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Autor Thema: Strafversetztung auf Tirpitz - Kapitänleutnant Wolfgang Piwowarsky  (Gelesen 728 mal)
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Maurice Laarman
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« am: 16 Januar 2012, 19:53:12 »

Kapitänleutnant Wolfgang Piwowarsky (1907-1958) war Flottillenchef der 9. Räumbootsflottille. Irgendwann muss er ein Befehl verweigert haben, und wurde als Straf versetzt auf der Tirpitz.

Wo konnte man jetzt die genaue Umstande dieses Urteil erfahren? Soll das die Wast sein? Sein Sohn und ich möchte gerne mehr darüber wissen.

Dank im voraus,

Maurice

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« Antwort #1 am: 17 Januar 2012, 06:47:00 »

Maurice - habt Ihr schon mal wegen der Stammrolle bei der WAST nachgefragt. Theoretisch müßten da genauere Angaben drin stehen.

Gruß - Achim - Trimmer
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Auch Erfahrung erhält man nicht umsonst, gerade diese muß man im Leben vielleicht am teuersten bezahlen
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Maurice Laarman
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« Antwort #2 am: 17 Januar 2012, 06:59:37 »

Achim, Ja, hat er gemacht, die konnte ihm aber nicht weiter helfen.

Gruss,

Maurice
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« Antwort #3 am: 17 Januar 2012, 07:32:41 »

Maurice - dann wird es schwer. Möglicherweise war es aber auch eine Diziplinarstrafe welche nach einer gewissen Zeit wieder gelöscht wurde - also in diesem Sinne kein Urteil mehr Aktenkundig

Gruß - Achim - Trimmer
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Arche
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« Antwort #4 am: 17 Januar 2012, 15:25:17 »

Hallo!

zu Maurice:
eventuell gibt es Informationen in Freiburg, da bei Befehlsverweigerung es sicherlich zu einen Verfahren gekommen ist.

zu Achim: das die Strafe so milde ausfiel, lag eventuell daran, dass im Verfahren schon Gründe bekannt wurden, einen Befehl zu verweigern. Von einer Disziplinarstrafe würde ich aber nicht sprechen. Gerade sehr gut beurteilte Soldaten bekamen oft milde Urteile, soweit den Richtern die Gründe für ein Vergehen nachvollziehbar erschienen.

Gruß
Heinz-Jürgen
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« Antwort #5 am: 17 Januar 2012, 16:06:34 »

Heinz - Jürgen - soweit mir bekannt ist wurden auch bestimmte Diziplinarsachen auf dem "kleinen Dienstweg " geregelt. Strafversetzung gehörte mit dazu. Deshalb glaube ich auch kaum das da Freiburg etwas hat aber einen Versuch ....

Gruß - Achim-Trimmer
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Urs Hessling
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« Antwort #6 am: 18 Januar 2012, 00:18:04 »

moin,

meiner Ansicht nach gibt es den Begriff "Strafversetzung"nicht im Disziplinarrecht, sondern er wird umgangssprachlich gebraucht.

Eine (Straf-)Versetzung ist keine Disziplinarmaßnahme. Sie mag aus Gründen der allgemeinen Disziplin (des Truppenteils) erfolgen.

Gruß, Urs
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"History will tell lies, Sir, as usual" - General "Gentleman Johnny" Burgoyne zu seiner Niederlage bei Saratoga 1777 im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg - nicht in Wirklichkeit, aber in George Bernard Shaw`s Bühnenstück "The Devil`s Disciple"
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« Antwort #7 am: 18 Januar 2012, 00:45:37 »

moin,
zudem wurde Kptlt. Piwowarsky am 30.03.44 von der Tirpitz wieder abkommandiert.
Geführt als 1.W.O. und D.O.
zzgl. als Turmkdt.
Gemäß: Schiffsbuch Tirpitz
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Gruss
Axel
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« Antwort #8 am: 18 Januar 2012, 08:01:56 »

Urs- ich habe hier aus Feldpostbriefen meines Vaters aber von einer Strafversetzung gelesen. " Wegen Überwerfung mit einem anderen Zugführer wurde ( Dienstgrad, Name ) zur ( Einheit ) strafversetzt. Ferner erfolgte eine Beförderungssperre von 1 Jahr".
Nun kann ich nicht sagen ob es bei der Waffen-SS andere Bestimmungen gab aber Fakt ist das es da so steht. Bitte entschuldige das ich das Papier hier nicht einstelle.

Gruß - Achim - Trimmer
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Urs Hessling
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« Antwort #9 am: 18 Januar 2012, 08:57:52 »

moin, Achim,

ja, da ist doch gar kein Widerspruch.

Er wurde (zusätzlich) "strafversetzt" (gemäß Brief, d.h. umgangssprachlich, wie gesagt). Die Disziplinarmaßnahme ist die Beförderungssperre.

Eine Disziplinarmaßnahme (gemäß Wehrdisziplinarordnung) wird dokumentiert, vom Betroffenen unterschrieben, das Dokument kommt in die Personalakte (befristet). Eine (Straf-)Versetzung ist eine Personal- und keine Disziplinarmaßnahme.

abgesehen davon:
Die Angelegenheit erscheint mir auch "inhaltlich" fragwürdig. Die "Tirpitz" war das neueste, größte Kampfschiff und der Stolz der Kriegsmarine. Ich denke, es war eine Auszeichnung, auf ihr zu dienen. Der Kommandant hätte (vermutlich) "schnittfesten Schaum vor´m Mund" gehabt, wenn sich ein Offizier bei ihm als "strafversetzt an Bord" meldet.

Gruß, Urs
« Letzte Änderung: 18 Januar 2012, 09:16:05 von Urs Hessling » Gespeichert

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« Antwort #10 am: 18 Januar 2012, 09:17:35 »

Urs - ich glaube jetzt habe ich es auch verstanden. Danke für Deine Geduld

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« Antwort #11 am: 18 Januar 2012, 13:48:19 »

Die ganze Aufzählung will "mir irgendwie nicht scheinen".
Haut mich, aber gab es auf Schlachtschiffen wirklich den Begriff I. Wachoffizier? Ich dachte immer, das ist ein Bootsbegriff, auf Schiffen gibt es doch den IO.  Klingt irgendwie merkwürdig huh

Axel
« Letzte Änderung: 18 Januar 2012, 15:22:20 von Big A » Gespeichert

If you want to kick the tiger in his ass you'd better have a plan for dealing with his teeth...
Sometimes it is entirely appropriate to kill a fly with a sledge-hammer.

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« Antwort #12 am: 18 Januar 2012, 14:24:27 »

Axel - ich denke Du hast Recht. Auch auf der "Bismarck" wird Fregattenkapitän Oels immer als 1.Offizier bezeichnet . nicht 1.WO ( Buch - Schlachtschiff Bismarck - von Müllenheim-Rechberg ) und auch bei  schlachtschiff.com  - Offiziersliste - 1. Offizier.  WO = Korvettenkapitän  Rollmann
Rollermann aber ebend "nur " WO und nicht 1.WO

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« Antwort #13 am: 18 Januar 2012, 17:36:30 »

Die ganze Aufzählung will "mir irgendwie nicht scheinen".
Haut mich, aber gab es auf Schlachtschiffen wirklich den Begriff I. Wachoffizier? Ich dachte immer, das ist ein Bootsbegriff, auf Schiffen gibt es doch den IO.  Klingt irgendwie merkwürdig huh

Axel

Genau,
es gab sogar einen 2.,3. und 4. W.O. waren zugleich auch Divisionsoffiziere.
Daneben gabs auch noch den I.O. es war z.B. vom 01.05. - 12.11.44 , † Kpt.z.S. Weber (zgl. auch Komandant vom 04.11. - 12.11.44).
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Axel
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« Antwort #14 am: 18 Januar 2012, 18:06:33 »

Axel-Redfort - soweit ich es aber bei der "Tirpitz" gelesen habe auch immer I.O und nicht 1.WO - auch Weber (KzS ) wird als I.O vom Mai44 -Nov.44 angegeben  und vom 4.Nov. -12.Nov.44 als Kommandant i.V

Gruß - Achim - Trimmer
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