Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Untergang der „Wega“ Schlepper des Norddeutschen Llyod  (Gelesen 413 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Albertus
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Name: Jane

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ehem. Seefrau


« am: 18 Januar 2012, 15:06:09 »

Hallo und moin!

Der Schlepper „Wega“ vom norddeutschen Llyod wurde 1925 von dem Motorschiff „Vogtland“ durch falsches Handling beim Schleppvorgang zum kentern gebracht und sank in der Nähe der Vulkan Werft in Vegesack. Fünf Männer der sechsköpfigen Bord-Crew der „Wega“ ertranken bei dem Unglück.
Frage:
Weiß jemand, ob es neben dem DSM, Bremerhaven noch andere Möglichkeiten gibt Näheres über das Schiffsunglück und deren Opfern zu erfahren? Kennt jemand eine Pressestelle wo man mal fragen könnte.

Liebe Grüße
Jane
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TD
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Name: Theodor Dorgeist

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« Antwort #1 am: 18 Januar 2012, 17:26:58 »

Hallo Jane,

im Staatsarchiv Bremen müßte die Seeamtliche Untersuchung des Unglückes bei so vielen Menschenopfern sicher zu finden sein.

Bestand: 3-S. 5. - Schiffsunfälle und Strandungen


Habe gerade beim Ehrenmal deutscher Seeleute für 1925 nachgesehen, kein Eintrag.
Vermutlich war die WEGA kein Seeschiff..

Gruß

Theo
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...ärgere dich nicht über deine Fehler und Schwächen, ohne sie wärst du zwar vollkommen, aber kein Mensch mehr !
Albertus
Oberbootsmann
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Beiträge: 108

Name: Jane

Ort: Wo die Elbe auf die Nordsee trifft

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ehem. Seefrau


« Antwort #2 am: 18 Januar 2012, 18:36:56 »

Hallo Theo,

danke für Deine Antwort  smiley !
Die Seeamtsverhandlung fand am 30. Sept. 1925 in Bremerhaven statt, die bekomme ich vom DSM. Durch einen Zeitungsartikel weiß ich, dass es bei der Verhandlung „mal wieder“ keinen Schuldigen gab, obwohl sich die Sachlage recht klar darstellte. (?)
Das Unglück der „Wega“ war fast zeitgleich der dritte Unfall dieser Art, wo ein Schlepper kenterte und jedes mal mehrere Seeleute zu Tode kamen.
Von einem Opfer besitze ich ein Seefahrtsbuch, welches später aus der See gefischt wurde. Darum interessiert mich auch die menschliche Seite der Hinterbliebenen. In einem Zeitungsbericht las ich, dass alle ertrunkenen Seeleute große, kinderreiche Familien hinterließen.
Was wurde aus den Familien, waren sie durch die Reederei abgesichert.
Die damalige Sicht- und Vorgehensweiseweise des norddeutschen Lloyds würde ich sehr gerne erfahren.

Ich hänge mal ein Foto des Schleppers ran, als ich es bekam, war ich sehr erstaunt, das auf dem kleinen Ding sechs Männer fuhren.

Vielleicht hat jemand eine Vermutung was für ein Schiff im Hintergrund liegt – und wo die Aufnahme entstand.

Bis dann,
Jane


« Letzte Änderung: 18 Januar 2012, 19:15:56 von Albertus » Gespeichert
Peter K.
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« Antwort #3 am: 18 Januar 2012, 19:07:09 »

Zitat
Vielleicht hat jemand eine Vermutung was für ein Schiff im Hintergrund liegt
... sieht mir nach dem Walfangmutterschiff UNITAS aus ...
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Grüße aus Österreich
Peter K.

www.forum-marinearchiv.de
Albatros
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« Antwort #4 am: 20 Januar 2012, 20:01:13 »






Was auf dem Bild auch noch zu sehen ist, scheint die heutige Friedrich zu sein.....http://www.msfriedrich.de/    Matrose zwinkert

 Matrose gruesst

Manfred
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Peter K.
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« Antwort #5 am: 20 Januar 2012, 21:42:29 »

... spricht also einiges für Bremen als Ort der Aufnahme!
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Grüße aus Österreich
Peter K.

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Albertus
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Name: Jane

Ort: Wo die Elbe auf die Nordsee trifft

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ehem. Seefrau


« Antwort #6 am: 20 Januar 2012, 22:09:23 »

Hallo!

Bremen also... toll! (Mühsam nährt sich das Eichhörnchen...)
Danke, Manfred und Peter, freue mich über jede Info!

In dem Jahr, wo die Wega sank, erhielt das Fährschiff den Namen „Friedrich“.

Gruß & Dank
Jane
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Albatros
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« Antwort #7 am: 21 Januar 2012, 18:41:25 »


Ich hänge mal ein Foto des Schleppers ran, als ich es bekam, war ich sehr erstaunt, das auf dem kleinen Ding sechs Männer fuhren.

Jane


Hallo Jane,

Ein moderner Assistenzschlepper wie die Weser  z.B. fährt heute im Hafenbetrieb drei Mann Besatzung im Offshore-Geschäft mit sechs Mann

http://www.fotos-hochladen.net/weser2hnir2yml.jpg

Solche Assistenz - Dampfschlepper ( wenn noch mit Kohle befeuert ) wie die Wega brauchten wohl schon zwei bis drei Mann in der Maschine, dann zwei an Deck und halt den Schiffsführer/Kapitän.

 Matrose gruesst

Manfred
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