Wie im russ. Fred vermeldet, wird die russ. Flotte mit neuen Kompassen ausgerüstet. Das lies mich nicht ruhen

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Hier nun ein interessanter Bericht eines E-Mixers auf der Klasse 120, wie ein KK (Kreiselkompass) funktioniert.
Zum Seeklar machen gehört als erster Schritt die Inbetriebnahme des KK. Er benötigt einige Stunden, bis die im rechten Winkel montierten Kreisel ihre nötige Umdrehungszahl von ca. 23.000 erreicht hatten und sich nach der Erdachse ausgerichtet und eingependelt haben.
Die Kreisel waren in einer Kugel von etwa 30 cm Durchmesser montiert, die in einer Elektrolyt-Flüssigkeit, wiederum in einer Kugel, schwamm. Die zum Betrieb notwendige Spannung wurde an den Polen und am Äquator durch das Elektrolyt mit die innere Kugel mit den Kreiseln übertragen. Durch ein Sichtfenster konnte man die Anzeige direkt ablesen. Von diesem Mutterkompass wurden alle Tochterkompasse an Bord versorgt.
Ein besonderes Kapitel galt der Sicherheit, falls mal die Reperatur eines KK anfiel. Es war absolut gefährlich, die Kugel aus ihrer Elektrolyt-Lagerung herauszuholen, wenn die Kreisel nicht auf Stillstand runter gefahren waren. Es könnte passieren, dass man mitsamt der Kugel durch das Schott fliegt, denn die auftretenden Kräfte durch laufende Kreisel sind unglaublich hoch.
Ich war immer hochzufrieden, wenn die Gradangabe auf meinem Radarschirm und dem Kompass
harmonierten

Grüße Ronny