Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Flugzeuge für Träger X  (Gelesen 3576 mal)
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wer
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« am: 24 April 2006, 16:11:47 »

Also, dein Antriebsanlagenentwurf gefällt mir sehr gut, sehe keine probleme.

Aber nochmal zu den Flugzeugen:

nun einmal angenommen, 1943 wäre die ME 262 frontreif gewesen. Wenn man diese nun auf dem Träger stationieren wollte, müsste man dann noch viele Umbauten bezüglich des Treibstoffs vornehmen? Da die beiden Antriebsstoffe ja sehr reaktionär waren. und am sonstigen Schiff?

Oder klären wir sowas späterß

gruß

Christian
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Dominik
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« Antwort #1 am: 24 April 2006, 16:19:28 »

@wer,

beide Antriebsstoffe reaktionär? Stinknormales Kerosin? Ich glaube, Du verwechselt das mit der Komet (Me 163).

Gruß

Dominik
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Spee
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« Antwort #2 am: 24 April 2006, 16:49:28 »

Die 262 konnte mit Diesel fliegen, also was soll's?
Allerdings halte ich die 262 für wenig trägertauglich, allein durch ihr Zweistrahl-Konzept.
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Thomas

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Dominik
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« Antwort #3 am: 24 April 2006, 16:54:33 »

@Thomas,
gerade einem zweistrahligen Jäger würde ich zu dieser Zeit alleine aus Sicherheitsgründen den Vorzug geben. So verschieden sind die Ansichten! Cheesy
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harold
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« Antwort #4 am: 24 April 2006, 23:16:54 »

Und hier mal ohne viele Erläuterungen und Kommentare ein Hauptschnitt durch unsern 20kT-Träger (noch ohne Abgasleitungen!)



um für diverse Diskussionen (Freibord, Deckshöhen etc) erst ein paar Daten zu geben.
Seiten- wie Höhen-Bezifferungen in Metern.

Harold
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wer
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« Antwort #5 am: 27 April 2006, 13:54:11 »

ich hab wirklich die 262 mit der 163 verwechselt.

Aber wenn bis 1943 kein Krieg ausgebrochen wäre, dann wären auch Projekte wie 262 oder 163 weiterentwickelt worden und das Antriebsprinzip der 163 wäre auch auf event. Trägerflugzeuge übertragen worden. Sozusagen als Abfangjäger. Dann hätte es doch sicherlich Probleme mit den hypergolen T- und C-Stoff gegeben, oder?

Gruß

Christian
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Dominik
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« Antwort #6 am: 27 April 2006, 14:27:48 »

@Christian,

die Frage, die sich mir stellt: wozu brauchst du hier einen reinen Objektschutz-Jäger? Knappe 80 km Reichweite reichen nicht aus, um beim gegnerischen Verband um die Luftüberlegenheit zu kämpfen. Und nur für den eigenen Objektschutz wäre mir der Stauraum zu schade. Gleiches gilt für den Start: das "Ding" ging ja nur mittels Triebwerk nach oben, nach unten ging es als Segler - also unten, dann blieb er unten. Unsere Marineluftwaffe würde wohl nur aus Zwangsrekrutierten bestehen Cheesy

Ich denke mal, mit einer verbesserten He 178 (glaube) oder einer Me 262-Abart sollte man eher rechnen, zumindest aber mit dem Strahlantrieb. Der Krieg hat wichtige Technologien einen kräftigen Schub gegeben, ohne ihn sollten wir also bei einem möglichen Einsatzjahr 1943 vom tatsächlichen Entwicklungsstand von 1941 ausgehen.

Gruß

Dominik
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Huszar
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« Antwort #7 am: 27 April 2006, 17:48:49 »

Hallo,

Die 163 war ein reines Kriegskind. Ohne die Bomberpulks keine 163. (gilt eigentlich auch für die 128mm)

Ob und wann eine 262 ohne Krieg fertig geworden wäre, darüber lässt es sich auch streiten. Eine langere Erpobungsphase, langsamere generelle Entwicklung, usw, da kommen einige Jahre zusammen.

Würde stark bezweifeln, dass vor Ende 1945 die 262 in Serie gegangen wäre - und dann hätte die LW für einige Zeit Priorität.


mfg

alex
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Ralf
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« Antwort #8 am: 27 April 2006, 18:27:49 »

Ich denke auch, dass die 262 zu schwer gewesen wäre...
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Gruß
Ralf
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harold
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« Antwort #9 am: 27 April 2006, 19:56:42 »

Ja, wenn ich mir die Spekulationen zur Entwicklungsfähigkeit der fliegerischen Komponente hier anschaue, dann denk ich mir Folgendes dazu:

1) unser Entwurf ist aus den späten 30ern und stellt im ersten Drittel der 40er in Dienst.
Den Herrn Tank hat´s damals schon gegeben, und ich meine, dass er sich die Herausforderung, seine Sternmotor-Jagdmaschine auch als Torpedoträger bzw Bomber zu navalisieren sicher nicht entgehen hätte lassen.
Insofern bin ich ein FW 190 - Befürworter, für einen großen Teil der"Erstaustattung" unseres Trägers.
Dann wünsche ich mir für diese erste Epoche noch was Weitreichendes mit besten Langsamflugeigenschaften. Wäre eine verbesserte Fi-167 1942 wirklich schon obsolet? Ich denke nicht.

2) Geben wir "Verzögerungen" zu, so etwa 1 Jahr Kriegsentwicklung entspricht 1,5 bis 2 Jahren Friedensentwicklung, dann zeichnet sich ein recht vielversprechender Flugzeugtyp gegen Ende der 40er ab, die Do-335 in ihrer 2-sitzigen Version.
Ja, die hätte ich gerne so etwa 4-5 jahre nach Indienststellung an Bord!
Als Langsteckenaufklärer genauso wie als Torpedoträger; ob Bombenträger, weiß ich nicht ... sturzkampfmäßig scheint sie mir eher nicht sonderlich brauchbar - und Horizontalbombardements nehme ich für die Spät-Vierziger als obsolet an.

3) Die immense Anfälligkeit und die sehr kurze Betriebszeit der Strahlturbinen (waren´s 20 Stunden? oder 30?) sowie der extrem lange und flache Anflugsweg mit hochgezogener Maschine machen mir die Me-262 mehr als nur suspekt für den Trägereinsatz - auch wenn es sie "1947" schon als Serienfertigung gegeben haben sollte (und die 163 ist sowieso viel zu kurzatmig).
-------

Eher vermute ich, dass das Augenmerk auf die REICHWEITE der entsprechenden Typen gelegt werden sollte :

- eine Vergrößerung des Aufklärungs-Radius um den Faktor 1.7 bedeutet zwar eine Verdreifachung der zu diesem Zweck eingesetzten Maschinen;

- und eine Vermehrung des Angriffsradius aufs Doppelte bedeutet eine Reduktion der dafür vorgesehenen Einzel-Maschinen-Anzahl auf etwa 0.8

(das war meine "angedrohte" Modernisierung mit Reduktion auf ca 40 Maschinen, remember?)

...aber mit ein bisschen taktischem Denken ist klar, dass größerer Aufklärungsradius und weitere Angriffsdistanzen "das" für einen Träger darstellen, was bei BB´s als "Immunitätszone" gehandelt wird.

-----

Logischerweise muss unser "Designbeispiel" also :

- vermehrte Abflug- (und Lande-)Gewichte ermöglichen

- Liftdimensionen sowie Hangarhöhen sollten den abzusehenden Typen entsprechen; resp. bei Ausschreibungen zu neuen Trägermaschinen sind diese Dimensionen verbindlich vorzugeben
(heißt nichts anderes, als dass nicht nur das RLM, sondern diverse Firmen in der Entwurfsphase schon direkten Kontakt mit dem KA pflegen)

- und schließlich wünsche ich  mir in der "Umrüstung 1948", dass die 128mm Flak durch die doppelte Rohrzahl von 55mm ersetzt wird.
Warum? -weil ich den Nahbereich der Einheit optimal schützen will, für den  mittleren und fern-Bereich wünsche ich mir eine komplikationslose Schnellstartmöglichkeit für Jagdschutz.

Erst ab einem "echten" trägergestützten (und -kompatiblen) Strahlflugzeug kann ich mir eine (eher experimentielle) Entwicklung unseres Design-Beispiels zu einem "angled-deck-carrier" vorstellen - schlicht aus der Verzweiflung geboren, wieviele Maschinen im Landemanöver durchstarten müssen, um die immer komplizierter werdende Unter-Deck-Holung der vordem gelandeten Maschine nicht die Landefrequenz gefährden zu lassen ... Parallele  zur historischen Entwicklung  der frühen 50er, vielleicht versetzt auf die späten 50er...?)

Und spätestens dann hat unser Entwurf auch ausgedient. Und viele Erfahrungen geliefert.

Aber wenn wir ihm Leben einhauchen wollen - dann für diese Zeiten, diese Flieger-Bestückung... sind´s  immerhin die geforderten 20 Jahre.

Jo, soweit mal meine Ideen zu de Fliegers.

Ciao,
Harold
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« Antwort #10 am: 28 April 2006, 00:11:12 »

Zitat von: harold
Insofern bin ich ein FW 190 - Befürworter, für einen großen Teil der"Erstaustattung" unseres Trägers

Da kann ich mich nur anschließen. Gerade die Ausführung F wurde ja auch als Torpedobomber und Gleitbombenträger benutzt.
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Schöne Grüsse Christian
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Spee
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« Antwort #11 am: 28 April 2006, 00:28:20 »

@Blane,

eher eine G-Variante (Jabo-Rei), da wir mehr Reichweite benötigen. Oder gleich auf "Langnasen" umrüsten.

@harold,

die recht klapprig wirkende Fieseler 1942/43 noch? Weiß nicht, aber da sollte eher was stärkeres her. Die Amerikaner sind auch immer bewaffnete Aufklärung geflogen, mit "Helldiver's".
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Ralf
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« Antwort #12 am: 28 April 2006, 08:24:34 »

Hm, natürlich wäre die Langnase, also Dora9, die beste Variante... Hatte sie doch durch den Einsatz eines eigentlich für Bomber konzipierten Motors wirklich ordentlich Bums... Doch war dies nicht eher eine reine Kriegsentwicklung?
Die Do335 macht mir etwas Kopfzerbrechen. Mit sowohl Schub- als auch Zugpropeller wäre sie für einen Cv wirklich eine große Gefahr für die Crew an Deck... Es sei denn sie könnte mit einem Triebwerk starten, oder meint Ihr, dass könnte man außer Acht lassen...

Anfang der 40iger wäre die Ju87 sicher ok... Und später würde man hieraus vielleicht auch eine Weiterentwicklung erstellen, wenn sich das Flugzeug über See bewährt hätte.

Was sagt Ihr:
FW190 T (smiley) als Jäger
Ju87 als Stuka
Und die Fiesler als Aufklärer und Torpbomber?

Später dann eventuell umrüstung auf Do335... Die ja nun wirklich einige Aufgaben bewältigen könnte... Sie hatte auch 1380km Reichweite war aber recht groß... Und ich kann dann immer nicht sagen, ob die hätte Katapultgestartet werden müssen und/oder ob die auch so vom Deck hoch gekommen wäre... Zumindest wäre sie die Eier legende Wollmilchsau...
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Gruß
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« Antwort #13 am: 28 April 2006, 09:59:24 »

DO 335 fällt m. M. nach flach
1. zu schwer
2. zu groß
3. zu wartungsaufwendig (2 synchron laufenden Motore!)

Ju 87 als Stuka ist soweit ok, solange sie nicht auf feindliche Jäger trifft.

FW 190 kann zwar Bomben tragen, aber keine Torpedos, es sei denn, wir bauen die Fahrwerke um.

Fieseler ist zwar nicht der Wunschtraum für einen Torpedoträger, aber 1942/43 wird uns kaum erwas anderes übrigbleiben.

Grüße

Dirk
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« Antwort #14 am: 28 April 2006, 10:14:46 »

@Dirk

edit: Dank Kalli wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass auf dem Bild ein HK zu sehen ist. Da mir die Rechte an dem Bild fehlen, möchte ich es nicht editieren. Deswegen hier der Link zur Seite, auf dem das Bild zu finden ist: http://www.focke-wulf190.com/die_fw_190_a_2.htm. Dort bei A-3 ist eine Fw 190A-5 / U14 bzw / U15 mit Torpedos abgebildet. (ich weiß, warum ich ein Freund der japanischen Marine bin)

Theoretisch könnte die 190 also unser Allrounder auf dem Träger sein

- Jäger (A-Serie)
- Aufklärer (A-Serie bzw G-Serie)
- Bomber (A-, später F- und G-Serie)
- Torpedobomber (F- und G-Serie)

Dies würde natürlich vieles an Bord vereinfachen, vor allem die Ersatzteilbevorratung wie Austausmotoren.
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