, Oberdecksschäden konnten relativ schnell notrepariert und der Flugbetrieb aufrecht erhalten werden.

Axel
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Urs Hessling
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« Antwort #3 am: 15 Januar 2012, 21:54:10 »

Versenkung des schon schwer angeschlagenen Zerstörers USS Mannert L.Able am 12.04.45 bekannt. Welche Erfolge gab es sonst noch ?

USS SHEA (DM-30), schwer beschädigt am 4.5.45 (27 Tote)
USS HUGH W. HADLEY (DD 774), schwer beschädigt am 11.5.45 (? Tote), nicht reparaturwürdig, abgewrackt, http://destroyerhistory.o...ringclass/usshughwhadley/

btw: der von Dir genannte Zerstörer hieß MANNERT L. ABELE (DD 733)

Gruß, Urs
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« Antwort #4 am: 15 Januar 2012, 22:24:24 »

So schlimm der Schaden auch aussieht, die Explosionen in den nicht verdämmten Hangars waren bei weitem nicht so schlimm wie in den gepanzerten Hangars anderer Nationen. Grundsätzlich hat sich die US Philosophie, erst quasi "ab Hangarboden" zu panzern bewährt, Oberdecksschäden konnten relativ schnell notrepariert und der Flugbetrieb aufrecht erhalten werden.

Axel

Welche meinst Du denn da konkret?
Die einzigen wirklich gepanzerten waren doch eigentlich die Träger der Illustrious-Klasse.
Meinst Du, eine Essex hätte die Treffer, die Illustrious z.B. am 10.01.41 erhalten hat, überlebt?

Für den Pazifik fällt mir spontan kein gepanzerter britischer Träger ein, der durch einen Kamikaze-Deckstreffer für länger als wenige Stunden außer Gefecht war. Diverse US-Träger dagegen schon.
Selbstverständlich auch mit dem Gesetz der Wahrscheinlichkeit im Rücken, da letztere viel häufiger getroffen wurden.
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« Antwort #5 am: 15 Januar 2012, 22:56:08 »

Hi Urs,

die Hadley verlor 28 Mann und wurde nicht mehr repariert. Interessant ist, dass alle 3 Zerstörer der Sumner Klasse angehörten.

Grüße

Ritchie
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Thoddy
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« Antwort #6 am: 16 Januar 2012, 11:35:10 »

Das Gerät hatte nur einen einfachen Aufschlagzünder geht also beim Auftreffen auf dem ersten Blech/Holz sofort hoch.

Die Frage ist nur welches loch eine 1,2 t Sprengladung alternativ in eine
ungepanzerte bzw in eine gepanzerte  Schiffsstruktur reißt.

Nominelle Gasmenge der Verbrennungsprodukte rund 1000 m³ ohne berücksichtigung Temperatur zur Veranschaulichung also ein Gaskugelvolumen von rund 10m durchmesser.

Sofern der Zünder eine Verzögerung hätte, würde beim Auftreffen auf gepanzerte Ziele die Sprengladung zerstört werden.

 
« Letzte Änderung: 16 Januar 2012, 11:57:22 von Thoddy » Gespeichert

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« Antwort #7 am: 16 Januar 2012, 19:08:57 »

@t-g

Stimme Dir zu, die Wahrscheinlichkeit, dass ein GB-Träger getroffen wurde war deutlich geringer als bei der USN. Bin z.Zt, unterwegs und habe daher meine Unterlagen leider nicht zur HAnd. Schaue demnächst mal nach.

Axel
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Urs Hessling
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« Antwort #8 am: 16 Januar 2012, 19:32:24 »

moin,Axel,

die Wahrscheinlichkeit, dass ein GB-Träger getroffen wurde war deutlich geringer als bei der USN.

den Satz mußt Du umformulieren,so ist er mE nicht richtig.

Tatsächlich war die Wahrscheinlichkeit, daß ein britischer Träger getroffen wurde, wesentlich höher als bei Trägern der USN, nämlich 100 % (!): alle 4 Träger der British Pacific Fleet (TG.57), Illustrious, Victorious, Indomitable und Indefatigable, erlitten mindestens einen Kamikaze-Treffer.

Nur die Wahrscheinlichkeit, daß sie bei einem Treffer schwere Schäden davontrugen, war geringer: alle britischen Träger waren schon Stunden nach den Treffern wieder zumindest eingeschränkt operationsfähig, anders als die schwer getroffenen Ticonderoga, Bunker Hill oder Franklin.

Gruß, Urs
« Letzte Änderung: 16 Januar 2012, 20:08:09 von Urs Hessling » Gespeichert

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« Antwort #9 am: 16 Januar 2012, 19:42:06 »

Bei navweaps gibt es eine Zusammenfassung aller Kamikaze-Treffer auf US- und britischen Trägern:

 Pfeil http://www.navweaps.com/index_tech/tech-042.htm
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« Antwort #10 am: 17 Januar 2012, 07:49:38 »

Moin Urs,

dass die GB-Träger alle getroffen wurden... nun ja, sie waren ja nur auf Drängen vom Dicken mit der Zigarre und politischem Druck aus Washington überhaupt in die US-Verbände mehr oder weniger (eher letztes) integriert worden, nicht geübt in der dort praktizierten Art der Kriegsführung und mussten daher die Treffer einstecken. Statistisch war die Wahrscheinlichkeit eigentlich nicht gegeben, aber so haben wir eben statistisch nachgewiesen dass die Statistik nicht alles aussagt wink
Dass die Schäden nicht größer waren liegt aber mE auch daran, dass nur mit Aufschlagzünder "gearbeitet" wurde. Bei verzögerten Sprengladungen, welche erst im gepanzerten und somit verdämmten Hangar detoniert wären hätte die Sache ganz anders ausgesehen.
(Auch "Yorktown I" hat sich bei Midway einiges an Treffern eingefangen und war dennoch z.B. nach dem ersten Angriff bereits nach 30 min wieder in der Lage, Flugoperationen durchzuführen)

Axel
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