Forum Marinearchiv
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Autor Thema: Der Kreiselkompass  (Gelesen 248 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
RonnyM
Kapitänleutnant
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Beiträge: 864

Alter: 68

Name: Ronald Meyer

Ort: Wesermünde/Walsrode

Niedersachsen



« am: 18 Januar 2012, 17:37:26 »

Wie im russ. Fred vermeldet, wird die russ. Flotte mit neuen Kompassen ausgerüstet. Das lies mich nicht ruhen grin.

Hier nun ein interessanter Bericht eines E-Mixers auf der Klasse 120, wie ein KK (Kreiselkompass) funktioniert.

Zum Seeklar machen gehört als erster Schritt die Inbetriebnahme des KK. Er benötigt einige Stunden, bis die im rechten Winkel montierten Kreisel ihre nötige Umdrehungszahl von ca. 23.000 erreicht hatten und sich nach der Erdachse ausgerichtet und eingependelt haben.
Die Kreisel waren in einer Kugel von etwa 30 cm Durchmesser montiert, die in einer Elektrolyt-Flüssigkeit, wiederum in einer Kugel, schwamm. Die zum Betrieb notwendige Spannung wurde an den Polen und am Äquator durch das Elektrolyt mit die innere Kugel mit den Kreiseln übertragen. Durch ein Sichtfenster konnte man die Anzeige direkt ablesen. Von diesem Mutterkompass wurden alle Tochterkompasse an Bord versorgt.

Ein besonderes Kapitel galt der Sicherheit, falls mal die Reperatur eines KK anfiel. Es war absolut gefährlich, die Kugel aus ihrer Elektrolyt-Lagerung herauszuholen, wenn die Kreisel nicht auf Stillstand runter gefahren waren. Es könnte passieren, dass man mitsamt der Kugel durch das Schott fliegt, denn die auftretenden Kräfte durch laufende Kreisel sind unglaublich hoch.

Ich war immer hochzufrieden, wenn die Gradangabe auf meinem Radarschirm und dem Kompass
harmonierten grin cool

Grüße Ronny










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...keen Tähn im Muul,
over La Paloma fleuten...
halina
Fähnrich
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Beiträge: 275

Alter: 86

Ort: Wilhelmshaven

Niedersachsen


« Antwort #1 am: 03 Februar 2012, 20:44:25 »

moin moin , mit dem kreiselkompass hatte ich auch zu tun auf der HESSEN da er zu meinem arbeitsbereich gehörte. bereits 6 stunden vor dem
auslaufen musste er ans netz genommen werden damit er die betriebsdrehzahl erreichte. dieses gerät wurde von der Fa.ANSCHÜTZ in kiel
hergestellt. nach meinen informationen hatte der kreiselkompass gegenüber dem magnetkompass den vorteil,dass er sich zum geografischen
nordpol bezog und somit beim navigieren nach der seekarte die missweisung oder ablenkung nicht berücksichtigt werden musste.
                                                                                                                                                                                              gruss halina
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im leben fängt man dann und wann auch wieder mal von vorne an
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